Das Melilla-Massaker: Blutbad mit Dutzenden Toten

EU-Außengrenze Die Bilder der Gewalt gegen Migranten vor der spanischen Exklave Melilla sind in ihrer Brutalität unfassbar. So viele Tote gab es an der EU-Außengrenze in Afrika noch nie. Menschenrechtsorganisationen fordern Untersuchungen der Vorfälle
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 27/2022
| The Guardian | 6

Immer wieder tauchen auf Videos neue Szenen des Grauens und der Gewalt vom bislang tödlichsten Tag an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla – zwischen Nordafrika und Europa – auf. Davon erschüttert sind die Gemüter auch noch eine Woche nach dem furchtbaren Vorgängen am Morgen des 25. Juni. Die kursierenden Aufnahmen zeigen die Leichen junger Männer, die in Blutlachen auf dem Boden liegen. Zu sehen sind marokkanische Sicherheitskräfte, die Verletzte – oder Tote? – misshandeln, treten und schlagen. Auf der anderen Seite feuern Angehörige der spanischen Guardia Civil Tränengasgranaten auf Menschen ab, die sich verzweifelt und wehrlos an den meterhohen Zäunen festklammern, im Stacheldraht hängenb