Egozentrik – Das verkannte soziale Gift

Bewusstseinsdämmerung Warum es ohne Egozentrik auch mit der "Weltrettung" klappen könnte.
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Teil 1 Egozentrik

„Ein Tag, an dem man etwas Neues entdeckt hat,

über seinen Horizont hinaus geschaut hat, ist ein guter Tag.“

(„Liebe Enkelkinder …“, 25.11.2018, Alexander Gerst; Video auf Welt.de, 19.12.2018)

Vermutlich hat schon jeder Mensch in seinem Leben einmal staunend vor einem Ameisenhaufen oder einem anderen Insektenstaat gestanden und sich über die pausenlosen Aktivitäten und das geordnete Miteinander dieser unzähligen winzigen Lebewesen gewundert. Hat man sich diesen kleinen Tieren gegenüber dabei nicht unerreichbar überlegen gefühlt, da der eigene Horizont unvergleichlich viel größer erschien?

Weltraumfahrer aller Nationen machen eine ähnliche Erfahrung, wenn sie aus dem All auf die Erde blicken: Schon nach kurzer Zeit, versuchen sie nicht mehr ihr Land oder ihren Heimatort zu erspähen, weil von dort oben einzig die Erde insgesamt als denkbare Heimat ersichtlich wird. Aus dem Weltraum lassen sich keine Grenzen, keine verschiedenen Kulturen, Sprachen oder Religionen erkennen. Aus dieser Perspektive sieht man das geradezu zerbrechlich wirkende „Raumschiff Erde“, das im pechschwarzen, lautlosen All mit 100.000 km/h um die Sonne rast. Alle Lebewesen, auch die Menschen, sind gemeinsam die Passagiere. Es gibt keinen anderen Ort, an dem sie länger überleben könnten. Alle sitzen im selben Boot.

Wer aber ist sich dieser Tatsache bewusst? Wer erkennt „mit der Nase auf der Erde“ die Beschränktheit seiner alltäglichen eigenen Sicht, die einen die meiste Zeit beharrlich gefangen hält und für die man sogar streitet? Denn Menschen neigen dazu, an ihrer jeweiligen Sicht stur festzuhalten.

▪ Nach dem viele Jahrhunderte vorherrschenden geozentrischen Weltbild „drehte“ sich alles um die Erde, die als Mittelpunkt des Kosmos galt.

▪ Nach der anthropozentrischen Sichtweise steht der Mensch im Mittelpunkt der Welt. Alles dient dem Menschen und dreht sich nur um ihn.

▪ Nach der ethnozentrischen Sichtweise steht das eigene Volk bzw. die eigene Nation angeblich allen anderen Völkern überlegen im Mittelpunkt.

▪ Nach der egozentrischen Sichtweise, die den wenigsten bewusst ist, steht die eigene Sichtweise über allen anderen. Man sieht die Welt nicht nur mit seinen Augen, sondern man interpretiert diese stets auch aus seiner eigenen Sicht. Das eigene Denken gilt für alle und alles als Maßstab für Richtig und Falsch. Man erfährt sich selber als „Hüter des Normalen“, wodurch die Vielfalt beschnitten bzw. verdrängt wird. In andere Menschen kann man sich nicht hineinversetzen. Andere Blickwinkel können nicht eingenommen werden. Vieles wird auf sich selber bezogen. Häufig sind es die eigenen Ideen, die den Blick auf die Wirklichkeit verzerren bzw. ersetzen. Es sind nur die eigenen Geschichten, die zählen. Von anderen wird nichts angenommen. Kritik ist für Egozentriker unerträglich.

Egozentrik ist das verkannte soziale Gift der heutigen Zeit. Während man Egoisten oft an ihrem plumpen Ansinnen nach Eigennutz erkennt, kommt die Egozentrik zunächst meist versteckt daher, da sie durch vorgeblich bessere Argumente getarnt wird. Oft genug fällt man darauf herein.

Egozentriker – die Ausprägungen von Egozentrik reichen fließend bis hin zur behandlungsbedürftigen Krankhaftigkeit – sind überall in der Welt direkt oder indirekt Ausbremser einer vielsichtigen Denk- und Handlungsweise, die aber angesichts der globalen Aufgaben unverzichtbar ist.

Es ist dringend an der Zeit, dass die Egozentrik als vordringliches gesellschaftliches Problem erkannt, anerkannt und thematisiert wird. Die Zeiten akzeptierter egozentrischer Sichtweisen müssen definitiv vorbei sein.

♦ Von Edgar Mitchell (Astronaut und Mondbesucher) stammt der Ausspruch, dass man als Techniker zum Mond geflogen und als ein von Zuneigung für alles Humane erfüllter Mensch zurückgekehrt sei. Die beiden deutschen Astronauten, Alexander Gerst und Ulrich Walter, „träumen“ davon, dass am besten jeder die Erde einmal aus dem All sehen sollte: So begreife man deren Bedrohtheit und es gäbe wohl keine Kriege mehr.

Wer wirklich will, kann auch so lernen, seine Egozentrik zu überwinden.

(aus: „ErkenntnisLandschaft, Vielsicht – Einsicht – Weitsicht“, S. 58f, tredition 2020)

Teil 2 Stufen des Bewusstseins

„Vielleicht sind … Ratten geeigneter,

um nach dem Aussterben unserer Spezies die Erde zu bevölkern,

denn sie riechen, wenn ein Mitglied ihrer Spezies hungrig ist und füttern es.“

(Sibylle Berg, „Coronakrise - Bankrotterklärung der Menschlichkeit“, 11.4.2020 spiegel.de)

Vorbemerkung 1: Angestoßen wurde dieser Teil des Textes durch den intensiven inhaltlichen Austausch hier im Forum im Blog "Intelligente Übereinkunft statt Kompromiss“, @Insel-Banker, 2.2.2021; dort insbesondere durch @Chuwawas Anregung den Begriff „Mitwelt“ zu benutzen, durch @Nils punktgenaue Informationen über verschiedene Bewusstseinsstufen und deren Bedeutung nach Ken Wilber und @pleifels Verlinkung mit dem sehr interessanten Text von Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich, Leitbilder der Naturwissenschaft, u. a. zum Thema Mitwelt).

Vorbemerkung 2: Im folgenden Teil geht es u.a. um (zweidimensionale) Stufenmodelle, die eine mögliche Entwicklung (höchst komplexer, vielschichtiger bzw. mehrdimensionaler) menschlicher Sichtweisen bzw. des menschlichen Bewusstseins zu veranschaulichen versuchen. Wer grundsätzlich versucht, Autoren solcher "Erklärungs-Hilfsmittel" (oder auch anderer Beispiele) womöglich auch noch eindimensional auf herausgegriffene Aspekte festzunageln, der läuft Gefahr, sich selber auf die Finger zu hauen und das wesentlich Veranschaulichte so überhaupt nicht zu begreifen.

Die Vielfalt und Vielschichtigkeit, die Komplexität und die Existenz zahlloser Zwischenstufen und individueller Ausprägungen sollten eigentlich zum Alltagswissen eines jeden in Bezug auf die Beschaffenheit menschlicher Lebenswirklichkeit gehören. Vor diesem Hintergrund vermögen "Modelle" dennoch inhaltliche Aussagen auf den Punkt zu bringen, wenn man denn – und das ist natürlich die Voraussetzung dazu – bereit und in der Lage ist, die Thematik einmal mit den Augen des jeweiligen Autors zu betrachten.

Der Begriff „zentrisch“ bedeutet laut Duden (Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, 2012): „einen Mittelpunkt besitzend; auf einen Mittelpunkt bezogen“. Das bedeutet also, dass etwas im Mittelpunkt steht, auf das sich alles bezieht.

Der Begriff „holotrop“ leitet sich vom griechischen Wort „holos“ (ganz) und von „trepien“ (sich richten auf, sich in Richtung von etwas begeben) ab und hat die Bedeutung: auf Ganzheit ausgerichtet, zur Ganzheit hin bewegend.

Der Bewusstseinsforscher und Begründer der transpersonalen Psychologie, Stanislaus Grof, (geb. 1938) benutzt diesen Begriff für die von ihm entwickelte Atemtechnik, dem „Holotropen Atmen“, durch das man umfassendere Bewusstseinszustände erfahren können soll.

Der Begriff „Mitwelt“ verlangt eine ausführlichere Betrachtung, da seine exakte Herkunft und Bedeutung sich zumindest an dieser Stelle nicht exakt bestimmen lässt. Entgegen den Erklärungen der Duden-Redaktion (Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, 2012) bedeutet „Mitwelt“ in diesem Kontext eben nicht ausschließlich die „Gesamtheit der Mitmenschen, Zeitgenossen“ sondern sehr viel mehr.

Der deutsche Physiker und Naturphilosoph, auch Wissenschaftssenator in Hamburg, Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich, 1936-2018, hat sich intensiver mit dem Begriff der Mitwelt beschäftigt. In zahlreichen Publikationen machte er seine Vorstellungen vom Frieden des Menschen mit der Natur einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Er unterschied die vom Menschen als getrennt angesehene Umwelt (um ihn herum) und die natürliche Mitwelt, in der der Mensch „eingebettet“ existiert. Meyer-Abich warf die Frage auf, ob sich die Menschen auf der Erde weiterhin als „interplanetarische Eroberer“ verhalten wollen oder sich als „Erdensöhne und Erdentöchter“ in der Mitwelt erfahren möchten. Von dieser Perspektive aus leitete er eine mögliche neue Sicht auf die Wissenschaft ab, die als „Mit-Wissenschaft“ diejenige Wissenschaft sein könnte, die die Natur nicht länger als getrennt von dem Menschen wahrnimmt und untersucht, sondern die die außermenschliche Natur in ihrem Mitsein mit dem Menschen betrachtet. Wissenswert sei demnach das, was sich im Mitsein zeige. „Hinsichtlich des Übermaßes an Zerstörungswissen und des Mangels an Erhaltungswissen“ in der Welt äußerte Meyer-Abich Zweifel daran, dass die Menschheit und ihre Wissenschaften grundsätzlich auf dem richtigen Weg seien. Es bedürfe deshalb eines Diskurses, wie die Menschen in Zukunft leben wollten.

(„Leitbilder der Naturwissenschaft“, Klaus Michael Meyer-Abich, www.wissenschaft-und-frieden.de, 1998)

Das Verständnis eines möglichen „Mitwelt-Bewußtseins“ soll mithilfe des folgenden, zugegebenermaßen sehr banalen, Freibad-Besucher-Beispiels vertieft werden:

Aus den Augen eines heterosexuellen, vor Hormonen nur so strotzendem jungen Mannes, ist der Besuch im Freibad etwas höchst Spezielles: wie am besten gestylt betritt er die Bühne der Selbstpräsentation; welche Stelle auf der Liegewiese ist zur Anbandelung und zum Ausblick die beste; wann ist es diesbezüglich am besten, sich auffällig mit Kumpels zu unterhalten; wann geht man (auch?) ins Wasser; wann spritzt man andere nass; wann versucht man durch waghalsige Aktionen zu glänzen; traut man sich nach dem Schwimmen die noch "schärfere" Badehose in der Umkleide anzuziehen; wann geht man (auch?) zum Imbissstand; wann cremt man seinen Körper auffällig ein; wann relaxt man; und wann verlässt man die Freibad-Bühne (mit wem) wieder? Möglicherweise hat man in seinem Selbstdarstellungswahn zur Belustigung der Kumpels oder der anvisierten weiblichen Beobachterinnen noch Einrichtungsgegenstände des Freibads zerstört oder entwendet. Womöglich hat man seine Unerschrockenheit und seine körperliche Stärke durch die lautstarke Belästigung anderer Badegäste unter Beweis zu stellen versucht usw. usw.

All das geschieht immer in dem Bewusstsein von ich und die anderen, also in einer zentrischen, einer egozentrischen Sichtweise.

Wie aber könnte die Betrachtung eines solchen Freibad-Besuchs aus einer "Mitweltsicht" aussehen?

Man erfährt sich als Besucher einer einmaligen Einrichtung, die einer Vielzahl von Menschen eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet: sportliche Betätigung, Angstüberwindung beim Sprung vom Sprungturm, Entspannungsmöglichkeiten, Genussmöglichkeiten, gesellschaftliche Kontakte etc. Als ein Besucher unter vielen in diesem Freibad spielen dabei sowohl die eigene individuelle Freizeit-Gestaltung als aber auch die Rücksicht auf die anderen Besucher und auf die Einrichtung als solche eine wichtige Rolle. Der nicht-selbstherrliche, pflegliche Umgang mit dem tollen Freibad-Angebot ist aus Mitweltsicht eine völlige Selbstverständlichkeit. Man möchte, dass dieses Angebot erhalten bleibt. Mit seiner Jahreskarte, mit möglicherweise Spenden und Ideen-Beiträgen an den Förderverein trägt man womöglich zum Erhalt dieser sinnvollen Einrichtung für so viele bei.

Welch ein kolossaler Unterschied: Hier geht es um die Erfahrung der eigenen Person, eingebettet in das Wir der anderen in einer tollen Einrichtung. Es geht also weniger um eine „zentrische“ Erfahrung als viel mehr um eine „holotrope“ Erfahrung im ganz konkreten Sinn. Diesbezüglich könnte sogar von „der mitwelt-holotropen Sicht (der auf das Ganze gerichteten Sicht) die Rede sein.

Das Mitweltbewusstsein ermöglicht dem Einzelnen sich als Teil eines Ganzen zu erfahren, etwas, was in Bezug auf den Menschen und die Natur schon immer die eigentliche Realität ist. Es war der Mensch selber, der sich in seiner zum Teil religiös angetriebenen Vermessenheit und seiner grenzenlosen Gier zur Krönung der Schöpfung, zum Herrscher über den Rest der Welt und seiner tierischen Verwandten machte.

Dieser Größenwahn und die darauf basierende Versklavung, Ausbeutung und Zerstörung der Natur durch den angeblichen Homo sapiens (durch den in Wirklichkeit „Homo dumm und einseitig“) hat im Laufe einer erdgeschichtlich sehr kurzen Zeit zu den massiven heutigen Problemen geführt.

Diese Probleme lassen sich nur durch eine tiefgreifende bewusstseinsmäßige und gesellschaftspolitische Neuausrichtung sinnvoll in Angriff nehmen. Ohne tabulosem Paradigmenwechsel vom egozentrischem zum mitweltlichen Bewusstsein, das wie selbstverständlich das Wohl von Mensch und Natur insgesamt (= das Universalwohl) beinhaltet, sind nachhaltige Lösungen nicht möglich.

Es liegt auf der Hand, dass derartige Veränderungen in einem Wirtschaftssystem, das auf der unbedingten bzw. unbeschränkten Freiheit von grenzenloser Gier und grenzenlosem Wachstum beruht (und massiv darauf besteht!) und das nach dem Gesetz des Stärkeren funktioniert, niemals - noch nicht einmal in einer noch so blühenden Fantasie - zu realisieren sind. Wer ist es, der etwas anderes behauptet?

Bewusstseinsstufen nach Ken Wilber: Ken Wilber (geb. 1949), ebenfalls Bewusstseinsforscher, Mitbegründer der „integralen Plattform“, Autor zahlreicher Werke, z. B. „Eros, Kosmos, Logos“ oder „Integrale Meditation“, arbeitet häufig mit Modellen, mit denen er die Entwicklung menschlichen Bewusstseins sowohl auf evolutionärer als auch auf individueller Ebene zu veranschaulichen versucht. Seine Arbeit beruht auf einem sehr umfangreichen Detailwissen in z. B. Psychologie, Philosophie und Spiritualität.

Im folgenden (frei nach Wilber) grob skizzierten Stufenmodell, das sowohl evolutionären als auch individuellen Bezug hat, geht es um die Erweiterung des menschlichen Bewusstseins um jeweils die nächste Stufe

▪ die egozentrische Sicht (das Ich im Mittelpunkt)

▪ die ethnozentrische Sicht (das jeweilige Gruppen-Wir im Mittelpunkt)

▪ die weltzentrische Sicht (die gesamte Menschheit im Mittelpunkt)

Es springt nach den bisherigen Erklärungen sofort ins Auge, dass es sich stets um zentrische Sichtweisen handelt, die stets den bzw. die Menschen ins Zentrum der Betrachtung stellen. Die Mitwelt bleibt an diesem Punkt völlig außen vor.

▪ die kosmozentrische Sicht (das spirituelle Bewusstseins des All-Einen, der Allwirklichkeit)

Diese abschließende Stufe ist im Sinne von Buddhas angeblicher Erleuchtungserfahrung („Ich bin eins mit allem und war schon immer eins mit allem, war aber bewusstseinsmäßig zu begrenzt, um mir dessen gewahr zu sein.“) nur für Menschen mit spirituellem Hintergrund bzw. mit spirituellem Interesse akzeptabel. Für Menschen die keinen Zugang zur Spiritualität haben, bleibt „eine vom Menschen gelöste kosmische Perspektive nicht wirklich vertretbar“, wie es @w.endemann als Kritik formulierte. Diesbezüglich hat jeder Mensch seinen eigenen Standpunkt. Diese verschiedenen Haltungen in Bezug auf eine möglicherweise spirituelle höchste Wirklichkeit sollten in keiner Weise wertend gegeneinander ausgespielt werden. Entweder man hält eine derartige Ebene für möglich oder etwa nicht. Punkt. Insofern ist diese spirituelle Stufe als abschließende Stufe unbefriedigend.

Ein wenig verstörend ist aus meiner Sicht die Benutzung des Begriffs „zentrisch“ im Zusammenhang mit mit der Erfahrung des All-Einen. Hier wäre der Begriff „holotrop“ viel treffender, da es eben genau nicht darum geht, dass irgendetwas im Zentrum von irgendjemandem steht.

Der Begriff der „kosmo-holotropen Sicht“, also das auf Ganze hinbewegende Bewusstsein ohne jedwede Mittelpunkt-Fixierung könnte an dieser Stelle viel passender sein.

Im Sinne des bisher Gesagten stelle ich an dieser Stelle eine veränderte Stufenfolge vor, wobei die ersten drei zentrischen Stufen unverändert (frei) nach Ken Wilber sind.

▪ die egozentrische Sicht (das Ich im Mittelpunkt)

▪ die ethnozentrische Sicht (das jeweilige Gruppen-Wir im Mittelpunkt)

▪ die weltzentrische Sicht (die gesamte Menschheit im Mittelpunkt)

▪ die mitwelt-holotrope Sicht (der Mensch eingebettet in seine Mitwelt)

▪ die kosmo-holotrope Sicht (der Mensch eingebettet in das All-Eine)

Die hinzugefügte Stufe der „mitwelt-holotropen Sicht“ ermöglicht den notwendigen Perspektivwechsel, weg vom „Zentrischen“ und hin zum „Holotropen“, auf einer (immer noch) biologisch-materialistischen Ebene. Für diese Stufe ist Spiritualität also keinerlei Voraussetzung und dürfte so viel mehr Menschen ansprechen.

Die Menschheit 2021 hat nun einmal keine Chance, all die anstehenden elementaren Probleme mit nachhaltigem Erfolg anzugehen, solange sie in irgendeiner Weise einseitig „zentrischen“ Sichtweisen den Vorrang gibt. Eine holotrope Sichtweise, Vielsichtigkeit und Globale Intelligenz, sind unverzichtbare Werkzeuge der Gegenwart und Zukunft.

Text-Meditation zum Schluss

Eine Kerze, die aus Prinzip immer wieder ausgeblasen wird, vermag einen Raum nicht zu erhellen. Jedes aber noch so kleine Licht kann den Übergang von der Dunkelheit zur Erhellung bereiten. Möglichst viele kleine Lichter vermögen die Dunkelheit dann weitgehend zu vertreiben und nicht nur einen Raum spürbar zu erhellen. Die Lösung all der anstehenden elementaren Menschheitsaufgaben bedarf des Erhellens (aktiv wie passiv) möglichst vieler. Dann könnte es tatsächlich mit der Weltrettung klappen.

15:50 19.02.2021
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Insel-Banker

Es ist keine Kunst, Sand im Getriebe zu sein, aber es ist ein unschätzbares Vermögen, wichtige Entwicklungen mit anzutreiben.
Insel-Banker

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