Der aufrechte Gang - Die Feldenkrais-Methode

Einladung zum Vortrag mit Übungen + weitere Infos
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Autonomes Seminar an der Humboldt-Universität zu Berlin – seit 1998

Verantwortlich und Infos: Wolfgang Ratzel, Tel. 030-42857090

eMail: autonomes.seminar@t-online.de - http://autonomes-seminar-humboldt.webs.com/

Berlin-Pankow, den 6. November 2012

Einladung zum Vortrag mit Übungen:

Veit Siegmund: Der aufrechte Gang - Die Feldenkrais Methode

Donnerstag, 8. November 2012. Achtung der Vortrag beginnt 1 Stunde später: 19:00 s.t. – 21:00 Uhr, Seminargebäude der Humboldt-Uni, Invalidenstr. 110, Raum 293 (beim U6-Bf Naturkundemuseum)

In der Feldenkrais-Methode nehmen wir Bewegungen zum Ausgangspunkt unseres Lernens, da wir durch Bewegungen ausdrücken, wie wir unsere Ideen und Absichten umsetzen:Bewegungen enthalten die logischen, körperlichen und emotionalen Anteile unseres Selbst.

Die meisten Menschen nehmen Handlungsweisen und Haltungen an, die ihre Bedürfnisse mehr oder weniger befriedigen und bleiben dabei. Aber das Leben schreitet voran und die Umstände ändern sich. Wenn wir uns neuen Situationen stellen müssen und über keine Auswahl an alternativen Handlungen verfügen, können unsere Handlungen nicht nur untauglich sein, sondern es können wirkliche Schwierigkeiten und Schmerzen auf den verschiedensten Gebieten entstehen.

“Bewusstheit durch Bewegung“ ermöglicht es, Alternativen herauszufinden, wie wir Handlungen auf unterschiedliche Weise ausführen können: wir lernen Möglichkeiten der Wahl zu entdecken und dabei eingefahrene, "feste" Bewegungsmuster auflösen, die durch Gewohnheiten und mechanisches Denken entstanden sind.

Freiheit in der Bewegung ist erreichbar, wenn wir die Verbindung zwischen einem klaren inneren Körperbild und unseren Wünschen und Handlungen so herstellen, dass wir mit unseren Bewegungen umsetzen können, was wir beabsichtigen.

(nach Mia Segal, der ersten Assistentin von M. Feldenkrais, meiner Lehrerin.) All these exercises aim at achieving mental and physical cooordination and in particular good erect posture and correct action. [...] Finally, self-knowledge through awareness is the goal of reeducation. As we become aware of what we are doing in fact, and not what we say or think we are doing, the way to improvement is wide open to us.(Moshe Feldenkrais, in: The Embodied Wisdom

Bitte bringt eine Unterlage mit, damit ich ein paar Bewegungen am Boden machen kann.

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Nachlese zum Gespräch über die Dankrede von Liao Yiwu, Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels: „Dieses Imperium muss verschwinden“ - Einführung: Jan Köttner

14 TeilnehmerInnen – 2 Entschuldigte - In der blauen Spendendose lagen 12 Euro

Jan stellte vier Fragenkomplexe vor:

Braucht die Menschheit große staatliche Einheiten?

Was entspricht der chinesischen Tradition?

Was bedeuten Kinder in der chinesischen Tradition?

Was hat das mit dem Westen zu tun?

Liao Yiwu sieht eine Kontinuität von damals bis heute, d.h. von der chinesischen Reichseinigung 200 v.u.Z., in deren Gefolge diktatorische Großreiche entstanden, die bis 1912 dauerten. Die KP Chinas setzt diese Tradition der diktatorischen Großreiche fort, sowohl in der kulturrevolutionären als auch in der bis heute andauernden Reformphase.

Das Schniepel-Manual-Feedback hinsichtlich der 45 Kleinplakate „Dieses Imperium muss verschwinden“ ergab eine Premiere: Kein einziger Schniepel war abgerissen! Das gab es in 14 Jahren noch nie und zeigt aufs Neue, dass die rummelhaften Lobgesänge auf Liao Yiwu reinste bildungsbürgerliche Heuchelei sind. Seine „Theorie der kleinen Staaten“ und neue Sicht auf die Geschichte Chinas (geschweige denn seine Fundamentalkritik am Westen) interessiert im Grunde niemand bzw. es interessiert nur die Wenigen, die es angeht.

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Nachlese zum Vortrag an der Volkshochschule Berlin-Pankow: „Mir ist alles zu viel! - Gesellschaftliche Ursachen des Burn-Out-Syndroms“ vom Freitag, 2.11.2012, 18:00 bis 21:00 Uhr

Letztendlich meldeten sich 11 TeilnehmerInnen an, darunter eine Frau, die seit Monaten an Burn Out erkrankt war. Es zeigte sich, dass in der öffentlichen Debatte regelmäßig die gesellschaftlichen Ursachen der Krankheit ausgeblendet werden – auch in der Selbstwahrnehmung der Erkrankten.

Wichtig war Jürgens Einwand, der den Begriff „Leistungsgesellschaft“ ablehnt, weil er suggeriert, dass unter dem Regime der „Disziplinargesellschaft“ (deren Signum das fordistische Band war) keine Leistung geschah. Gleichwohl geschah „Leistung“, wenngleich unter anderen gesellschaftlichen und mentalen Bedingungen als jetzt. Und drittens: „Leistung“ und „Disziplinierung“ gehören zwei verschiedenen Betrachtungsebenen an. Die selbe Kritik träfe dann auch auf das „Leistungssubjekt“ (versus Gehorsamssubjekt) zu. Wir müssen uns wohl auf Begriffssuche machen. Vorschläge erwünscht!

Nachfolgend einige Erfahrungsberichte, die jene Verdrängung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Ausbrennens belegen. Ich sende sie als Warnung und als Möglichkeit, sich selbst vor dem Andrang der chronischen (Selbst-)Überlastung zu schützen. Das Thema wird fortgesetzt.

Über Burnout Lehrerin

http://www.fr-online.de/panorama/burnout-in-der-nebelwand,1472782,11039054.html

Über Burnout Realschullehrer Schweiz

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/vom-burnout-zurueck-ins-leben-1.13726440

Über Burnout Sasha Waltz

http://www.berliner-zeitung.de/musik/choreografin-sasha-waltz--ploetzlich-flog-mir-der-koerper-weg-,10809182,9568580.html

Über Burnout Krankenschwester Eva Kiss

http://www.burnout-hilfe.tv/index.php/erfahrungsberichte/90-erfahrungsbericht-von-eva-kiss

Über Burnout Informatiker (das Interview ist leider im Netz nicht abrufbar)

http://wirtschaft.t-online.de/auch-informatikern-droht-der-burn-out/id_15971734/index

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Die restlichen AutS-Termine im Jahr 2012

- Do, 15.11.12. 18:00 Uhr - Fortsetzung Lektürekurs Hisamatsu

- Do, 22.11.12, 18:00 Uhr - Thema noch unklar – vielleicht Fortsetzung des Gesprächs über die „Theorie der kleinen Staaten“ in Verbindung mit Jans Hypothese, wonach das, was kommt, vielleicht keine Gesellschaft mehr sein wird (weshalb auch keine Staaten mehr funktionieren werden – oder gibt es einen Staat ohne Gesellschaft?). Oder gar: Löst sich unter unseren Augen bereits das, was Gesellschaft heißt, auf? – Fragen über Fragen!

- Achtung ausnahmsweise Mi, 28.11.12, 18:00 Uhr! Franziska: Philosophieren mit Kindern (im Rahmen Lektürekurs)

- Do, 6.12.12 - 18:00 Uhr - Streitgespräch mit Albrecht von Lucke - Streitthema: Flucht ins Reich der Freiheit: Der Eskapismus der Piraten.

- Do, 13.12.12 - 18:00 Uhr - Fortsetzung Lektürekurs Hisamatsu

- Do, 20.12.12 - noch frei

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Nachfolgend noch einmal die am Do, 1.11.12. verteilte Solidaritätserklärung mit den hungerstreikenden Flüchtlingen als Fundstelle:

- Protest ermöglichen – Versammlungsfreiheit achten

- Gesundheit der hungerstreikenden Flüchtlinge nicht aufs Spiel setzen

Bundesinnenministerium treibt Asylsuchende in die Verzweiflung

Online-Petition an den Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke: http://www.change.org/de/Petitionen/dr-christian-hanke-bezirksb%C3%BCrgermeister-berlin-mitte-duldung-der-fl%C3%BCchtlingsproteste-auf-dem-pariser-platz

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Bugarach - Der ganz normale Wahnsinn: "Französisches Dorf im Endzeitsturm - 50 Tage bis zur Apokalypse"

http://www.n-tv.de/panorama/Franzoesisches-Dorf-im-Endzeitsturm-article7642711.html

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ciao, wolfgang.ratzel@t-online.de

18:18 06.11.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Wolfgang Ratzel

Aus einem drängenden Endbewusstsein entsteht der übermäßige Gedanke an einen anderen Anfang.
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