Positiver Effekt vom Klimawandel & Co.?

Ökologisches Bewusstein Das Konsumverhalten der Deutschen ändert sich deutlich, die Zeiten in denen wir unsere Lebensmittel möglichst billig eingekauft haben sind vorbei.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Das belegen die Zahlen der letzten Jahre, der Deutsche legt mehr Wert auf Qualität & Öko als auf den Preis. Über die letzten 50 Jahren Jahre galt Deutschland als eines der kompliziertesten Märkte in Europa in Bereich Lebensmittel. Große Konzerne mit weltweit funktionierenden Absatzstrategien wie beispielsweise Walmart haben sich schon in Deutschland die Zähne ausgebissen, der Deutsche mochte es einfach möglichst preiswert. Dieses Verhalten befindet sich nun im Wandel und ich denke es ist gut. Denn es wird mehr auf Nachhaltigkeit, Ökologie und Qualität geachtet, was nicht nur der allgemeinen Gesundheit zugute kommt, sondern auch dem Klima etc.

Nun die Zahlen

Rund 55 Prozent der Verbraucher und Verbraucherinnen achten beim Einkauf auf die Qualität. Lediglich 45 Prozent haben in erster Linie den Preis der Ware im Blick. Vor rund zehn Jahren war dieses Verhältnis noch genau andersrum. Der Preis war deutlich wichtiger als die Qualität des Produktes. Vor allem auch jüngere Konsumenten und Konsumentinnen achten vermehrt auf die Regionalität, die Frische, die handwerkliche Herstellung sowie die Unterstützung kleinerer Produzenten. So belegt es eine Studie.

Im vergangenen Jahr, so die GfK, wurden weniger Konsumgüter verkauft, dafür jedoch höherwertige Produkte. Die Reallöhne in Deutschland wachsen, wodurch dieser Trend ideal unterstützt wird. 2009 gaben lediglich 27 Prozent auf die Frage, ob die sich "fast alles leisten können" an, dass dies der Fall ist, so liegt der Prozentsatz inzwischen bei 42. Auch der Prozentsatz jener Haushalte, die angaben, dass sie sich "fast nichts mehr leisten können", sank von 26 Prozent auf 17 Prozent.

Neben den Supermärkten stiegen 2019 die Drogeriemärkte. Unternehmen wie DM, Rossmann oder auch Müller erwirtschafteten ein Plus von 4,6 Prozent in ihrem Umsatz. Das kann auch darauf zurückgeführt werden, dass der Preiskriegt beigelegt wurde, stellte die GfK fest.

Eine angenehmere Atmosphäre

Discounter können mit niedrigen Preisen glänzen. Doch das macht sich häufig nicht nur auf die Produkte, sondern auch auf die gesamte Einkaufsatmosphäre bemerkbar. Während zu wenige Kassen bei Aldi und Co. geöffnet sind, weisen Supermärkte Personal auf, die ausschließlich an der Kasse stehen und nebenbei nicht mehrere Paletten ausräumen müssen. So steigt die Qualität des Geschäftes enorm. Außerdem weisen Edeka und Co. stets ausreichend Produkte auf, während bei Discountern die frischen Produkte gegen Ende der Woche nahezu nicht vorhanden sind. Da müssen Discounter ein wenig nacharbeiten, um die Kluft zu den Supermärkten zu beseitigen.

21:18 22.02.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Charlotte Balgheim

Als waschechte Hanseatin in Bremen geboren und aufgewachsen interessieren mich gesellschaftliche Themen weltweit.
Charlotte Balgheim

Kommentare