Prügel für den Einzelkämpfer

Gewalt gegen Lehrer | Nicht nur Polizisten, Feuerwehr-leute oder Rettungssanitäter, sondern auch Lehrer werden immer häufiger Opfer von Drohungen, Beleidigungen und physischer Gewalt.
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Kontraste-Moderatorin Astrid Frohloff schlägt den ganz großen Bogen. "Nicht nur im Netz", so der Text ihrer Anmoderation zu einem Beitrag des Berliner Politik-Magazins mit dem Thema Gewalt gegen Lehrer (26.01.2017), "auch im realen Leben wird der Ton immer rauher, sinken Hemmschwellen, geht Respekt verloren." Selbst an Schulen wachse die Aggressivität. Immer wieder würden Lehrer körperlich angegriffen, trauten sich aber oft nicht, über ihre Gewalterlebnisse zu sprechen. Einer Ende 2016 veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge hätten 6% der Lehrkräfte angegeben, an ihrer Schule innerhalb der letzten fünf Jahre selbst schon persönlich attackiert worden zu sein. Dies entspreche hochgerechnet 145.000 Fällen. Ein Viertel der befragten Lehrer (175.000 Fälle) seien bereits Ziel von Beleidigungen oder Drohungen gewesen.

Das ist ohne Frage besorgniserregend. Doch kommt "Kontraste" leider bei der Schilderung der Situation nicht ohne leichte Übertreibungen aus. Den am Einzelfall eines älteren Grundschullehrers erzeugten Eindruck, Lehrkräfte würden nach tätlichen Angriffen mit ihren Traumata grundsätzlich allein gelassen, bestätigt die Forsa-Studie nicht. Allerdings gibt es zu denken, wenn bei einem Viertel der Betroffenen - wie in dem von "Kontraste" dokumentierten Beispiel - ausgerechnet die Schulleiter_Innen ihrer Fürsorgepflicht nicht oder nur lustlos genügen. O-Ton Forsa:

"Im Hinblick auf ihre Kollegen haben sich fast alle Betroffenen nach einem solchen Vorfall ausreichend unterstützt gefühlt, drei Viertel sagen dies von der Schulleitung."

Doch was heißt nun Zunahme der Gewalt "selbst an Schulen"? Vor allem doch wohl dort! Im öffentlichen Bildungswesen traten sinkende Hemmschwellen und zunehmende Respektlosigkeit einschlägigen Medienberichten zufolge doch zuallererst in Erscheinung. Oder sind die Skandalmeldungen über massive Disziplinprobleme (Rütli-Schule in Berlin-Neukölln), Gewaltexzesse (Elite-Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam) oder den vergeblichen Kampf der Neuköllner Jugendrichterin Kirsten Heisig ("Vom Ende der Geduld") im Berliner Schulschwänzermilieu schon vergessen? Und gebessert haben sich die Verhältnisse seit den ersten Skandalberichten in den Nuller-Jahren keineswegs. "Gewalt an Berliner Schulen steigt dramatisch", titelte im Februar 2013 "Die Welt". "Mehr Gewalttaten an Berliner Schulen registriert", vermeldete im Oktober 2015 die Berliner Zeitung. Und was für Berlin gilt, dürfte anderswo - bis hinein in die Provinz unserer Republik - nicht viel anders sein.

Öffentlich diskutiert wurde allerdings bisher nur über Mobbing und Gewaltdelikte unter Schülern. Und selbst hier überwogen häufig - zumindest auf der Ebene von Politik und Schulverwal- tung - Verdrängung und Schönfärberei. Ist eine Schule erst einmal außer Kontrolle geraten, ist der Weg zurück zu normalen Verhältnissen lang und steinig. Im Fall der o.g. Skandal-Hauptschule im Berliner Stadtbezirk Neukölln entschloss man sich deshalb zu einer Radikallösung, bei der kein Stein auf dem anderen blieb. Schulreform wurde zum Kinderspiel: Alle Hauptschulen fliegen hooooch... Das vermeintliche Erfolgs-Modell quer durch die Republik: Hauptschulen werden einfach mit anderen Schulformen zusammengelegt und umetikettiert. Sie heißen dann wie in Baden-Württemberg "Gemeinschaftsschule", wie in Sachsen Oberschule, wie in Bayern Mittelschule oder wie in NRW Sekundarschule. Wenn man Pech hat, werden die neu geschaffenen Schulformen zusätzlich zu Integrationsschulen oder sogar Inklusionsschulen erklärt.

In Berlin, wo zwecks besserer sozialer Mischung der Schülerschaft die "Integrierte Sekundarschule" aus der Taufe gehoben wurde, entstand aus der ehemaligen "Restschule" in Neuköllns Rütli-Straße mit dem Campus Rütli sogar die Luxus-Variante des pädagogischen Etikettenschwindels: die Integrierte Sekundarschule mit angeschlossener gymnasialer Oberstufe. Vorbild für das gesamte Berliner Schulwesen? Natürlich nicht! Zu teuer und auch nicht bedarfsgerecht. Wo sollen die ganzen oberstufengeeigneten Schüler in den Ghetto-Bezirken auch plötzlich herkommen?

Wo keine Oberstufe besteht, bleiben die "besseren Schüler" weg und die Restschule kehrt zurück. Mit Oberstufe ist das Bild ähnlich. Eine neue Vokabel im Schulverwaltungsdeutsch lässt eben nicht automatisch auch die "typischen Hauptschülermilieus" verschwinden. Und die notwendigen pädagogischen Verbesserungen stehen unter Finanzierungsvorbehalt. Statt der im Durchschnitt 16 Schüler_Innen der Hauptschulklasse sitzen jetzt 26 Schüler_Innen aus mindestens ebensoviel Nationen und mit mindestens ebensovielen Behinderungen, Verhaltensstörungen oder sonstigen Problemen in einem viel zu kleinen Raum. Dort sollen sie von zwei Lehrkräften bzw. einem Lehrer und einem Sozialpädagogen unterrichtet und betreut werden. Pech nur, dass die zweite Stelle gerade weggefallen ist. Allein das erklärt die Leistungsunterschiede von Schülern der gleichen Schulform etwa in München und Berlin, wie bundesweite Schulvergleiche zeigen. Unangenehme Wahrheiten. Wohin mit all den Milieugeschädigten oder denen, die das Milieu schädigen? Man weiß es nicht. Man weiß nur, dass deren Zahl ständig steigt. Also "erklärt" man uns lieber die Geheimnisse der Statistik, mit deren Hilfe sich die Brisanz der Problemschüler-Konzentration je nach Bedarf dramatisieren oder kleinreden lässt. Beispiel:

"Die deutliche Diskrepanz zwischen der Anzahl der Tatverdächtigen und der geringeren Anzahl an Verurteilten ist durch Ausfilterungs- prozesse (Einstellung von Ermittlungsverfahren) und durch andere strafrechtliche Bewertungen der Delikte bzw. der Deliktschwere erklärbar."

Das Phänomen einmal unter Ursachen-Aspekten seriös aufzuarbeiten, ändert nichts an der Tatsache, dass Politik und Behörden die Problematik längst über den Kopf gewachsen ist. Nicht nur Rechtspopulisten müssen inzwischen den Einruck gewinnen, dass die Gesellschaft machtlos ist, nicht zuletzt weil die Justiz gegenüber jugendlichen Gewalttätern allzu große Milde walten lässt. Viele Gewaltdelikte werden gar nicht erst angezeigt oder von den Staatsanwaltschaften als Bagatellfälle eingestuft und nicht weiter verfolgt. Und Drohverhalten zwecks Einschüchterung und Nötigung kann so subtil sein (Es reicht schon ein Gruppenaufmarsch finster dreinblickender Gestalten in Kapuzenjacken auf dem Lehrerparkplatz!), dass es überhaupt nicht justiziabel wird.

Die oft bereits von Optik und Auftreten aggressiv und Furcht einflößend wirkenden Integrationsblindgänger (sorry, Abdelkarim), die nicht selten ganze Stadtteile und Wohnsiedlungen beherrschen, haben (bestes Beispiel "Rüpel-Rapper" Bushido bei Maischberger!) für einen Staat, der - anders als sie selbst - zur Durchsetzung seiner Normen auf das Recht/Gesetz des Stärkeren verzichtet, nur ein müdes Lächeln. Und die drangsalierten Minderheits-Inländer, insbesondere die in großstädtischen "No-Go-Areas" Zurückbleibenden, die sich einen Umzug in eine bessere Wohngegend (wo unter Umständen bald schon ähnlich chaotische Zustände herrschen) nicht leisten können, fühlen sich von ihrer Polizei immer weniger geschützt. Die Beamten werden als Ordnungsmacht nicht mehr akzeptiert, scheuen im Streifeneinsatz die Konfrontation mit den in großen Gruppen auftretenden Zuwanderern resp. Neo-Nazis und werden durch unzureichenden Rückhalt seitens der Politik zusätzlich verunsichert. Wie erst muss es da Lehrer_Innen zumute sein, die allein und unbewaffnet von ihren Ghetto-Kindern Disziplin und Leistungen einfordern müssen.

In einer Atmosphäre der Resignation gegenüber Mobbing und Terror unter den Kindern und Jugendlichen bzw. gegenüber rechtsfreien Räumen in den Straßen der Problemquartiere, auf dem Schulweg, auf den Schulhöfen, ja selbst in den Schulräumen, hat die höchste Stufe der Brutalität zuletzt auch die Lehrer erreicht. Aber jedes große Problem hat eben einmal klein angefangen.

Hinsichtlich gewalttätiger Übergriffe gegen Pädagogen sind zwar auf Seiten der Täter offensichtlich längst alle Hemmschwellen gefallen. Beschwerden der Betroffenen - zumindest in der Öffentlichkeit - werden in der Schulverwaltung jedoch als Tabubruch betrachtet. Man fürchtet um den guten Ruf der einzelnen Schule oder des staatlichen Bildungswesens insgesamt. Allen seriösen Burnout-Gutachten zum Trotz soll den Eltern ein harmonisches Bild der Schulwelt ihrer Kinder vermittelt werden. Vielleicht, damit nicht noch weitere Kreise zu den Privatinstituten überlaufen, die sich - übrigens größtenteils völlig zu Unrecht (!) - gern an dem Staatsschulbashing des medialen Mainstreams beteiligen, um ihren "Geschäftserfolg" zu sichern.

Macht ein beamteter Lehrer angesichts unhaltbarer Zustände den Mund auf, kann ihm dies als Verletzung seiner besonderen Treuepflicht ausgelegt werden, selbst wenn Gerichte in letzter Zeit immer öfter zugunsten der Meinungsfreiheit couragierter Beamter entscheiden. Auf jeden Fall muss er mit einer schlechten dienstlichen Beurteilung rechnen. Wer Probleme im unterricht hat, gilt als unfähig. Ein weiterer Grund dafür, dass die attackierten Lehrkräfte über die erlebte Gewalt lieber schweigen und die alltäglichen Beleidigungen und Respektlosigkeiten klaglos herunterschlucken, kann auch in ihrer Einzelkämpfer-Rolle liegen, an der sich seit Lehrer Lämpels Zeiten bis heute wenig geändert hat. Schon in der Referendarzeit werden sie darauf getrimmt, dass es an Defiziten der eigenen Persönlichkeit oder des "Umgangs" mit den Schülern liegen müsse, wenn sie bei ihren Schützlingen nicht an- bzw. mit diesen nicht zurecht kämen. Und zuletzt dürfte auch das ewige Relativieren (Klagen der Lehrer über das Schülerverhalten gab es schon bei den alten Griechen!) in der realitätsblinden pädagogischen Fachpublizistik dazu beigetragen haben, dass Lehrer verstummen, deren Berufsalltag von nervlicher Überforderung und ständigen Demütigungen geprägt ist.

Ihr Berufsstand darf in dieser Gesellschaft kaum auf echte Empathie hoffen. Die "Lehrer-Verteidigung" seitens der Politik (pflichtschuldigst) hat häufig etwas Gequältes. Anteilnahme gegenüber der Stoffvermittler-Zunft, die gern von Kabarettisten aufs Korn genommen, als "Faule Säcke im Schlabberpulli" karikiert, als Idioten resp. günstigstenfalls noch als Exoten beschrieben werden, bringt - auch vor dem Hintergrund des allgemeinen Jugendkults*) - bringt keine Sympathiepunkte. An Stammtischen und in der Boulevard-Presse riecht man förmlich die unterdrückte Schadenfreude aller gefühlt Schulgeschädigten, wenn die Quälgeister von einst endlich auch mal ihr Fett wegkriegen. "Zur Hölle mit den Paukern!" (Filmtitel).

Und diese Leiden werden nicht nur seit vielen Jahren immer wieder beschrieben. "Höllenjob auf Lebenszeit", titelte die Illustrierte "Stern" schon vor mehr als einem Jahrzehnt. Aber wurde auch ausreichend untersucht, wie diese Situation entstanden ist und wer für die höllischen Arbeitsbedingungen an kaputt gesparten und gleichzeitig mit gesellschaftlichen Aufgaben jeglicher Art überlasteten Staatsschulen verantwortlich ist? Die Schuld aktuell allein bei Sozial- und Arbeitsmigranten oder Flüchtlingen zu suchen, wäre zu billig. Die spielten noch gar keine Rolle, als die "Lümmel von der ersten Bank" noch Pepe Nietnagel und nicht Pekcan Öztürk oder Samir al-Kadhim hießen.

Spätestens seit den 1970er Jahren schafften Latzhosenträger mit Rauschebärten und ihre ewig strickenden Lebensgefährtinnen, die in öffentlichen wie alternativen Bildungsstätten eine Kinder-Guerilla auf die antiautoritäre Weltrevolution vorbereiteten, die Amtsautorität des Lehrers selbst ab. Ihnen folgten smarte Anzugträger in Schulleiterbüros und Lehrerseminaren, die die rektale Stoffvermittlung und die Beliebtheit des Pädagogen bei seinen Schülern zum Merkmal überdurchschnittlicher Befähigung erhoben, selbstunsichere Alleinerziehende, die mit einer verfrüht-partnerschaftlichen Laber-Erziehung den "kleinen Tyrannen" zum Hauptstörfaktor jedes geordneten Unterrichts machten, sich ihrem Nachwuch servil unterordnende Eltern, die einen neuen Typus des bösartig narzißtisch Gestörten hervorbrachten oder bildungspanische bzw. von Förderwahn befallene Helikoptereltern, die Schule resp. den Lehrer als natürlichen Feind und Haupthindernis einer Dynastisierung des eigenen sozialen Aufstiegs mittels "Spitzenförderung" ihrer (selbstverständlich hochbegabten) Kinder identifizierten und schon bei einer Zwei minus mit dem Rechtsanwalt drohten.

Wie reagiert man nun angemessen auf die Nöte eines Berufsstands, der von seinen Dienstherren und der Gesellschaft mindestens denselben Schutz gegen Verletzungen der Menschwürde erwarten kann wie die diversen Problemgruppen, vor die man ihn hinstellt? Die übliche Reaktion der Kultusbürokratien: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen bzw. leugnen, verharmlosen und relativieren.

Oder hier: Die Super-Idee des Aktionsrats Bildung! Motto: Kannst du den Autoritätsverfall in einer untergehenden Gesellschaft schon nicht aufhalten, so untersuche die Risiko- und Schutzfaktoren gegen Burnout in der Persönlichkeitsstruktur von Lehramtsanwärtern. Das ist sicherlich nicht ganz falsch, wenn es darum geht, besonders stressanfällige Jungakademiker von der Wahl des falschen Berufs abzuhalten. Doch dürften nach dieser Logik in strahlungsbelasteten Berufsfeldern am Ende nur noch Bärtierchen oder Deinococcus-Bakterien beschäftigt werden.

Doch es gibt eine Alternative zu der (angesichts des sich abzeichnenden Lehrermangels vermutlich ohnehin nicht aussichtsreichen) Resilienzorientierung von Personalrekrutierung resp. -betreuung: Man erhöht einfach den (Strahlen-)Schutz am Arbeitsplatz. Zur praktischen Umsetzung dieses Denkansatzes brauchten die durch breitschultrige Herren in dunklen Anzügen bestens beschützten Spitzenpolitiker gar nicht viel Phantasie aufzuwenden.

Allerdings gibt es auf die Frage, wie man die Gewalt hier und jetzt und sofort eindämmt, wohl nur Antworten, die zwar vernünftig sind, aber in rot-grün-liberalen Ohren politisch inkorrekt klingen. Trumps USA gelten aktuell sowieso nicht mehr als Denkfabrik für progressive Problemlösungen. Deshalb will man von verstärkten Sicherheitsmaßnahmen wie an den von Amokläufen geplagten amerikanischen Schulen nichts hören. Nicht einmal die von Gewalt bedrohten Lehrer selbst, die etwa das auf - möglicherweise misslungenen - Unterricht gerichtete Auge der Überwachungskamera mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser. Und deshalb wird alles so weiterlaufen wie bisher, und man überlässt die Schule, die Schüler und die Lehrer dem subtilen Terror des wie auch immer zusammengesetzten Pöbels. Zwecks Ablenkung - "Wir tun was!" - gibt's nach wie vor mal ein einsames Leuchtturm-Projekt unter Idealbedingungen à la "Campus Rütli CR²" (mit Christina Rau als Schirmherrin!), ansonsten aber nur die übliche Überdosis an relativierenden, beschwichtigenden und vernebelnden Interpretationen der Wirklichkeit.

Alternative Fakten bis die AfD kommt (die natürlich - wie denn auch? - keine originellen Vorschläge entwickelt, weil sie in der Breite der politischen Themen eklektizistisch im Papiermüll der Altparteien stöbert). Perspektivisch greift das sich radikalisierende Kleinbürgertum inklusive des sich gerade abspaltenden unteren Segments der Mittelschicht am Ende proletarisierungsphobisch (lieber "überlegene Rasse" als solidarische Masse) zur Hardcore-Version des Ultra-Faschismus. Alles schon mal dagewesen. Aber nix draus gelernt.

„Daß man nicht sieht, ist kein Problem, schreibt Norbert Bolz in seinem Buch "Nach der Vernunft?".

"Das Problem ist, dass man nicht sieht, dass man nicht sieht. Die Blindheit wird nicht wahrgenommen. Und das zeigt sich in der Unfähigkeit, das Problem zu sehen. Die Theorie des blinden Flecks markiert die Grenzen der Aufklärung.“

Epilog:

Ich sehe schon die Schaumteppiche vor den Mündern stets empörungsbereiter Kritiker meiner Beiträge, die sich auf absichtliches Missverstehen und gutmenschelnde Realitätsverleugnung spezialisiert haben. Ihnen aber sage ich: Lasset ab vom Schäumen und vom Träumen! Und leset Heino Bosselmanns ausgezeichneten Beitrag "Konstruktivismus für Reaktionäre".

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*) Vgl. Ulrike Becker u.a. (Hrsg.): "Ent-Grenztes Heranwachsen", Wiesbaden 2016, S. 44:

"Der Jugendstatus hat sich vom Altersstatus abgekoppelt. Jugendliche Leitbilder strahlen - sicherlich durch den heutigen gesellschaftlich vermittelten Jugendkult unterstützt, was jugendlichen Lebensstil und jugendliches Aussehen angeht - mittlerweile als Placeboeffekt in alle Altersklassen hinein. Viele Erwachsene mit den konotierten positiven Eigenschaften der Jugendlichkeit fühlen und empfinden sich paradoxerweise als die eigentlichen, ewigen Jugendlichen."

22:23 27.01.2017
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