08.03.2011 | 20:07

Was? Keine Kapern?

Am zweiten Weihnachtstag telefonierte ich mit der Verwandtschaft und ein Cousin erzählte mir am Telefon von einer alten Werbung für das Getränk Frauengold, das die Frauen damals friedlich stimmen, also in erster Linie – ähnlich wie auch Klosterfrau Melissengeist – betrunken machen sollte. 
In Frauengold befand sich zudem laut Wikipedia ein krebsfördernder und nierenschädigender Stoff. In den 1960er Jahren stieg offenbar die Nachfrage nach solchen Produkten, weil diese die Doppelbelastsung durch Haushalt und Beruf vermeintlich erleichtern konnten.

 

 

Seit ich den Spot gesehen habe, ist "Was? Keine Kapern?" bei mir zu einem geflügelten Wort geworden. Und auch "Hallo? Frauengold nehmen!" taucht so manches Mal in meinem Sprachschatz auf. 

Während ich an Weihnachten über diese Werbung und auch den Folgespot nachdachte – und mir kaum vorzustellen vermochte, dass dies die Welt war, in der meine Eltern aufgewachsen sind – fiel mir ein Buch ein, das bei meiner Oma im Regal stand. Als ich nun vor ein paar Wochen dort war, habe ich es eingepackt und überlege seither, wie und ob ich darüber überhaupt schreiben kann. Denn ähnlich wie bei der Werbung, bringt es mich zwar zum Lachen, doch was bleibt, ist ein deprimierendes Gefühl. Es heißt Mach mich glücklich! und ist von 1959.

 

 

"Ein Aufklärungswerk, das nicht enttäuscht. Intime Fragen und Antworten, über die man sonst nicht spricht."

 

Zwar tut das Buch so, als behandle es Mann und Frau gleichwertig, der Autor unterstellt den Frauen, sie seien emanzipiert und er beleuchtet durchaus auch die Aufgaben und Pflichten des Mannes. Aber es ist beinahe egal, an welcher Stelle man das Buch öffnet und darin liest, die Texte erscheinen grotesk und zum Teil gar menschenverachtend, wenn beispielsweise Homosexualität oder vermeintlich abnormale sexuelle Bedürfnisse angesprochen werden. Ich kann mir dennoch sehr gut vorstellen, dass gerade die Kapitel, die sich mit Sexualität ("Der männliche und der weibliche Körper und ihre Liebesorgane", "Das Liebesspiel") großer Beliebtheit erfreuten.

Das Buch beinhaltet zudem ein paar Seiten mit Bildern und recht absurden Unterschriften. 

 

"Gleichberechtigung und biologische Gesetze

Diese Tatsachen gelten auch heute noch, wo so viele Frauen ebenfalls einen Beruf ausüben und zur Ernährung der Familie beitragen. Da die Zivilisation der Frau Aufgaben zugewiesen hat, die sie kaum meistern kann – wir werden das noch eingehend begründen – muß ihr Liebeserlebnis, wenn sie nicht verkümmern will, um so inniger und nachhaltiger sein. Wie weit auch die "Gleichberechtigung" von Mann und Frau noch getrieben werden wird, ja sogar wenn die Frau tatsächlich einmal die Leitung des Staatsgeschicks übernähme..., niemals wird deshalb das biologische Gesetz außer Kraft treten. Immer wird die Frau körperlich schwächer als der Mann und trotzdem liebesbereiter und liebeskräftiger sein als er! Wo in einer Ehe das nicht der Fall ist, sollte der Gattte mit sich zu Rate gehen, ob er wirklich alles getan hat, um seiner Frau Erfüllung zu schenken."

 

 

 

"Die selbstbewußte Frau

Die selbständig und selbstbewußt gewordene Frau neigt dazu, in der Ehe das Zepter zu führen. So weit, so gut, wenn das bedeutet, daß der mit Arbeit zumeist überhäufte Gatte dadurch entlastet wird und keine allzu krassen Eingriffe in seine Sphären vorkommen. [...] Nein, ich spreche hier von der normalen Ehe, in der Mann und Frau ihre traditionellen Rollen und Pflichten haben. In einer solchen Normalehe sollte sich die Frau in den rein männlichen Aufgabengebieten der Führung ihres Gatten anvertrauen, wie auch der Mann in den rein weiblichen Gebieten der Frau die Führung zugestehen wird. [...] Gewiß kann und soll die Frau dem Gatten auch in geschäftlichen Dingen raten; alle seine Entscheidungen aber zu kritisieren oder ihm (unvermeidliche) Fehler dauernd vorzuhalten, ist die sicherste Methode, eine Ehe zu ruinieren."

 

 

"Die Frau will es nicht wahrhaben...

In meine Praxis kommen immer mehr Frauen, die mit den harten Tatsachen des modernen Lebens einfach nicht mehr fertig werden. Es ist oft erschütternd, sie anzuhören. "Sagen Sie doch, Herr Doktor, daß es nicht wahr ist!" bat mich erst kürzlich eine von ihnen flehend. Sie hatte einen Film über Hiroshima gesehen. [...] Wenn Frauen die Zusammenhänge zwischen dem Tod ihrer Männer und Söhne in Kriegen und gewissen Börsenmanövern oder die Hintergründe wohltätiger Stiftungen und die Art der Verwendung von Stiftungsgeldern kennenlernen, wenn sie erfahren, wie viele Heilmittel die Gesundheit beinträchtigen, damit ihre Hersteller in Freuden leben können und Macht ausüben; wenn sie herausfinden, wie viele Helden der Nation in Wahrheit Verderber des Volkes gewesen sind, dann ziehen sie daraus den Schluß, daß der Mensch und alles in der Welt von Grund auf schlecht sei. Dagegen macht sich der aufrechte Mann daran, die Dinge zu bessern. Das ist nun der Frau dank ihrer noch immer viel schwächeren Position in der Gesellschaft versagt. Sie flüchtet in Resignation und glaubt zum Schluß gar nichts mehr.
Das ist auch der Grund dafür, daß Frauen "Stücke und Bücher mit schlechtem Ausgang" (abgesehen von den "schönen Tränen" nach einem Rührstück) nicht mögen. Emile Zola, Fedor Dostojewski oder Knut Hamsun sind trotz ihres hohen dichterischen Ranges beim weiblichen Geschlecht denkbar unbeliebt. Sie haben nicht nur unhaltbare Zustände gegeißelt und Gesellschaftsformen angegriffen, sondern die Beweggründe des menschlichen Tun und Handelns so bloßgelegt, daß die Leserinnen Abscheu vor sich selbst bekamen.

 

Soll die Frau "unwissend" gehalten werden?

Kenner der weiblichen Psyche wünschen daher, daß man der Frau die Kenntnis der Greueltaten, Korruptionen, Perfidien und Schurkenstreiche erspart, damit sie nicht unheilbaren Schaden an ihrem Gemüte nähme und daß man ihr auch die Einsicht in die Tücken des menschlichen Charakters vorenthalte. [...] Tatsächlich ist die Durchschnittsfrau ja von konsequenter Überlegung frei. Sie lebt zum Teil noch vegetativ. [...]"

 

 

 

 

"Höchster Wunsch der Frau: Geborgenheit

Nein, der Fortschritt hat ihnen nichts Beneidenswertes gebracht. Sie mögen über die Abhängigkeit der Großmütter von den Großvätern die Achsel zucken und ihre gewonnen Freiheiten rühmen. Aber am Grunde ihres Herzens beneiden sie die frühren Frauengenereationen um ihrer Geborgenheit willen.
Sie beneiden sie aber im stillen auch darum, dass sie so behütet waren. Vor fünfzig Jahren trugen die Männer ihre Kämpfe noch unter sich aus. "Das ist nichts für Frauen", sagten sie, wenn etwas Schmutziges oder Widerwärtiges ans Tageslicht kam, und verschlossen die Türen. Sie mochten ihre Frauen oft wie Kinder behandeln, und die emanzipierten Geschöpfe von heutzutage sehen das als entehrend an. Aber dafür bewahrte die Frau ihre Kindlichkeit – unter Umständen ein ganzes Leben. [...]"

 

Gut ging es mir nicht, während ich all dies abtippte. Und vor kurzem stieß ich im Netz auf eine Seite mit gar seltsamen alten Werbeanzeigen:

 

 

 

 

Natürlich ist es mir nicht egal, wie die Situation für uns Frauen heute ist. Aber ich möchte nicht immer hören, dass sich nichts geändert hat seit damals und stattdessen auch einmal ein wenig optimistisch in die Zukunft blicken. Ich bin trotz vieler Widrigkeiten glücklich, jetzt zu leben.

Feiern möchte ich den heutigen Tag mit einem Stück von Beth Ditto. Jörg Augsburg hat hier bereits über ihre neue Solo-EP geschrieben, die mich in ihrer wundervollen Discohaftigkeit im Gegensatz zu den Gossip-Stücken so gar nicht nervt. Und weil das hier ein Blog ist, kann ich es mir grinsend erlauben, auch auf den Artikel in der Zeit zu verlinken, wo man sich das Stück anhören kann, dem ich seit gestern völlig verfallen bin: Open Heart Surgery.

Alles Liebe zum Frauentag, Ladies!

 

 
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Kommentare
Magda schrieb am 08.03.2011 um 20:24
Danke, danke. Besonders tiefen Dank für dieses herrliche Zitat:

"Tatsächlich ist die Durchschnittsfrau ja von konsequenter Überlegung frei. Sie lebt zum Teil noch vegetativ. [...]""

Die Frau ist eine einzige Vegetation, sag ich doch.

Die Frauengold-Werbung zeigen sie dieser Tage auch immer mal im Fernsehen, damit wir sehen, wie weit wir schon gekommen sind.
Waldkönigin schrieb am 08.03.2011 um 20:29
Danke :) Gleichfalls alles Liebe

Das waren ja Sitten und Meinungen zur damaligen Zeit... Wie die Zeiten sich wandeln..

Es liegt aber leider immer noch einiges im Argen. Traurig, aber wahr.
KalleWirsch schrieb am 08.03.2011 um 20:32
"Tatsächlich ist die Durchschnittsfrau ja von konsequenter Überlegung frei. Sie lebt zum Teil noch vegetativ. "

Das ist mein Lielingssatz. Herrlich ;)

Die Passage über Homosexualität und andere Scheußlichkeiten würde mich sehr interessieren. Vielleicht lieferst du die ja noch nach?

Den anderen Frauengoldspot finde ich auch toll. Nicht Lenor hat das weibliche Gewissen erfunden, nein es war Frauengold.

Maike Hank schrieb am 09.03.2011 um 10:47
Lieber Kalle,

ich habe mit Widerwillen noch etwas für dich abgetippt:

"Die homsoexuelle Persönlichkeit ist bei eindeutiger Geschlechtszugehörigkeit durch das Auftreten von körperlichen Merkmalen gekennzeichnet, die normalerweise Charakteristika des anderen Geschlechts sind; so etwa beim Mann eine hohe Stimme, fehlender oder schwacher Bartwuchs, die Entwicklung von Brüsten, weibliche Beckenknochen und Fettverteilung, Neigung zu weiblicher Kleidung und Berufen um. Bei homoerotischen Frauen finden wir im Gegensatz dazu eine rauhere Stimme, stärkere Behaarung, starke Muskelbildung bei geringerem Fettansatz und nur die Andeutung eines Busens, dafür aber einen breiten Schultergürtel. Auch tragen sie gerne männliche Kleidung. Es sind homosexuelle Familien bekannt, in denen sich solche Merkmale gleichgeschlechtlicher Veranlagung vererben. Wahrscheinlich ist das auf eine hormonale Fehlleistung der Keimdrüsen zurückzuführen, die heute durch feinste Dosierungen sorgsam ausgewählter Arzneien zu beheben ist. Es gehören also gerade homosexuelle Männer oder Frauen in Behandlung!

[...]

Gleichgeschlechtlicher Verkehr widerspricht also dem Sinn der Verschiedenartigkeit der Geschlechter. Nähme er überhand, würde er den Bestand der zivilisierten Völker gefährden. Normale, gesunde Männer und Frauen haben nicht nur den Wunsch, sondern auch die Verpflichtung, Kinder zu zeugen und zu gebären. Eine andersartige geschlechtliche Betätigung richtet sich letztlich gegen das Gesetz, unter dem die menschliche Rasse steht."
KalleWirsch schrieb am 09.03.2011 um 11:05
Danke für die Überwindung.
Dieses Wissen stürzt mich in eine Indentitätskrise. Bin ich etwa heterosexuell. OMG ;)))

Aber im Ernst:
Mich würde interessieren welche Pillen da verordnet wurden. In den USA waren zu der Zeit Elektroschocktherapien ja sehr hip.
Interessant ist auch, dass die angesprochenen femininen Schwulen und maskulinen Lesben heute noch verpönt sind und auch innerhalb der schwullesbischen Community diskriminiert werden. Ich kann die Male gar nicht zählen, wie oft ich mich deswegen, vornehmlich mit Schwulen, gestritten habe.
Knüppel schrieb am 09.03.2011 um 11:53
@Maike Hank
Danke auch von mir für diese Ergänzung des Blogs.

@KalleWirsch
"(...) Ich kann die Male gar nicht zählen, wie oft ich mich deswegen, vornehmlich mit Schwulen, gestritten habe ..."

Dann geht es Dir, in dieser Beziehung, so ähnlich wie mir.

Das genau dieser Punkt durchaus "ambivalent" gesehen werden kann, versuche ich kurz zu erklären:
In (noch nicht sooo lange) vergangenen Zeiten, war es heterosexuellen Männern nur dann "möglich" homosexuelle Männer irgendwie zu dulden (ohne nicht sofort in Selbstzweifel, angesichts ihrer gesellschaftlich "vorgegebenen" Geschlechterrolle. zu verfallen) wenn

a) diese (schwulen Männer) sofort und eindeutig als nicht heterosexuell zu identifizieren waren (also, in ihrer verqueren Sicht, eine mehr weibliche, als männliche Erscheinung zeigten) und damit der

b) "Verdacht", homosexuelle Männer könnten u.U. genauso aussehen, wie "man selbst" (als heterosexueller Mann) vollständig auszuschließen war.

c) Dass viele schwule Männer, um in einer derart heteronormativ geprägten aggressiven Umgebung überleben zu können (ich meine das Überleben jetzt durchaus wörtlich!), versuchten dieses, von heterosexuellen Männern gepflegte, Klischee (oft bis zur Überzeichnung) zu erfüllen, war noch in den 1950er und 1960er Jahren mehr die "schwule Norm", als viele heute erinnern.

d) Ich habe für mich aber gelernt, mich inzwischen sehr wenig darum zu kümmern, was Heterosexuelle von einem Homosexuellen erwarten (Optik, Verhalten etc.), weil ich nicht lebe, um heterosexuelle Erwartungen zu erfüllen oder zu bestätigen :-)

e) Andererseits genieße ich geradezu die Gesellschaft von sehr weiblichen Männern und sehr männlichen Frauen, weil ich diese Persönlichkeitsmerkmale als ungemein bereichernd und interessant empfinde.

Beste Grüße
sowohl an Maike Hank (für die Mühe),
als auch an KalleWirsch (für seine Geduld, meinen, mal wieder leicht ausufernden, Kommentar zu lesen :-) )

A x e l (akas SexPower)
Maike Hank schrieb am 09.03.2011 um 12:09
So wirklich was gefunden habe ich auf die Schnelle gerade nicht. Aber beispielsweise dies hier. (Und noch diverse Methoden der Verhaltenstherapie.. grrr.)
KalleWirsch schrieb am 09.03.2011 um 12:34
@SP

Na solange die ausufernden Kommentare nicht zu anderen Ufern ausufern ist ja alles im grünen Bereich;)

Es ist eben eine Frage des Selbstwertgefühls. Viele Schwule (Lesben sind da meinen persönlichen erfahrungen nach weiter) empfinden es als Kompliment, wenn man sagt: Wie du ist schwul, hätte ich gar nicht gedacht.
Für mich ist das ein Affront und ich spreche das meist an. Wie ist man denn, wenn man schwul ist? Wie ist man, wenn man heterosexuell ist? Meist kommt dann ein: Na du weißt schon. - Nein, weiß ich nicht. Und ich bin gerne schwul und ich habe üerhaupt kein Problem damit, wenn man das merkt.
Auch beliebt und von mir gehasst, mich zum Homoexperten zu machen. Glaubst du, dass X schwul ist? Solange X für mich nicht als Sexpartner in Frage kommt, interresiert mich das überhaupt nicht. Da ich in einer 11jährigen Beziehung lebe ist diese Frage für mich irrellevant. Das thematisiere ich auch gerne oder ich starte die Gegenfrage (am wirkungsvollsten): Glaubst du, dass Y hetero ist?
Dann ist das Thema meist vom Tisch.

Ich glaube, ich schweife ab.
Knüppel schrieb am 09.03.2011 um 14:17
@KalleWirsch

Nicht ausufernd? ..., doch, doch, dafür bin ich durchaus berüchtigt :-)

"(...) Ich glaube, ich schweife ab ..."

Finde ich nicht, Dein Kommentar hat mich interessiert!

Zu den, von Dir angeführten Gegenfragen. Ich habe da auch so einige parat:

Schreibt oder spricht jemand von "seiner oder ihrer sexuellen Neigung" (wenn von Homosexualität die Rede ist), dann neige ich dazu :-) die heterosexuelle Identität/Ausrichtung/Orientierung des Gesprächspartners ebenfalls als "sexuelle Neigung" zu verulken. Hilft manchmal zum Verständnis.

Oder jemand fragt: "Seit wann weißt Du denn, dass Du auf Männer stehst?". Meine Gegenfrage: "Und seit wann weißt Du, dass Du auf Frauen stehst?" ... EBEN!

So, mein Karnevalsurlaub geht zu Ende, morgen muss ich wieder arbeiten und werde aus Zeitgründen entsprechend weniger lesen und kommentieren können.

Off topic
Was da in den vergangenen Tagen bei ZEIT-ONLINE abgelaufen ist (in den Kommentarbereichen bzgl. der Sperrung und Verabschiedung von Usern) geht auf keine Kuhhaut :-) und ..., weil ich dort auch sehr lange geschrieben habe, hat es mich interessiert aber genauso abgestoßen ...
community.zeit.de/user/declareinit/beitrag/2011/03/08/werte-redaktion

community.zeit.de/user/declareinit/beitrag/2011/03/07/werte-zoredaktion

community.zeit.de/user/damevonwelt/beitrag/2011/03/07/zeitgut-xl-erich-gengerke

community.zeit.de/user/gerhard-stenkamp/beitrag/2011/03/09/selbstmordgedanken

Tschüß
SP
Maike Hank schrieb am 09.03.2011 um 14:20
(Hildegunst von Mythenmetz ->)
claudia schrieb am 09.03.2011 um 14:44
>>"Die homsoexuelle Persönlichkeit ist bei eindeutiger Geschlechtszugehörigkeit durch das Auftreten von körperlichen Merkmalen gekennzeichnet, die normalerweise Charakteristika des anderen Geschlechts sind;…<<
Das geht wahrscheinlich auf Magnus Hirschfeld zurück. Hirschfeld benutzte Intersexualität zur Entkriminalisierung von homosexueller Partnerwahl. Die Umkehrung von „Homosexualität ist eine Art Intersexualität“ zu „Homosexuelle erkennt man an körperlichen Merkmalen“ erfolgte rasch. Noch in den 60er Jahren galt das als Allgemeinwissen.
Wer sich mal etwas eingehender mit Intersexualität beschäftigt, kann darauf kommen, dass die physischen Übergänge zwischen „männlich“ und „weiblich“ fliessend sind. Je grösser die Abweichung von propagierten Genderkörper, um so seltener ist sie. Andererseits wurde der Anspruch an den Genderkörper immer höher geschraubt: Was zum Beispiel vor 50 Jahren ein normal weiblicher Behaarungstyp war, ist schon lange nicht mehr gesellschaftskonform: „Ladyshave“ oder Enthaarungscreme machens möglich…

>>Mich würde interessieren welche Pillen da verordnet wurden.<<
Seit Ende der 30er Jahre sind sogenannte Geschlechtshormone verfügbar. Das sind Östradiol und Testosteron (etwas später auch Gestagene für Antibabypille, aber das ist diesem Zusammnhang weniger interessant.) Testosteron nicht als „Pille“, sondern als Spritze.
Körperliche Abweichungen vom eingetragenen Geschlecht wurden und werden mit mit diesen Hormonen "korrigiert", auch heute noch oft recht autoritär ohne umfassende Aufklärung. Falls bei der Geburt körperliche Abweichungen auffallen, werden diese häufig gleich beim Kleinkind opertiert (Dass oft ist ein schweres Trauma die Folge ist wird bagatellisiert.)
Aufgrund der erwähnten umgekehrten Interpretation der Hischfeldschen "Zwischenstufen" lag wohl der Gedanke nahe, bei körperlich nicht sehr auffälligen Menschen, deren Partnerwahl dem eingetragenen Geschlecht "entgegen steht", dies hormonell "korrigieren" zu können.

Dass die Steroidhormone die sexuelle Präferenz prägen, kann als widerlegt gelten: Bei der „Transsexuellenbehandlung“ wird der Hormonstatus geändert, aber die Partnerwahl ändert sich bei der Mehrzahl nicht.

---
>>Normale, gesunde Männer und Frauen haben nicht nur den Wunsch, sondern auch die Verpflichtung, Kinder zu zeugen und zu gebären.<<
Das klappt ja:
www.weltbevoelkerung.de/info-service/weltbevoelkerungsuhr.php?navid=3
j-ap schrieb am 08.03.2011 um 20:49
Frauengold? Ich kenne nur Handelsgold Nr. 100 — der Wirtschaftswunderstumpen schlechthin, heutzutage nur mehr von Proletariern geraucht.

Woran liegt es übrigens, daß man bis heute viel zu wenige Frauen mit Zigarre sieht? An der alten Nazi-Propaganda (»Die deutsche Frau raucht nicht«)? An der geradezu obszönen oralerotischen Komponente?
KalleWirsch schrieb am 08.03.2011 um 21:01
Hier darf Mutti zumindest mitrauchen.

www.youtube.com/watch?v=2qL5T2SyzQg&feature=related
luggi schrieb am 08.03.2011 um 21:03
Viele Frauen rauchen in dem Glauben, dass rauchen schlank macht; da sind dicke Zigarren kontraproduktiv.
Uwe Kampmann schrieb am 08.03.2011 um 21:14
Zigarrenrauchen macht schlank, man muss nur ständig an der Zigarre ziehen, so das kein Löffel in den Hals passt. Ich biete dazu eigenes Anschauungsmaterial.

www.youtube.com/watch?v=Wc8ud3mRBI8
Uwe Kampmann schrieb am 08.03.2011 um 20:59
Was ? Keine Kapern ? Ich bestehe auf Kapern. Königsberger Klopse ohne Kapern wären für mich ein Scheidungsgrund.
apatit schrieb am 09.03.2011 um 07:29
... zum 8. März bekommen alle meine Frauen in der Familie etwas, Blumen sind immer dabei. Mein Nachbar aus Bayern hat auch an den Tag gedacht. So wächst doch noch zusammen was zusammen gehört...
apatit schrieb am 09.03.2011 um 07:29
... zum 8. März bekommen alle meine Frauen in der Familie etwas, Blumen sind immer dabei. Mein Nachbar aus Bayern hat auch an den Tag gedacht. So wächst doch noch zusammen was zusammen gehört...
indyjane schrieb am 09.03.2011 um 09:57
KalleWirsch schrieb am 09.03.2011 um 10:45
Sehr schön kann man auch die Rolle der Frau in den 60ern in meiner zweit liebsten TV Serie Mad Men betrachten. Lief, glaube ich, bei ZDF neo. Ich habe es auf DVD geguckt und würde das auch empfehlen.
Richard der Hayek schrieb am 09.03.2011 um 11:34
Richard der Hayek schrieb am 09.03.2011 um 12:30
Da sieht man auch, wie wichtig die Emanzipation war: daß die Frauen Autofahren lernen und solche Sendungen unnötig wurden.
claudia schrieb am 09.03.2011 um 13:55
>>...daß die Frauen Autofahren lernen...<<
Genau, seit ca 40 Jahren ist eine Frau ohne Automobil wie ein Fisch ohne Fahrrad.
Es muss aber ein "Frauenauto" sein: Klein und niedlich und mit grosser Heckklappe fürs Verstauen der Einkäufe.
Frauen, die mit einem BMW 700 oder Porsche herumberttern sind doch irgendwie verdächtig... :-)
Richard der Hayek schrieb am 09.03.2011 um 14:19
Klingt interessant, aber so genau kenne ich mich da leider nicht aus.
Allerdings denke ich mir, daß sich ein Chauvinist denken könnte, der Porsche gehört bestimmt ihrem Mann,
KalleWirsch schrieb am 09.03.2011 um 17:25
...oder sie ist lesbisch. Anständige Frauen fahren Smart.
Richard der Hayek schrieb am 09.03.2011 um 20:09
Wenn der Insider spricht, kann der Amateur nur noch gebannt lauschen.
Jan Fremder schrieb am 09.03.2011 um 12:13
Ja, kein Wunder dass die Ehen früher länger gehalten haben -
die Biester wurden mit Schnaps sediert...

Spaß beiseite, spätestens Teil 2 des ersten Spots bringt mehr von dem Drama zutage als es alle "Emmanzen" je vermitteln könnten. Was für eine üble Zeit. Das war also der freie demokratische Westen.
KalleWirsch schrieb am 09.03.2011 um 13:47
Ich habe das Video schon in einem anderen Blog gepostet, aber es passt so schön. In Österreich stehen nach Ansicht des Bundesheeres die Frauen noch fest an der Seite des Mannes. Ausschlagebendes Kriterium bei der Männerwahl ist hier, wer den Längsten hat.

This is real - No Fake

Maike Hank schrieb am 09.03.2011 um 14:05
Ich **** gleich..
Maike Hank
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