Blood Red Shoes: Keine Langeweile am Strand

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http://img337.imageshack.us/img337/3673/29a56ab45820be9c4da0dc5.png"Am Anfang kannten wir uns nicht wirklich gut, aber wir haben schnell angefangen, Songs zu schreiben, die uns gefielen. Und dann haben wir sie live gespielt, ein paar Tage nach der ersten gemeinsamen Probe.“

Die Geschichte der Blood Red Shoes aus Brighton / UK klingt nicht unbedingt nach künstlerischem Idealismus und der Romantik eines Aufstiegs vom Hobbykeller zur Main Stage. Was Laura-Mary Carter und Steven Ansell dafür umso mehr am Herzen liegt, ist die Authentizität ihrer Musik und die schöpferische Energie, die zwischen ihnen besteht - „auch wenn man nicht immer weiß, wohin das führt.“

Bisher führte ihre Power jedenfalls zu über 300 Live-Auftritten und einer ersten Single, It's Getting Boring By The Sea – schnell, laut und kompromisslos rockig. Auf Fire Like This, ihrem nunmehr zweiten Album, legt das Duo weiter harte Gitarrensounds an den Tag, hier und dort durchbrochen von zarten Dissonanzen im Gesang und ohne einprägsame Melodien vermissen zu lassen. Scheinbar mühelos gelingt ihnen dabei der Spagat zwischen Nachdenklichkeit und Punk - ein klarer Fall also für den Indie-Rock-Himmel. Aber da wollen die beiden überhaupt nicht hin, sind sie doch bei dem Major Label V2 unter Vertrag und finden sich selbst eher poppig. Solange dies streitbar ist bleibt noch genügend Zeit, um weiter zu tanzen - zum Beispiel am Freitag, den 10.9., wenn die Blood Red Shoes beim Berlin Festival eine weitere Main Stage bevölkern.

>>myspace.com/bloodredshoes

ERL






17:58 01.09.2010
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Das Pop-Blog

Das Freitag-Blog zur Musik. Hier schreiben Jan Jasper Kosok, Maike Hank, Daniel Windheuser, Sophia Hoffmann und Antonia Märzhäuser. In nächster Zeit vor allem für das Berlin Festival.
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