Rudi - der Mehrfachgeimpfte

Corona-Glosse nachdem die Impfungen eher schleppend vorankommen, die Inzidenz besorgniserregend hoch ist, wir uns in der 3. Welle befinden, ist folgende Glosse unvermeidlich
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Rudi ist 85 Jahre alt und kommt aus dem Steigerwald. Es hat sich im Rahmen eines Modellversuches mit sämtlichen durch die EMA zugelassenen Impfstoffen impfen lassen und das wie empfohlen auch überwiegend schon zweimal. Damit sind Rudi die Impfstoffe Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson&Johnson verabreicht worden. Er hat somit 7 Spritzen erhalten und diese Spritzen relativ gut verkraftet. OK, er hatte zwar einige Tage heftige Kopfschmerzen, begleitet mit Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle und litt vorübergehend an Seh- und Gleichgewichtsstörungen. Was ihn aber am meisten gestört hat, war der vorübergehende Verlust seines Geruchs- und Geschmacksinns. Er hat sich dann mit Astronautennahrung über Wasser gehalten, getreu nach dem Motto, wer nichts schmeckt und riecht, der kann essen und trinken was er will.

Rudi ist der Auffassung, doppelt-, in dem Fall vierfachgenäht hält besser, schließlich weiß man nie. Er trägt auch weiterhin eine FFP2 Maske sowohl outdoor als auch indoor, auch und gerade zu Hause, selbst dann, wenn er allein ist. Die Viren kriechen schließlich durch alle Ritzen. Nur nachts nimmt Rudi seine Maske ab. Die Impfstoffhersteller versorgen ihn kostenlos mit ausreichend Sauerstoff, wenn Rudi Atembeschwerden hat. Aber ein paar Schnapper mit reinem Sauerstoff helfen ihm über das Schlimmste hinweg.

Eine panische Angst hat Rudi vor der brasilianischen Mutante. Deshalb lässt er keine Personen in sein Haus, die auf ein südamerikanisches Aussehen schließen lassen. Aber auch Personen aus Afrika sind bei Rudi nicht gerade hoch im Kurs. Rudi ist aber kein Rassist, ganz im Gegenteil, er liebt mexikanisches Essen, vor allem dann, wenn es gut gewürzt ist.

Rudi kann überhaupt nicht verstehen, warum sich die Menschen nicht impfen lassen wollen. Er wollte mit seiner Mehrfachimpfung ein Zeichen setzen. Die Boulevardpresse ist auch schon auf Rudi aufmerksam geworden. Die Bildzeitung nennt ihn „Rudi – den Impfjunkie aus dem Steigerwald“. Ein Exklusivinterview hat Rudi abgelehnt, die Leute sind ihm irgendwie suspekt.

Rudi, Jahrgang 1936 verlebte bis zum Kriegsbeginn eine sorgenfreie Jugend. Nun gut, Stalingrad ist ihm erspart geblieben. Wer weiß, ob er heute hier stehen würde.

Die Impfstoffhersteller sind von Rudi begeistert, schließlich zeigt Rudi eindeutig, dass Hirnvenenthrombosen in seinem Alter keine Rolle spielen. Es ist geplant, Rudi die Multiple-Vaccination-Medaille zu verleihen. Rudi überlegt noch, hat allerdings zur Bedingung gemacht, dass er weiterhin alle durch die EMA zugelassen Impfstoffe erhält, unabhängig davon, woher sie kommen. Er vertraut der EMA voll und ganz, zumal die neue Direktorin Emer Cooke aus Irland kommt und er mit irischer Butter bereits gute Erfahrungen gemacht hat.

Rudi ist seit Jahrzehnten CSU-Mitglied, wer will schließlich zu den Verlierern gehören. Mit seiner Partei ist er derzeit etwas unzufrieden, nachdem er erfahren musste, dass sich einige die Taschen vollgestopft haben.

Markus Söder findet er jedoch gut. Ein Mann mit Biss, der weiß was er will, durchaus geeignet, den Kanzler zu stellen. Aber vielleicht sind Rudis Heimatgefühle nicht so ganz repräsentativ für Deutschland.

Rudi ist der Auffassung, dass er als Geimpfter keine Bedrohung für die Allgemeinheit darstellt. Er hat sich der Bewegung „Freiheit für Geimpfte“ angeschlossen, die durch die Bill & Melinda Gates Foundation gesponsert wird. Wer also künftig seine Grundrechte vollumfänglich wahrnehmen will, muss geimpft sein. Dabei reicht ein Impfstoff aus, obwohl …….

01:28 07.04.2021
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