„Die geheimste Erinnerung der Menschen“ von Mohamed Mbougar Sarrs: Fesselndes Meisterwerk

Roman Mohamed Mbougar Sarrs „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ ist alles in einem: Märchen, Krimi und Satire auf den Literaturbetrieb. Für seinen fesselnden Roman bekam der Senegalese Mohamed Mbougar Sarr den Prix Concourt 2021
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 49/2022

Als Ende der 1980er in den USA wild über die kulturellen Schätze der Welt debattiert wurde, soll der amerikanische Romancier Saul Bellow enerviert den westlichen Kanon gegenüber anderen Kulturen verteidigt haben. Der ihm zugeschriebene Satz „Wenn die Zulus einen Tolstoi hervorbringen, werden wir ihn lesen“, steht bis heute für die westlich-hegemoniale Perspektive auf die Weltliteratur.

Die bekommt auch ein mysteriöser senegalesischer Schriftsteller zu spüren, der als Phantom und Fixstern durch den umwerfenden Roman Die geheimste Erinnerung der Menschen von Mohamed Mbougar Sarr geistert. Dort veröffentlicht er als T.C. Elimane im Paris der 30er Jahre einen Roman, der eine literaturkritische Kontroverse auslöst. Einige feiern den Autor von &