Bildungswirt
17.03.2013 | 16:40 174

Orgastische Impotenz im 21. Jahrhundert

Sexualität Liebe Die offene Gesellschaft ist so offen, dass sie nicht ganz dicht ist, so könnte man meinen. Zumindest was das offene Feld des Sexuellen angeht.

Täglich werden wir sexuell bombardiert im bunten Blätterwald, im Radio, Fernsehen, Internet. Wer treibt es mit wem, offen oder enttarnt, dazu lüsterne Mönche, sexgierige Witwen, pädophile Pädagogen, Spitzenmanager im Bordell, die Sadomaso-Szene, die neuesten Swinger-Clubs, die meist geklickten affengeilen Pornos, im Zweifel alles international und auflagenstark versteht sich! Tausendfach werden Kaufentscheidungen offen oder verdeckt sexuell stimuliert, vom Auto über den Champagner, von Nutella bis zur aufblasbaren Zombiepuppe. Ein Radiosender, zum Beispiel, drückt dir aktuell an der Bushaltestelle dicke Silikon-Titten ins Gesicht: "Es könnte laut werden".

Diese marktschreierisch erregte und zur Schau gestellte sexueller Dauerpotenz ist in Wahrheit das Gegenteil: massenhaft verbreitete orgastische Impotenz. Wie kann das sein? Sie rammeln doch hoch und runter, kommen gleich zur Sache. Auch Andeutungen sind eindeutig: nimm mich! Ist das nicht orgastische Potenz in Reinform, ein Orgasmus nach dem anderen oder etwa nicht? Es ist nur Schein, neurotisch gestörte Sexualität, weit entfernt von einer erfüllten sexuellen Liebe.

Gehen wir mehr als hundert Jahre zurück. Als Sigmund Freud seine Libido-Theorie entwickelte, den Zusammenhang von Sexualität und Angstneurose herausarbeitete, war die junge psychoanalytische Forschungsrichtung noch revolutionär. Sie entzauberte eine sexuell verklemmte Gesellschaft, die großen Schaden bei Individuen anrichtet: Neurosen, Phobien, Wahngebilde, Hysterien etc. Das Fiasko bürgerlicher Sexualmoral konnte in seiner ganzen Tragweite gesehen werden. Wilhelm Reich, zu Beginn ein Meisterschüler Freuds, hatte die Libido-Theorie anschließend zu seiner komplexen Orgasmus-Theorie weiterentwickelt. Aus dem Schatten von Freud heraustretend diagnostizierte er systematische sexuelle Unterdrückung als Massenphänomen einer kranken destruktiven Gesellschaft: vielschichtige Charakterpanzerungen als erstarrte Energie, die Sexualstauung als die Energiequelle der Neurose.

Und heute? --- starren uns u.a. schon am frühen Morgen sexualisierte Litfaßsäulen entgegen. Jeder kann angeblich sexuell tun, lesen, sehen, hören, kaufen, was er will. Die reichhaltige Angebotsseite in Daueranimation hilft der noch unschlüssigen Nachfrageseite gerne auf die Sprünge. Jedem das Seine.

Die "sexuelle Revolution" nach 1968 hat die spießige bürgerliche Sexualmoral weitgehend fortgespült. Ein wirklicher Fortschritt zu einer befreiten Gesellschaft mit freien Individuen? Einerseits sind einige Bastionen der Sexualunterdrückung abgeschafft, sonst wäre z.B.ein schwuler deutscher Außenminister oder Oberbürgermeister nicht möglich ( ich bin schwul, lesbisch, hetero, bisexuell---- "und das ist gut so"). Andererseits ist im qualitativen Kern einer befreiten und befreienden Sexualität wenig Fortschritt zu verzeichnen. Neurotische Charakterstrukturen, emotionale und körperliche Panzerungen sind nach wie vor ein Massenphänomen. Viele basteln und leiden an ihrem kranken Ego, meist weit entfernt von einer gereiften Persönlichkeit. Der "genitale Charakter" (Wilhelm Reich), der im bewussten Jetzt der strömenden Lebensenergie wohnt, Körperpanzerungen auflöst, orgastisch potent ist, sich selbst und andere umfassend liebend erfährt, das ist eher die Ausnahme. Was ist nun orgastische Impotenz und orgastische Potenz?

Wilhelm Reich unterscheidet als Orientierung fünf Entwicklungsphasen der Sexualerregung:

Klare Anzeichen für "Orgastische Impotenz":

1.Vorspiel: zu geringe oder übermäßige Erregung, "kalte" Erektion des Penis, "trockene" Vagina. Vorspiel ungenügend oder zu lang, keine konstante Vorlust.

2. Penetration: herrschaftsmäßiges Hineinstoßen des Mannes, Vergewaltigungsphantasien(?) bei der Frau. Oder: Angst vor dem Eindringen bei einem oder beiden Partnern, Absinken der Lustempfindung im Moment der Penetration.

3. Phase der willkürlichen Beherrschung der Luststeigerung: Nervöse Hast, ablenkende Gedanken und Phantasien, Pflichterfüllung, Angst vor Versagen oder vehemente Entschlossenheit es zu " bringen". Keine wirkliche Luststeigerung. Ruhepausen können zu abruptem Erregungsabfall führen.

4. Phase der unwillkürlichen Bewegungen: unwillkürliche Bewegungen schwach, Empfindungen bleiben auf das Genitale beschränkt. Drücken und Stoßen mit krampfhaften Kontraktionen, um den Höhepunkt zu erreichen. Der Kopf behält die Kontrolle, keine Bewusstseinstrübung.

5. Entspannungsphase: starkes Ermattungsgefühl, Gleichgültigkeit, bisweilen Ekel oder Hass auf den Partner, keine vollständige Erregungsabfuhr, nervöser Schlaf.

Klare Anzeichen für "Orgastische Potenz"

1.  Vorlust/ Vorspiel: beiderseitige lustvolle Vorfreude, biologische Bereitschaft, "ruhige Erregung".

2. Penetration: Spontanes Verlangen einzudringen bzw. spontanes Verlangen der Frau den Penis, den "ganzen" Mann aufzunehmen. Steigerung des Lustgefühls, zärtliche Berührungen, Augenglanz.

3. Phase der willkürlichen Beherrschung der Luststeigerung: willkürliche, aber sanfte rhythmische Bewegungen, keinerlei Hast, aufgehen im gemeinsamer Lust und Zärtlichkeit, keine ablenkenden, abschweifenden Gedanken. Schöne Ruhephasen ohne Nachlassen der Lustempfindung.

4. Phase der unwillkürlichen Muskelkontraktionen und der automatischen Luststeigerung: die gesamte Körpermuskulatur gerät in rhythmische Kontraktionen. Die genitale Erregung strömt in viele Körperregionen, Gefühl der Verschmelzung der Körper. Bewusstseinstrübung im Augenblick der Orgasmus, die einer spezifischen Bewusstseinserweiterung entspricht.

5. Entspannungsphase: Volle körperliche und geistig-seelische Entspannung, Harmoniegefühl der Partner, wohliges Nachglühen, ruhiger Schlaf, oft eng umschlungen in der Einschlafphase.

"Der Begriff der sexuellen Potenz hat ohne Einbeziehung des energetischen, ökonomischen und erlebnismäßigen Anteils keinen Sinn. Die erektive und ejakulative Potenz sind bloß unerlässliche Vorbedingungen für die orgastische Potenz. Sie ist die Fähigkeit zur Hingabe an das Strömen der biologischen Energie ohne jede Hemmung, die Fähigkeit zur Entladung der hochgestauten sexuellen Erregung durch unwillkürliche Körperzuckung."(W. Reich, Die Funktion des Orgasmus, 1927/1972,S .81)

Orgastisch potent meint auch, dass wir täglich fähig sind, zu unserem inneren Kern vitaler Energie vorzudringen, einzukehren, gespürtes In-Sein-All-Sein bewusst zu erleben . Das beinhaltet längerfristig eine liebevolle (zum Teil schmerzhafte) Herausarbeitung deines wahren Selbst. Eine organisierte Selbstbefreiung schließt ein Engagement für eine von Sozialpathologien gereinigte Gesellschaft mit ein: Selbstverwirklichung durch Selbststeuerung, Stärkung der Selbstverantwortung auf allen Ebenen. Das Individuum wird als ein "Allgemein-Einzelnes" wahrgenommen und anerkannt. Fundierte Kritik gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsstrukturen einerseits und tatsächlich gelebte neue Lebensformen andererseits, die Sondierung einer "Anderen Gesellschaft", sind zwei Seiten der selben Medaille. Wir brauchen eine Politisierung und Wiederentdeckung des Lebendigen. Wilhelm Reich wäre so verstanden ein Mann der Zukunft.

 PS. Der Beitrag kann auch als weitere Randnotiz von mir zum Projekt einer "Anderen Gesellschaft" (Michael Jäger) gelesen werden.




Kommentare (174)

philmus 17.03.2013 | 18:04

Andererseits ist im qualitativen Kern einer befreiten und befreienden Sexualität wenig Fortschritt zu verzeichnen.

Das finde ich schon eine etwas gewagte These.

ich würde im Gegenteil behaupten, daß zumindest in unserer Weltgegend die Chancen, die von Ihnen beschriebene orgastische Potenz zu entwickeln, seit Jahrhunderten nie so gut standen wie heute. Allein, in welchem Maße sexualfeindliche Dogmen seit ca 50 Jahren an Relevanz verlieren, ist doch nicht zu verleugnen.

Ich gebe Ihnen recht, daß es mit der allgegenwärtigen Sexualisierung nicht getan ist und diese den Blick auf reale Lustfähigkeiten verstellt - aber keinen Fortschritt zu konstatieren, finde ich defaitistisch. Könnte glatt von antimodernen Religionsvertretern kommen, Ihr erster Absatz. Der Hinweis auf W.Reich ist wichtig und gut, aber warum so undankbar?

Ich bin froh, keine Erziehung genossen zu haben, die mich zum unbefriedigten Zwangscharakter gemacht hat, und das ist schon ne Menge Fortschritt, den unsere 68er-Eltern uns gebracht haben.

Achtermann 17.03.2013 | 19:21

Es bleibt immer problematisch, zwei Idealtypen gegenüberzustellen. Hier guter Sex versus schlechter Sex. Im realen Leben wird es ein Dazwischen sein. Die vielen Impoderabileien, die in eine Intimsituation hieneinspielen, sind mit den zwei vorgestellten Archetypen, um mal den Jargon von C.G. Jung aus dem psychoanalytischen Geschäft zu Beginn des 20. Jh. einzubringen, nicht zu treffen. Gerade wenn die positive Idealform zum absoluten Maßstab stilisiert wird, kann's bergab gehen.

Bildungswirt 17.03.2013 | 20:15

"Gerade wenn die positive Idealform zum absoluten Maßstab stilisiert wird, kann's bergab gehen."

Was soll da bergab gehen? Da geht es bergauf Richtung Befreiung und Erfüllung.

Stimmt, in der Praxis gibt es auch immer wieder ein Dazwischen. Dennoch ist die Bewegungsrichtung eindeutig, hin zur orgastischen Potenz. Impotenz ist Störung, Anzeichen eines neurotischen Hintergrunds.

freizeichen 17.03.2013 | 20:51

alle Theorien zum Thema rauf und runter gedacht, gemacht und diskutiert  -  ein kleiner Kommentar zum Foto (oder ähnlichen Medienpräsentationen):

Schlimm finde ich die Duldung der Gesellschaft, man nimmt gar nicht mehr wahr, ist so reizüberflutet  und abgestumpft von alltäglicher Gewalt, Fiktion und dem Weltgeschehen. Sieht beim Abendessen die Nachrichten und lässt es sich dabei schmecken, man geht zum Bus und eilt unberührt ins Büro oder überlässt seinem Kind auf dem Spielplatz emotionsfrei und ohne Nachdenken einen solch eindeutig mehrdeutigen Eindruck... Fußballergebnisse oder Lottozahlen schlagen in der Emotionskurve  höher aus.

Bildungswirt 17.03.2013 | 21:00

"alle Theorien zum Thema rauf und runter gedacht, gemacht und diskutiert  "....

.Nana,  das ist aber eine glatte Übertreibung; wollte nur einige Erkenntnisse von Wilhelm Reich  in Erinnerung bringen. Was gefällt Ihnen?

ja, solch eine sexualisierte Werbung ist für Kinder ein Zumutung. Leider interessiert Fußball wohl mehr...warum noch Kinder vor diesem Dreck schützen....ach ja, die nächsten Lottozahlen...

 

Sophia 17.03.2013 | 21:18

Reizüberflutung kann abstumpfend wirken, das ist wohl wahr.

Mir ist da aber noch etwas in den Sinn gekommen:

Menschen, die sehr wenig essen neigen offenbar dazu, sich übermäßig mit Kochrezepten und Fotos von Lebensmitteln zu beschäftigen.“ Foodporn“ nennt sich das auch.  

Es ist ja durchaus denkbar, dass dieses Phänomen auch auf das Sexualverhalten übertragbar ist, oder nicht?  

Sophia 17.03.2013 | 21:55

Zermatschtes Obst und Gemüse?- Wenn ich mir die Werbung des Radiosenders da oben ansehe,  würde ich damit eher „ein fettes Stück Sahnetorte“ verbinden … :-))

Deshalb meinte ich, dass möglicherweise auch der sexuelle Appetit schon über die entsprechenden Werbefotos gestillt wird. Woraus folgen würde, dass weniger Nacktfotos, Sexszenen etc. ein Mehr an "orgastischer Potenz" zur Folge haben würde … ??

freizeichen 18.03.2013 | 08:29

"Zermatscht" - "ein fettes Stück Sahnetorte"  ... so unterschiedlich können die Sichtweisen sein. Hast du die Gesichtsausdrücke mal vergrößert angesehen? Also ich kann auf der Litfaßsäule des Titelbildes eine Zweideutigkeit erkennen, durch Musik des Radiosenders verzerrter Gesichtsausdruck oder sexueller Übergriff, Gewalt: AUS - vor der Tat. AN -  nach der Tat. Tja, vll ist meine Fantasie ja auch zu rege!

Das Reich Zitat im Text und die gedankliche Weiterführung dessen durch den Autor beschreiben die orgastische Potenz. Dass ein Mehr an orgastischer Potenz durch Reduzierung visuell-sexueller Reize erreicht wird, klingt für mich eher unvorstellbar. Das hatten wir schließlich lange genug.

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 11:38
"Und heute? --- starren uns u.a. schon am frühen Morgen sexualisierte Litfaßsäulen entgegen." *********************************************************************************************************** Also, ich genieße in der Früh erstmal meine warme morgendliche Latte mit etwas Kaffe. Dann ist meine kleine Welt i.O..
Bildungswirt 18.03.2013 | 11:41

Das Bemühen zu relativieren - ist doch nicht so schlimm, es gibt eben verschiedene Sexvarianten, das wird alles überschätzt etc. - ist verständlich. Mann/ Frau  will sich entlasten. Auch der Wunsch nach sexueller Liebe soll als Ganzes relativiert werden.

Ergänzend ein Gedanke: " Ehe du dich, lieber Mitmensch, ganz einem parlamentarischen Interpellationsmodus, einer Suppenanstalt, der Versorgung von Negerkindern mit Wollstrümpfen, dem Sammeln von Stanniol, Briefmarken oder Zahnbürsten aus der Zeit der Karolinger, dem Jagen nach einer neuen Zeckenart unter dem Schwanz des wilden Elefanten widmest, frage dich, ob du einen Teil deines Lebens nicht versuchsweise drangeben möchtest, die hier vorgeschlagenen Wunsch- und Denkmethoden am eigenen Leib zu prüfen. Es Bedarf keiner "Bildung" hierzu - keiner Staatsprüfungen, keiner Geldmittel - nicht einmal des Glaubens. Wir stellen keine Dogmen auf, wir sagen nur:Versuche selbst." ( Prentice Mulford, Unfug des Lebens und des Sterbens, 1890/2005, S. 201)

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 12:19
Eine Morgenlatte hat mit Sexualität ebenso wenig zu tun wie ein Milchkaffe am Morgen. Durch REM-Schlafentzug hingegen, der für die ML verantwortlich ist, steigert sich oftmals sexuelle Triebhaftigkeit und Aggressivität. Eine Morgenlatte weist auf normale psychogene Vorgänge, "Entspannung", hin, hat also nichts mit organischen Ursachen zu tun. Die morgendliche Milch kann - mit der richtigen Dosis Koffein - ebenfalls entspannend wirken. Ergo sind entspannte Menschen organisch potententer als organisch impotente.
Sophia 18.03.2013 | 12:36

Nein. Was hat meine Frage, ob die Omnipräsenz an visuell-sexueller Reize, die du oben ja selbst zu kritisieren scheinst, zu Übersättigung - oder meinetwegen auch Abstumpfung - führen könnte (ja, es eine Frage) mit „Selbstbefreiung“ zu tun?

Mich interessiert in diesem Zusammenhang, ob evt. an der These von Felicitas Heyne etwas dran sein könnte, dass „es mehr Spaß [macht]Sex  im Internet oder in Filmen zu erleben als ihn wirklich zu haben? Klingt paradox, aber während in Medien und Alltag Sex fast allgegenwärtig ist, herrscht im eigenen Schlafzimmer oft völlige Flaute.“

Bildungswirt 18.03.2013 | 13:12

Gestaute Energie, erstarrte Energie und Körperpanzerung, kein lebendiger Fluss. Vgl. hierzu im Text Reichs Definition  orgastischer Potenz...

Der Spaß am Sexfilm ( entscheidend welche Bilder, welche Botschaften?) ist die eine Sache. Das eigene tatsächliche sexuelle Erleben eine andere.

Wer orgastische Potenz in der Tiefe erlebt hat, lässt sich nicht mehr durch primitiven Sex, ob real oder im Film abspeisen.

Sophia 18.03.2013 | 13:18

Ja, ja, ja. Das ist mir doch alles klar. :-)

Ich habe jetzt aber selbst gefunden, was mich interessiert:

Warum wirkt sich die Omnipräsenz von Sex negativ auf das persönliche Liebesleben aus?
Die Erwartungen an die Sexualität sind heute höher denn je, sind wir doch umzingelt von perfektem Sex. Die Medien überschwemmen uns mit detaillierten Bildern und Ansagen dazu, wie Sex zu sein hat und wie der Sex anderer angeblich aussieht: in Zeitschriften, Büchern, Filmen und Talkshows. Pro Sekunde sind einer Untersuchung zufolge 28.258 Menschen mit dem Konsum von Internetpornografie beschäftigt. Eine italienische Studie stellte sogar fest, dass regelmäßiger Pornographiekonsum selbst bei jungen Männern unter 25 Jahren zu Impotenz und Lustlosigkeit führt.

Dabei liegt die Vermutung nahe, Erotikfilme würden die Lust ankurbeln.
Im Gegenteil. Es kommt zu einer Abstumpfung der Sinne durch Reizüberflutung. Die Forscher tauften das Phänomen „sexuelle Anorexie“.

 

http://www.amica.de/liebe-psychologie/liebe-sex/tid-3892/oversexed-and-underfucked-warum-wir-oft-ueber-sex-reden-und-keinen-mehr-haben_aid_11007.html

 

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 13:26
Ok. Ich würde das aber erweitern und erstmal sehen, ob das überhaupt so ist. Woher wissen wir das? Es ist ja erstmal eine Behauptung. Es kann ja auch sein, dass viele die Flaute im Bett nur als solche empfinden, da sie denken, 1x Blümchensex in der Woche sei anormal, weil von außen stets der große, besonderer Kick vorgegaukelt wird: Swingerclubs, SM, usw..******************************************** Falls dem nicht so ist kann man sich fragen, was die Ursachen für einen den oversexten Zustand sind. Ich vermute zu hohe oder zu geringe Belastung durch Beruf und Freizeit. Die einen ackern bis zum Umfallen und sind zu schlapp zum Sex und die ohne Arbeit so gelangweilt (durch hohen Sexkonsum durch Medien), dass sie bereits abgestumpft sind. In der Mitte gibt's da ja nicht mehr viel.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 14:00
Nun, eigentlich wollte ich's vermeiden, doch im Grunde wird sowieso fast jeder von meinen Aussagen auf meine Person schließen, was ich auf meine Erfahrung in Foren zurückführe. Ist mir aber auch egal. Ich habe mal zufällig festgestellt, dass auch Männer an den Nippeln (und in Kobination mit anderen *) sehr empfindlich sind und habe mir irgendwann ein Nippelpiercing stechen lassen. Wenn ich nach einem langen Tag abends (mit Kopfschmerzen) unter die Dusche gehe, und dort *, und dann dabei an das Bild von * denke, finde ich das nicht primitiv, sonder gut und entspannend. Aber es soll sogar Frauen geben, sie sauer sind, wenn ihr Partner es sich mal selbst macht, anstatt sich für ihn zu freuen. ******************************************************************************************************* *sag' ich nicht.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 14:37
"Tun Sie sich keinen Zwang an ... Das endet nur in schlechtem Sex." ******************************************************************************************************* Nein. Hatte nicht vor, eine Zwangsneurose zu bekommen. ******************************************************************************************************* "Und Ihre Belehrungen bezüglich isolierter Studien hätten Sie sich sparen können." ******************************************************************************************************* Habe ich ja auch zunächst verkniffen. Bildungswirt sprach dies als erster an. Warum hätte ich's mir denn sparen sollen? Sie hätten sich den Hinweis auf die Studie ja bereits sparen können. Mit Reaktionen muss man eben rechnen. ******************************************************************************************************* "Der Artikel hat jedenfalls mindestens so viel zu dieser Diskussion beigetragen wie die Schilderung Ihrer Selbsterfahrung mit der gepiercten Brustwarze." ******************************************************************************************************* Hat auch niemand das gegenteil behauptet.
rheinhold2000 18.03.2013 | 14:41

Also ganz so pessimistisch würde ich die Fortschritte sexueller Befreiung nun wirklich nicht sehen. Und das schreibe ich als ein fan von Wilhelm Reich den ich gerne gelesen habe. Im Vergleich zu der Generation meiner Großeltern (von meiner oma weiß ich das sie valium genommen hat um die ehelichen Pflichten "durchzustehen") Die heutige Generation ist NOCH relaxter in sachen Sex als es unsere Generation war. Da hat es wirkliche Fortschritte gegeben.

Und zu der angeblichen oder wirklichen Allpräsenz von Sex in der Öffentlichkeit: Why not?

Pornografie ist auch ein Zeichen für sexuelle Befreiung. Und ein Instrument sexueller Aufklärung.

Wenn nun neopuritanische Antihedonisten unter dem Deckmantel des feminismus oder der sexuellen Befreiung (!!!) hier zusammen mit den Christen ihr schmutziges Süppchen kochen bitte.

Hier mal ein paar gute Gegenargumente:

http://www.wendymcelroy.com/articles/14-fem__sicht.html

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 14:49
Ich reagiere lediglich auf Sophias Kommentar, s.o.: "Tun Sie sich keinen Zwang an ... Das endet nur in schlechtem Sex. Und Ihre Belehrungen bezüglich isolierter Studien hätten Sie sich sparen können. Der Artikel hat jedenfalls mindestens so viel zu dieser Diskussion beigetragen wie die Schilderung Ihrer Selbsterfahrung mit der gepiercten Brustwarze." ******************************************************************************************************* Fragen Sie sie auch, oder nur mich als Reagierenden? Ich habe auf den AMICA-Artikel nochmals hingewiesen, da ich dachte, weiter oben verstünde man mein Beispiel mit der wörtlichen Rede nicht unbedingt. Daher habe ich - nachdem Sie Sophia etwas zu der Studie bei AMICA gesagt hatten, nochmal kurz geschrieben, was ich von solchen Studien und Magazinen halte, da ich Hintergründe kenne. Und nun schauen Sie sich bitte den chronoligischen Verlauf an und beurteilen selbst, wer hier gegenüber wem (als erster) persönlich wurde.
Bildungswirt 18.03.2013 | 14:58

"Pornografie ist auch ein Zeichen für sexuelle Befreiung. Und ein Instrument sexueller Aufklärung."

Wie bitte? Worin besteht hier die sog. Fortschritt? Das ist ein lukratives Geschäft auf Kosten für von Zwangsneurosen Geplagte. Pornografie soll das eigene Elend mildern. Eben bis zum nächsten Porno. Mit Befreiung hat das nichts zu tun.

Im Vergleich zu deiner Oma hat sich einiges getan, vgl. mein Text. 

rheinhold2000 18.03.2013 | 16:18

"Wie bitte? Worin besteht hier die sog. Fortschritt?"

nun wie es schon in meinem verlikten text stand: wenn jugendliche wissen wollen wie andere so poppen gehen sie ins internet und schauen es sich auf youporn an. das IST ein Fortschritt.

und wer als jugendlicher vieleicht irritiert ist weil seine sexuelle landkarte vorsieht das er sex in gummistiefeln supergeil findet wird auf denselben seiten feststellen das er nicht der einzige ist. auch das ist ein fortschritt. ach ja und wenn jugendliche lust haben sich gepflegt einen runterzuholen können sie sich entsprechende anregungen aus dem netz holen. auch das ist ein fortschritt.

 

weitere argumente von wendy mc elroy

"

1. Sie liefert sexuelle Information auf mindestens drei Ebenen:

a. Sie liefert einen Überblick über alle sexuellen Möglichkeiten der Welt. Dies trifft sogar auf grundlegende sexuelle Information wie die Masturbation zu, die für Frauen nicht so selbstverständlich zu sein scheint, wie für Männer. Nicht selten erreichen Frauen das Erwachsenenalter, ohne zu wissen, wie sie sich selbst Genuss verschaffen können.

b. Sie erlaubt Frauen, auf „sichere“ Weise sexuelle Alternativen kennenzulernen und eine gesunde sexuelle Neugier zu befriedigen. Die Welt ist ein gefährlicher Ort. Dagegen kann Pornographie eine Quelle einsamer Aufklärung sein. Pornographie erlaubt es Frauen, in der Privatsphäre ihrer eigenen Schlafzimmer zu experimentieren, mit einem Fernseher, der ausgeschaltet werden kann, wann immer man genug hat.

c. Sie liefert eine andere Art von Information, als Lehrbücher oder Diskussionen. Sie bietet die emotionale Information, die nur aus der Erfahrung kommt, entweder direkt oder aus zweiter Hand. Sie versieht uns mit einem Empfinden dafür, wie es sich „anfühlen“ würde, etwas zu tun.

2. Die Pornographie schiebt die emotionale Verwirrung beiseite, die den Sex in der realen Welt so oft umgibt. Pornographie erlaubt es Frauen, Szenen und Situationen zu genießen, die im wirklichen Leben Anathema für sie wären. Nehmen wir zum Beispiel eine der häufigsten Phantasievorstellungen, von denen Frauen berichten – die Vorstellung, „genommen“, vergewaltigt zu werden. Zunächst muss man einsehen, dass eine Vergewaltigungsphantasie nicht das Verlangen nach ihrer Verwirklichung bedeutet. Es ist eine Phantasievorstellung. Die Frau hat die Kontrolle über das kleinste Detail jeder Handlung. Warum sollte eine gesunde Frau in Träume über ihre Vergewaltigung verfallen? Es gibt Hunderte von Gründen. Vielleicht wirft sie durch den Verlust der Kontrolle jedes Verantwortungs- und Schuldgefühl bezüglich Sex von sich. Vielleicht ist dies das genaue Gegenteil zu dem braven, sanften Sex, den sie jetzt hat. Vielleicht ist es schmeichelhaft, sich vorzustellen, dass ein bestimmter Mann so überwältigt von ihr ist, dass er sie haben muss. Vielleicht ist sie neugierig. Vielleicht hat sie etwas masochistische Neigungen, denen sie durch ihre Phantasien Luft verschafft. Ist es besser, sie zu unterdrücken?

3. Pornographie durchbricht kulturelle und politische Klischees, so dass jede Frau Sex für sich selbst interpretieren kann. Antifeministen bringen Frauen bei, sich für ihre Neigungen und Triebe zu schämen. Pornographie bringt ihnen bei, sie zu akzeptieren und zu genießen. Pornographie bietet Bestätigung und beseitigt Scham. Sie sagt den Frauen: „Du bist nicht allein mit deinen Phantasien und geheimsten dunkelsten Begierden. Hier auf dem Bildschirm sind andere, die dieselben Triebe verspüren und so selbstbewusst sind, dass sie sie zur Schau stellen.“

4. Pornographie kann eine gute Therapie sein. Pornographie schafft ein sexuelles Ventil für solche, die – aus welchen Gründen auch immer – keinen Sexualpartner haben. Vielleicht sind sie fern von zu Hause, frisch verwitwet, aus Krankheitsgründen alleinstehend. Vielleicht ziehen sie es einfach vor, allein zu sein. Manchmal sind Masturbation und Sex aus zweiter Hand die einzigen Alternativen zur Enthaltsamkeit. Paare benutzen Pornographie auch, um ihre Beziehung zu vertiefen. Manchmal tun sie dies von sich aus, indem sie Videos gucken und ihre Reaktionen zusammen erforschen. Manchmal gehen die Paare zu einem Sexualtherapeuten, der ihnen empfiehlt, Pornographie als Mittel zu benutzen, um Kommunikation über Sex zu eröffnen. Durch den gemeinsamen Konsum von Pornographie sind die Paare imstande, in ihrem Sexleben Abwechslung zu erfahren, ohne einander untreu werden zu müssen.

Pornographie nützt Frauen politisch in vielen Hinsichten, darunter folgende:

1. Historisch waren Pornographie und Feminismus Weggefährten und natürliche Verbündete. Beide sind während der selben Perioden sexueller Freiheit aufgekommen und erfolgreich gewesen; beide sind von den selben politischen Kräften attackiert worden, gewöhnlich von Konservativen. Gesetze, die gegen Pornographie oder Obszönität gerichtet waren, wie das Comstock Law in den späten 1880ern, sind stets verwendet worden, um die Wahrnehmung von Frauenrechten wie Geburtenkontrolle zu behindern. Obwohl es nicht möglich ist, eine Kausalbeziehung zwischen dem Aufkommen der Pornographie und dem des Feminismus aufzustellen, so setzen sie doch beide dieselben gesellschaftlichen Bedingungen voraus – nämlich sexuelle Freiheit.

2. Pornographie ist Redefreiheit, angewendet auf den sexuellen Bereich. Redefreiheit ist die Verbündete derer, die Veränderung suchen: Sie ist die Feindin derer, die Herrschaft aufrecht zu erhalten suchen. Pornographie sollte, zusammen mit allen anderen Formen sexueller Häresie, wie Homosexualität, denselben rechtlichen Schutz genießen wie politische Häresie. Dieser Schutz ist für Frauen besonders wichtig, deren Sexualität durch die Jahrhunderte von der Zensur kontrolliert wurde.

3. Das Ansehen von Pornographie mag durchaus eine kathartische Wirkung auf Männer ausüben, die gewalttätige Neigungen Frauen gegenüber haben. Wenn dies stimmt, dann entfernt die Einschränkung von Pornographie eine Schutzbarriere zwischen Frauen und Missbrauch.

4. Die rechtliche Anerkennung von Pornographie würde Sexarbeiterinnen schützen, die durch unsere Gesellschaft stigmatisiert werden. Zurzeit untergraben Anti-Pornographie-Feministinnen die Sicherheit von Sexarbeiterinnen, wenn sie sie als „indoktrinierte Frauen“ behandeln. Die Psychologieprofessorin Dr. Leonore Tiefer bemerkte in ihrem Aufsatz „On Censorship and Women“: „Diese Frauen haben Feministinnen um Unterstützung, nicht Zurückweisung, gebeten ... In der Sexbranche Beschäftigte streben, wie alle Frauen, danach, wirtschaftlich zu überleben und ein anständiges Leben zu führen, und wenn Feminismus irgend etwas bedeutet, dann bedeutet er Schwesternschaft und Solidarität mit diesen Frauen.“

."

Bildungswirt 18.03.2013 | 17:39

Der Retter der Frauen, der Jugendlichen und der Pornografie...es scheint, dass du das auch so ernst meinst.

Jetzt keine Zeit, du bekommst aber noch eine Antwort.

Will das so nicht stehen lassen. Freiheit wird mit Willkür verwechselt. Auch jede sexuelle Störung ist bei dir völlig normal, dann ist alles Jacke wie Hose. Jedem das Seine. Genau so hat es die Sexindustrie besonders gerne. Das passt zur Art der Werbung auf der Litfaßsäule(siehe oben):Silikontitten, verzerrter Mund, zur Schau gestellte Geilheit, "es kann lauter werden". Die Konsumenten wollen es doch so, wir befriedigen die Nachfrage.

Lethe 18.03.2013 | 18:29

"Stärkung der Selbstverantwortung auf allen Ebenen"

Ein Wilhelm Reich konnte so was vielleicht noch ohne interpretative Brechung zum Ausdruck bringen. Hat "Selbstverantwortung" derzeit noch irgendeine relevante Bedeutung, die über  "wir helfen dir nicht und wenn doch, dann in einer Weise, die dich vor dir selbst mit Ekel erfüllt"  hinausgeht? Mir fällt gerade keine ein.

 

Zum Thema im engeren Sinne: die Trennung von Sex und Liebe ist das Schlimmste, was Menschen sich unterhalb der Gewaltgrenze gegenseitig antun können.

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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 19:12
Was heute noch als sexuelle Störung, also als krankhaft oder paraphil gilt, sind nach ICD-10 die Punkte F65.0-.08. Wir sollten uns erinnern, dass Homosexualität auch mal als paraphil galt und Sadismus (BDSM) heute immer mehr als etwas Normales anerkannt wird. Es sind doch zwei paar Schuhe, ob ich das bedenke oder einen optischen Werbereiz, der völlig überzogen und blöde, für meinen Geschmack sogar ironisch rüberkommt, für sich beurteile. Beim Pornokonsum ist es ja auch so, dass die Rezipienten sich darüber bewusst sind, welch übertriebener Kram ihnen präsentiert wird. Irgendwie setzen sie diese Befriedigung ja auch bewusst ein.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 19:18
Anders gesagt, diese Werbung ist hässlich. Ein schönes japanisches Bondagebild hingegen hat doch etwas sehr Ästhetisches. Genau wie bei der MediaMarktwerbung soll durch Plattheit Aufmerksamkeit erregt werden. Ich denke nicht, dass dieses auf Sexualität übertragbar ist und Menschen durch diese Reize sexuell abstumpfen. Da gehört mehr zu. Es gibt genug heterosexuelle Männder, die größe brüste abstoßend, ja sogar beängstigend finden. Wo wir wieder bei Ängsten angelangt sind.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 19:18
Anders gesagt, diese Werbung ist hässlich. Ein schönes japanisches Bondagebild hingegen hat doch etwas sehr Ästhetisches. Genau wie bei der MediaMarktwerbung soll durch Plattheit Aufmerksamkeit erregt werden. Ich denke nicht, dass dieses auf Sexualität übertragbar ist und Menschen durch diese Reize sexuell abstumpfen. Da gehört mehr zu. Es gibt genug heterosexuelle Männder, die größe Brüste abstoßend, ja sogar beängstigend finden. Wo wir wieder bei Ängsten angelangt sind.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 19:50
Linda Williams recht bekannte Studie HARD CORE (Porno als Nummernrevue) bezieht sexuelle "Lust" auf Pornos auf die wissenschaftliche Abstastung des Körpers, die durch technologische Entwicklung und die Fortschritte im Bereich Optik (Medien im weitestem Sinne) zurück zu führen sind. Moderner Porno ist laut W. also das Zusammenspiel von sexuellen Nummern zur Narration. Es geht ja auch um nichts anderes als um die schnelle serielle Nummer von Höhepunkten und dessen sind sich die Konsumenten bewusst.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 21:12
Prof. Senf spricht aber auch das Henne-Ei-Problem in Bezug auf Selbsterkenntnis und Umsetzung neuer Ekenntnisse an. Er übergeht m.E. neuere Erkenntnisse der Traumaforschung und überspringt somit einen wichtigen Sektor dieses Kreislaufs. Durch Kriegsbeteilligung gaben insbesondere Männer an ihre (männlichen) Söhne ein Nichtspüren des eigenen Körpers weiter. Männer hatten weder körperliche noch emotionale Reaktionen zu zeigen, da dies wohl nicht gesellschaftlich anerkannt war. Durch KT wurde dieses, und wird noch heute, kanalisiert.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 21:27
Ja. U.a. nachzulesen bei der Bestsellerautorin Kathrin Passig, "Die Wahl der Qual":mit Ira Strübel: Die Wahl der Qual. Rowohlt, Reinbek 2000, ISBN 978-3-499-62408-7. ******************************************************************************************************* Ihre Mitautorin ist/war offenbar auch ihre langjährige Lebenspartnerin. ******************************************************************************************************* "Von wem? Weißt du, was du sagst?" *******************************************************************************************************Ja. Durch die Wissenschaft, z.B. die Medizin und durch mein Psychologiestudium, 2. Semester. Zu ICD-10 und DSM4 können Sie Psychologen und Mediziner fragen, oder googlen.
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Ehemaliger Nutzer 18.03.2013 | 21:38
Zusatz, sogar aus Wikipedia: "Einvernehmlich gelebte oder auch heimliche sexuelle Vorlieben für sadistische Praktiken im Sinne des BDSM erfüllen in aller Regel die Kriterien für die Diagnosestellung des Sadismus im heutigen medizinischen Sinne nicht und sind eine soziologisch andersartige, aber nicht seltene Ausprägung der individuellen Sexualität. Die Übergänge zwischen individuell ausgeprägter Sexualität und Störung der Sexualpräferenz können jedoch nicht in allen Fällen sicher definiert werden." ******************************************************************************************************* http://de.wikipedia.org/wiki/Sadismus *******************************************************************************************************Soll das eine Troll-Provokation sein? *******************************************************************************************************Nein. Wie soll das gehen? Sie sehen sich zwar als Provozierter, aber ich sehe weder Sie noch mich als ein solcher. Wie kommen Sie darauf?
Bildungswirt 18.03.2013 | 22:16

Fortsetzung meiner Antwort vom 18.3., 17:39, wie zugesagt:

Jugendliche haben in der ganz großen Mehrheit andere Probleme, als andere beim "poppen" zuzusehen oder "Sex in Gummistiefel supergeil" finden. Sie sehnen sich nach einer richtigen Beziehung, wollen Liebeserfahrungen machen, haben eher Probleme mit dem anderen Geschlecht in lockere Beziehung zu treten, sind tief entäuscht und gekränkt, wenn es mit dem Partner nicht funktioniert, wissen fast nichts über orgastische Potenz etc.

Deine gesamten Ausführungen zu Pornografie sind weitgehend wirres Zeug. Sie könnten von der Pornoindustrie selbst als "Verkaufsargumente" stammen. Ich will nur auf  2 Punkte näher eingehen.

Du schreibst:

"2. Die Pornographie schiebt die emotionale Verwirrung beiseite, die den Sex in der realen Welt so oft umgibt. Pornographie erlaubt es Frauen, Szenen und Situationen zu genießen, die im wirklichen Leben Anathema für sie wären. Nehmen wir zum Beispiel eine der häufigsten Phantasievorstellungen, von denen Frauen berichten – die Vorstellung, „genommen“, vergewaltigt zu werden. Zunächst muss man einsehen, dass eine Vergewaltigungsphantasie nicht das Verlangen nach ihrer Verwirklichung bedeutet. Es ist eine Phantasievorstellung. Die Frau hat die Kontrolle über das kleinste Detail jeder Handlung."

Pornografie verdoppelt die emotionale Verwirrung.

"Frauen genießen Fantasievorstellungen, Vergewaltigungsfantasien"?

In solchen Fällen handelt es sich um eindeutig gestörte Sexualität eines masochistischen Charakters.

"Die masochistischen Klagen erweisen sich als Ausdruck unlösbarer und quälender innerer Spannung. Sie sind offen oder verhüllt Bitten um Erlösung von der Triebspannung. Die Orgasmusangst ist bei Maschoisten in einer besonderen Form vorhanden." "Der Masochist ist der Prototyp eines sekundären Triebes und demonstriert eindringlich ein Ergebnis der Unterdrückung der natürlichen Lustfunktion."Reich 1927, S.189ff.

Du schreibst:

"Pornografie nützt Frauen politisch in vielen Hinsichten..."

Das sind Männerphantasien! Die Mehrheit der von dir so bezeichneten "Sexarbeiterinnen" tun diesen erniedrigenden Job nicht freiwillig, Lebensumstände bis hin zum Sklavenhandel zwingen sie mehr oder minder. "Solidarität mit diesem Frauen" heißt nicht "Pornografie als Redefreiheit" u.ä. anzuerkennen, sondern diesen Frauen realistische berufliche Ausstiegsszenarien anzubieten. Dafür will diese männerdominierte Welt aber kein Geld ausgeben. Wer sägt schon freiwillig am eigenen verkorksten Sexualast?

Superwoman 19.03.2013 | 00:51

*****

danke! sehr viel lehreicher als der Artikel selbst.

Wilhelm Reich ist 1957 gestorben. seine Ansichten zu unserem Umgang mit Sexualität mögen immer noch interdisziplinär bedeutend sein,  sind aber in meinen Augen nicht geeignet, die heutige Situation, in der ein Jugendlicher sich zu Beginn seines Sexuallebens befindet, irgendwie hilfreich zu erklären. Die Welt und mit ihr die Sexulität, wie wir sie leben und erleben, sehen und begreifen hat sich sehr stark gewandelt. 

Bildungswirt@

wenn sie tatsächlich behaupten, bei Vergewaltigungsfantasien  handelt es sich um eindeutig gestörte Sexualität eines masochistischen Charakters, laufen Sie ruhig weiter mit Scheuklappen herum. Ich hoffe für Ihr Liebesleben, dass Sie das nicht einer / Ihrer Frau erzählen, mit der Sie Sex haben wollen. (möchte Ihnen nicht zu nah treten, pardon, aber jetzt echt mal!) - Schon mal über sexuelle Fantasien von Frauen gelesen / gehört/ recherchiert? Was man nicht versteht, muss ja nicht gleich verteufelt werden, bitte.

und jeder Typ der sich gern von einer Domina unterdrücken lässt, ist natüüüüürlich der ansonsten machtgeile Chef, der auch mal etwas Verantwortung ablegen will.. Gegen Klischees hab ich ja nichts, steckt immer mal wieder n Quentchen Wahrheit drin, aber wenn, dann bitte mit Tiefgang. 

rheinhold2000 19.03.2013 | 06:27

"Fortsetzung meiner Antwort vom 18.3., 17:39, wie zugesagt:

Jugendliche haben in der ganz großen Mehrheit andere Probleme, als andere beim "poppen" zuzusehen oder "Sex in Gummistiefel supergeil" finden."

behauptest du. ohne weitere belege. jugendliche haben genau das problem. neuster stand der sexualwissenschaft ist, das die sexuelle landkarte schon vor der pubertät fix und fertig ist. das ist kurz gesagt das was dich beim wichsen als phantasie anmacht. und das ist in den seltensten fällen heteronormativer 08/15 sex. sondern teilweise ziemlich abgedrehtes zeugs. das von der pornoindustrie bedient wird. was extremst positiv ist.

 

"Sie sehnen sich nach einer richtigen Beziehung, wollen Liebeserfahrungen machen, haben eher Probleme mit dem anderen Geschlecht in lockere Beziehung zu treten, sind tief entäuscht und gekränkt, wenn es mit dem Partner nicht funktioniert, wissen fast nichts über orgastische Potenz etc."

ROFL. das könnte auch ein evangelikaler christ geschrieben haben. jugendliche sehnen sich natürlich nach einer iddylischen beziehung. erwachsene übrigens auch. diese phantasien werden von z.B. Bollywood Filmen ganz gut bedient. Jugendliche wollen aber auch schlicht und ergreifend vögeln. diese phantasien werden halt von pornos bedient. und wenn ein mädchen oder junge bock auf gruppensex hat geht das uns erwachsene schlichtweg nix an. pathalogisieren wie diese unsäglichen arche freaks mit ihrer "sexuellen verwahrlosung" (übriegens ein nazi begriff) massen sich an anderen vorzuschreiben wie gesunde und reine sexualität aussieht. das hatten wir doch schonmal.......

"Deine gesamten Ausführungen zu Pornografie sind weitgehend wirres Zeug. Sie könnten von der Pornoindustrie selbst als "Verkaufsargumente" stammen. "

Warum auch nicht. ich halte die pornoindustrie für genausowichtig wie meinen örtlichen lebensmittelhändler (der mich übrigens auch aus schnöder gewinnsucht beliefert)

"

Ich will nur auf  2 Punkte näher eingehen.

Du schreibst:

"2. Die Pornographie schiebt die emotionale Verwirrung beiseite, die den Sex in der realen Welt so oft umgibt. Pornographie erlaubt es Frauen, Szenen und Situationen zu genießen, die im wirklichen Leben Anathema für sie wären. Nehmen wir zum Beispiel eine der häufigsten Phantasievorstellungen, von denen Frauen berichten – die Vorstellung, „genommen“, vergewaltigt zu werden. Zunächst muss man einsehen, dass eine Vergewaltigungsphantasie nicht das Verlangen nach ihrer Verwirklichung bedeutet. Es ist eine Phantasievorstellung. Die Frau hat die Kontrolle über das kleinste Detail jeder Handlung."

Pornografie verdoppelt die emotionale Verwirrung."

behauptest du. nehmen wir mal einen jugendlichen der erstaunt feststellt, dass ihn sm phantasien anmachen. der kann sich dann im internet auf einschlägigen seiten darüber informieren das er nicht alleine ist. das LINDERT die emotionale verwirrung

"Frauen genießen Fantasievorstellungen, Vergewaltigungsfantasien"?

In solchen Fällen handelt es sich um eindeutig gestörte Sexualität eines masochistischen Charakters.

OH GOTT! Also jeder der was anderes will als heteronormativer kuschelsex ist also in deinen augen krank? das ist ungefähr so als wenn du jedem wiener schnitzel mit pommes und salat als die einzig gesunde art zu essen empfiehlst und alles andere pathologisierst. dann sind natürlich 99% der menschheit krank

"Die masochistischen Klagen erweisen sich als Ausdruck unlösbarer und quälender innerer Spannung. Sie sind offen oder verhüllt Bitten um Erlösung von der Triebspannung. Die Orgasmusangst ist bei Maschoisten in einer besonderen Form vorhanden." "Der Masochist ist der Prototyp eines sekundären Triebes und demonstriert eindringlich ein Ergebnis der Unterdrückung der natürlichen Lustfunktion."Reich 1927, S.189ff.

wilhelm reich ist ja nun auch schon älter. das ist einfach nicht mehr stand der sexualwissenschaft

 

 

Du schreibst:

"Pornografie nützt Frauen politisch in vielen Hinsichten..."

Das sind Männerphantasien! Die Mehrheit der von dir so bezeichneten "Sexarbeiterinnen" tun diesen erniedrigenden Job nicht freiwillig, Lebensumstände bis hin zum Sklavenhandel zwingen sie mehr oder minder. "Solidarität mit diesem Frauen" heißt nicht "Pornografie als Redefreiheit" u.ä. anzuerkennen, sondern diesen Frauen realistische berufliche Ausstiegsszenarien anzubieten. Dafür will diese männerdominierte Welt aber kein Geld ausgeben. Wer sägt schon freiwillig am eigenen verkorksten Sexualast?

 

Käse. hier ist auch noch eine fast unerträgliche überheblichkeit zu bemerken. ist es in deinem weltbild nicht vorgesehen das es frauen gibt die schlicht und ergreifend (auch promiskuitiv) rumvögeln, spass daran haben und das zu ihrem beruf gemacht haben? warum müssen denn promiskuitive frauen automatisch "opfer" von irgendetwas sein?erinnnert irgendwie an die heilsarmee die die gefallenen mädchn retten will

Bildungswirt 19.03.2013 | 10:04

Danke fürt den Hinweis. Ja, ein brauchbares Video, das den Problemhorizont beschreibt. Es thematisiert gut die Spaltung zwischen Jungs und Mädchen beim Pornokonsum, Sex als Performance in der Castinggesellschaft. Vor allem die Jungs brauchen Hilfe und Vorbilder, damit sie nicht reihenweise organsitisch impotent werden. Vgl. auch Hinweis von Jacob Pastötter im Film zu jungen Männern in arabischen Ländern....

Bildungswirt 19.03.2013 | 10:20

Auf deine Pöbeleien unter der Gürtellinie und Angriffe zu meiner Person will ich nicht eingehen, schwierig mit dir in einen sachlichen Dialog zu treten. Dennoch:

Schau dir mal das Scobelvideo an (hatte Sophia eingestellt), vor allem die Aussagen zu Konsum und Wirkung von Pornografie, insbesondere der Unterschied bei Jungen und Mädchen

Fragwürdig schräges Frauenbild

Zunahme von sexuellem Leistungsdruck

Entkopplung von Sex und Liebe

Porno als Erlebniskick mit Normalisierungseffekt

Hirnforschung schlägt Alarm wg. Zunahme von sexuellen Störungen durch Pornografie

Sex als Performance

Masturbation vor dem Bildschirm als Sexualitätsform Nr.1 in Deutschland (welch ein trauriger Zustand!)

Leider wird in der Sendung nicht auf die Forschungsergebnisse von W.Reich zurückgegriffen. Sie sind in ihrer Substanz weiterhin aktuell. Der Zusammenhang von emotionaler Charakterpanzerung und Sexualunterdrückung sollte verstanden werden. Als Orientierung hilft das Begriffspaar "Orgastische Impotenz versus Orgastische Potenz" weiter. Die Lösung der Körperpanzerung ist die Lösung und nicht Porno.

Bildungswirt 19.03.2013 | 10:24

Danke für den Hinweis.

Aus der Tagung:

"In Anbetracht der "Macht der Pornografie" könnte man provokativ fragen: Wollen wir die Aufklärung unserer Kinder der pornografischen Industrie überlassen? Petra Grimms Studie zeigt qualititativ auf, wie und warum Jugendliche Pornografie nutzen, während Jakob Pastötters Vortrag eben auf die Macht der Pornografie eingeht - die alleine schon die Macht der Masse ist."

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Ehemaliger Nutzer 19.03.2013 | 12:37
Wo finden wir denn die Belege zu Reichs Aussagen? Er muss seine Ideen ja durch Experimente getestet haben. *********************************************************************************************************** Nach Ihren Vorstellungen von Sexualität, Bildungswirt, muss ganz Japan krank sein. Das ist die Logik, die dahinter steht. Das finde ich, gelinde ausgedrückt, schon etwas überheblich. ***********************************************************************************************************Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, was hier ausdiskutiert werden soll, also worum es im Kern geht. Um die Aussagen eines Professors über die Inhalte von Reich? So ein wenig kommt manches doch schon wie eine PR-Veranstaltung rüber.
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Ehemaliger Nutzer 19.03.2013 | 12:51
Ich finde, Sie sollten das Individuum, auch in der Gruppe (Normalverteilung) nicht unterschätzen. Die Leute sind nicht blöd, Eltern auch nicht. Die meisten wissen sehr genau, wie sie ihre Kinder vernünftig aufklären. Selbst Kinder, die viel Werbung sehen, werden nicht automatisch zu Konsumfanatikern. Dazu gehören mehrere Faktoren. Es ist immerhin auch eine Frage des Intellekts, der intrinsischen Motivation usw., ob und wie Menschen frei entscheiden, was sie sehen (need for cognition) und wie sie dieses bewerten.
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Ehemaliger Nutzer 19.03.2013 | 13:29
Selbst das PDF mit den wenige Graphiken sagt gar nichts aus. Um sich ein Bild zu machen, müsste man die Studien sichten: Welches Versuchsdesign? Wie wurde operationalisiert? Welche Items? Wie sehen die Fragebogen aus? Was hat SPSS ausgespuckt? Wie ist das Befinden der Probanden? Wer wurde untersucht? *******************************************************************************************************Wo sind die Studien? Über eine solche PP-Präsi als PDF lacht so mancher Studi im ersten Semester? Was soll an ein paar Graphiken und Aussagen wissenschaftlich sein? Wie sind die kausalen Zusammenhänge?
rheinhold2000 19.03.2013 | 13:48

"

Schau dir mal das Scobelvideo an (hatte Sophia eingestellt), vor allem die Aussagen zu Konsum und Wirkung von Pornografie, insbesondere der Unterschied bei Jungen und Mädchen

Fragwürdig schräges Frauenbild

Zunahme von sexuellem Leistungsdruck

Entkopplung von Sex und Liebe

Porno als Erlebniskick mit Normalisierungseffekt

Hirnforschung schlägt Alarm wg. Zunahme von sexuellen Störungen durch Pornografie

Sex als Performance

Masturbation vor dem Bildschirm als Sexualitätsform Nr.1 in Deutschland (welch ein trauriger Zustand!)"

hast du für irgendeinen dieser thesen auch nur einen einzigen beleg?

was ich wirklich besonders schräg finde ist das obengenannte thesen zu 100% deckungsgleich genauso von evangelikalen christen aufgestellt werden.

das ist sexualfeindlichkeit pur.

besonders witzig finde ich die these das masturbation die sexualitätsform nr. 1 sein soll.

masturbation ist ne eigenständige sexualform. das hat nichts mit mangel zu tun. rocco siffredi der als pornosuperstar sicher nicht unter einem mangel an sex leidet masturbiert regelmäßig:

"Neunzig Prozent der Männer masturbieren. Sie selber gehören vermutlich zu den zehn Prozent, die es nicht mehr nötig haben?
Stimmt nicht. Auch ich mache es regelmässig. Die Masturbation ist etwas, was einem ganz alleine gehört. Selbstbefriedigung ist ja nicht nur eine Kompensation für etwas, was man nicht kriegt. Es hilft, sich zu entspannen, Stress abzubauen oder sich ganz einfach einen schönen Moment zu gönnen. Auch meine Frau masturbiert regelmässig."

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2005-46/artikel-2005-46-in-pornos-bin-ic.html

"Hirnforschung schlägt Alarm wg. Zunahme von sexuellen Störungen durch Pornografie"

tun wenn überhaupt nur teile der hirnforschung. die angebliche desensibilisierung findet überhaupt nicht statt.

"Porno als Erlebniskick mit Normalisierungseffekt"

ich bezeichne mich selbst als hedonist. und insofern sind für mich erlebniskicks völlig in ordnung. einige gehen in die achterbahn, andere schauen sich horrorfilme an, andere machen bungee jumping, soll doch jeder nach seiner facon selig werden.

"Entkopplung von Sex und Liebe"

habe ich nix gegen

"Fragwürdig schräges Frauenbild"

naja , sicher auch ein schräges männerbild. aber das gilt auch für james bond filme. oder die biene maja. kritischer umgang mit medien hat nix mit pornos zu tun. und pornos transportieren phantasien. wie praktisch alle fiktiven filme. ich möchte ja auch nicht wirklich in eine schießerei verwickelt werden. trotzdem kann ich james bond filme genießen

"Zunahme von sexuellem Leistungsdruck"

ist ein problem von medien. wenn ich mir mens health kaufe und deprimiert bin das ich nicht so aussehe wie der typ auf dem titelbild ist das sicher ein problem. und wer als jugendlicher allen ernstes glaubt er müsste genauso vögeln wie in pornos hat kein pornoproblem sondern ein medienproblem.

ich glaube ja auch nicht das eine beziehung so romantisch wie im bollywood film ist.

"insbesondere der Unterschied bei Jungen und Mädchen"

es ist ziemlich sicher das pornos auf frauen und männder, jungen und mädchen gleich wirken. keiner kann sich kopulierende paare ansehen ohne sexuell erregt zu werden. die mädchen geben es nur nicht zu.

obwohl ich durchaus auch mal bei beate uhse erlebt habe wie frauen mit der verkäuferin über die richtigen vibratoren und pornos diskutiert haben. das hat sich auch geändert

rheinhold2000 19.03.2013 | 13:52

"

Käse. hier ist auch noch eine fast unerträgliche überheblichkeit zu bemerken. ist es in deinem weltbild nicht vorgesehen das es frauen gibt die schlicht und ergreifend (auch promiskuitiv) rumvögeln, spass daran haben und das zu ihrem beruf gemacht haben?

Wieviele? 0,5 % ?

Ich glaub fast, du hast zuviel Pornos geguckt."

du willst hier also allen ernstes behaupten, das frauen die promiskuitiv leben "opfer" sind?

wie schier unglaublich wahnwitzig überheblich ist das denn? seine eigene art zu leben zum masstab für geistig gesund zu machen.

thinktankgirl 19.03.2013 | 14:03

Du solltest auch mal durchlesen, was du schreibst:

Ist es in deinem weltbild nicht vorgesehen das es frauen gibt die schlicht und ergreifend (auch promiskuitiv) rumvögeln, spass daran haben und das zu ihrem beruf gemacht haben?

Frauen haben Spass am Rumvögeln und machen es zum Beruf. Wieviele davon machen es zum Beruf? 0,5%?

Und wieviele Frauen, die sogenannte Sexarbeit verrichten, machen das, weil sie Spaß am Rumvögeln haben? 0,1 %?

 

rheinhold2000 19.03.2013 | 14:12

" Avatar thinktankgirl 19.03.2013 | 14:03 @rheinhold2000

Du solltest auch mal durchlesen, was du schreibst:

Ist es in deinem weltbild nicht vorgesehen das es frauen gibt die schlicht und ergreifend (auch promiskuitiv) rumvögeln, spass daran haben und das zu ihrem beruf gemacht haben?

Frauen haben Spass am Rumvögeln und machen es zum Beruf. Wieviele davon machen es zum Beruf? 0,5%?

Und wieviele Frauen, die sogenannte Sexarbeit verrichten, machen das, weil sie Spaß am Rumvögeln haben? 0,1 %?"

woher soll ich das wissen?

pure spekulation

irgendwas zwischen 1 und 100 %

philmus 19.03.2013 | 14:29

Ob die Bilder, die Werbung transportiert, nun unbedingt die Wahrheit über den Zustand der Menschen transportieren?

Über den Zustand der Adressaten sicherlich: unbefriedigten Menschen Konsumangebote zu machen, ist sicher erfolgversprechender, als an Möglichkeiten der sexuellen Erfüllung zu erinnern, die von Konsum unabhängig sind. Insofern sagt Werbung zum großen Teil etwas über ihren eigenen Zweck aus.

Bildungswirt 19.03.2013 | 15:09

"Wo finden wir denn die Belege zu Reichs Aussagen? Er muss seine Ideen ja durch Experimente getestet haben."

Reich stützt seine Orgasmustheorie auf über 20-jährige praktische Tätigkeit als Arzt, Psychoanalytiker und Wissenschaftler; umfangreiches empirisches Forschungsmaterial aus Kliniken, später auch Sexualberatungsstellen. U. a, nachzulesen in W.Reich, Die Funktion des Orgasmus....

Sophia 19.03.2013 | 15:24

Okay, Rheingold 2000. Ich halte Masturbation auch für eine „eigenständige Sexualform“ und dazu noch eine sehr praktische, weil man + frau  ja auch sexuelle Bedürfnisse haben, wenn der Sexualpartner gerade nicht „zur Verfügung steht“.

Pornos finde ich zum einen dann problematisch, wenn die von sehr jungen, unerfahrenen Jungs konsumiert werden, weil viele tatsächlich die falschen Vorstellungen und Erwartungen bekommen. Viele junge Mädchen geraten dadurch unter großen Druck. Sie werden beispielsweise ganz schnell als „frigide“ abgestempelt, wenn sie nicht laut genug Stöhnen, den Blow-Job verweigern usw. Keine guten Voraussetzungen für junge, unerfahrene Mädchen, um eine positive Sexualität zu entwickeln.

Zum anderen sind natürlich die Kinder- und Gewaltpornos besonders problematisch. Die sind zwar verboten, aber dennoch verfügbar.

Damit bin ich auch schon bei dem Einwand von thinktankgirl , den ich für sehr berechtigt halte: Ganz sicher arbeiten nicht alle Frauen, die in der Sexindustrie tätig sind, so freiwillig und gerne dort, wie Sie das darstellen wollen. Der weltweite Frauen- und Mädchenhandel spricht Bände.

 

Bildungswirt 19.03.2013 | 15:25

Zunächst:

Bitte in Zukunft klar unterscheiden zwischen

a) wenn du mich zitierst

b) deine eigene Kommentierung.

Sonst kann ein Mitleser kaum noch folgen.

Du schreibst:

"hast du für irgendeinen dieser thesen auch nur einen einzigen beleg?

was ich wirklich besonders schräg finde ist das obengenannte thesen zu 100% deckungsgleich genauso von evangelikalen christen aufgestellt werden.

das ist sexualfeindlichkeit pur."

Blanker Unsinn. Bitte richtig lesen und hören.

Alle Thesen in sehr geraffter Form stammen aus dem Scobelvideo. Du hast es offensichtlich nicht angesehen, kommentierst aber fleißig weiter.

Dein geschmacklose Vorwurf "evangelikalen Christen" und der "Sexualfeindlichkeit pur" bezieht sich dann auf Gert Scoebel und die drei eingeladenen Experten. 

Nochmal die Bitte: Lall deine Pöbeleien, bleibt bei der Sache.

 

rheinhold2000 19.03.2013 | 15:38

"Okay, Rheingold 2000. Ich halte Masturbation auch für eine „eigenständige Sexualform“ und dazu noch eine sehr praktische, weil man + frau  ja auch sexuelle Bedürfnisse haben, wenn der Sexualpartner gerade nicht „zur Verfügung steht“.

Pornos finde ich zum einen dann problematisch, wenn die von sehr jungen, unerfahrenen Jungs konsumiert werden, weil viele tatsächlich die falschen Vorstellungen und Erwartungen bekommen. Viele junge Mädchen geraten dadurch unter großen Druck. Sie werden beispielsweise ganz schnell als „frigide“ abgestempelt, wenn sie nicht laut genug Stöhnen, den Blow-Job verweigern usw. Keine guten Voraussetzungen für junge, unerfahrene Mädchen, um eine positive Sexualität zu entwickeln."

ich würde wirklich mal gerne den jungen kennenlernen der allen ernstes glaubt das pornos die realität abbilden. okay, kann ja sein das es wirklich menschen gibt die so naiv sind aber die haben dann wirklich nicht nur probleme mit pornos sondern mit so ziemlich allen medien

Zum anderen sind natürlich die Kinder- und Gewaltpornos besonders problematisch. Die sind zwar verboten, aber dennoch verfügbar.

das ist aber ein ganz anderes "fass"

Damit bin ich auch schon bei dem Einwand von thinktankgirl , den ich für sehr berechtigt halte: Ganz sicher arbeiten nicht alle Frauen, die in der Sexindustrie tätig sind, so freiwillig und gerne dort, wie Sie das darstellen wollen. Der weltweite Frauen- und Mädchenhandel spricht Bände."

jep, aber das ist ein problem des kapitalismus und hat mit porno nix zu tun. schuhe werden auch unter unmenschlichen bedingungen (inclusive sexuelle gewalt gegen die arbeiterinnen) produziert.

 

Bildungswirt 19.03.2013 | 15:38

"es ist ziemlich sicher das pornos auf frauen und männder, jungen und mädchen gleich wirken. keiner kann sich kopulierende paare ansehen ohne sexuell erregt zu werden. die mädchen geben es nur nicht zu."

Der nächste Unsinn von dir. 

Der Pornokonsum von Männern übersteigt die Menge bei Frauen um ein Vielfaches. Pornografie kann abstumpfend wirken, man dreht sich angewiedert weg bzw. kümmert sich nicht darum.Gewaltpornografie ist fast ausschließlich Sache neurotisch gestörter Männer.

Ach, die Mädchen geben es nicht zu? Sind also verklemmt?

rheinhold2000 19.03.2013 | 15:41

"Alle Thesen in sehr geraffter Form stammen aus dem Scobelvideo. Du hast es offensichtlich nicht angesehen, kommentierst aber fleißig weiter."

da waren aber keine thesen. und gepöbelt habe ich auch nicht. wenn du evangelikale christen beleidigend findest okay, aber es sind EXAKT die Argumente die evangelikale Christen gegen Pornos vorbringen. Inclusive diesen wirklich unsäglichem Arche Typen

rheinhold2000 19.03.2013 | 15:50

"

"es ist ziemlich sicher das pornos auf frauen und männder, jungen und mädchen gleich wirken. keiner kann sich kopulierende paare ansehen ohne sexuell erregt zu werden. die mädchen geben es nur nicht zu."

Der nächste Unsinn von dir."

und ich pöble rum?

also, es gibt untersuchungen bei denen man frauen und männern pornografie gezeigt hat und ihre sexuellen reaktionen gemessen hat und lies und staune: die frauen haben auf pornos reagiert.

was damit zu tun hat das frauen durchaus nicht so rein und edel sind das sie nur in einer von liebe durchtränkten ehe sex haben wollen sondern manchmal auch einfach so.

Der Pornokonsum von Männern übersteigt die Menge bei Frauen um ein Vielfaches.

was aber nichts daran ändert das auch frauen pornos konsumieren. in amerika sogar ganz lässig. in einer folge von "sex and the city" sah sich die frauenclique ganz selbstverständlich gemeinsam einen schwulenporno an.

Pornografie kann abstumpfend wirken, man dreht sich angewiedert weg bzw. kümmert sich nicht darum.

nach der logik könnte sex genauso wirken, was unterscheidet denn bitte schön pornografie von sex?

Gewaltpornografie ist fast ausschließlich Sache neurotisch gestörter Männer.

vieleicht, vieleicht auch nicht, keine ahnung. fetische sind nur problematisch wenn man selbst oder andere darunter leiden.

Ach, die Mädchen geben es nicht zu? Sind also verklemmt?"

wenn man männer fragt wieviele sexualpartner sie hatten übetreiben sie, frauen untertreiben. warum wohl?

eine sexuell aktive frau wird in d. immer noch ein bischen schräg angesehen. deswegen ist davon auszugehen das frauen auf die frage ob sie pornos sehen lügen

Bildungswirt 19.03.2013 | 15:52

Dein nächster Unsinn!

Zur Erinnerung 13.48

Von mir:

Schau dir mal das Scobelvideo an (hatte Sophia eingestellt), vor allem die Aussagen zu Konsum und Wirkung von Pornografie, insbesondere der Unterschied bei Jungen und Mädchen

Fragwürdig schräges Frauenbild

Zunahme von sexuellem Leistungsdruck

Entkopplung von Sex und Liebe

Porno als Erlebniskick mit Normalisierungseffekt

Hirnforschung schlägt Alarm wg. Zunahme von sexuellen Störungen durch Pornografie

Sex als Performance

Masturbation vor dem Bildschirm als Sexualitätsform Nr.1 in Deutschland (welch ein trauriger Zustand!)"

Von dir als Antwort:

hast du für irgendeinen dieser thesen auch nur einen einzigen beleg?

was ich wirklich besonders schräg finde ist das obengenannte thesen zu 100% deckungsgleich genauso von evangelikalen christen aufgestellt werden.

das ist sexualfeindlichkeit pur.

Also, bitte deine eigenen Worte wahrnehmen und nicht einfach weiter verbal rumballern!

Nochmal: Gerd Scobel und Petra Grimm als "klerikale Christen", "sexualfeindlich pur"?

rheinhold2000 19.03.2013 | 15:59

ich habe auf jeden deiner punkte bereits geantwortet. aber hier gerne nochmal per copy und paste

zur masturbation ( glaue mir die menschheit hat vermutlich zu allen zeiten mehr masturbiert als gevögelt)

masturbation ist ne eigenständige sexualform. das hat nichts mit mangel zu tun. rocco siffredi der als pornosuperstar sicher nicht unter einem mangel an sex leidet masturbiert regelmäßig:

"Neunzig Prozent der Männer masturbieren. Sie selber gehören vermutlich zu den zehn Prozent, die es nicht mehr nötig haben?
Stimmt nicht. Auch ich mache es regelmässig. Die Masturbation ist etwas, was einem ganz alleine gehört. Selbstbefriedigung ist ja nicht nur eine Kompensation für etwas, was man nicht kriegt. Es hilft, sich zu entspannen, Stress abzubauen oder sich ganz einfach einen schönen Moment zu gönnen. Auch meine Frau masturbiert regelmässig."

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2005-46/artikel-2005-46-in-pornos-bin-ic.html

"Hirnforschung schlägt Alarm wg. Zunahme von sexuellen Störungen durch Pornografie" stammt von dir

tun wenn überhaupt nur teile der hirnforschung. die angebliche desensibilisierung findet überhaupt nicht statt. es gibt kaum ernstzunehmende studien die eine desensibilisierung sieht. nach der logik würde man ja sogar innerhalb der ehe nach immer härterem stoff verlangen.....

das ist offensichtlich schwachsinn

"Porno als Erlebniskick mit Normalisierungseffekt" von dir

ich bezeichne mich selbst als hedonist. und insofern sind für mich erlebniskicks völlig in ordnung. einige gehen in die achterbahn, andere schauen sich horrorfilme an, andere machen bungee jumping, soll doch jeder nach seiner facon selig werden.

"Entkopplung von Sex und Liebe" von dir

habe ich nix gegen

"Fragwürdig schräges Frauenbild" von dir

naja , sicher auch ein schräges männerbild. aber das gilt auch für james bond filme. oder die biene maja. kritischer umgang mit medien hat nix mit pornos zu tun. und pornos transportieren phantasien. wie praktisch alle fiktiven filme. ich möchte ja auch nicht wirklich in eine schießerei verwickelt werden. trotzdem kann ich james bond filme genießen

"Zunahme von sexuellem Leistungsdruck" von dir

ist ein problem von medien. wenn ich mir mens health kaufe und deprimiert bin das ich nicht so aussehe wie der typ auf dem titelbild ist das sicher ein problem. und wer als jugendlicher allen ernstes glaubt er müsste genauso vögeln wie in pornos hat kein pornoproblem sondern ein medienproblem.

ich glaube ja auch nicht das eine beziehung so romantisch wie im bollywood film ist.

"insbesondere der Unterschied bei Jungen und Mädchen" von dir

es ist ziemlich sicher das pornos auf frauen und männder, jungen und mädchen gleich wirken. keiner kann sich kopulierende paare ansehen ohne sexuell erregt zu werden. die mädchen geben es nur nicht zu.

obwohl ich durchaus auch mal bei beate uhse erlebt habe wie frauen mit der verkäuferin über die richtigen vibratoren und pornos diskutiert haben. das hat sich auch geändert

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Ehemaliger Nutzer 19.03.2013 | 16:04
Anmerkung. Hier wird etwas zusammengerührt, Thema werbung mit Sexualität. Es muss unterschieden werden. Zur Werbung: Stiff hat bereits `86 theoretisch als auch empirisch nachgewiesen, dass bei moderate levels of involvement Individuen gleichzeitig auf zwei Wegen verarbeiten. Die Kombination beider Wege (peripher und zentral) hängt von der Motivation des Einzelnen ab. Insofern können wir hier gar nicht zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. Befähigung und siutative Variablen spielen ebenfalls eine große Rolle, die oft unterschätzt wird. Sexuelle Reize als Argumentationsersatz in einer Botschaft werden Menschen schnell durchschauen. Ob sie dadurch gleichzeitig hinsichtlich ihrer sexuellen Motivation beeinflusst werden, wo nach Petty und Cacioppo der sexuelle Reiz als zentrales Informationselement gelten würde, ist schon daher schwierig, weil es in erster Linie um die Werbung geht und daneben verschiedene Persuasionstheorien gegen Falsifizierung immunisiert. Bevor wir hier also über Ursache und Wirkung reden, müssten wir uns erstmal mit den zugrundeliegenden Modellen beschäftigen! Sonst macht die Diskussion doch keinen Sinn, alles pure Meinungskrämerei!
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Ehemaliger Nutzer 19.03.2013 | 17:47
Kein Wissenschaftler würde dieses Thema durch nur einen Autoren/Forscher untersuchen. Letztenendes wird man sich zur Untermauerung der eigenen Überzeugung zu diesem Thema ähnliche Studien heraussuchen. Da es so schwierig ist zu testen, wie sich sexuelle Darbietungen auswirken, widerspricht sich empirische Forschung, wie auch im 3sat-Beitrag erwähnt. Wenn Eltern Kinder auf diversen Gebieten vernachlässigen, wird die "sexuelle Verwahrlosung" lediglich ein Teil eines großen Ganzen sein. Vielleicht spielen die Kinder und Jugendlichen ja auch zu viele Computerspiele oder schauen zu viele Horrorfilme und daher fallen die Thetawellen extremer aus. Vielleicht treiben sie auch einfach zu wenig Sport. Oder sie haben ADHS. Es kann viele Variablen geben. Wäre ja wichtig zu wissen, welche Wellen und wie das EEG-Experiment ingesamt aufgebaut wurde.
Sophia 19.03.2013 | 19:08

ich würde wirklich mal gerne den jungen kennenlernen der allen ernstes glaubt das pornos die realität abbilden. okay, kann ja sein das es wirklich menschen gibt die so naiv sind aber die haben dann wirklich nicht nur probleme mit pornos sondern mit so ziemlich allen medien.

Ich glaube auch nicht, dass irgend ein  14-17- Jähriger Ihnen gegenüber - ich schätze mal Sie sind ein älterer Mann – zugeben würde, dass er Pornos für die Realität hält. Gleichaltrigen Mädchen gegenüber wird das aber ganz real vermittelt. Besonders von den „Obercoolen“. Und da in dem Alter der Konformitätsdruck enorm hoch ist,  geraten dabei tatsächlich viele Mädchen unter Druck.

Mit Naivität hat das mal gar nichts zu tun. 

jep, aber das ist ein problem des kapitalismus und hat mit porno nix zu tun. schuhe werden auch unter unmenschlichen bedingungen (inclusive sexuelle gewalt gegen die arbeiterinnen) produziert.

Ja ich weiß, letztendlich ist der Kapitalismus an allem schuld. Was denn sonst,  das ist ja schließlich die herrschende Ideologie.  Allerdings frage mich dabei schon, wie wohl der Sozialismus das Problem einer übergroßen Nachfrage bei zu wenigen  freiwilligen Anbieterinnen in humaner Weise lösen könnte?

rheinhold2000 19.03.2013 | 20:19

"

ich würde wirklich mal gerne den jungen kennenlernen der allen ernstes glaubt das pornos die realität abbilden. okay, kann ja sein das es wirklich menschen gibt die so naiv sind aber die haben dann wirklich nicht nur probleme mit pornos sondern mit so ziemlich allen medien.

Ich glaube auch nicht, dass irgend ein  14-17- Jähriger Ihnen gegenüber - ich schätze mal Sie sind ein älterer Mann – zugeben würde, dass er Pornos für die Realität hält. Gleichaltrigen Mädchen gegenüber wird das aber ganz real vermittelt. Besonders von den „Obercoolen“. Und da in dem Alter der Konformitätsdruck enorm hoch ist,  geraten dabei tatsächlich viele Mädchen unter Druck."

wie schon geschrieben, ein solcher junge hat noch ganz andere probleme: zum Beispiel würde er, da er im Fernsehen Krimis sieht alle Probleme mit Waffengewalt lösen. und wenn er vieleicht noch einen faible für torture filme a la saw hat , kein wunder das in deutschland ständig überall menschen gefoltert werden.

Mit Naivität hat das mal gar nichts zu tun. 

doch, so dämlich und unerfahren das ein jugendlicher star wars oder einen krimi für ein abbild der realität hält ist kaum jemand

jep, aber das ist ein problem des kapitalismus und hat mit porno nix zu tun. schuhe werden auch unter unmenschlichen bedingungen (inclusive sexuelle gewalt gegen die arbeiterinnen) produziert.

Ja ich weiß, letztendlich ist der Kapitalismus an allem schuld. Was denn sonst,  das ist ja schließlich die herrschende Ideologie.

denkst du wirklich beim handykauf an das schicksal der chinesischen wanderarbeiterInnen? warum ist das plätzlich bei pornos das argument gegen pornos allgemein?

 Allerdings frage mich dabei schon, wie wohl der Sozialismus das Problem einer übergroßen Nachfrage bei zu wenigen  freiwilligen Anbieterinnen in humaner Weise lösen könnte?"

naja, es wird vermutlich genug exhibitionisten und exhibitionistinnen geben die ihre filme ins netz stellen

thinktankgirl 19.03.2013 | 21:16

Ganz sicher arbeiten nicht alle Frauen, die in der Sexindustrie tätig sind, so freiwillig und gerne dort, wie Sie das darstellen wollen. Der weltweite Frauen- und Mädchenhandel spricht Bände.

 

Dazu kommt ein hoher Anteil an Frauen, die in ihrer Kindheit/Jugend sexuell mißbraucht wurden.

Sowie Drogen- und Alkoholabhängigkeit, um dieses Leben als Sexarbeiterin überhaupt zu ertragen.

UnwiseNomad 20.03.2013 | 00:33

Habt ihr mal darüber nachgedacht, wann Reich seine Studien unternommen hat?

Hundert Jahre später klingt das nicht nur, sondern ist so altbacken, dass es schon wieder lustig ist. Er hat für seine Zeit eine Menge herausgefunden und eine Menge eigener Prägungen und Gewißheiten überwunden, aus heutiger Sicht jedoch nicht allzu tief vordringen können. Ein Holzschnitt ist besser als gar kein Bild, zugegeben.

Man sucht in diesem Blog vergeblich nach Namen wie Kinsey, Hite oder gar Danneker, Amendt oder - huch - Sprinkle. Stattdessen wird munter spekuliert und aufeinander eingedroschen wie inzwischen in fast jedem Blog. Tut das Not?

Eine historische Betrachtung ist eine feine Sache. Die verbissene Extrapolation scharf an dem vorbei, was "sonst noch so war" hat jedoch etwas Quixoteskes. Der reine Freud, wenn der Kalauer erlaubt ist, ist auch keine reine Freude.

Jiva 20.03.2013 | 08:03

Danke für das Wachrütteln!!!

„Diese marktschreierisch erregte und zur Schau gestellte sexueller Dauerpotenz ist in Wahrheit das Gegenteil: massenhaft verbreitete orgastische Impotenz. Wie kann das sein?“

Einfach kann das sein, wenn die Mediatisierung unserer Gesellschaft als "Geschmacksverstärker" in tödlicher Dosis und daher als Gehirnzerstörer wirkt. Der Drang nach Konsum wird immer größer, Exhibitionismus jeglicher Art ersetzt den natürlichen menschlichen Bedarf an Liebe und Geborgenheit. Die „Orgastische Impotenz im 21. Jahrhundert“ ist ein Hilfeschrei in der Gefühlswüste.

rheinhold2000 20.03.2013 | 10:27

Wir halten also fest:

Frauen die einfach nur aus Spass am Sex Swinger Clubs besuchen und Pornofilme drehen sind auf jeden Fall Drogensüchtig und Opfer von sexueller gewalt in der Kindheit.

Schon mal darüber nachgedacht das es ein bischen frech ist ein leben zu einer reaktion auf eine gewalttat zu reduzieren ist es auch empirisch nicht besonders gut belegt. und was ist eigentlich der umkehrschluß?

Frauen die eine superglückliche Kindheit hatten haben nur Sex in einer monogamen Zweierbeziehung?

Wie oft dürfen sie eigentlich den Partner wechseln bevor du anfängst sie zu psychowracks zu erklären?

wie viel partner dürfen sie im laufe ihres lebens haben 2,6,100?

Bildungswirt 20.03.2013 | 11:11

Gern geschehen. Deshalb schrieb ich zum Schluss:

Wir brauchen eine Politisierung und Wiederentdeckung des Lebendigen. Wilhelm Reich wäre so verstanden ein Mann der Zukunft.

Man könnte auch formulieren: Wir brauchen eine zweite sexuelle Revolution. "Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Daseins. Sie sollen es auch regieren."(W.R.) Dies ist unvereinbar mit einer  autoritären Gesellschaft auch wenn sie im Gewande liberaler Demokratie daherkommt.

Bildungswirt 20.03.2013 | 11:22

"Habt ihr mal darüber nachgedacht, wann Reich seine Studien unternommen hat?

Hundert Jahre später klingt das nicht nur, sondern ist so altbacken, dass es schon wieder lustig ist."

Ich weiß nicht, was du von Reich wirklich gelesen hast. Reich habe ich herangezogen für einen aktuellen Artikel im Freitag: Orgastische Impotenz im 21. Jahrhundert. Der Grund ist ganz einfach: er ist immer noch aktuell.

Ich empfehle mindestens zwei Bücher von ihm zu lesen:

a) Die Funktion des Orgasmus

b) Die sexuelle Revolution

Was die anderen von dir angesprochenen Autoren bzw. Studien angeht, so bin ich einverstanden. Beziehe sie inhaltlich mit ein. Bringe dich ein. Zeige, inwiefern "Reich altbacken" ist. Nur Mut, Amendt hätte zum Beispiel seinen Spass daran.

Bildungswirt 20.03.2013 | 11:28

"Wie oft dürfen sie eigentlich den Partner wechseln bevor du anfängst sie zu psychowracks zu erklären?

wie viel partner dürfen sie im laufe ihres lebens haben 2,6,100?"

Antwort: Soviel sie wollen, keine Normen! Nur es geht im Kern der Debatte nicht um Quantitäten. Schau dir nochmal die fünf Phasen einer orgastischen Potenz an.

Insgesamt könntest du von Reich noch viel lernen. 

 

UnwiseNomad 20.03.2013 | 22:33

und @sophia

Es wäre ein herkulisches Unterfangen, 135+ Posts rückwärts aufzurollen. Das lasse ich lieber, @reinhold2000 und wenige andere haben alles gesagt, was zu sagen war, und sind damit auf einigen Widerstand gestossen.

Ich habe auch nicht das Gefühl, ein Leser sei dem Autor Rechenschaft darüber schuldig, was er sonst noch gelesen habe. Leseempfehlungen sind natürlich immer willkommen. 

Im Gegenteil, der Autor hat die "Pflicht" (er kann das Ziel natürlich verfehlen), auch dem Unvorgebildeten einen Gedankengang zu vermitteln. Da stelle ich mich jetzt mal ganz dumm und lese:

Es gibt orgastische Impotenz und orgastische Potenz. Für den Mann. Die Frau darf nur passiv mitmachen. Der Mann kann es allerdings auch verbocken. Erektion und Ejakulation. Nette Dreingabe, wenn die Frau feucht wird, ohne dafür zu schmutzig denken zu müssen. Ziel der gelungenen Übung und einzig "potent" ist der erfolgreich vollzogene Blümchensex vatikanischer Prägung.

Wenn selbst das scheitert, sind zu viele Titten auf Reklameplakaten daran schuld, weil die Lebensenergie (Definition?) wegen der ständigen Reize nicht richtig fliessen kann.

Seit 1927 ist sinnlos weitergeforscht und -gefickt worden, denn Reich hat damals den Stein der Weisen entdeckt. Das haben wir nur vergessen. Reich-Schüler dürfen aber weiterhin etwas zum Thema sagen. Danke.

...

Ich sage mal: Reich war Schüler der Freud'schen Hydraulik und hatte deshalb zu viele Rohre, Ventile und Hähne in dem geistigen Bild, das er sich von der Sache machte. Was die Frau angeht hat er sich nicht all zu  weit von der damals noch diagnostizierbaren Hysterie entfernt, die der "orgastisch potente" Mann durch geschickte Selbstbeherrschung zu verhindern hatte, damit beide den bewusstseinserweiternden (Aua!) Moment des Orgasmus erleben konnten.

Meine Generation wurde durch Amendts "DaSeBu" richtig aufgeklärt (was immer das heissen mag) und kennt, sogar aus eigener Anschauung, viele Facetten der Sexualität ausserhalb der trauten Zweisamkeit des Ehebetts.

Mit dem Versuch eine halbesoterische Heimeligkeit als Richtschnur für das 21. Jahrhundert aufzuspannen kann sie sich deshalb nicht wirklich anfreunden. Jedenfalls nicht in Gestalt meiner Person.

 

Sophia 21.03.2013 | 08:55

Ein sehr schönes Plädoyer für die sexuelle Selbstbestimmung und eine klare Absage an die Behauptung, dass es nur  eine einzige "Methode" gäbe, die zu einer  "wirklichen Erfüllung" führte.  Für den einen ist es Blümchensex a la Reich, für den anderen Sado-Maso. Alles ist gleich "normal". Und wer gerne Pornos guckt soll sie gucken dürfen, wer nicht lässt es eben bleiben.

Völlig getrennt davon zu betrachten ist demnach die Macht der Medienbeeinflussung, die ich persönlich besonders problematisch für sehr junge Jugendliche halte. Aber auch dieser Aspekt ist wohl mit einem Entwicklungsprozess verbunden.

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Ehemaliger Nutzer 21.03.2013 | 11:44
"Third-Person-Effect Der „Third Person“ -Effect (dt.: dritte Person Effekt) beschreibt das Phänomen, dass Menschen sich selbst weniger von Medien beeinflusst halten als andere Menschen. Der „Third Person“ –Effekt wurde erstmals von Davidson (1983)beschrieben. In Versuchen ließ sich nachweisen, dass die Probanden glauben ihre Einstellungen, Meinungen Verhaltensweisen und Überzeugungen seien nicht, oder nur gering, von den propagierten Meinungen in den Medien, insbesondere der Werbung bestimmt. Wohl hingegen schreiben sie anderen Fernsehkonsumenten, im Versuch die sog. „Third Person", jene Beeinflussung zu. Besonders von Medieninhalten die den Rezipienten auf eine gesellschaftlich negativ erachtete Weise beeinflussen, (Pornographie, Gewalt, Konsum von Alkohol) glauben die Probanden das andere Fernsehnutzer stärker durch sie beeinflusst werden als sie selber, während sie die Adaption positiv besetzter Inhalte ( Anti- Drogenkampagne, Safer Sex) bei sich selbst stärker und bei den anderen als geringer einschätzen. Duck und Mullin (1995) haben die Rahmenbedingungen die der „Third Person“ -Effect bedarf, aufgezeigt: a) der Medieninhalt muss negativer oder unerwünschter Art sein. b) die Vergleichsperson darf nur vage vorstellbar und von „durchschnittlichem Charakter“ sein. c) die Person selbst rezepiert meist nicht-kommerzielle Fernsehsendungen. Der „Third Person“ -Effect ist die Konsequenz abwärts gerichteter sozialer Vergleiche. Diese finden statt wenn ein Individuum sich mit einer Selbstwertbedrohenden Situation konfrontiert sieht. Das Selbst wird geschützt, indem eine Person herangezogen wird die im Vergleich mit dem Selbst schlechter abschneidet. Mangold, Roland; Vorderer, Peter; Bente, Gary (Hrsg.); Hannover, Bettina; Mauch, Martina; Leffelsend, Stefanie: Sozialpsychologische Grundlagen, in: Lehrbuch der Medienpsychologie; Hogrefe-Verlag Göttingen, (2004)"
Bildungswirt 21.03.2013 | 17:16

Nein, es ist " nicht alles gleich normal". Es gibt selbstverständlich klare Anzeichen von sexuellen Störungen und schweren Neurosen mit sexuellen Hintergrund.

Eine  ganz andere Frage ist die sog. Selbstbestimmung des Menschen. Sollten  die Menschen ihr Selbst kennen, so gibt es keine Grenze, solange sie niemand anderes schädigen. Im Extremfall: ja, friss, sauf oder fick dich zu Tode. Wer glaubt, das sei normal, der ist angekommen im Wahnsinn der Welt.

Bildungswirt 21.03.2013 | 17:29

"Ziel der gelungenen Übung und einzig "potent" ist der erfolgreich vollzogene Blümchensex vatikanischer Prägung."

......nur ein  Beispiel aus deinem schrägen Kommentar. Was soll das?

Was bringt dich so auf die Palme?

Mit meinem Text hat das jedenfalls nichts zu tun und  mit Positionen von Wilhelm Reich auch nicht.

Dein name-hopping  in deinem ersten Kommentar war ein einziger Bluff.  Nirgends könntest du zeigen, dass Erkenntnisse von Reich substanziell nicht mehr aktuell sind. 

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Ehemaliger Nutzer 21.03.2013 | 18:18
Das Problem ist in meinen Augen, dass in Ihrem Blog zwei Dinge zusammen gezeigt werden, dass man meinen könnte, diese müssten voneinander abhängen. Ich hatte es ja schon versucht auseinander zu dröseln. Es wird eine Verbindung hergestellt, die nicht unbedingt eine sein muss. So wie ich Ihren Blog lese, machen Sie durch sexuelle Reize gespickte Medien, also hier Werbung, zur Ursache von den Problemen, über die Reich schreibt. So kommt es jedenfalls bei mir an. Bevor man diese zwei Hauptpunkte zusammen stellt, ist es erstmal wichtig, diesen separat auf den Grund zu gehen - nichts anderes macht man beim wissenschaftlichen Arbeiten zu einem Thema, wobei man auch auf mehrere Autoren/Quellen zurückgreift um ein Thema zu untersuchen. Dass es so ist, wie Reich und Sie, die Sie es als aktuelles Problem ansehen, will ich gar nicht abstreiten. Allerdings kann niemand empirisch nachweisen, in wie weit dieses wirklich zutrifft, denn bestimmte Fragen sind schwierig zu operationalisieren: für 90% der Bevölkerung oder nur zu 30%? Können wir wirklich von Problem sprechen, falls es nur 5% sind? Dann sofort die Frage nach den Ursachen. Sie benutzen hier ein sexualisiertes Werbeplakat. Sexualisierte Werbung und weitere Medien können eine Variable für Reichs Untersuchungen sein, doch garantiert nicht die eizigen. In der Medienwirkungsforschung müssen selbst kleinste Bruchstücke, die vielleicht Ursache eines großen Ganzen sind, untersucht werden. Und da beginnen ähnliche Schwierigkeiten wie bei Fragebögen zu Sexualität, weil so viele Variablen wichtig sind. Deshalb schrieb ich irgendwo weiter oben, dass ich nicht so ganz schnalle, auf was Sie hinaus wollen. Ich ahne, dass es eine Medienkritik sein soll, die ja durchaus seine Berechtigung hat. Nur finde ich, man sollte die beiden Hauptpunke nicht so einfach zusammen rühren. Vor diesen Hintergründen ist Ihr Blog so für mich nicht ganz greifbar. *******************************************************************************************************Wenn wir nun noch bedenken, dass Phänomene wie der Drittpersonen-Effekt hinzu kommen könnten (was erfahrungsgemüß in spezialisierten Themen-Foren zu "gefühlten" 90% so ist), wird klar, wie schwamming solche Argumentationsstrategien in Wirklichkeit sind. Das ist etwas für Geisteswissenschaftler, aber nicht geeignet, andere Denker zu überzeugen. *******************************************************************************************************Anmerkung. Weiter oben haben Sie sich anscheinend etwas zu BDSM geärgert, weil ich schrieb, dass dies immer normaler würde und Sie es wohl als eine von Reich beschriebene Krankheit beschreiben. Wenn ich dazu nun die völlig einseitige Medienberichterstattung heranziehe, die die Anhänger dieser Kultur stets als pervers, unmoralisch und unsensibel darstellt, wundert es mich nicht, dass Leute, die sich damit überhaupt nicht auskennen, Vorurteile aufbauen.
Bildungswirt 21.03.2013 | 20:15

Ohne Einsicht(Frage des Leidensdrucks) des Betroffenen muss gar nichts behandelt werden. Stimmt, es geht um die jeweils eigene Geschichte, die eigenen Erlebnisse, die eigene Körperpanzerung etc....um eine individuelle Therapie.

Dennoch gibt es klare Strukturmerkmale einer Erkrankung unabhängig von dem einzelnen Betroffenen. Auch Methoden und Einsichten aus der Biosynthese oder anderen Körperpsychotherapien, die mehr oder minder für alle gelten.

Zur Frage des "Selbstbestimmung" hatte ich mich hoffentlich zuvor im Kommentar klar genug geäußert.

Sophia 21.03.2013 | 21:00

Zur Frage des "Selbstbestimmung" hatte ich mich hoffentlich zuvor im Kommentar klar genug geäußert.

Nein so gaaanz klar ist mir das nicht:

Eine  ganz andere Frage ist die sog. Selbstbestimmung des Menschen. Sollten  die Menschen ihr Selbst kennen, so gibt es keine Grenze, solange sie niemand anderes schädigen.

Was meinst du denn genau mit „sollten die Menschen ihr Selbst gut kennen“ ?

Mir würde es ja schon reichen, wenn jeder das tun dürfte, was er tun will – und ja klar, natürlich nur solange damit kein anderer geschädigt wird. Deshalb steht sexueller Missbrauch ja beispielsweise  unter Strafe.

Im Extremfall: ja, friss, sauf oder fick dich zu Tode. Wer glaubt, das sei normal, der ist angekommen im Wahnsinn der Welt.

Selbstverständlich kann man letztendlich keinen daran hindern sich zu Tode fressen, saufen, ficken, etc. Manche arbeiten sich sogar zu Tode.

Dass das nicht normal ist, sondern irgendwelche Störungen dahinter stehen, dürfte wohl allgemeiner Konsens sein.  Von daher weiß ich nicht so richtig, was du damit sagen willst.

Da gibt es übrigens noch einen schönen Song von Tic Tac Toe: Der Spiegel (2005)

 

Bildungswirt 21.03.2013 | 21:13

auch @ sofia, @ alle Mitdiskutanten

Stimme zu, dass empirische Erhebungen, die zusätzlich repräsentativ sein sollen, in der Frage des sexuellen Felds schwer zu realisieren sind. Man kann sich nicht auf gemeinsame Parameter der Untersuchung einigen, das Problem der Operationalisierung, problematische Interviewleitfaden,  u.a.

Nur brauchen wir wirklich alles empirisch belegen?

Oft genug genügen starke Indizien, Hinweise, gute Stichproben, Beobachtung des Markts, Untersuchungen zur medialen Präsentation etc. und vor allem auch Bewusstheit über gesellschaftstheoretische Implikationen zum Zustand der Gesellschaft.

Meine Ausgangsthese lautete :

Diese marktschreierisch erregte und zur Schau gestellte sexueller Dauerpotenz ist in Wahrheit das Gegenteil: massenhaft verbreitete orgastische Impotenz.

Dann bin ich zur qualitativen Bestimmung einer orgastischen Potenz in Anlehnung an Reich übergegangen. Im Kern geht es dort um Erfüllung in einer sexuellen Liebe und nicht um irgendwelche Techniken oder spezielle Praktiken. Es geht um das tiefe Erleben von zwei Menschen.

Keiner der berühmten großen Sex-Reports, z.B. Kinsey, aber auch neuere Studien, erreichen qualitativ den Begriff und die Intention von Reich. Man begnügt sich im mainstream mit einer Fülle quantiativer Erhebungsmerkmale. Insofern ist Reich in der Richtung seiner Sexualforschung brandaktuell. Selbst ein Teil seiner Forderungen aus den 20er und 30er Jahren wurden bei weitem nicht realisiert, z.B. komfortable Rückzugsräume für Intimität von Jugendlichen, kostenlose Verhütungsmittel, wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau, Sex vor der Ehe unbedingt nötig (in vielen Staaten immer noch ein Tabu; man sollte doch wissen, auf wen man sich einlässt) etc. etc.

Zu Medien und Werbung:

Das benutzte ich in meinem Artikel als Einstieg ein visueller Aufhänger, da eine besonders bescheuerte Werbung für einen Radiosender. (Platziert neben einem Spielplatz im Frankfurteer Nordend).

Insgesamt wird es aber heute immer schwerer reale und virtuelle Welt zu trennen. Insofern haben zunehmende Präsenz virtueller Welten, insbesondere im sexuellen Feld große Auswirkungen. Dies gilt insbesondere bei Jugendlichen, die sich noch in einer längeren Orientierungsphase befinden...Dazu hatten wir alle einiges gesagt, will ich nicht wiederholen.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass auch in der FC Reich und die Fülle seiner Bücher weitgehend unbekannt ist. Damit ich hier nicht weitere Buchempfehlungen von Reich ausspreche (und weiß, dass es unrealistisch ist, dass dadurcvh gelesen wird) habe ich nach kleinen  Kostproben gesucht, z.B.

A) Der genitale und neurotische Charakter. Das Prinzip der Selbststeuerung im Seelischen, in:Die Funktion des Orgasmus, S. 129 - 144

B) Die sexuelle Dauerbeziehung, in: Die sexuelle Revolution, S. 129 - 138

Sich etwas Zeit zu nehmen, rentiert sich. Zum Beleg der Aktualität eines vor 80 Jahren(!) geschriebenen Buches nurt ein Zitat auf S. 131 aus der sexuellen REvolution:

"Denn wenn wir von Dauerbeziehung sprechen, haben wir keine objektiv zu normierende Zeitspanne im Auge. Es ist sexualökonomisch nicht wichtig, ob diese Beziehung Wochen, Monate, zwei oder zehn Jahre dauert. Es ist auch nicht gemeint, dass die Dauerbeziehung monogam sein muss oder soll, weil wir ja keine Normen aufstellen."

Bitte bei Interesse selbst weiterlesen: auf die orgastische Potenz, das tiefe sexuelle Erleben, darauf kommt es an. (Mit "Blümchensex", einer Diffamierung Reichs aus simpler Unwissenheit, hat das nichts zu tun)

LG Bildungswirt

Bildungswirt 21.03.2013 | 21:34

Danke.
1. Der ausgewählte Song trifft ins Mark der weit verbreiteten Frustration und Depression. "Ich will ein anderer sein". Spiegelmetapher.Alles weit entfernt von der Erkenntnis des wahren Selbst und dem Erleben einer orgastischen Potenz bei Frau und Mann.

2. "Im Extremfall: ja, friss, sauf oder fick dich zu Tode. Wer glaubt, das sei normal, der ist angekommen im Wahnsinn der Welt.

Selbstverständlich kann man letztendlich keinen daran hindern sich zu Tode fressen, saufen, ficken, etc. Manche arbeiten sich sogar zu Tode.

Dass das nicht normal ist, sondern irgendwelche Störungen dahinter stehen, dürfte wohl allgemeiner Konsens sein.  Von daher weiß ich nicht so richtig, was du damit sagen willst."

Die beiden Sätze waren von mir selbstverständlich eine kommentierende Zuspitzung bis zur Grenze der Selbstbestimmung. Meist ist es jedoch ein überdimensionale Fremdbestimmung mit der viele nicht zurechtkommen.
Was du als "Konsens" zu erkennbaren Störungen bezeichnest, hört sich an mehreren Stellen der Diskussion leider anders an. Da wird doch im Ernst immer wieder versucht, Sadismus und Machochismus als "normal" zu verkaufen, so im gr0ßen Illusionstheater der Freiheit: Jedem das Seine. Genau dagegen habe ich angeschrieben.

 

Sophia 21.03.2013 | 22:49

Da wird doch im Ernst immer wieder versucht, Sadismus und Machochismus als "normal" zu verkaufen, so im gr0ßen Illusionstheater der Freiheit: Jedem das Seine. Genau dagegen habe ich angeschrieben.

Genau damit befindest du dich eben auf dem Holzweg. Denn SM ist lediglich ein von einer gesellschaftlichen Norm abweichendes Sexualverhalten, das aber glücklich ausgelebt werden kann, wenn sich die Partner gut abstimmen. Dann „leidet“ keiner mehr als ihm oder ihr es gefällt.

Jedem das Seine. Genau dagegen habe ich angeschrieben.

Da schreibst du aber gegen das Falsche an, finde ich. Besser wäre es doch, wenn jeder nach seiner Fasson glücklich leben könnte, oder? Natürlich immer vorausgesetzt, er schädigt dadurch keinen Dritten.

Mir scheint, du trennst nicht scharf genug zwischen sexuellen Störungen und sexuellen Neigungen/Vorlieben.

Bildungswirt 21.03.2013 | 23:38

"Genau damit befindest du dich eben auf dem Holzweg. Denn SM ist lediglich ein von einer gesellschaftlichen Norm abweichendes Sexualverhalten, das aber glücklich ausgelebt werden kann, wenn sich die Partner gut abstimmen. Dann „leidet“ keiner mehr als ihm oder ihr es gefällt."

Das mit dem Holzweg will ich mal offen lassen. Das SM Thema ist nur ein Randphänomen, nicht wichtig, ob wir uns da einigen. "Glücklich ausgelebt werden"?? Sicher für solche Menschen sexuell erregend, aber Glück? Fast jede Form von Sex und Gewalt deutet hin auf frühkindliche Störungen, die verdrängt worden sind. Hat mit meinem Hauptthema der orgastischen Potenz nichts zu tun.

"Mir scheint, du trennst nicht scharf genug zwischen sexuellen Störungen und sexuellen Neigungen/Vorlieben."

Die Übergänge sind fließend. Sadisten bleiben Sadisten. Sexuelle Lust durch Schmerzen und oder Erniedrigung bleibt suspekt.

Aber lassen wir das Randthema jetzt. Wer will soll dazu selbst etwas schreiben.

UnwiseNomad 22.03.2013 | 00:34

Ich schrieb:

Im Gegenteil, der Autor hat die "Pflicht" (er kann das Ziel natürlich verfehlen), auch dem Unvorgebildeten einen Gedankengang zu vermitteln. Da stelle ich mich jetzt mal ganz dumm und lese: ...

Diesen Absatz hast Du geflissentlich übersehen. Er muss ja nicht stimmen, doch Du greifst nicht das an, sondern forderst von mir (stellvertretend) eine Widerlegung Reichs. Das ist nicht die Aufgabe des Lesers. Er will einen Sachverhalt, eine Hypothese nachvollziehbar dargestellt bekommen, um sich dann eine Meinung dazu zu bilden.

Ich habe mit wenigen Worten umrissen, was bei mir angekommen ist und die (dann doch) mit "externem Wissen" zustande gekommene Meinung dargestellt. Wenn Dir meine Zusammenfassung zu schräg ist, nehmen wir doch einfach Deine (der Fettdruck im Artikel):

Täglich werden wir sexuell bombardiert. Diese marktschreierisch erregte und zur Schau gestellte sexuelle Dauerpotenz ist in Wahrheit das Gegenteil: massenhaft verbreitete orgastische Impotenz. Jeder kann angeblich sexuell tun, lesen, sehen, hören, kaufen, was er will.

Klare Anzeichen für "Orgastische Impotenz": 1 - 5

Klare Anzeichen für "Orgastische Potenz": 1 - 5

Eine organisierte Selbstbefreiung schließt ein Engagement für eine von Sozialpathologien gereinigte Gesellschaft mit ein: Selbstverwirklichung durch Selbststeuerung, Stärkung der Selbstverantwortung auf allen Ebenen. Wir brauchen eine Politisierung und Wiederentdeckung des Lebendigen.

Das ist nicht unabsichtlich kursiv gesetzt, denn es ist wahrhaftig schräg.  

Selbstverwirklichung durch organisierte Selbstbefreiung? Politisierung des Lebendigen? Auf diesen schwarzen Schimmeln ist nicht Reich herbeigeritten, das warst Du ganz allein.

Ist schon die Brücke von sexualisierter Reklame zu trockenen Scheiden und "kalt erigierten" Penissen nur mühsam zu schlagen - die en passant erfolgte Gleichsetzung von "impotenten Orgasmen" mit Sozialpathologien und der Aufruf, organisiert und politisch dagegen anzugehen, ist ein Spagat, der wirklich wehtut im Schritt.

Annie Sprinkle hat etwas der heutigen Zeit viel Angemesseneres getan:

Aufklärung und zurückgehende Prüderie ist eine gute Sache, doch erst ein souveränes Körpergefühl erlaubt es, beide Reich'schen Skalen ohne Leistungsdruck und seelische Verkorksung anzunehmen (denn so ist das Leben: der Körper ist keine Maschine).

Und so hat sie den Sex ein wenig weiter "entzaubert" und die trotz aller Pornographie (die wirklich jeder als irreal erkennt, der nicht schon andere Probleme hat) noch vorhandenen Ängste dadurch ein bisschen gedämpft, dass sie den Gästen eines ihrer Vorträge am Ende einen tiefen Blick in ihre Vagina erlaubte: ein funktionales Körperteil, das nicht irgendetwas mit ihr macht, sondern mit dem sie etwas macht.

Der Weg geht nicht zur Vergesellschaftung des Privaten, sondern zur Stärkung des Individuums. Das ist durch Verklärung nicht zu schaffen.

So verstanden käme ich in Zukunft von meiner Palme wieder herunter.

 

Jiva 22.03.2013 | 08:19

JA, und wir sollten das Thema genauso ganzheitlich  angehen: "Liebe, Arbeit, Wissen. Reduziert man diese drei Worte auf ihre Anfangsbuchstaben, fügen sie sich zu einem noch gewichtigeren Wort: L – A – W wie »law«, das englische Wort für Gesetz. Die Herrschaft eines Gesetzes klingt auch im Zitat des schillernden Psychoanalytikers Wilhelm Reich an, dem diese drei Worte entstammen: »Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens, sie sollten es auch beherrschen.« Ein Satz, den es auch heute noch zu hinterfragen lohnt"!!!

Mehr dazu unter:

http://www02.zkm.de/videocast/index.php/symposien/veranstaltungen.html

LG und einen schönen Tag!

JIVA

Marcus Kutsch 23.03.2013 | 14:21

Danke für den Artikel, ein Anstoß endlich mal etwas von Reich zu lesen.

In der Diskussion kommt mir etwas die Hinterfragung der Intention der zB. Selbstbefriedigung, Vergewaltigungsfantasien oder Entspannung duch Sex (eigentlich jeder Ausdruck, jede Regung von Sexualität)  zu kurz.

Wenn Sex entspannt, war vorher etwas angespannt. In diesem Fall wäre Sexualität Mittel zum Zweck einen angenehmeren körperlichen und psychischen Zustand zu erreichen. Wie andere Suchtmittel auch, befriedet der Konsum einen inneren Konflikt, doch welchen?

Um den Bogen zum Artikel zu schlagen:

"Orgastisch potent meint auch, dass wir täglich fähig sind, zu unserem inneren Kern vitaler Energie vorzudringen, einzukehren, gespürtes In-Sein-All-Sein bewusst zu erleben . Das beinhaltet längerfristig eine liebevolle (zum Teil schmerzhafte) Herausarbeitung deines wahren Selbst."

 

Ist der Konsum von Pornografie, die Vergewaltigungsfantasie, der schnelle Sex zur Entspannung,  die Neigung zu SM (Themen aus der Diskussion) das wahre Selbst? Oder stecken hinter diesen Handlungen vielleicht ganz andere Bedürfnisse und Verletzungen des wahren Selbst, die jetzt nur noch in einer sexualisierten Form ihren Ausdruck finden können?

 

 

 

rheinhold2000 23.03.2013 | 16:05

Danke für den Artikel, ein Anstoß endlich mal etwas von Reich zu lesen.

In der Diskussion kommt mir etwas die Hinterfragung der Intention der zB. Selbstbefriedigung, Vergewaltigungsfantasien oder Entspannung duch Sex (eigentlich jeder Ausdruck, jede Regung von Sexualität)  zu kurz.

Wenn Sex entspannt, war vorher etwas angespannt. In diesem Fall wäre Sexualität Mittel zum Zweck einen angenehmeren körperlichen und psychischen Zustand zu erreichen. Wie andere Suchtmittel auch, befriedet der Konsum einen inneren Konflikt, doch welchen?

Interessant das du Sex für ein suchtmittel hälst. Die menschen haben sex weil sie nun mal sexuelle wesen sind die das bedürfnis haben sex zu haben. dahinter steht kein konflikt. ich atme weil ich luft brauche, ich esse weil ich nahrung brauche (und das essen genieße) ich habe sex weil ich sex brauche (und natürlich auch genieße)

Um den Bogen zum Artikel zu schlagen:

"Orgastisch potent meint auch, dass wir täglich fähig sind, zu unserem inneren Kern vitaler Energie vorzudringen, einzukehren, gespürtes In-Sein-All-Sein bewusst zu erleben . Das beinhaltet längerfristig eine liebevolle (zum Teil schmerzhafte) Herausarbeitung deines wahren Selbst."

 

Ist der Konsum von Pornografie, die Vergewaltigungsfantasie, der schnelle Sex zur Entspannung,  die Neigung zu SM (Themen aus der Diskussion) das wahre Selbst?

Ohne jeden zweifel.

Oder stecken hinter diesen Handlungen vielleicht ganz andere Bedürfnisse und Verletzungen des wahren Selbst, die jetzt nur noch in einer sexualisierten Form ihren Ausdruck finden können?

ganz sicher nicht.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 23.03.2013 | 18:56
" Fast jede Form von Sex und Gewalt deutet hin auf frühkindliche Störungen, die verdrängt worden sind. Hat mit meinem Hauptthema der orgastischen Potenz nichts zu tun." Das gleiche hatte man seinerzeit über Homosexuallität angenommen. Wenn Sie genauer informiert wären, wüssten Sie um Untersuchungen. Aber Sie sind ja Bildungsexperte auf anderen gebieten. Expertentium wird in der Psychologie übrigens recht genau definiert.
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Ehemaliger Nutzer 23.03.2013 | 19:08
""Mir scheint, du trennst nicht scharf genug zwischen sexuellen Störungen und sexuellen Neigungen/Vorlieben." Die Übergänge sind fließend. Sadisten bleiben Sadisten. Sexuelle Lust durch Schmerzen und oder Erniedrigung bleibt suspekt." Sorry, nun muss ich aber echt lachen ob Ihres Expertentums. Sie glauben also allen ernstes, dass SEXUELLE Sadisten nachbars Katze ausgeweidet am Bäumelein bimmeln lässt????!!!!! Oder dass diese Menschen als Kind Ameisen mit Pinzetten die Beinchen ausgerissen haben und dabei sexuelle Befriedigung genossen hzaben? Sorry, aber Sie als "Bildungsexperte" (Profiltext) können sich Wissen- bzw. Bildungslücken auf Kosten von derart5 veranöagten Menschen nicht eingestehen. Jetzt, da die Diskussion so richtig interessant wird, brechen Sie also ab. Aber ok, das kenne ich bereits aus der Schule.
Sophia 23.03.2013 | 21:05

Besonders interessant:

"In einer Konsumgesellschaft wird auch der Körper immer als etwas Begehrliches inszeniert. Lassen sich Jugendliche von den Idealbildern in der Werbung anstecken?

Das ist auf jeden Fall etwas, das sich zur Identifizierung eignet und falsche Leitbilder entstehen lässt. Auch Fernsehsendungen wie „Germany’s next Topmodel“ – da bekomme ich schon mehr Bauchschmerzen als bei Pornos. Viele wollen ja Model werden, aber niemand sagt: Oh, Pornodarsteller, das will ich auch.