Andrej Holm

Blog von Andrej Holm

Kommentare

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22.09.2011 | 10:47 ich
Ist der Zusammenhang zwischen Stärke des Gentrification-Prozesses und der Anzahl Stimmen für die Piraten in einzelnen Wahlkreisen reine Spekulation oder belegbar? Ich würde im ersten Moment nämlich d...
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22.09.2011 | 12:30 Andrej Holm
Hallo, ja ist natürlich eine gute Frage. Belegbar ist - wie dargestellt - erstmal nur der Zusammenhang von steigenden Mieten und hohen Stimmanteilen für die Piratenpartei. Das Argument, die Kieten steigen weil viele Piraten-Wähler/innen in den Viertel wohnen, würde ich gerne umdrehen: Bewohner/innen in angesagten und umkämpften Vierteln wählen überdurchschittlich die Piratenpartei. Der Grund dafür ist - meiner Meinung nach - weniger im programmatischen Profil der Piraten zu suchen, sondern in der stadtpolitischen Gesamtsituation. Internetaffine Wähler/innen hätte es ja auch schon bei früheren Wahlen geben können - hat es aber nicht. Der Zugewinn an Stimmen muss daher v.a. außerhalb inhaltlichen Positionen der Piratenpartei gesucht werden. Meine These von der unverbrauchten Protestpartei zielt ja hauptsächlich auf das wohnungspolitische Irrlichtern der etablierten Parteien - das eben in den beschriebenen Aufwertungsgebieten am deutlichsten sichtbar wurde. Das viel beschriebene Pionier-Dilemma von Gentrification-Prozessen bringt es dabei mit sich, dass auch Gegner/innen von Mietsteigerungen und Verdrängung mit ihrem symbolischen Kapital zur Aufwertung beitragen. Soweit, AH
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24.04.2011 | 23:46 Andrej Holm
Hallo Sakartwelo, schön, dass du dich an der Diskussion zu einem soweit zurückliegenden Blogbeitrag beteiligst. Die von Dir überzeichneten Facetten der Identitätspolitik sind sicherlich in einigen Stadtprotesten tatsächlich vorzufinden. Daraus zu schließen, das ganze 'Gentrificationgejammer' hätte keine materielle Basis, halte ich für die falsche Schlussfolgerung. Mit dem Beitrag zu den Baugruppen habe ich ja auch weder die Weltrevolution herbeigeschrieben noch eine Käseglocke für irgendwelche Stadtquartiere gefordert. Es ging einfach darum, ein paar Fakten und Überlegungen in eine ansonsten eher emotional geführte Debatte einzubringen. Deinen Kommentar deute ich mal so, dass dir an sachlichen Auseinandersetzungen nicht wirklich viel liegt. Wenn dich die Frage mit dem - in der Tat sehr albernen - Gentrification-Zertifikat wirklich interessiert, bin ich sicher die falsche Adresse und du solltest dich mit deinen Zweifeln vertrauensvoll an www.bawamm.de/download/expose-wohnen-am-hochdamm.pdf wenden. Das Expose der Baugruppe stammt übrigens von Anfang Januar 2010 - ein direkter Aprilscherz scheint also ausgeschlossen. Beste Grüße, AH
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25.01.2011 | 21:36 Nelly
Lieber Andrej Holm, vielen Dank für die Erwiderung. Der obenstehende Kommentar von Harald Leinweber ist eine gute Überleitung zu der Frage, die ich mir stelle (und zu der es möglicherweise Daten gibt)...
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26.01.2011 | 09:39 Andrej Holm
Liebe Nelly, leider gibt es über den Zusammenhang von Gentrification und der Entstehung von Problemvierteln keine wirklich guten empirischen Studien. Ganz abstrakt können wir sicherlich davon ausgehen, dass eine Konzentration von Besserverdienenden in einem Gebiet (rein rechnerisch) in anderen Stadtteilen zu einem erhöhten Anteil von ärmeren Haushalten führen muss - also die sozialräumliche Polarisierung in den Städten zunimmt. Vorliegende Studien zum Umzugsverhalten aus Aufwertungsgebieten zeigen jedoch, dass viele Bewohner/innen, die sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten können, versuchen eine preiswerte Wohnung in der unmittelbaren Nähe ihres bisherigen Quartiers zu finden. Diese Tendenz zu Nahwanderungen muss also nicht notwendigerweise zur Herausbildung von Problemvierteln führen - zumal ja die 'Verdrängten' durchaus unterschiedliche sozioökonomische Merkmale aufweisen können (Um eine Eigentumswohung nicht bezahlen zu können, muss ich nicht zur Unterschicht gehören). Was in Berlin in Ansätzen zu beobachten ist, sind wanderungsausgelöste Kettenverdrängungen, wenn etwa studentischen Wohngemeinschaften vom Boxhagener Platz (wegen der modernisierunsgbedingt gestiegener Miete) ausziehen und am Reuterplatz eine neue Wohung anmieten. Der Ortswechsel ist zugleich ein Statuswechsel, denn die 'Verdrängten' aus Friedrichshain können in Neukölln zu den 'Aufwertungs-Pionieren' zählen, da sie höhere Mitpreise bezahlen können, als viele Langzeitbewohner/innen dort. Die negativen Aufwertungseffekte sickern in dieser Form als Dominoeffekt durch die Stadt - die aktuellen Endstationen scheinen die Großwohnsiedlungen in Spnadau und Marzahn zu sein. Jedenfalls beobachten verschiedene Studien (z.B. Monitoring Soziale Stadt) seit eine paar Jahren einen deutlichen Konzentrationsprozess von marginbalisierten Haushalten in diesen Stadtrandquartuieren. Hartmut Häußermann warnt sogar von Pariser Verhältnissen und befürchtet dort die "Slums des 21. Jahrhunderts (bit.ly/gneOPX). Der Zusammenhang zur Gentirfication ist dabei ein systematischer, erfolgt aber (zur Zeit) nicht als unmittelbares Ursache-Wirkungs-Prinzip. Soweit, AH
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25.01.2011 | 12:48 Andrej Holm
Liebe Nelly, vielen Dank für deinen Kommentar.Ja, Stadt ist wirklich kompliziert. Sharon Zukins Ansatz hilft uns ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen. Sie unterscheidet ja ganz explizit die Formen der "ursprünglichen Authentizität" von der "Authentizität der Aneigung" - in beiden Fällen sieht sie aber ein 'Recht' Wurzeln in einem Gebiet zu schlagen, die über ein geschäftsmäßiges Konsumieren des Ortes hinausgehen. Die unterschiedlichen Aneignungsformen des Raumes produzieren dabei auch unterschiedliche Wahrnehmungen. Insofern gibt es kein 'richtigen' oder 'falschen' - aber trotzdem oft umkämpfte - Bilder von Stadtteilen. Sinnvoll erscheint es mir, diese Konkurrenzen um eine symbolische Deutungshoheit mit Fragen der sozialen Positionen, politischen und ökonomischen Macht zu verknüpfen. Zukin schreibt ja deshalb auch davon, dass Authentizitätskonstruktionen einezlener sozialer Gruppen zum Problem werden, wenn sie eine Dominanz im Viertel erlangen. Dieses Modell ließe sich theoretisch sicherlich auch auf den Fall von städtischen Abwertungsdynamiken beziehen - das war aber weder bei mir noch bei Sharon Zukin das Thema. Ein wesentlicher Unterschied dabei ist sicherlich, dass 'gutbürgerlichen Gruppen' bei einer 'Verdrängung' deutlich mehr Wahlmöglichkeiten haben. In der Praxis wehren sich ja gerade die Bewohner/innen von besseren Viertel oft sehr effektiv gegen eine Veränderung und insbesondere hohe Mietpreise erscheinen als zuverlässige Versicherung gegen eine ungewünschte Zuwanderung des Pöbels. beste Grüße, AH
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10.10.2010 | 18:56 j-ap
Lieber Andrej Holm, in dem von Ihnen zitierten Manifest »Not in Our Name, Marke Hamburg« lesen wir Erstaunliches:Wir haben in dieser Stadt immer Orte aufgesucht, die zeitweilig aus dem Markt gefalle...
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10.10.2010 | 20:45 Andrej Holm
Lieber Josef Allensteyn-Puch, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihre Mutmaßungen über die Motive der in Hamburg protestierenden Künstler/innen können wahr sein - oder auch nicht. Mir fehlen für diesen subjektiven Faktor des Protestes die Belege. Was ich im Beitrag beschrieben habe, war vielmehr die öffentliche und mediale Rezeption von Aktivitäten. Wir treffen uns möglicherweise in der Einschätzung, dass künstlerische Interventionen wie die Gänge-Viertel-Besetzung von den Standortkogiken der Unternehmerischen Stadt vereinnahmt werden (können). So ähnlich verhält es sich mit dem von Ihnen (zurecht?) belächelten Entpolitisierungs-Gejammere. Ich habe nicht von den Zielen und Selbstbildern der Aktiven geschrieben, sondern mit dem Begriff der "Depolitisierung" die medialen Spiegelungen von zwei Protestaktionen unter die Lupe genommen. Und zumindest die Biennale-Kritik in Berlin Kreuzberg kann als subversiver Akt angesehen werden, die sich beim besten Willen nicht als "Volksfront für die Standortlogik" interpretieren lässt. Viel spannender als die Schelte für andere fände ich aber ein Diskussion über die eigenen Ansätze. Ich nehme mal an, auch Sie stehen den gesellschaftlichen Verhältnissen zumindst skeptisch gegenüber und würden sie gerne verbessern/umstürzen/außer Karft setzen... Wo sehen Sie denn die Spielräume dafür - bzw. Wie können wir uns ein progressiv gesellschaftliches Handeln jenseits des von Ihnen gescholtenen "Politik" machens vorstellen? Beste Grüße, Andrej Holm p.s. Was ist eigentlich bemerkenswert daran, den Aufruf einer Mieten-Stopp-Kampagne auf dem gentrificationblog verlinkt zu sehen?
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31.07.2009 | 02:40 Andrej Holm
Lieber Benjamin, ich habe deinen Beitrag mit Interesse gelesen, war aber über deinen Argumentationsweg überrascht. Du schreibst: „Ich will der Frage nachgehen, ob sich die neueren Stadtbewegungen überhaupt mit Gentrification beschreiben lassen und ob nicht politische Akteure Gentrification politisieren und oft zum Kampfbegriff stilisieren.“ In meinem Soziologiestudium hab ich gleich in den ersten Semestern gelernt, dass es mit den objektiven Wahrheiten in der Wissenschaft nicht so weit her ist und es viel mehr darauf ankommt, die ideologischen Setzungen von Begriffen und Ansätzen auch in der Wissenschaft zu hinterfragen (siehe z.B. Horkheimer 1937/1988). Die Frage, ob sich irgendwas als „Gentrification beschreiben lässt“, hängt ja sehr stark von der Definition des Begriffs ab. So macht es einen Unterschied, ob du darunter „den vollständigen Bevölkerungsaustausch“ (Friedrichs 2000) die „Schließung von Ertragslücken“ ('rent gaps') (Smith 1979; 1996) oder die „Exklusion ärmerer Haushalte aus bestimmten Wohnvierteln“ (Marcuse 1986) verstehen willst. Wie du selbst geschrieben hast, ist Gentrification auch in den wissenschaftlichen Debatten ein umkämpfter/umstrittener Begriff – Stadtteilprotesten nun vorzuwerfen, sie würden die Gentrification empirisch nicht belegen können, erscheint mir irgendwie unlauter, solange du nicht selbst begründest, welchen Ansatz du für dich aus welchen Gründen verfolgst. Abgesehen von diesen methodologischen Problemen, zeugt deine Behauptung „Empirische Nachweise bleiben aus. Auf der Ebene des Bauchgefühls werden sanierte, saubere Fassaden sowie Baustellen auf Straßen schnell zum Indikator für Gentrifizierungsprozesse...“ von einer nur oberflächlichen Beschäftigung mit der Berliner Gentrificationkritik. Sowohl in wissenschaftlichen Arbeiten (Krajewski 2006, Holm 2002, 2006) und administrativen Studien (PFE 2008, Topos 2008) also auch in bewegungsnahen Publikationen (Linde 2006) sind die deutlichen Tendenzen von Aufwertung und Verdrängung mit statistischen Materialien zu Bevölkerungsstrukturen, Wanderungsbewegungen und Wohnungsmarktdynamiken ausführlich belegt worden – das von dir behauptete Bauchgefühl scheint mir selbst einem solchen zu entspringen. So wie ich die akademischen/planerischen/politischen Debatten verstehe, geht es in der Regel darum, die kritischen Perspektive aus der Gentrificationforschung zu bannen (Slater 2006) oder den Prozess der Verdrängung zu leugnen. Vielleicht hat ja Jürgen Friedrichs mit seiner Modell-Definition des „vollständigen Austausches“ versucht, Gentrification als 'Kampfbegriff' gegen die Gentrificationkritik zu 'politisieren', weil es in seiner Definition eben nie einen empirischen Beleg für einen echten/abgeschlossenen/vollständigen Gentrificationprozess geben kann. Neil Smith hat die Versuche der Tabuisierung des Gentrificationbegriffs sehr schön zusammengefasst: "Gerade weil die Sprache der Gentrification uns die Wahrheit über die mit der ‘Regeneration’ der Stadt verbundenen Klassenverschiebungen benennt, ist es für Immobilienentwickler/innen, Politiker/innen und Finanzakteur/innen zu einem dirty word geworden” (Smith 2002: 445). (Etwas ausführlicher zu den ideologisch aufgeladenen Debatten siehe Holm 2008) Vermutlich unfreiwillig hast du dich mit deiner Argumentation in ein ebensolches Fahrwasser begeben. Statt ausgerechnet den Stadtteilbewegungen das „Politisieren“ vorzuwerfen (was wäre daran so schlecht, schließlich verstehend sich auch städtische Proteste meist als politische Bewegungen?) wäre es aus meiner Perspektive spannender, sich die hegemonialen Abwehrstrategien der Immobilienverwertungsblöcke gegen diese Protestbewegungen anzuschauen. Insbesondere den abwiegelnden Diskurse um die sozialen Kosten von Aufwertung zu vertuschen, kommt dabei eine zentraler Stellenwert zu. Bis weit in die akademischen Debatten hinein sprechen ja viele lieber von „Reurbanisierung" oder "Revitalisierung", um nicht das "dirty-g-word" zu benutzen. Klingt ja auch irgendwie schöner... Verdrängung scheint mir in den aktuellen stadtpolitischen Debatten eines der letzten Tabus zu sein. In den meisten anderen Bereichen ist ja eine regelrechte Schamlosigkeit von neoliberalen Positionen zu beobachten. So gibt es schon lange keine Aufregung mehr, wenn öffentliche Flächen privatisiert, Planungskompetenzen an Investoren übertragen oder Innenstädte in Einkaufszonen verwandelt werden sollen. Stadtpolitiken, für die sich Verantwortliche noch vor 15 Jahren mit erheblichen Verrenkungen hätten rechtfertigen müssen, gehören heute zum Standard. 'Verdrängung' konnte noch nicht in die Hegemonie der neoliberalen Stadtpolitik integriert werden und steht immer noch für die schmutzige Seite der Stadtplanung, an die Verwaltungen, Stadtpolitiker/innen und Investor/innen nur ungern (und leider viel zu selten) erinnert werden. Ein kritische Wissenschaft sollte sich daher nicht auf Fragestellungen beschränken, „die sich mit der Reproduktion des Lebens innerhalb der gegenwärtigen Gesellschaft ergeben“ (Horkheimer 1937/1988: 217), sondern öfter mal den Finger in die Wunden der gesellschaftlichen Widersprüche stecken. Ein soziologischer Beitrag könnte z.B. darin bestehen, die von dir beanstandeten Defiziten bei der empirischen Beschreibung städtischer Veränderungsprozessen zu schließen. Deine Vermutungen über Milieus und Lebensstile stehen leider eher für den Trend der Kulturalisierung soziale/sozialwissenschaftlicher Debatten, die in der Tendenz soziale Differenzen, Brüche und Konflikte und ihre politischen/ökonomischen Grundlagen verschleiern. Schade eigentlich, wo du dich für ein eigentlich ziemlich spannendes Thema entschieden hast. p.s. Ach ja, was schlecht daran sein soll wenn sich „Pionieren mit sozial Schwachen solidarisieren und als Verteidiger des Kiezes aufspielen“ hab ich nicht so ganz verstanden. Besser als wenn sich ihre tragische Rolle (als Motoren und Opfer der Aufwertung) in affirmativem Nichtstun ausleben würde. Es dürfen ja nicht nur die direkt Betroffenen in gesellschaftlichen Konflikten Stellung beziehen, oder? Deine Argumentation klingt ein bisschen so, als ob künftig auch nur noch Angehörige der Bundeswehr gegen Kriegseinsätze demonstrieren dürften – und dass kannst du unmöglich so gemeint haben... Literatur: Friedrichs, Jürgen 2000: Gentrification, in: Häußermann, H. (Hg.): Großstadt. Soziologische Stichworte. Opladen: Leske+Budrich S. 57-66. Holm, Andrej 2002: Stadterneuerung in Ostberlin: Wer bleibt, wer geht und vor allem warum? Prozessual bedingte Differenzierung von Beteiligungschancen an der Stadterneuerung. In: Christine Hannemann; Sigrun Kabisch und Christine Weiske (Hg.): Neue Länder - Neue Sitten? Transformationsprozesse in Städten und Regionen Ostdeutschlands. Berlin: Schelsky&Jeep, 184-205 Holm, Andrej 2006: Die Restrukturierung des Raumes. Machtverhältnisse in der Stadterneuerung der 90er Jahre in Ostberlin. Bielefeld: transcript-Verlag Holm; Andrej 2008: Vom umkämpften Raum zum umkämpften Begriff. Gentrification, neoliberale Stadtpolitik und Widerstand. In: Analyse&Kritik 526, 27 Horkheimer, Max. 1937/1988. Traditionelle und kritische Theorie. In, Gesammelte Schriften Bd. 4. Frankfurt a.M.: Fischer Taschenbuch, pp. 162-25. Koordinationsbüro zur Unterstützung der Stadterneuerung in Berlin 2009: Die Sanierung der Rosenthaler Vorstadt 1994-2009 – Prozess und Ergebnisse. Berlin: Koordinationsbüro Krajewski, Christian 2006: Urbane Transformationsprozesse in zentrumsnahen Stadtquartieren – Gentrifizierung und innere Differenzierung am Beispiel der Spandauer Vorstadt und der Rosenthaler Vorstadt in Berlin. Münster: Institut für Geographie Linde, Christian 2006: Der Wohnungsmarkt in Friedrichshain ist für ALG-II-Beziehende leer gefegt. In: MieterEcho, Zeitschrift der Berliner MieterGemeinschaft, 319/2006, 6-7 Marcuse, Peter (1986): Abandonment, Gentrification, and displacement: the linkages in New York City. In: Smith, Neil; Williams, Peter (eds.): Gentrification of the City. London: Unwin Hyman, 153-177 PFE (Büro für Stadtplanung, -Forschung und-Erneuerung) 2008: Sanierungsgebiet Kollwitzplatz 2008, Studie im Auftrag des Bezirksamtes Pankow. Berlin Slater, Tom (2006): The Eviction of Critical Perspectives from Gentrification Research. In: International Journal of Urban and Regional Research 30.4, 737-57 Smith, Neil (1979): Toward a Theory of Gentrification: A Back to the City Movement by Capital, not by People, in: Journal of American Planning Association 45(4), pp. 538-548 Smith, Neil (1996): The New Urban Frontier. Gentrification and the Revanchist City. Smith, Neil (2002): New globalism, new urbanism: gentrification as global urban strategy. Antipode 34, 427–50 Topos Stadtplanung 2008: Sozialstruktur und Mietentwicklung in den Milieuschutzgebieten von Kreuzberg (Luisenstadt, Gräfestraße, Bergmannstraße-Nord. Untersuchung im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Amt für Stadtplanung und Vermessung
Kommentar zu

Das Vergehen der Bier-Boheme

Kultur | 20.04.2009 | 12:55 Annett Gröschner
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28.04.2009 | 12:26 Andrej Holm
Biertrinken kannst du überall... Seit gestern wissen wir, dass die Sanierung am Kollwitzplatz ein voller Erfolg für die Stadterneuerung war und das wir unser Bier künftig in Marzahn trinken sollen... So jedenfalls mein Resumee einer Veranstaltung zur Austellung "15 Jahre Stadterneuerung am Kollwitzplatz" Unter den Fragestellung “Kollwitzplatz: Aufwertung oder Gentrification?” fand am Monatg (27.04.09) eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung zur Aufhebung der Sanierungssatzung im ehemaligen Sanierungsgebiet Kollwitzplatz in Berlin Prenzlauer Berg statt. Auf der Basis der abschließenden Sozialstudie von PFE diskutierten verschiedene Expert/innen und Sanierungsbeteiligte über die Einschätzung des Wandels in den vergangenen 15 Jahren. Erwartungsgemäß waren die Positionen sehr unterschiedlich und reichten von der Einschätzung einer “sozialen Stabilisierung” (Hannemann/ S.T.E.R.N.) und eines “moderaten Wandels” (Prof. Häußermann) über das obligatorischen “halbvolle Glas” (Winters/S.T.E.R.N.) und bishin zum Gentrificationbefund (ich selbst). Das Zitat des Abends landete jedoch Wolf Schulgen (Abteilungsleiter bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung): Die ganze Sanierung sei ein voller Erfolg, denn ganz offensichtlich fühlen sich die Leute hier ja wohl. Der Kollwitzplatz sei durch die Stadterneuerung zu einem lebenswerten Kiez geworden und auch Probleme mit den steigenden Mieten sind nicht wirklich dramatisch. Schließlich gibt es in anderen Gebieten der Stadt ja preisgünstige Alternativen. Wen Herr Schulgen wohin schicken will, wenns in Prenzlauer Berg mal knapp wird mit der Mietzahlungsfähigkeit, hat er uns auch verraten: “… ist die Platte denn unzumutbar? Die war doch früher auch ganz beliebt bei denen.” Mehr zulesen gibt es hier: gentrificationblog.wordpress.com/2009/04/27/kollwitzplatz-aufwertung-oder-gentrification/
Andrej Holm
Ostberliner | Sozialwissenschaftler | aktiv in verschiedenen Stadtteil- und Mieterinitiativen
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Logbuch
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freedom of speech? hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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musica hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Don Quijote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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delloc hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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rago42 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

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