Ulrike Baureithel
30.07.2010 | 16:23 41

Röhlsche Familienfehde

RAF Wie der neurotische deutsche Familienroman um eine Epoche reicher wurde

Viel haben die katholische Kirche und die RAF, sollte man denken, nicht gemeinsam. Es sei denn, man würde den Papst in eins setzen mit seiner politisch säkularisierten Form, dem linksautoritären Kader, zu dem man die Untote Ulrike Meinhof vielleicht zählen darf. Vereint sind beide nun in einem Skandalon, der, wie die kürzlich verstorbene Publizistin Katha­rina Rutschky betonte, geeignet ist zum allfälligen Missbrauch.

Seit Mai dieses Jahres, also zur Hochzeit der Missbrauchsdebatte, die zuerst die Einrichtungen der katholischen Kirche, dann die in der liberalen Erziehungstradition von 1968 stehenden freien Schulen und Heime erfasste, verbreitet Anja Röhl, die „Stieftochter“ von Ulrike Meinhof, ihr Vater Klaus Rainer Röhl habe sie als Kind sexuell bedrängt. Zudem ließ sie durchblicken, Gleiches sei auch den jüngeren leiblichen Zwillingstöchtern der Meinhof, Bettina und Regine Röhl, widerfahren. Sekundiert wurde diese „Aufklärungskampagne“ seitens der Meinhof-Biografin Jutta Ditfurth, der es um den Nachweis geht, Mutter Meinhof habe mit der Entführung ihrer beiden Kinder im Mai 1970 nach Sizilien und ihrer geplanten Unterbringung in einem Guerilla-Lager im ­Nahen Osten nur im Auge gehabt, sie vor ihrem Ex-Mann zu schützen.

Daraufhin wies in einer langen, bizarren Auseinandersetzung, die in der der Taz gerade einen neuen Höhepunkt fand, Bettina Röhl ihre Halbschwester in ihre Grenzen: Sie dementierte zwar nicht grundsätzlich die pädophilen Neigungen ihres Vaters, allerdings den von Anja Röhl genannten Zeitraum zwischen 1962, Bettina Röhls Geburtsjahr, und 1970 und den ursächlichen Zusammenhang mit der Entführung. Die Halbschwester, die sich als „Meinhof-Jüngerin“ das Etikett „Stieftochter“ anheftete, könne überdies gar keine Geheimnisse ausplaudern, da sie selten in der Villa in Hamburg-Blankenese war. Auch der betagte Klaus Rainer Röhl, als Konkret-Herausgeber einst an der publizistischen „Sexfront“, heute am rechten Blätterrand tätig, wehrt sich gegen die „Verleumdungskampagne“. Wie Bettina sieht er darin den Versuch, „die RAF-Ikone Ulrike Meinhof weiß zu waschen“. Das mag sogar stimmen: Um Kopf und Erbe der Meinhof gibt es reichlich Konkurrenz. Man kann das Ganze durchaus auch als geschickte Vermarktungsstrategie lesen, bei der es um den Absatz von Büchern geht und den Anspruch, die „einzig dokumentierte Biografie der Meinhof“ (B. Röhl) geschrieben zu haben. Tochter oder auch nur „Stieftochter“ der Meinhof zu sein, garantiert Zinsen.

Doch diese nachgetragene Missbrauchsgeschichte ist mehr. Sie verlängert, was der Publizist Gerd Koenen in Bezug auf RAF und Staat den „neurotischen deutschen Familienroman“ nennt. Der schrille Tonfall Bettina Röhls etwa, die gegen die angeblich noch immer ihr Unwesen treibende RAF eifert, erinnert fatal an den hohen Ton ihrer angeblich lieblosen, „nicht mutterfähigen“ Mutter. Doch was befähigt eine Frau zur Mutter? Taugen Frauen im politischen Untergrund per se nicht? Das Röhlsche Entführungs- und Rückentführungsszenario war kein Einzelfall, erinnert sei an den Sohn von Gudrun Ensslin und Bernward Vesper. Erinnert sei aber auch an die vielen Kinder der Inhaftierten, die – weniger privilegiert als die Röhl-Töchter – im Abseits aufwuchsen. Manche zwischendurch sogar als Fürsorgezöglinge, über die Ulrike Meinhof in ihren ­Büchern und Filmen berichtet hatte. In Heimen möglicherweise, in denen Missbrauch zum Alltag gehörte, über den wir uns heute empören.

Kommentare (41)

h.vannna 30.07.2010 | 22:57

„Viel haben die katholische Kirche und die RAF, sollte man denken, nicht gemeinsam. Es sei denn, man würde den Papst in eins setzen mit seiner politisch säkularisierten Form, dem linksautoritären Kader, zu dem man die Untote Ulrike Meinhof vielleicht zählen darf.“

Ganz was neues: Statt „rotlackierte Faschisten“ und Springers "roter SA" mal zur Abwechslung der Papst.. Die Täter-Opfer-Konstellation wird dadurch in ihr Gegenteil verkehrt: „Die RAF“ (deren Kader missbrauchten Heimzöglingen in realitas eine emanzipatorische Perspektive boten) wird gleichgesetzt mit dem autoritären Männerbund der katholischen Kirche, ganz als ob einer wie der „Brisk-Mann“ Röhl, dessen Missbrauch nicht zur Debatte steht, sondern nur der genaue Zeitpunkt – je dazugehört hätte.
„Der schrille Tonfall Bettina Röhls etwa, die gegen die angeblich noch immer ihr Unwesen treibende RAF eifert, erinnert fatal an den hohen Ton ihrer angeblich lieblosen, „nicht mutterfähigen“ Mutter.“

Die Meinhof-Tochter erinnert die Autorin (aus irgendeinem Grund, genannt „der schrille Tonfall/hohe Ton“) an die Meinhof selbst! Obwohl eigentlich niemand, der sich mit Ulrike Meinhof beschäftigte (nicht mal Aust) ihr je einen „schrillen Tonfall“ bescheinigte. „Der hohe Ton“ meint die „typische weibliche“ Hysterikerin, die an Wahnvorstellungen leidet – beliebtes Projektionsbild Meinhofs, an dem schon Klaus Rainer Röhl eifrig werkelte. So schräg und reaktionär Bettina Röhls Argumente sein mögen, das hat sie nicht verdient, zumal Mutter und Tochter so in einem abgewatscht werden sollen.
Und natürlich gilt der unvermeidliche Sittenfuchs vom Dienst, der ehemalige, heute zum „Totalitarismusforscher“ bekehrte Funktionär des 1984 aufgelösten Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) Gerd Koenen, der die RAFler unters sittengeschichtliche Mikroskop gelegt und analysiert hat, als unhintergehbare Autorität in Sachen RAF. Wem der Dumpfbolzen Butz Peters zu plump und der Aust zu seicht ist, der kann immer noch den Koenen lesen – oder die sonstigen üblichen Verdächtigen der von „ihrem Kampf“ „bekehrten“ 68er wie Götz Aly.

„Man kann das Ganze durchaus auch als geschickte Vermarktungsstrategie lesen, bei der es um den Absatz von Büchern geht (…)“
Das sollte man bei Gerd Koenen auch unbedingt, dessen Bücher ohne die voyeuristisch dargebotenen Details aus dem Briefwechsel verstorbener RAFler mit ihren Freunde und Angehörigen wahrscheinlich so stinklangweilig wären, wie die daraus abgeleiteten, abgestandenen Konklusionen. Günter jacob schrieb in KONKRET 05 2001:

„Interessant an diesem Text ist vor allem das, was der Autor darin ungewollt mitteilt. Koenen möchte dem über die »Jugendsünden von 1968« debattierenden Publikum plausibel machen, warum manche, bevor sie ihr ganz persönliches »Ich habe verstanden« schwören konnten, zuvor mehr als ein Jahrzehnt lang dem Kommunismus zum Durchbruch verhelfen wollten. Schon bald nach der Auflösung des KBW war dem Autor das eigene Ethos der Revolution, das ihm dereinst Halt und Wichtigkeit verliehen hatte, zum Rätsel geworden. Nach weiteren 15 Jahren einer rundum erfolgreichen, inzwischen um die DDR und ein Balkanprotektorat erweiterten deutschen Demokratie wollte er dieser seinen Respekt erst recht nicht mehr versagen.
So weit, so normal. Ein Mensch hat den Eindruck, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben, und korrigiert eine Entscheidung. Koenen könnte es dabei belassen. Aber in dem Moment, da diese Konstellation im Rahmen einer vermeintlich autobiographischen Vergangenheitsfiktion nachträglich schlüssig gemacht werden soll, geraten die familiären Bindungen verstärkt ins Spiel. Aus der Korrektur einer Entscheidung wird eine Geschichte über den heimkehrenden Sohn: »Widmen möchte ich dieses Buch meinen Eltern – meinem Vater, der starb, als unsere Entfremdung am größten war, an der er seinen und ich meinen Anteil hatte - und meiner Mutter, die aus allen guten und schlechten Zeiten mit Menschlichkeit und Humor das Beste gemacht hat.«

www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=selbsthistorisierung=2001=05

Das trifft auch auf Stefan Aust zu, der ohne die RAF (wie so viele) keine so steile Karriere hätte hinlegen können, jetzt aber fürchten muss, dass seine sorgsam gestrickte Legende von der Heldentat der „Kinderbefreiung“ einen bitteren Beigeschmack erhält. Dank Eichingers Ausschlachtungsorgie gehört die Story mittlerweile zum Kino-Mainstream.
Jutta Ditfurth schreibt in ihrer (ausführlich recherchierten) Meinhof-Biographie: „Ein jordanisches Kinderheim wäre nur eine Notlösung gewesen, es war nie eine ernsthafte Option. Es gab andere Möglichkeiten. Die DDR. Freunde, die sich anboten, den Kontakt zu anderen, sicheren Ländern herzustellen.“
Wäre Ulrike Meinhofs Bambule-Projekt nicht von der Elite der „Kulturschaffenden“ zurechtgestutzt sondern ihren Vorstellungen entsprechend umgesetzt und gesendet worden, dann wären die vielen „runden Tische“ heute vielleicht überflüssig – auch wenn das eine gewagte Spekulation ist, die dem Glauben an einen aufklärerisch wirksamen Journalismus zu viel zumutet.
Allein, die Gesellschaft der BRD der 1970er entschied sich, die unbequeme Journalistin für vogelfrei zu erklären, und alles Unbequeme unter den Teppich zu kehren. Das schließlich abgesegnete Konzept von Bambule hatte nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem Geplanten, zumal die Heimkinder durch professionelle Schauspielerinnen mit hübscheren Stimmchen ersetzt worden waren. Wer wollte schon, wenn im Radio gerade Heintje sang, etwas über die ehemaligen NS-Täter hören, die „Schutzbefohlene“ demütigen, prügeln und missbrauchen durften?
Sexueller Missbrauch Minderjähriger gehört auch heute noch zum „neurotischen deutschen Familienroman“ des normalneurotischen Alltagslebens – geprägt von charaktergepanzerten Vätern, Pfaffen, Paukern, Bundeswehr und Fußballverein. Sich als Missbrauchsopfer zu outen, ist keine leichte Entscheidung, vielen fällt der Selbstmord zuerst ein. Umso billiger der Vorwurf, es gehe um einen bloßen Symbolkrieg.

Richtig wäre es gewesen, Röhl auf einer Linie mit Mixa und Papst zu sehen, statt „die RAF“: Denn unabhängig von ihren politischen Implikationen sind die Taten doch von allen Seiten bestätigt worden – und kein bisschen dadurch legitimiert, dass Bettina Röhl von „einem hoch privilegierten Leben im Paradies“ mit „viel Schatten“ darin spricht, bzw. den „äußerlich sanft anmutenden pädophilen Übergriffen“, die „erst seit 1970“ stattgefunden hätten.
Zu Recht findet Bettina Röhl, dass die Frage einer Journalistin „palästinensisches Waisenlager oder pädophiler Vater“ pervers sei – um sie dennoch zu Gunsten des letzteren zu beantworten. Nicht weniger pervers die Versuche des böse gewordenen Onkels vom Stern Wolfgang Röhl, den Bruder reinzuwaschen, indem er ähnlich wie Bill Clinton erläutert, was alles "in seiner Gegenwart jedenfalls nicht" stattgefunden habe. „Ein paar Watschen“ waren ja auch alles, woran sich Bischof Mixa erinnern konnte.
„Erinnert sei aber auch an die vielen Kinder der Inhaftierten, die – weniger privilegiert als die Röhl-Töchter – im Abseits aufwuchsen. Manche zwischendurch sogar als Fürsorgezöglinge, über die Ulrike Meinhof in ihren ­Büchern und Filmen berichtet hatte. In Heimen möglicherweise, in denen Missbrauch zum Alltag gehörte, über den wir uns heute empören.“
Und wessen Schuld ist das nun?

Bettina Röhl 01.08.2010 | 11:54

Unsauberes Nachspiel!

Hiermit fordere ich den Freitag auf sich für diesen menschenverachtenden und hetzerischen Artikel detailliert und öffentlich in der Druckausgabe und im Netz bei mir zu entschuldigen

Eine perverse wahrheitswidrige Phantasie über Mißbrauchsopfer und RAF-Opfer
„Man kann das Ganze durchaus auch als geschickte Vermarktungsstrategie lesen, bei der es um den Absatz von Büchern geht und den Anspruch, die „einzig dokumentierte Biografie der Meinhof“ (B. Röhl) geschrieben zu haben. Tochter oder auch nur „Stieftochter“ der Meinhof zu sein, garantiert Zinsen.“
Sohn oder Stiefsohn von Rudolf Augstein oder Martin Walser zu sein, ( der tausendfach privilegierter als ich das gleiche Gymnasium besucht hat wie ich, wie er mir unlängst selber erzählt hat) garantiert millionenschwere Zinsen, von denen der marktuntaugliche Freitag mit höchst kapitalistischen Methoden am Tropf auf der Intensivstation gehalten wird.
Und die Schreiberin dieses schlimmen, an schlimme Zeiten erinnernden Artikels ( als Menschen noch wegen 1. Herkunft oder 2. weil sie Opfer von Mißbrauch oder Opfer von Gewalt (RAF) geworden sind, geschmäht oder verfolgt wurden) fristet ihren Lebensunterhalt aus den Zinsen ihres Dienstherren.
Ich stelle fest:
1. Ulrike Meinhof hat kein Erbe hinterlassen und, wie auch dieser Artikel beweist, bedeutet eine Mutter Meinhof, dass tausende von widerwärtigen Journalisten meine Person in teils unmenschlicher Weise belasten. Mutter Meinhof kostet mich ein Vermögen. Und das liegt vor allem daran, dass Millionen von Menschen, nicht nur in Deutschland, ihre eigenen unausgegorenen Meinhof-Phantasien auf meine Person projizieren und dies meistens in schizophrener Weise.
2. Tausende von Journalisten, Filmemacher, Theaterleute, Autoren bereichern sich seit vierzig Jahren an meiner Person und meinem Schicksal und meinem Leben, in dem sie wie die Wahnsinnigen über Mutter Meinhof und meine Person und meine Familie herumphantasieren.
3. Ich habe mich nirgends schrill, in hohen Tönen oder bizarr geäußert. Weder in der FR, noch im Spiegel noch in der Taz, wo ich auf schrille, bizarre und perverse Kampagnen von Jutta Ditfurth und in ihrem Schlepptau Anja Röhl und Wienke Zitzlaff reagiert habe und reagieren musste.
4. Ich habe mich zum Mißbrauch Klaus Röhls seit seinem Geschehen Anfang der siebziger Jahre, also seit vierzig Jahren, nicht öffentlich geäußert, das hat mir schon öffentlich Alice Schwarzer übel genommen und das haben mir Ditfurth und co. übel genommen und Ditfurth, der es um welchen Mißbrauch auch immer überhaupt nicht geht, sieht nur ihre Meinhof und ihre RAF.
5. Ich habe die einzige dokumentierte Meinhof-Biographie, die es überhaupt auf dem Markt gibt, vorgelegt, mit einem sensationellen Aktenfund aus Ostberliner Bestand und ich habe die Quellen nicht nur benannt, sondern auch kritisch beleuchtet. Die Rezension im Freitag zu „So macht Kommunismus Spaß“ war ja auch entsprechend recht ordentlich.
Dass mein Buch über meine Eltern, über die Biographie Meinhofs und über die linke Geschichte der Bundesrepublik ein dokumentiertes Buch ist, hat der Freitag selber festgestellt. Und das es die einzig dokumentierte Meinhof-Biographie ist, kann man auch nachrecherchieren. Krebs, Aust, Klaus Röhl und Jutta Ditfurth haben keine oder nur ganz mariginal Quellen genannt.
6. Jutta Ditfurth hat keine recherchierte Meinhof-Biographie vorgelegt, sie hat wohlweislich keine Quellen genannt. Die Hoimar von Ditfurth-Tochter , die das Erbe ihres Vaters ausweislich der posthumen Homepage ihres Vaters fortsetzt, will in der Tat ihre sogenannte Meinhof-Biographie, die eher ein Schmuddelroman ist, eine verkitschte RAF-Nummer, vermarkten und das mit unwahren Tatsachenbehauptungen aus meinem Leben. Unter unter Mißachtung meiner Persönlichkeitsrechte .

7. Dass Anja Röhl eine glühende Meinhof-Verehrerin ist, ist dokumentiert. Es handelt sich nicht um eine Meinung.

8. Anja Röhls Mißbrauchsgeschichte halte ich, zumindest weitgehend, für eine Erfindung, ihre Geschichte im Stern für eine riesige Ente. Eine Ente, mit der skrupellos in mein Leben eingegriffen wurde und jetzt lese ich im Freitag menschenverachtendes dummes Zeug über meine Person, weil ich mich gegen unmenschliche Angriffe eines Damentrios öffentlich zur Wehr setze. Ich muss doch sehr bitten! Und der Vollständigkeit halber: die Ditfurth-Biographie ist eine Ansammlung von fanatischen und intensiv-ideologischen Entlein, die allesamt mit einer Meinhof-Puppe spielen.

9. Den Sachstand schildert die Freitags-Schreiberin lückenhaft, falsch und tendenziell. Offenbar ist die Schreiberin dem Stoff nicht gewachsen und ergeht sich in assoziativem Geschwafel über Gerd Koenens neurotische Fehlverarbeitung der RAF und seiner eigenen Vergangenheit. Ein unseliges Stück Text:

a) Steht fest, dass ich 1970 ein Verschleppungsopfer der terroristischen RAF war, deshalb ist der Vergleich mit Ensslin und Anderen absurd.
b) Habe ich gerade (zwangsläufig) im Spiegel öffentlich die drei Jahre anhaltenden, pädophilen Übergriffe von Klaus Röhl, mit dem ich seit Jahren, was bekannt ist, gar keinen Kontakt mehr habe, sehr groß thematisiert.
c) Musste ich mich jetzt aktuell gegen eine widerwärtige Ditfurth-Kampagne zur Wehr setzen, gegen mehrere Medien, die mich gegen meinen erklärten Willen, mal eben so als „Mißbrauchsopfer“ mit KinderBild und Text geoutet haben.
d) Und 4. Hat es bereits seit vierzig Jahren Tradition, dass von Aust, bis Jelinek, Kresnik oder Eichinger und Ditfurth mein Leben, die Verschleppung durch die RAF, meine Geschichte, meine Beziehung zu meiner Mutter und überhaupt Muttergefühle oder meine Gefühle von wildfremden Menschen thematisiert, verfremdet und mit übelsten Phantasien zugeklebt werden, die mein Leben überhaupt nichts angeht. Und die allesamt mein Leben nichts als vermarkten.

Wie kann man Opfer und Täter einer Familie alle in einem Mix zusammen quirlen und dann von einer „Röhl-Fehde“ sprechen oder einer „neurotischen“ Familie“
Wieso Röhl-Fehde? Was ist denn mit Ditfurth, die ihre Kampagne in vier verschiedenen Medien inszenierte und befeuerte? Und die ihre wahnhaften Texte absonderte?
Was ist mit ihrer Kronzeugin Wienke Zitzlaff, um einen zweiten Namen zu nennen.
Was ist mit Ulrike Meinhof?
Und was ist mit den Medien, das heißt, was ist mit Judith Luig von der „Welt“, mit Christian Malzahn von der „Welt“, was ist mit Nina Apin von der TAZ, was ist mit Arno Luik, der die Anja-Röhl -Geschichte im Stern eingefädelt hat, was ist mit Chefredakteur der Berliner Zeitung Uwe Vorkötter, der Ditfurth jedes Forum gewährt, schon zu Frankfurter Rundschau-Zeiten, was ist mit Julia Jüttner von Spiegel Online, und mit der Schreiberin hier im Freitag, die allesamt hoch engagiert unter dem Deckmantel irgendeiner Objektivität meine Persönlichkeitsrechte, meine Rechte brechend, über meine Person als Kind und als Erwachsene herumschwadronierten, allesamt gegen meinen Willen über mich als Mißbrauchsopfer als Kind spekulierten und sich tief in eine Mutter-Kind-Geschichte ( ihrer eigenen Verklemmungen stammt) öffentlich psychologistisch und teilweise biologistisch hinein hängten. Und die alle über einen Fall schreiben, den sie gar nicht kennen, aber realitätsverlustig glauben zu kennen und die alle scheinheilig so tun, als hätte ich mich im luftleeren Raum freiwillig und eigeninitiativ mit einer Halbschwester unterhalten, mit der ich nie zusammen in einer Familie gelebt habe.
Hier ist ein ganzes Dutzend von Menschen beteiligt und auf mich mit widerlichen und abenteuerlichen Spekulationen über meine Kindheit auf mich zugerauscht. Und wenn ich dann eine Antwort gebe, ist er wieder da, der uralte Reflex: Terroristentochter.

10. Es ist ein Verstoß gegen alle Regeln des Journalismus einen Kollegen und gar seine ganze Familie in Sippenhaft zu nehmen und „neurotisch“usw. zu nennen und all dessen hochqualitativ hochwertigen Beiträgen und Artikeln mit dem Wort „bizarr“ zu diskreditieren und zudem einen Menschen, der sich gegen seinen Willen als Opfer geoutet sah, mit einer Terroristin oder einem pädophilen Täter irgendwie schwül und schwülstig und unheimlich unter-und hinterfieselig gleich zu setzen oder in einen Topf zu schmeißen. Erst werde ich mit der Terroristin Meinhof verglichen ( hohe Töne, schrill) und dann bin ich plötzlich wieder der gleichen Meinung wie der pädophile Klaus Röhl.

11. Die Schreiberin ist der deutschen Sprache offenbar nur eingeschränkt mächtig. Zumindest kann sie mit dem Begriff „dementieren“ nicht umgehen. Das alles ist berufsschädigend und es zielt auch auf Ruf-und Berufsschädigung ab, von wegen Zinsen.

12. Das wirklich schreckliche Dumgedrösel in Gestalt der Frage, ob eine Mutter im Untergrund, also eine Terroristin, mutterfähig sei, zeigt wes Ungeistes Kind die Dame ist.

Ich erwarte also unverzüglich eine detaillierte öffentliche Entschuldigung!

Bettina Röhl

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Ehemaliger Nutzer 01.08.2010 | 12:38

Bei mir kommt der Artikel über die Familieninterna der Meinhofs und Röhls auch etwas provozierend an, ohne Respekt oder Taktgefühl geschrieben, sondern schon fast diffamierend und verletzend.
Die "Fakten" scheinen vor allem geeignet, den Ruf von Frau Meinhof posthum und Bettina Röhl und ihren Schwestern aktuell zu schädigen.
Aufklärung gerne, aber nicht so einseitig bitte.

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Ehemaliger Nutzer 01.08.2010 | 12:39

@Bettina Röhl

Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen (das ist sehr ernst gemeint), diese Forderung nach einer Entschuldigung liest sich schon in sehr schrillem Tonfall. Zudem befremdet es mich, wenn Sie einen respektvollen Umgang mit Ihrer Person fordern, aber in Ihrem (den Artikel an Länge weit übertreffenden) Kommentar mit Beleidigungen nur so um sich hauen. Das schreibe ich, obwohl ich Ihnen lange eher wohl gesonnen war, da ich jegliche Beschönigung der RAF unerträglich finde. Was sie in ihrem Kommentar allerdings schreiben erweckt bei mir den Anschein einer Selbststilisierung als Opfer, was mich irritiert.

Ulrike Baureithel hat m.E. nur ihren Eindruck von dem medialen Kampf den Sie sich mit Dithfurth und Co liefern geschildert. In einer für Frau Baureithel, wie ich finde, noch realtiv sanften Art. Das ist ihre Meinung. Ich stimme nicht in allen Punkten mit dieser Meinung überein, aber ich kann eben auch keine Beleidigungen gegen Ihre Person sehen. Ich finde soagr, dass Sie noch ganz gut dabei wegkommen. Ihre Gegner kriegen da mehr ab. Der Freitag ist ein Meinungmagazin und bietet unterschiedlichen Sichtweisen Raum. Ich hoffe das bleibt auch so.

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Ehemaliger Nutzer 01.08.2010 | 13:09

@Lee Berthine

Ich habe den Artikel eben ganz anders verstanden, nämlich als Draufsicht auf das, was eben gerade in den Medien passiert und eine Überlegung nach den Motiven der Handelnden. Ich finde, wenn man sich in der Öffentlichkeit derart duelliert, dann muss man auch aushalten,wenn das Journalisten einschätzen.

Den Papst Vergleich fand ich auch panne, weil um zu viele Ecken gedacht, aber es ist ihre Meinung. Und nicht beleidigend, besonders, weil der Vergleich zunächst die RAF traf. Ich stimme Frau Röhl sogar zu, dass ihre Situation als Kind kaum zu vergleichen ist mit denen der anderen Kinder mit RAF Eltern. Ich sehe nur keine Beleidigungen. Dafür aber in Frau Röhls Kommentar Beleidigungen zuhauf. Das war eine öffentliche Abrechnung mit allen.

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Ehemaliger Nutzer 01.08.2010 | 15:10

Wenn ich einen Satz lese wie "Sekundiert wurde diese „Aufklärungskampagne“ seitens der Meinhof-Biografin Jutta Ditfurth...", der oben im blog steht, finde ich das schon polemisch und würde mich als Betroffener womöglich doch "beleidigt" fühlen.

Ich weiß nicht, ob man wirklich alles "aushalten" muss, was Journalisten so "einschätzen" und von sich geben.

Der Kommentar von Frau Röhl mag teilweise auch nicht von schlechten Eltern sein ( ; )), aber wenn ihr "schriller Ton" auf eine grundsätzliche Gereiztheit eines wunden Punktes basiert, kann ich sie irgendwie verstehen.
Wenn man es genau betrachtet, kann sie nichts dafür, dass sie die Tochter von Röhl und Meinhof ist.

Vielleicht (aber das ist nur mein subjektiver Verdacht) hat sie die ganzen öffentlichen Spekulationen und Gegendarstellungen satt und reagiert deshalb so verärgert?

Bettina Röhl 01.08.2010 | 15:12

Die mir bis dato unbekannte Schreiberin des unsäglichen Textes, mag sonst noch überspannter auftreten.
Zu Kallewirsch:
Der Sekundant der Missetäterin sagt, dass meine hier veröffentlichte Reaktion länger sei, als der Artikel. Das ist zwingend so. Ein Aphorismus ist vielleicht zwei Zeilen lang und seine Interpretation füllt Bücher, um ein Beispiel aus der Literatur zu nehmen. Eine Verleumdung und eine Beleidigung,wie die Schreiberin sie gegen meine Person hetzerisch verbreitet, mag manchmal nur ein Wort sein. Die Anklage ist dann immer etwas umfangreicher.
Ich möchte mich mit dem Unsinn sonst nicht weiter auseinandersetzen.
Wer den Kontext derart ignoriert, obwohl er jedermann seit vierzig Jahren bekannt ist, wie der Sekundant, der ist offenbar nicht in der Lage den Katastrophentext, den der Freitag reflexartig für Mutter Meinhof ( von der man sich scheinbar auch distanziert) und gegen meine Person auf den Markt presst, auch nur einigermaßen verständig zu lesen.

Schrill, neurotisch, bizarr ist seit vierzig Jahren die Reaktion der Gesellschaft auf die RAF. Ist die Reaktion der deutschen Justiz auf die RAF. Und ist vor allem die Reaktion der Medien auf die RAF.

Und seit vierzig Jahren arbeiten sich die Leute an meiner Person als Projektionsfläche ab, erst als Kind, dann als Erwachsener,wenn es um ihre heilige Mutter Meinhof geht.
Die armen Kinder, die für die "Revolution geopfert" wurden, aber wenn das arme Kind, vierzig Jahre später feststellt, diese Terroristin-Mutter war auch gar nicht nicht "mutterfähig" erfolgt sofort die Verteidigung der armen Mutter im Untergrund.

Sonst ist der Mutterbegriff eher verpönt, im Fall Meinhof ist er der einzige übrig gebliebene Kristallisationspunkt ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Und eine Mutter kanns nur geben, wo es auch ein Kind gibt.

Schrill ist der Austsche Baader-Meinhof-Komplex. Der gleichnamige Film ist so unter aller Sau, dass er nicht mal schrill ist:und ich musste hinnehmen, dass ich als Kind durch die allererste Szene dieses unsinnigen Films durch die Gegend laufe, nackt, wie denn sonst.

Schrill ist das Buch einer Ditfurth, die in ihrem RAF-Kitsch-Roman Ulrike Meinhof zu verengeln versucht, um ihre eigenen eigentlich beendeten Karriere neue Nahrung zu geben.

Schrill ist die Ditfurth-Kampagne in taz, Berliner Zeitung, Spiegel online, die diesen Streit eröffnet hat, auf die ich reagieren muss.

Schrill ist übrigens auch, dass Ditfurth sich öffentlich hinstellen konnte und alle anderen Meinhof-Biographien von Aust, Prinz, Krebs, „Schrott“ nannte, obwohl ihr eigenes Bücherl nicht mal Schrottwert hat.

Ich beleidige hier niemanden! Wer etwas anderes behauptet ist beweispflichtig. Man sollte hier nicht mit irgendwelchen sehr unguten Anwürfen herum fuhrwerken. Ich tue das nicht.

Ich eagiere auf massive Angriffe auf meine Person und mein Leben und meine Arbeit und meinen Beruf, die System haben, wie auch dieser Artikel, um den es hier geht, zeigt.

Schauen Sie ins Internet, was Sie zu Bettina Röhl finden, das ist ein so ungeheuerlicher Scheißdreck, der seit Jahren auf Menschenvernichtung abzielt. Aber es ist dem Sekundanten gar nicht aufgefallen.

Warum merkt es keiner, auch hier nicht? Weil der Mainstream in Sachen RAF schrill ist.

Das die RAF alle Grenzen in jeder Hinsicht gesprengt hat, aber dennoch ein Lieblingsspielzeug der Gesellschaft ist, ist Fakt. Und dazu gehört es eben auch auf meine Person zur Selbsterhöhung des jeweiligen Schreibers einzudreschen.

Das intellektuelle Niveau des hier in Rede stehenden Artikels, der eine unfreiwillige Volte nach der anderen dreht und assoziativ einmal durch die Weltgeschichte wabert, ist unter jedem Niveau, aber ist er ist fies und hinterhältig und auf Verletzung abzielend.

Kein Mensch kennt Ulrike Meinhof. Alles, was über Meinhof in der Öffentlichkeit zusammen gefaselt wird, ist der unverdaute Baader-Meinhof-Komplex in den Köpfen so vieler Menschen.

Es geht doch im vorliegenden Artikel nicht wirklich um meine Person. Auch meine Person kommt in dem Artikel nur als irgendeine Chiffre vor. Die Schreiberin will einfach zum Ausdruck bringen, wie ungeheuerlich sie es findet, wenn jemand ihrer Lieblingspuppe Meinhof attestiert, dass sie nicht „mutterfähig“ war.
Man lese sich mal durch, was dann in dem Textlein folgt. Menschen, die im Untergrund morden – die besseren Mütter?
Und ich sei privilegiert gegenüber irgendwelchen Kindern von irgendwelcher Terroristen aufgewachsen. Bei einem pädophilen Klaus Röhl.
Was ist das für ein verquere Gemengelage, die da aus dem Hirn und dem Herzen der Schreiberin heraus quillt?
Es mag sein, dass es hetzerischere Artikel gegen meine Person bereits gegeben hat, das macht diesen Text, den der Freitag gebracht hat, aber nicht besser.
Die RAF stilisiert sich seit ihrer Gründung notorisch als Opfer dieser Gesellschaft. Dabei ist sie die Speerspitze des etablierten 68er-Mainstreams.
Man sollte sich bevor man sich hier – etwas schrill – und etwas arg uninformiert und sich auch etwas dumm stellend einlässt, mal die Jutta-Ditfurthsche, Anja-Röhlsche Kampagne in stern, taz, Berliner Zeitung, spiegel online und in der WELT und jetzt hier im Freitag durchlesen.
Die Frankfurter Rundschau hat in einem Kommentar die Sache ziemlich gut auf den Punkt gebracht.

Und im Übrigen ist Sippenhaft, aus der Artikel zusammengeschustert ist ( Fehde, neurotische Familie) in Deutschland verboten, was die Freitag-Redaktion nicht daran sich aus einem Erbe finanzieren zu lassen. Aber Kapital erben ist ja auch etwas anderes als Sippenhaft, aber es hat etwas mit der Frage der Legitimation zu tun. einem Mißbrauchsopfer vorzuhalten es wollte mit der Veröffentlichung des Mißbrauchs und mit seiner Abstammung Kasse machen ( Zinsen).
Das ist das unterste moralische Niveau.

Wenn ich,wie hier auch einen polemischen Tonfall anschlage, dann hat das nichts mit den Verleumdungen, Beleidigungen und dem Rufmord zu tun, mit dem ich massenweise, tonnenweise fast tagtäglich überschüttet werde.
Der Artikel im Freitag ist weder gut geschrieben, noch hat er irgendeinen Schmäh, es ist einfach nur bierernste, teutonische, hintervotzige Hetze aus einer sich vergaloppierenden Herde heraus. Im TAZ-Artikel habe ich ja gerade diesen Ungeist sehr vieler Medien beschrieben.

B.V. 01.08.2010 | 15:40

Die Deutschen lieben ihre Vergangenheitsvergewaltigungen, egal ob Links-Rechts-Mitte, Gutmensch-Bösmensch-Journalist, Buch-Presse-Radio-TV-Internet-etc.Medien, usw.
Dabei nimmt das immer bizarrere Formen an (ohne wirklich schrill zu sein, denn das hätte ja noch was). Solange man als Person nicht direkt betroffen ist, kann man das alles , wenn auch zunehmend genervt, an sich vorüberziehen lassen.

Streifzug 01.08.2010 | 15:53

Die anspruchsvollen, sozialkritischen Artikel von Ulrike Meinhof (als Journalistin) sind nach wie vor empfehlenswert.

Die nach meinem Empfinden kreischenden, marktschreierischen Pamphlete Bettina Röhls empfinde ich als kaum lesbar, fast unerträglich, bar jeden Stils.

Meiner Meinung nach würde sie ohne den genannten (familiären) Hintergrund niemand drucken. Ist aber nicht weiter tragisch. Töpfern kann auch entspannend wirken.

Bettina Röhl 01.08.2010 | 16:52

@Lee Berthine

Ob Ditfurth beleidigungsfähig ist, sei dahin gestellt. Wer so rumholzt, wie Ditfurth, vorliegend in ihrer Kampagne auch gegen meine Person – man lese mal ihre Artikel und die Artikel der Kampagne - Ditfurth muss wohl einiges mehr einstecken als was ich hier geschrieben habe.
Ich war gestern auf einer fröhlichen Segelveranstaltung mit meiner Tochter und meinem Mann und bekam per Mail in einer Pause einen Hinweis auf diesen Artikel im Freitag und sah dann wieder diesen unqualifizierten Mist über meine Person. Und solchen Mist habe ich auch am 6.7.8. und 9. Mai über meine Person verbreitet gesehen, in stern, taz, Welt, Welt am Sonntag, Spiegel online, Berliner Zeitung, also wieder einmal vor einem Millionenpublikum.
Es ist eine Zumutung! Und das alles unter massivem Bruch diverser Persönlichkeitsrechte.
Ich glaube, man versachlicht die Diskussion, wenn man sich die Kampagne von D. nach dem Erscheinen von ARs Artikel im Stern vom 6.5.2010 ansieht. Ditfurth zog bereits am nächsten Tag alle ihr zur Verfügung stehenden medialen Register, um ihre Pro-RAF-Kampagne durch zu ziehen. Sekundiert ist der richtige Ausdruck.

Taz-Kommentar zu AR vom 6.5.2010
www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/kommentarseite/1/die
-grenze-zog-er-bei-13-14-jahren/kommentare/1/1/

taz Ditfurth über Mißbrauch interviewt von Philipp Gessler vom 7.5.2010

www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-grenze-zog-er-bei-13-14-jahren/

oder in der Berliner Zeitung: www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0508/politik/0003/index.html
vom 8. Mai 2010
Ulrike Meinhof, Terroristin und Mutter
Die RAF-Gründerin kämpfte lange darum, ihre Töchter nicht ihrem Mann zu überlassen. Sie befürchtete, dass er sie missbrauchte

Ulrike Meinhof hatte Angst um ihre Kinder 7.Mai 2010
www.spiegel.de/panorama/0,1518,693383,00.html

Welt am Sonntag 9.Mai 2010-08-01
www.welt.de/die-welt/politik/article7541203/Roehl-gegen-Roehl-Ein-Familienkrieg-um-sexuellen-Missbrauch-und-Ulrike-Meinhof.html

Welt 6.4.2010
www.welt.de/vermischtes/article7506282/Anja-Roehls-Angst-vor-der-Zaertlichkeit-des-Vaters.html

In diesen Geschichte werden Persönlichkeitsrechte gebrochen, aus persönlichen Briefen zitiert, und eine Lügengeschichte nach der anderen durchgehechelt. Und das Ganze ist ein Angriff von Ditfurth und ihren RAF-Leuten im Hintergrund auf zwei unschuldige Kinder, die hier in sexuelle Mißbrauchsvorwürfe mit Kinderbild und allem drum und dran reingezerrt werden.

Das alles blendet die Schreiberin des Freitag gegen alle Regeln des Journalismus aus. Und die kolportiert selbst mein Interview, das ich der taz gab und auf das sie selber hier reagiert, für einen unvorgenommenen Leser falsch.

Immer wieder: das ist außerordentlich verwerflich.

Außerdem beschreibt „sekundieren“ in diesem Zusammenhang den realen Lebenszusammenhalt, den man im Auge haben muss. Immerhin geht es um die Befreiung der RAF von moralischem Versagen, um eine höchst artifizielle Befreiung, die unter anderem auf Kosten meiner Zwillingsschwester und meiner Person erfolgen soll.

Bitte lesen Sie, wenn es Sie interessiert, in dem Artikel Röhl gegen Röhl bei Welt online, wie Ditfurth in ihrer dümmlichen Selbstüberheblichkeit selber preisgibt, dass sie schon seit Jahren mit der Kampagne, die sie jetzt mit AR gestartet hat, rauskommen wollte, sie hat also quasi nur auf Anja Röhls Erstschlag gewartet.

Soll ich mich öffentlich systematisch beschädigen lassen? Und will hier jemand eine Rechtslage konstruieren, dass ich nicht mal in Notwehr handeln darf?

Man sollte lieber mal fragen: was ist die verquere Motivlage der Schreiberin des Freitag sich diesermaßen hetzerisch hier hervor zu tun.

Und hier meine Artikel im Spiegel vom 31.Mai 2010

www.spiegel.de/spiegel/print/d-70701741.html

Mein Interview mit der FR: „Die RAF war keine Kinderhilfsorganisation“ vom 7. Mai 2010
www.fr-online.de/kultur/-raf-war-keine-kinderhilfsorganisation-/-/1472786/4436858/-/index.html

Und mein Interview in der taz vom 23.Juli 2010
www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw=2010%2F07%2F23%2Fa0091=4f9d557396

Texte zu der Geschichte in der FR, die sich vollkommen korrekt verhalten haben, was zeigt, dass das auch möglich ist!

Meine Meinhof, Deine Meinhof! Vom 10.5.2010
www.fr-online.de/kultur/meine-meinhof--deine-meinhof/-/1472786/4436860/-/index.html

Ansexualisierte Übergriffe vom 1.6.2010
www.fr-online.de/kultur/debatte/-ansexualisierte-uebergriffe-/-/1473340/4436856/-/index.html

Bettina Röhl 01.08.2010 | 17:05

@B.V.
@Streifzug
Vielen Dank B.V.
Meinhofs intellektuelles Lebenswerk ist weder qualitativ noch quantitativ besonders erwähnenswert, Ihre sogenannten berühmten 100 Kolumnen sind großteils abgekupferte DDR-Propaganda.
und dann sehe ich hier noch den Kommentar von Herrn Streifzug. Hässlich nicht wahr? Da ist er wieder der Biologismus, den ich in vierzig Jahren nun schon zig zehntausende mal stereotyp, aber immer wieder neu furchtbar und furchtbar dämlich zu hören bekomme.
Marktschreier Streifzug soll mal mein Buch „So macht Kommunismus Spaß“ lesen oder meine letzten 200 Artikel aus den letzten drei Jahren, alle im Internet zu finden, viele bei Welt online, auf meinem Mainstream Report, den ich bis Frühjahr d.J. unterhalten habe.
Meinhof als Mutter zu haben, ist eben gerade nichts, was Zinsen in dieser Gesellschaft abwirft, sondern ein Riesenfluch und eine Riesenhypothek und ein Riesenvermögensschaden. Niemand muss beruflich so viele biologistischen Vorurteile überwinden, wie ich.
Niemand muss immer mit zehnfacher Qualifikation zehnfach qualifiziert leisten und da will ich mir diesen stereotypen Schwachsinn wirklich nicht anhören.
Wenn ich irgendetwas veröffentliche, dann nicht wegen Meinhof, sondern trotz Meinhof und wenn ich einen Auftrag bekomme, dann nicht wegen Meinhof , sondern trotz Meinhof und das sogar dann, wenn Meinhof das Thema ist.
Nun muss mal Schluss sein mit solchen naseweisen Schweinereien so en passent: .“meiner Meinung nach…“
Dass dieser Artikel überhaupt vom Freitag gedruckt wurde, ist eine Schweinerei. Dass mit meiner Person hier Geld verdient wird, ist eine Schweinerei und dass dieser Artikel auf der Homeseite vom Freitag dick präsentiert wurde, liegt nur an Meinhof und deren Ausschlachtung.
Nun muss mal Schluss sein die Wirklichkeit immer auf den Kopf zu stellen und dieses kopfständige Gedödel für die Wirklichkeit zu halten.

Bettina Röhl 01.08.2010 | 21:35

@Hinterwald ist sicher seit langem bereits in Therapie, sonst würde er solch einen abgedroschenen Quatsch, der übrigens auch tatbestandsmäßig beleidigend ist, nicht fabrizieren.

Es ist allerdings sehr bedenklich, dass jemand, der Meinhofs Werk realistisch beurteilt und das Werk sehr gut kennend seine Meinung äußert, hier öffentlich - allerdings in der Anonymität hinter Nicknames versteckt - von unqualifizierten Leuten mit dem Therapiesprüchlein besudelt wird.
Das ist neben einer Dummheit und Tatbestandsmäßigkeit auch extrem abgedroschen.
Und hier beweisen Leute ganz aktuell, wei absurd und krank der Mainstream sein kann. Sämtliche dieser Anwürfe sind jahrzehntealte Stereotypen.
Als ich über Joschka Fischers Gewaltvergangenheit, die bis heute nicht dekuvriert ist, ausschließlich erweisllich wahre Tatsachen veröffentlichte, kam ein Mensch namens Johannes Rau, der genau den gleichen biologistischen Quatsch abgesondert hat, ich hätte Meinhof und Fischer verwechselt.
Aus dem Mundes eines Bundespräsidenten ist das hochgradig verfassungswidrig und es war höchstamtlicher Rufmord und es war ein Eingriff in die Pressefreiheit.

Was ist das für eine Sauerei, und genau das ist ja auch der Grund, weshalb sich der Freitag entschuldigen muss, einen Menschen dauernd mit solchen oder ähnlichen Sprüchen beschmutzen zu wollen. Ich kann nicht gegen die Dutzenden von Tausenden von solchen Leuten juristisch vorgehen, das kann niemand.

ed2murrow 01.08.2010 | 22:45

Sehr geehrte Frau Röhl,

als Leser des Freitag habe ich Ulrike Baureithel bisher stets als kompetente, stilsichere und sehr klare Journalistin kennen und schätzen gelernt. Ihre Veröffentlichungen hingegen habe ich bislang eher en passant gestreift. Die Visitenkarte, die Sie hier abgeben, streitet nicht für Sie.

Denn Ihre sachlichen Standpunkte haben Sie zwar dargelegt und zureichend begründet. Sollten Sie aber darüberhinaus der Auffassung sein, weitergehende presserechtliche Ansprüche zu haben, wie Sie es mit der Formulierung „Verleumdung und eine Beleidigung,wie die Schreiberin sie gegen meine Person hetzerisch verbreitet“ nahe legen, so sind Sie in derlei Dingen sicher, wie etliche Leser bei Freitag, einschlägig erfahren genug, zu wissen, wie man so etwas richtig macht.

Dazu gehört nicht, Leser, Kommentatoren und die Autorin mit Wendungen wie „Sekundant der Missetäterin“, „ist sicher seit langem bereits in Therapie“ und dergleichen mehr verbal in die Ecke zu stellen.

Mir fällt in dem Zusammenhang die Besprechung von Gerd Koenen zu Sontheimers Kurze Geschichte der Roten Armee Fraktion in der heutigen Zeit-online ein, wo er ausführt: „Aufzuklären wären hier erst recht die suggestiven sozialpsychologischen Prozesse und ihre äußeren Bedingungen, durch die eine zweite und dritte Generation jugendlicher Unterstützer ... in den Untergrund abdrifteten.“ Das Abdriften hat mein Interesse geweckt.

Mit freundlichen Grüßen, e2m

Bettina Röhl 01.08.2010 | 23:23

1. Bin ich hier von der Schreiberin angegriffen worden, und ich reagiere hier auch auf einige Kommentare. Und ein bisschen mehr Humor und etwas mehr Distanz und etwas mehr Streitkultur erwarte ich mir hier schon.

Wer jemanden als lebenslangen Therapiefall bezeichnet, ist bereits über den Rand gefallen, der hat das normale Spielfeld verlassen.

2. Nochmal die Empfehlung: lesen Sie mein Buch „So macht Kommunismus Spaß“, das auch vom Freitag, ich habe es schon gesagt, sicher eher widerborstig, gut besprochen wurde.
Lesen Sie übrigens auch gerne meine Kritik zu Sontheimers Buch in der FR von letzter Woche:
www.fr-online.de/kultur/naive-insidersicht-ohne-mehrwert/-/1472786/4508336/-/index.html

Bettina Röhl 01.08.2010 | 23:50

@e2m

1. Bin ich hier von der Schreiberin angegriffen worden, und ich reagiere hier auch auf einige Kommentare. Und ein bisschen mehr Humor und etwas mehr Distanz und etwas mehr Streitkultur erwarte ich mir hier schon.

Wer jemanden als lebenslangen Therapiefall bezeichnet, ist bereits über den Rand gefallen, der hat das normale Spielfeld verlassen.

2. Nochmal die Empfehlung: lesen Sie mein Buch „So macht Kommunismus Spaß“, das auch vom Freitag, ich habe es schon gesagt, sicher eher widerborstig, gut besprochen wurde.
Lesen Sie übrigens auch gerne meine Kritik zu Sontheimers Buch in der FR von letzter Woche:
www.fr-online.de/kultur/naive-insidersicht-ohne-mehrwert/-/1472786/4508336/-/index.html

@B.V.
Ich reibe mich hier nicht auf. 40 Jahre Mißstand wiegen schwerer als dieser Text im Freitag. Aufreibend wäre es so zu tun, als wenn nichts wäre.

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Ehemaliger Nutzer 02.08.2010 | 01:11

Hallo Frau Röhl,
zugegebenermaßen bin ich über die Veröffentlichung von Frau Ditfurth und vieler anderer Artikel, die Sie obenstehend verlinkt haben, nicht umfassend informiert und kann rein sachlich über die jeweiligen Dokumentationen nichts beurteilendes sagen.
Ich will auch gar keine Partei für irgendjemanden ergreifen.
Was ich aber ganz klar meine, ist, dass jeder Mensch ein Recht auf Privatsphäre und Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit hat, abgesehen von seiner Herkunft und dem Leben und Wirken seiner Eltern.
Wenn die Presse bzw. Journalisten und andere Publizisten sich auf Sie und ihr Leben "stürzen", um da "Skandalöses" oder "Neurotisches" rauszulesen und ungehemmt zu veröffentlichen, kann ich nachvollziehen, dass man sich ausgeweidet und hämisch oder gehässig einer hart und gleichgültig urteilenden Gesellschaft ausgeliefert fühlt.

Ich vermute, dass Sie in Richtung Presse und Einschätzung ihrer Person sehr sensibilisiert sind, ich glaube das wäre ich an Ihrer Stelle auch.

Ich wünsche Ihnen trotz allem Gelassenheit und die Stärke, manche "dummen" Sätze an sich abprallen zu lassen, ohne sie sich zu Herzen oder persönlich zu nehmen.

Es gibt eine Eigendynamik, die entsteht, wenn ein angegriffener Mensch sich aggressiv (oder auch verzweifelt) zu wehren versucht. Weil die Gegenseite sich dadurch auf rätselhafte Weise bestätigt fühlt und von dem sich auffällig gebärdenden "Opfer" nicht ablassen kann.

Danke trotzdem für die Verweise zu den Interviews, bei Gelegenheit werde ich da hineinschauen.

Freundliche Grüße
Lee

Fritz Teich 02.08.2010 | 05:06

Persoehnlichkeitsrechtsverletzungen waren es hier wohl noch nicht, immerhin nimmt die Tochter an der Auseinandersetzung teil, aber ich habe vollstes Verstaendnis dafuer, von solchen Geschichten genervt zu sein.

Die RAF ist Geschichte. Sie hatte wohl auch in einem winzigen Augenblick eine gewisse Berechtigung. Das ist aber lange her. Wir sollten uns eher fragen, wie eine RAF von heute vorgehen muesste. Damals gings um Dekolonisierung und den Vietnamkrieg, heute gehts um Neokolonialismus und Afghanistan, in beiden Faellen um Massenmord, an Vietnamesen und Afghanen. Ganz gleichgueltig sollte einen das nicht lassen. Aber was kann man tun? Westerwelle ermorden? Die Ermordung von Hitler haette auch niemandem geholfen.

Bettina Röhl 02.08.2010 | 12:58

@Lee Berthine

Liebe Frau Lee Berthine,
es ist vollkommen richtig, was Sie über Opfer – und Täterbeziehungen sagen. Im Regelfall verhält es sich so, aber der Fall Ulrike Meinhof ist kein Regelfall.

Ich habe mich jahrzehnte wohlwollend verhalten und gar nichts gesagt. Aber der Boxgesang der 68er schwoll stetig an.
Und es handelt sich ja nicht um etwas, wo ureigentlich meine Person gemeint ist. Das Phänomen ist die Schizophrenie:
eine Terroristin, die auch sonst viele Persönlichkeitsmängel besaß, zur Heiligen machen zu wollen, was in den letzten vierzig Jahren nie über die heilige Mutter hinaus ging.

Die politische Meinhof findet seit vierzig Jahren in Wahrheit nicht statt, sie gibt auch nicht viel her. Es wird einfach diffus unterstellt, wie man auch in diesem kleinen Forum sieht,
dass Meinhof eine wahnsinnige Kämpferin für politische Gerechtigkeit gewesen wäre.

Meine Person kommt überhaupt nur ins Spiel, weil zur gefallenen Mutter, die aufpoliert werden soll, ein noch gefalleneres Kind gehört.
Das alles ist Fiktion und da gibt’s eben diese „Arbeitsteilung“:
Meinhof, die gute Mutter und ich die traumatisierte Tochter, die böse ist, die nichts anderes hat, die Terroristentochter und dergleichen mehr. Diese Arbeitsteilung dient Millionen von Menschen um die Wirklichkeit täglich neu auf den Kopf zu stellen.

Meinhof war in Wahrheit als Mutter ein Riesenflop. Das ist die Wirklichkeit. Insofern bin ich auch nicht realiter das Opfer, das sich falsch wehrt, sondern die öffentliche Belastung meiner Person liegt darin, dass ich einfach von wahnsinnigen Fiktionen seit vierzig Jahren täglich getroffen werden, in denen eine Person zufällig Bettina Röhl heißt und diese fiktive Bettina Röhl verwechseln die Leute mit meiner Person. Ich bin also nicht das um sich schlagende Opfer, sondern so souverän, dass ich eine solche verrückte Öffentlichkeit, unter der sehr viele Menschen sicher zusammen gebrochen werden, einigermaßen handle.

Objektiv steht doch fest, dass es eine verrückte Meinhof gab, die total versagt hat, nicht nur als Mutter, sondern als Mensch.

Umgekehrt steht fest, dass ich noch nie etwas zu verantworten hatte, was verrückt war.

Aber die Sekte 68 ist eben eine Ansammlung von Verrückten, die jetzt einen auf Altersweisheit machen.

Was die Schreiberin des Freitag hier exemplarisch durchführt, ist ja gerade dieser 68er-RAF-Meinhof-Wahnsinn, was immer Sie wollen, der als Mainstream wie Normalität daher kommt. Trotzdem finde ich es sehr nett und mitfühlend, was Sie geschrieben haben.

Im Freitag, der von einem überprivilegierten Erben finanziert wird, werden mir irgendwelche Heimkinder vorgehalten, die es nicht so gut gehabt hätten, wie ich mit einer privilegierten Kindheit. Und das als Antwort darauf, dass ich in der Taz gesagt habe, dass ich lieber in Hamburg Blankenese bei meinem Vater aufgewachsen bin mit all dessen ( pädophilen) Belastungen, als in einem archaischen Waisen-Zeltlager in der Wüste zwischen Jordanien und Israel, in dem damals auch noch blutiger Krieg tobte, in das mich meine Mutter und die RAF bringen wollte. Meinhof hatte auch noch ein Zeltlager ausgesucht, das kurze Zeit später in die Luft gebombt wurde und meine Schwester und ich waren damals zwei blonde Mädchen, sieben Jahre alt, die, wie mein Freund witzelt, keine 12 Stunden in dem Lager geblieben wären, sondern in irgendeinem Harem verschwunden wären.

Was soll also dieser ganze aufgeblasene Scheißdreck, der hier über meine Person spekuliert wird und was sollen diese sogenannten Vorhaltungen einer privilegierten Kindheit. Und das alles ist eben ausgelöst, im Wesentlichen durch eine Meinhof-Fanatikerin Ditfurth, die sich dann kleine Lichter wie Anja Röhl und Wienke Zitzlaff und etliche Ex-Terroristen, die noch voll drauf sind, als Sekundanten zusammen gesammelt hat.

Da sehen Sie doch hier ganz öffentlich ein Beispiel, wie in der Tat verrückt die Verhältnisse sind. Das Koordinatenkreuz steht auf dem Kopf, aber wer nicht erkennt, dass das Koordinatenkreuz Kopf steht, irrlichtet umher allerdings in dem festen, satten Glauben besonders vernünftig, eingenordet und normal zu sein.

Viele Grüße
Bettina Röhl

Joachim Petrick 05.08.2010 | 14:47

Hallo Bettina Röhl,
besser gehts nicht!,
alle Hinweis, Links parat im Spagat der unterschiedlichen Positionen im Meer der Gleichförmigkeit.
Danke! Anke! äh! Bettina.

Merkwürdig, dass wir die wir alle gepürgelte Kinder dieser unserer Zeit sind, uns auch noch bei Günstiger Gelegenheit "GG" gerne selber gegenseitig prügeln, um den Hintergrund der ganzen deutsch- deutschen Geschichte im Hüben und Drüben wegzubügeln!?

was ist denn der ganze Baader Meinhof Komplex anderes als der unter mächtigem Druck stehende Sektkorken der Sektflasche mit dem fiesen Riesling Etikett deutsch deutscher Verstrickungen Unterlassungen, Organisationsverschulden der Entschädigung der Opfer des NS- Regimes, des Weltkrieges seit 1945 bis heute.
Wobei wir bei den Kirchen wären, die sich bis heute nicht an dem Entschädigungsfond für Zwangsarbeit beteiligen, obgleich diese von 1939- 45 die Zustellung von Zwangsarbeitern/innen bei der SS als Leiharbeiter/innen Monopol- Konzern schriftlich belegt zum Nulltarif erfolgreich beantragt.

tschüss
JP

tschüss
JP

Joachim Petrick 05.08.2010 | 14:56

Hallo Bettina Röhl,
die ganze deutsch- deutsche RAF Mischpoke kann doch einen Erfolg auf ihr Konto verbuchen, dass hunderte von Richtern/innen, Rechts- und Staatsanwälten/innen von anstehenden NS- Prozessen abgezogen in neu gegründeten Stuttgart Stammheim Gerichtskamern hinbefohlen, sich in den RAF- Aktenbergen vor der deutsch- deutschen Geschichte nach der Vogel Strauss Politik, den Kopf gesteckt, versteckt und neue Paragraphen ausgeheckt, unter denen die Entwicklung unserer Zivilgeellschaft und Demokratie bis heute eidet

tschüss
JP

Joachim Petrick 05.08.2010 | 15:39

Hallo Ulrike Baureithel,
Du schreibst:
"Viel haben die katholische Kirche und die RAF, sollte man denken, nicht gemeinsam. Es sei denn, man würde den Papst in eins setzen mit seiner politisch säkularisierten Form, dem linksautoritären Kader, zu dem man die Untote Ulrike Meinhof vielleicht zählen darf. "

da passt wohl eher der Orden Opus Dei in seiner Roten Brigade Variante mit rechtradikal miltantem Unterbau bei der Geiselahme des christdemokratischen Politikers Aldo Moro 1977, um den schlimmen Mafia Politfinger Andreotti zu entsezen?

was hier von Dir um den heissen Breit der deutschen- deutschen RAF- Mischpoke, inklusive KPD- Untergrundorganisation in der Bundesrepublik, herumgeschrieben wird, geht auf keine EU- Norm zugelassene EU Kuhhaut.

tschüss
JP

Emma in Uniform 05.08.2010 | 16:30

Guten Tag Frau Röhl,

mit großem Interesse, aber zugegeben so gut wie keinen Kenntnissen über den Hintergrund der Anfeindungen, habe ich diese Diskussion gerade durchgelesen. Ich möchte hier ausdrücklich Ihren Positionen zustimmen und bedauere, dass Sie sich mit solch infamen, undifferenzierten und persönlichen Attacken außereinandersetzen müssen.

Das ist ja ein Skandal, ich habe nicht gewußt und hätte nie gedacht, daß u.a. auch J. Dittfurth in dieser Weise über die RAf und Ihre Mutter denkt und schreibt, unglaublich. Sehr enttäuschend.
Und auch die unverschämten persönlichen Anmaßungen, die hier von anderen geäußert werden, sind unerträglich.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft im Kampf gegen diese schmierige Propaganda und den euphemistisch verklärten Blick auf die RAF.

hre Emma Rotschild

SiebzehnterJuni 06.08.2010 | 00:14

vor einigen Tagen hat Bettina Röhl im Darmstädter Echo ein neues Buch von Sontheimer über die RAF "besprochen " ! Ich habe solcher Art von Besprechung selten gelesen.Das Buch, von dem sie dort praktisch nichts erzählt, dient nur als Anlass, fast alle zur Zeit von 1968 bis 1978 lebenden Studenteninnen, Intellektuellen als Unterstützer der RAF zu denuntieren. Unerträglich. Ich wundere mich, dass dieser Artikel im Darmstädter Echo noch keine juristischen Konsequenzen gehabt hat!!

Demgegenüber ist das, was Ulrike Baureitel hier schreibt wohltuend sachlich.

Und die endlosen Traktate von Bettina Röhl hier zeugen von endloser Wut. Seit dem ersten Artikel, den ich von Bettina Röhl gelesen habe, - und nicht nur zu RAF - vermisse ich jedes sachgerechte und erkenntnisfördernde Argumet!

Mehr Aufklärung haben Bücher und Interviews von Uwe Timm gebracht, der zur Zeit des Benno Ohnesorg-Mordes in Paris, Berlin als Erwachsener Mensch gelebt hat.
Selbst Vespers "Die Reise" ist noch in Dimensionen erkenntnisfördernder als das, was ich bisher von Bettina Röhl gelesen habe

AndreaAK 14.11.2010 | 17:34

@Fritz Teich und alle, die es interessiert.

Ja, endlose Wut aber die lässt Frau Röhl an falscher Stelle ab, würde ich sagen. Schließlich, nicht Ihre Mutter hat sie missbraucht sondern der Vater. Da braucht es Ersatz um all den Frust los zu werden.

Aber mal ehrlich.....
Wer hätte schon freiwillig mit ihr tauschen mögen?
Der Vater ein Perversling und die Mutter eine Terroristin....
Da können die Meinhof-Jünger tun und sagen was sie wollen...
Es war falsch die Kinder zu verlassen!
DAS nehme ich Ulrike Meinhof wirklich übel !
Zumal Meinhof doch angeblich wusste, dass der alte Röhl ein Schwein ist. Da hätte sie doch damit rechnen müssen, das ihm die Kinder zugesprochen werden, wenn sie abtaucht.
Nein, es war gewiss nicht leicht in der BRD als Tochter von Ulrike Meinhof, der Staatsfeindin Nr.1, aufwachsen zu müssen.

Und was den Rest der Geschichte an geht....
Es wird immer Leute geben, die mit der RAF und einzelnen Personen Geld machen. Da ist es natürlich nervig, wenn man als Kind immer wieder in die Nummer hinein gezogen wird. Das kann ich gut nachvollziehen.
Was ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen kann ist die Tatsachen, dass B.Röhl ihrer Halbschwester A.Röhl, die die selbe Lebenslast mit sich herum trägt was den väterlichen Missbrauch betrifft, dass eben jene B.Röhl ihrer Halbschwester diese Lebenslast abspricht, alles ins lächerliche zieht und weil B.Röhl ja die bekanntere der beiden Personen ist, erscheint sie natürlich glaubwürdiger.
Ich jedoch bin der Ansicht, dass hier Objektivität gefragt ist.
Gerade weil Anja Röhl die weniger bekannte Person in dieser Geschichte ist hat sie keinen Grund Dinge zu erfinden.
Und zu Frau Ditfurths Buch kann ich nur sagen, dass ich persönlich es durchaus lesenswert fand.
Das Buch von Bettina Röhl hingegen finde ich seltsam. Da macht sie keinen Hehl aus der Sache, dass Papi Dinge absegnen musste, damit sie das auch so veröffentlichen kann.
Also wenn der perverse Alte ihr da noch was absegnen musste dann frage ich mich, wie daneben das denn wohl ist?
Den hätte ich eher gelyncht anstatt ihn um "Erlaubnis" zu bitten.

Komisch, das "Lynchen" hat sie doch bei ihrer Mutter so gut drauf.....*?*
Aber stimmt ja, die kann sich ja auch nicht mehr wehren. Und eine böse Rabenmutti verkauft sich ja auch offensichtlich ganz gut. Egal, wo die Latte angelegt wird. Schließlich, ihr Buch brachte ihr ja sicherlich auch nicht nur ein paar Münzen ein. Also von daher darf sich eine Bettina Röhl auch nicht wundern, auch wenn es sie nervt, wenn andere Autoren ect. ebenfalls die Geschichte "verwursten".
Und öffentlich eine Entschuldigung für einen Artikel oder öffentlich eine Entschuldigung von einzelnen Personen zu verlangen ist zwar ihr gutes Recht aber es mutet auch beinah schon lächerlich an.

Immerhin finde ich es gut, dass Bettina Röhl hier persönlich mehrfach Stellung genommen hat. Trotzdem, verstehen werde ich sie nie. Irgendwie meine ich immer jemand ganz anderen reden und schreiben zu hören als Bettina Röhl. Aber wen wundert´s ?
Bedauerlich aber so ist es.