Stefan Hetzel
04.03.2016 | 07:48 12

Toleranz, Geschmack, Minimalismus

Individualdemokratie Gedanken zu einem erzwungenen Konzertabbruch in der Kölner Philharmonie

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Stefan Hetzel

Toleranz, Geschmack, Minimalismus

Foto: Genista / Flickr (CC)

Was mich irritiert an der aktuellen Debatte um den durch Publikumstumulte erzwungenen Abbruch einer Performance von Steve Reichs Komposition "Piano Phase"in der Kölner Philharmonie ist das gelegentlich auftauchende sog. "Geschmacksargument". Das geht ungefähr so: "Prinzipiell bin ich ja schon tolerant gegenüber moderner Kunstmusik, aber *Minimal music* ist ja wohl eine Zumutung! Das ist wirklich immer dasselbe! Unglaublich nervtötend! Ist das überhaupt noch Musik? Jedenfalls ist es nicht mein Geschmack! Und das wird man ja wohl noch äußern dürfen!"

Halten zu Gnaden, aber für mich klingt das strukturell nach: "Prinzipiell habe ich natürlich nichts gegen andere Rassen, aber willst du wirklich ausgerechnet einen Aborigine zum Abendessen einladen? Das muss doch nicht sein, oder?"

Toleranz und Geschmack haben - entgegen landläufiger Meinung - rein gar nichts miteinander zu tun, werden aber, gerade, wenn es um sperrige Kunstmusik geht, immer wieder in eine schiefe Verbindung gebracht. Mir gefällt die Musik Helmut Lachenmanns überhaupt nicht, sie ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich mir unter zeitgemäßer Kunstmusik vorstelle. Ich halte sie für ein verstaubtes, letztlich rückwärtsgewandtes Relikt der Nachkriegszeit, zweifellos von historischer Relevanz - aber ich kann sie nun mal partout nicht ab. Nur käme ich deswegen noch lange nicht auf die Idee, eine Aufführung von "Gran Torso" durch Störgeräusche zu sabotieren oder gar türschlagend den Raum zu verlassen (obwohl mir das Stück tierisch auf die Nerven geht und mich wirklich physisch attackiert!). Ich bin so erzogen worden, meinen diesbezüglichen Emotionen dadurch Ausdruck zu verleihen, dass ich, sollte ich, aufgrund welch widriger Zeitläufte auch immer, tatsächlich in einem Konzert mit diesem Stück gelandet sein, dann eben nach Ende der Performance lediglich mühsam zwei-, dreimal die Handflächen rhythmisch gegeneinander bewege und ansonsten finster ins Dunkel starre. Mehr Mißfallen aber geht nicht (Anders bei Uraufführungen, wo man nach Belieben "Buh!", "Btavo!" etc. rufen kann.).

Wie kommt es, dass viele, gerade auch jüngere Menschen heute scheinbar nicht realisieren, dass "Geschmack" und "Toleranz" zwei ganz unterschiedlichen Begriffskategorien angehören? Hängt es eventuell damit zusammen, dass der soziale Druck, sich über einen dezidierten Geschmack identifizierbar, ja, einmalig machen zu müssen, kaum jemals höher gewesen sein dürfte als in der heutigen konsumbasierten Individualdemokratie (was allerdings in einer toleranten Gesellschaft kein wirkliches Problem darstellt und für die sattsam bekannten multikulturellen Verhältnisse sorgt)?

Blöd wird's nur dann, wenn die Sache kippt und man die gesellschaftliche Hintergrundtoleranz nur noch als allgemeine kulturelle Indifferenz bzw. Gleichmacherei wahrnimmt. Zweifellos ist ein sinistres Gefühl allgemeiner kultureller Indifferenz bzw. eine rein konsumierende, besinnungslose, nichts mehr unterscheiden wollende "Kulturbeflissenheit" eine Folge falsch verstandener Toleranz bzw. ein Überfluss- und -drussphänomen, aber das ist ein anderes Thema.

Um diesem "Unbehagen in der Kultur" zu begegnen, fühlt man sich dann legitimiert, seine Meinung ganz besonders entschieden und, vor allem, emotional zu äußern (Argumente sind was für Weicheier!), gegen die angeblich jegliche echte Kreativität erstickende Political Correctness zu stänkern und sich nur noch in regressiver "selektiver Toleranz" zu üben: "Was mir nicht gefällt, muss ich auch nicht dulden!" oder, in der vulgären Fassung: "Wenn ich was Scheiße finde, dann brüll ich das auch raus ohne Rücksicht auf Verluste. Schließlich leben wir in einer freien Gesellschaft, oder?"

Wer die gesellschaftliche Hintergrundtoleranz, die in Deutschland weiterhin von breiten Bevölkerungsschichten getragen wird, derartig missbraucht, ist entweder gedankenlos oder hat ein Identitätsproblem - welches dann aber am komplett falschen Ort ausagiert wird.

"Selektive Toleranz" ist ein Widerspruch in sich. Denn die respektvolle Duldung und das Seinlassen der/des Anderen erträgt per definitionem keine weiteren Qualifikationen*.

Ich fasse zusammen:

  1. Toleranz ist wie Schwangersein. Entweder jemand ist es. Oder eben nicht.
  2. Toleranz heißt nicht, "alles gut finden zu müssen". Sie beinhaltet sehr wohl basale Formen des Respekts und der Höflichkeit, hat aber nichts mit Liebedienerei bzw. opportunistischem Verhalten zu tun.
  3. Nicht der beweist eine "gute Erziehung" oder gar "demokratisches Bewusstsein", der zu jeglicher Form speziell staatlich geförderter Kultur Ja und Amen sagt, sondern diejenige, die mit ihrer Meinung als Bürgerin gerade hier nicht hinterm Berg hält.
  4. Etwas richtig Scheiße zu finden, hat nichts mit Intoleranz zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine legitime emotionale Meinungsäußerung, für die jeder wirklich souveräne Künstler sogar dankbar sein wird**. "Opfert" man diese Gefühle einem falsch verstandenen Begriff von "Kulturbeflissenheit" à la "Es ist schließlich Kultur, also muss es gut sein!", schadet man nicht nur seiner eigenen Psyche, indem man aus seinem Herzen eine Mördergrube macht, sondern letztlich auch dem allgemeinen kulturellen Diskurs, der genau dann komplett dysfunktional wird, wenn schließlich gar niemand mehr auszusprechen wagt, was er wirklich empfindet. So entsteht ganz allmählich ein soziokulturelles Reizklima, das die Tendenz hat, sich immer weiter aufzuschaukeln.***
  5. Dinge höflich zu (er)dulden, die einem nicht gefallen, hat nichts mit mangelndem Geschmack bzw. Urteilsvermögen oder kultureller Indifferenz zu tun. Es handelt sich vielmehr um die zivilisatorische Voraussetzung für eine funktionale multikulturelle Gesellschaft.

Natürlich ist das alles völlig uncooles staatsbürgerliches und zivilgesellschaftliches Basiswissen, dennoch scheint es mir notwendig zu sein, angesichts der Ereignisse in der Kölner Philharmonie mal deutlich darauf hinzuweisen.

___________

* Das gilt natürlich nicht bei unmittelbarer gesundheitlicher Bedrohung, was im Falle von Kunstmusik bsp.weise bei subjektiv als unerträglich empfundener Lautstärke schon mal vorkommen kann. Will sagen, es hat nichts mit Intoleranz zu tun, wenn ich ein Konzert fluchtartig verlasse, weil es mir zu laut ist.

** Diese wird allerdings kommunikabler, wenn man sie auch begründen kann. Das macht aber Arbeit.

*** Exakt da stehen wir heute. Und exakt diese vertrackte Problemlage beuten dann rechtspopulistische Strömungen aus, indem sie behaupten, nur sie würden Dinge aussprechen, die sonst angeblich nicht ausgesprochen werden dürften. Das Problem ist aber ein ganz anderes: Viele, gerade karriereorientierte Menschen, haben ein recht "cooles", strategisches Verhältnis zur Aufrichtigkeit, weil sie steif und fest der Meinung sind, es anders nicht weit bringen zu können. Sie sehen sich moralisch dabei allerdings als Opfer der Umstände, also letztlich als integer an. Klappt's dann trotz allem nicht mit dem gesellschaftlichen Aufstieg, kann bei dieser Klientel toxische seelische Verbitterung entstehen, die wiederum von rechtspopulistischen Kräften abgeschöpft und in Hass gegen Wasauchimmer verwandelt werden kann.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (12)

Ernstchen 04.03.2016 | 14:47

Minimal Music im konzertanten Rahmen ist in der Tat eine Zumutung. Es fehlt nämlich eine wichtige Zutat: Drogen. Bekifft oder auf Pilzen und dergleichen kann ich mir Minimal Music durchaus interessant vorstellen. Minimal House/Techno würde nüchtern im Sitzen auch nicht funktionieren. Wenn Minimal Music legal bleiben soll, sollten gewisse Drogen ebenso legalisiert werden. Hugh (bzw. High), ich habe gesprochen!! ;)

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Ehemaliger Nutzer 05.03.2016 | 11:03

Tolerant zu sein, bedeutet eigentlich doch, dass man gegen etwas ist. Man hält es aber aus. Wenn ich etwas gut finde, dann mag es und muss es nicht tolerieren.

Deshalb:

intolerantes Verhalten gegen Musik, die ich nicht mag/mit der ich nicht klarkomme.

Danke für den Link:

„Das scheint mir ganz offensichtlich mit dem in Zusammenhang zu stehen, was Deutschland 1933 – 1945 unter der Naziherrschaft erlitten hat, damit, daß die gegenwärtige Nachkriegsgeneration unter Bewältigung eines großen Schuldkomplexes herangewachsen ist. Jede Art von Musik, die durch sorgfältige Kontrolle, Präzision und engmaschige Ensemblearbeit gekennzeichnet ist, setzt sofort Assoziationen mit totalitären politischen Kontrollen frei.“

http://blogs.nmz.de/wm2014/2016/03/02/achtung-konzert-bitte-bewahren-sie-ruhe/

Deshalb haben die Zuhörer doch eigentlich nur in der von der Linken so beliebten repressiven Intoleranz im Marcuse – Stil reagiert, oder ? Im Prinzip richtige akustische Antifaschisten!

Und der Kampf gegen den akustischen Faschismus rechtfertigt dass dann den Angriff.

Ein schönes Beispiel für ein verdrehtes Kunstverständnis, das Kunst mit Politik verwechselt.

Danke!

w.endemann 05.03.2016 | 14:04

Auch ich mag minimal music nicht besonders, weil sie Musik sehr stark reduziert, minimalisiert. Aber sie ist eine legitime Kunstform, sie versucht, ein selbstgestelltes Problem zu lösen und ihm Form zu geben. Und Reichs Klaviermusik gehört zum Besten, was die minimal music hervorgebracht hat.

Die radikalste mm ist das Stück 4:33 von Cage. Viele dürften das für Konzeptkunst halten, aber es ist als Musik gedacht. Es ist 4:33 Minuten komponierte Stille. Die Idee ist, Stille und Klang als gleichberechtigte komplementäre Momente musikalischer Ereignisse zu sehen. Die extreme Form ist eine Art Wiedergutmachung des Unrechts, das der Stille in unserer lärmenden Welt geschieht. Außerdem wird mit 4:33 einem weiteren Unrecht widersprochen, der Vernichtung des Zufalls in einer voll durchorganisierten Welt (4:33 könnte eine zufallsgenerierte Zahlenfolge x:yz sein). Und es mag als Beispiel gelten für die Einsicht: man kann nicht nichts hören, in Abwandlung der Aussage man kann nicht nicht kommunizieren (man hört dann das Publikum oder das Grundrauschen im Ohr).

Jetzt wird sich mancher sagen, der spinnt, der Kommentator dieser Zeilen. Aber ich verweise auf verwandte Bestrebungen in anderen Künsten: auf Robert Wilson, den späten Beckett, auf das Ballett von William Forsythe, auf unübersehbar viele Beispiele aus der bildenden Kunst.

Vielleicht ist das alles ein wenig spitzfindig, wie gesagt bin ich kein fan von minimal art (doch, von Beckett, Forsythe schon) – die Ernsthaftigkeit der Künstler möchte ich aber nicht bestreiten. Was sage ich einem empörten Kritiker von Reichs piano phase, was stört mich an seiner Intoleranz? Daß sie dumm ist. Ich muß das mir Fremde, sei es die Meinung oder künstlerische Zumutung von Mitbürgern, sei es der Fremde aus einem anderen Kulturkreis, nicht mögen, aber es ist eine Erkenntnisquelle, und daher dumm, sich davon abzuschneiden. Im Falle des Reich-Kritikers würde ich darauf verweisen, wie viel mm in seiner geliebten Musik steckt, zB in Beethoven.

Lethe 06.03.2016 | 14:47

Nur käme ich deswegen noch lange nicht auf die Idee, eine Aufführung von "Gran Torso" durch Störgeräusche zu sabotieren oder gar türschlagend den Raum zu verlassen

Was möglicherweise auch damit zu tun hat, dass Musik von Lachenmann in toto als "Ansamlung von Störgeräuschen" definiert und somit gar nicht durch solche gestört werden könnte^^ während meines Studiums hatte ich mehrfach Gelegenheit, Lachenmann in diversen Kolloquien in natura kennenzulernen und seinen Ausführungen zu lauschen ... hat auch nichts geholfen^^

Wobei ich, um wieder zum Hauptthema zu kommen, nicht wirklich verstehe, dass minimal music heute plötzlich Skandale auslösen kann. Die ist doch nun wirklich ... harmlos. Meditationsmusik, nicht mehr. Würde ich mir auch keine zwei Stunden antun wollen, aber deswegen einen Aufruhr inszenieren? Gott, wie albern manche Leute sind. Geschweige denn wie unhöflich.

Toleranz ist wie Schwangersein. Entweder jemand ist es. Oder eben nicht.

Das sehe ich völlig anders. Meine Toleranz anderen Kulturen gegenüber umfasst z.B. keine Duldung massiv frauenfeindlicher Komponenten. Und Patriotismus, den ich als das Lächerlichste überhaupt empfinde, bleibt lächerlich, gleichgültig, ob er von Deutschen, Amerikanern, Franzosen, Türken oder sonstwem empfunden wird. Es gibt mehr solcher Themen.

Ich weiß noch nicht einmal, was eine nichtspezifische Toleranz sein soll. Der generelle Verzicht auf Differenzierung? Das wäre fatal.

sondern diejenige, die mit ihrer Meinung als Bürgerin gerade hier nicht hinterm Berg hält.

Was werfen Sie dann den Besuchern des Kölner Konzerts überhaupt noch vor?

Ihren Punkten 1 bis 5 wohnt eine gewisse Widersprüchlichkeit inne.

Gunnar Jeschke 06.03.2016 | 16:45

dann eben nach Ende der Performance lediglich mühsam zwei-, dreimal die Handflächen rhythmisch gegeneinander bewege und ansonsten finster ins Dunkel starre.

Ganz so diplomatisch bin ich nicht. Wenn es gar nicht geht, finde ich, kann man auch gehen, möglichst in der Pause, sofern es eine gibt. Und wenn es einem physisch weh tut, auch eher, aber leise. Man sollte jedenfalls diejenigen so wenig wie möglich stören, die es vielleicht doch mögen. Solche Leute muss es geben, sonst würde es nicht gespielt.

basale Formen des Respekts und der Höflichkeit

Das finde ich gut. In der Hinsicht scheinen wir wirklich schon mal weiter gewesen zu sein. Man muss aber auch zugeben, dass es Skandale nach der Aufführung neuer Musik auch schon früher gab. Zum Beispiel traf es 1913 Igor Strawinsky ("Le sacre du printemps") in Paris, komplett mit Schlägerei und Polizeieinsatz. Dagegen ist Köln dann schon fast wieder harmlos.

w.endemann 06.03.2016 | 19:21

Ad Musik und Drogen

Leute, Alkohol als Vortrank zur Musik ist eine Schnapsidee. Es ist zwar bekannt, daß viele Komponisten und Musiker, meistens um ihr Schicksal auszuhalten, manchmal wohl auch zur kreativen Enthemmung oder Leistungssteigerung, Drogen genommen haben und nehmen. Für Musikkonsumenten ist das aber Quatsch. Musik selbst ist die beste, nicht nur nebenwirkungsfreie, sondern nachweislich gesundheitsfördernde Droge, die richtig rezipiert sogar das Denken anregt, absolut zu empfehlen. Wer neue Musik nur unter Drogen erträgt, sollte sie meiden. Wer sie nicht meidet, sondern sie sich schön trinkt, sollte zum Arzt gehen, der ist wie jemand, der sich ritzt, um sich oder etwas zu spüren. Wer die Musik benutzen will, um in einen Rauschzustand zu gelangen oder diesen zu verstärken, der möge sich an geeigneter Musik bedienen (minimal music gehört da in die engere Wahl).

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Ehemaliger Nutzer 07.03.2016 | 11:00

Ich habe mir den motorischen Mist angehoert der da ausgerechnet im Namen Bachs auf dem Cembalo geklimpert wurde. Das ist eine Zumutung und Unverschaemtheit so etwas aufzufuehren. Ich kann gut verstehen das man da gestoppt hat. Muss das Publikum sich wirklich jeden experimentellen Mist gefallen lassen? Wirklich nicht.

Stefan Hetzel 07.03.2016 | 18:39

@LETHE: "Ich weiß noch nicht einmal, was eine nichtspezifische Toleranz sein soll. Der generelle Verzicht auf Differenzierung? Das wäre fatal."

Wie gesagt, Toleranz bedeutet für mich nicht Urteilsverzicht, weil Toleranz und geschmackliches Urteil unterschiedlichen Kategorien angehören, die aber aufeinander angewiesen sind. Ohne basale Toleranz ist keine freie Geschmacksbildung möglich.

"Meine Toleranz anderen Kulturen gegenüber umfasst z.B. keine Duldung massiv frauenfeindlicher Komponenten."

Habe in meiner ersten Fußnote unter dem Stichpunkt "unmittelbare gesundheitliche Bedrohung" kurz angedeutet, dass es natürlich gesellschaftliche Bereiche gibt, wo man den Toleranzbegriff anders fassen muss. Aber darum ging es mir in dem Artikel nicht. Das Schöne in der Kunst ist ja gerade, dass das "Leib-&-Leben"-Argument hier fast nie angewendet werden muss, weil es wohl eher selten vorkommt, dass eine Künstlerin ihrem Publikum physischen Schaden zufügen will.