Prachtnelken, der Ball und das Schöne

Japans Fußballfrauen Die japanischen Fußballfrauen wurden Weltmeisterinnen. - Spielt eine lange Kulturtradition dabei eine Rolle, die mit dem Ball nicht unbedingt etwas zu tun hat?
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Japanischen Prachtnelken, der Ball, und Kirei

Ich habe keine Ahnung vom Fußball. Vielleicht fallen mir darum Nebensächlichkeiten um die abgelaufene Frauen-WM stärker auf, die unter Umständen die Hauptsache erklären. Lässt sich so verstehen, warum den prächtigen Nelken aus Japan ein kleines Wunder gelang und nicht die Stars and Stripes- Girls triumphierten? Die Prachtnelken spielten in ihrem wichtigsten Spiel, selbst für den kenntnislosen Zuschauer, sichtbar anders, nicht schön, nicht so elegant, nicht so genau im Kurzpass, eher effektiv, dizipliniert, unbeeindruckt ruhig und zudem abwartend, selbst als jede Minute einen amerikanischen Sturmlauf sah.

Vielleicht sorgten die verborgenen Traditionen dahinter für diese überraschende, aber tiefsinnige Wandlungsfähigkeit, einmal aggressiv-offensiv, dann wieder defensiv und beherrscht aufzutreten, weil plötzlich die favorisierten Amerikanerinnen in der Lage waren, ihre deutliche physische Überlegenheit auch in eine Dominanz auf dem Spielfeld umzusetzen. Eine Chance nach der anderen spielten sie heraus, am Ende trafen sie zu selten ins Tor der Nadeshikos. Die Präsenz und der ungemeine Siegeswille der Führungsspielerinnen Abby Wambach und Hope Solo reichte nicht, weil die Japanerinnen eine andere Seite ihres geheimen Ideals ausspielten, Beharrlichkeit, Gelassenheit und Überblick.

Warum nennen die Japaner ihre Frauen-Fußballnationalmannschaft Prachtnelken?

Der einfachste Anfang zu einer Antwort ist, dieser Name hat eine Tradition in der japanischen Kultur.

Ein bestimmter Frauentypus, „Yamato Nadeshiko“ wurde seit dem 17. Jahrhundert so bezeichnet und idealisiert. Passend zum modernen Frauenfußball, der auch schon eine kleine Geschichte hat, aber doch nicht ganz so alt ist, entwickelte sich nach dem zweiten Weltkrieg eine intelligente, heute volkstümliche Ironisierung des Begriffs, über Mangas, Anime- und Spielfilme, sowie viele populäre Romane, die nun auch Teil der Bedeutung dieser Namensgebung für das Frauennationalteam wurden. Schließlich rufen sich die Nationalspielerinnen nicht „Kirchblüten“ oder „Chrysanthemen“ (die eigentliche kaiserliche Pflanze), obwohl sich leicht traditionelle Bezüge herstellen ließen.

2004 hatte der nationale japanische Fußballverband, nach einer schweren Krise des Nationalteams, öffentlich um Vorschläge gebeten, und nun erweist sich „Nadeshiko Japan“ als ideale Wahl. - Dazu gleich mehr, denn zunächst soll es hier um die Prachtnelke als Pflanze gehen.

Nadeshiko - Dianthus superbus

Auch wenn die Bildzeitung, sich die Mühe machte, die Spitznamen der Teams bei dieser WM nach Herkunft und Bedeutung zu erklären. - Die Sportabteilung der Bild ist wohl doch nicht so firm, wie Herr Blome es sich denkt. - Nadeshiko heißt nicht einfach nur „Nelke“. Es geht hier um die Prachtnelke!

Prachtnelken sind auf dem gesamten euro-asiatischen Kontinent, zu Hause. Wahrscheinlich stammen sie aus einer gemeinsamen, zentralasiatischen Linie, denn von dieser ungeheuren Landmasse, die ursprünglich noch viel mehr grüne Grasmatten und wechselfeuchte Gebiete in den Flusstälern kannte als heutzutage, stammen die Vorläufer unserer meisten, lange schon einheimischen Grasland-Pflanzen, wie eben auf der anderen Seite der Erde, die Nadeshikos der japanischen Inseln.

Allerdings, oberhalb der Mainlinie muss sich Dianthus superbus superbus oder ihre Subspezies-Schwester Dianthus superbus alpestris (Berg-Prachtnelke), die rauhere Klimate und magere Böden liebt, erst einmal mit der Klimaerwärmung weiter ausbreiten. Bis an die Oberhavel schaffen es aber einige Exemplare. Die Pflanzen sind auch deshalb selten, weil feuchte Grasländer in den ehemaligen Auen Mitteleuropas zugebaut oder intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Damit fehlen Ausbreitungswege.

Die Prachtnelken sind nicht gefüllt, wie die bekannten und oft als Züchtungen gehandelten Nelkenarten, die man verdienten Sozialdemokratinnen und Linken aller Zeiten und Arten als Ehrenstrauß überreicht. Die rote Nelke hat eine schöne, aber keine feine Blüte und dazu eine intensive Färbung. Schade, dass so viele Zuchtnelken keine Duft mehr verströmen.

Hingegen zerteilen sich die Kronblätter der wilden Prachtnelken-Unterarten auf halbem Weg aus dem Blütenstand in ein ganz feines Faserwerk. Die Farben der Wildformen sind nicht kräftig, aber von einer auffallenden tonalen Feinheit. Sie changieren von ganz hell, fast weiß, über lachsfarbene und hautähnliche Töne, bis zu leichtestem Pink, Purpur und Hellblau. Einige asiatische Wildarten bilden sogar grauweißliche Blüten, wie sie bei kaum einer anderen Pflanzenart zu finden sind.

In Japan tritt als besonders schöngestaltige Wildart, Dianthus superbus subsp. Longicalycinus (=Dianthus superbus var. longicalycinus) auf ( ja.wikipedia.org/wiki/%E3%83%95%E3%82%A1%E3%82%A4%E3%83%AB:Dianthus_superbus_subsp_longicalycinus1.jpg ).

An ihren Standorten bilden die Pflanzen höher anstehende beetartige Gruppen und kleine Blütenteppiche. Dort, wo viele hundert Exemplare zusammen kommen, verbreitet sich ein sehr angehmer, milder Duft, der an Vanille-Aroma erinnert. Die jungen Blüten können gegessen werden oder als Grundlage eines Aufgusses dienen. Die lanzettartigen langen Blätter der Jungpflanze sind eßbar, wenn sie vorher gekocht wurden. Dianthus ist nicht nur schön, sondern verspricht mit ihrem Gehalt an zytotoxischen Saponinen und antibakterizid wirkenden Stoffen einige Hoffnungen auf neue, hochwirksame Phytopharmaka. In der asiatischen Pflanzenheilkunde kennt man sie schon lange.

Yamato Nadeshiko-Prachtnelken aus der kaiserlichen Provinz

Yamato verweist auf die alte kaiserliche Provinz, die, mit den Städten Kyoto und Nara, als Musterlandschaft des alten Japans gilt. Das „vorbildliche Land der größten Harmonie“, ist eine reichlich simple Umschreibung in deutscher Sprache, für das, was Japaner mit dem Verweis auf dieses Urland der japanischen Kaiser verbinden.

Etwa 400 nach Christus gelang es dort dem legendären Yamato-Klan eine Königsherrschaft aufzubauen, die dann, Jahrhunderte später, die Keimzelle der Kaiserdynastie der Haian-Periode (785-1185) bildete.

In einer weiteren Hochphase der japanischen Kaiserzeit, zur Zeit der Tokugawa (1603-1867), bedeutete der Rückbezug und die aktive Sammlung der Traditionsreste aus der legendären, ersten kaiserlichen Blütezeit ein wesentliches Kulturelement, obwohl nun der Neo-Konfuzianismus und der Buddhismus eine zusätzliche Grundlage der Weltanschauung bildete, und nicht mehr so stark der Volksglaube des Shinto der Frühzeit, der aber die Quellen und Mythen zur Stellung und Bedeutung des Tennos in der japanischen Gesellschaft wesentlich prägt.

In der klassischen Shogun- Zeit, der Provinzmachthaber und Kriegsherren, die der kaiserlichen Partei entweder zugehörten oder gegen ihn opponierten, kanonisierte sich die japanische Hochkultur, zumal sich für einen sehr langen Zeitraum ein Herrschergeschlecht auf dem Kaiserthon halten konnte. Es bildeten sich eine Reihe sehr stabiler Kulturmuster aus, die von der Stilisierung des Samurai-Kriegers, über Kleidungs-, Kunst- und Architekturstile, bis zur Sprache, Literatur und Musik reichte und auch die Rolle und das Erscheinungsbild der Frau umfasste.

Bald konnten Handschriften in Druckwerke umgesetzt werden und so breiterte Schichten außerhalb der höfischen Kultur erreicht werden. Die Tokugawa-Kaiser förderten eine intensive Besinnung auf Traditionen und kulturelle Wurzeln, die sich im Umfeld ihres Hofes, aber auch schon in den großen Stadtgesellschaften einstellte. Aus einer solchen Region und Kultur stammen Frauen, die dem Charakter der Landschaft und der Kultur vollkommen entsprechen. Die Prachtnelkendamen aus Yamato gelten also als ein idealisiertes Topos für die vorbildliche, japanische Frau.

Die idealisierten und ironisierten Eigenschaften der Nadeshikos

Das klassische japanische Frauenideal ist nicht nur das einer devoten, hübschen und bis zum Fanatismus opferbereiten Ehefrau, die gut kocht und die Kindererziehung übernimmt, sonst aber hinter dem Leben des Mannes verschwindet und ihre ganzes Dasein diesem zu seiner Erfüllung widmet.

In „Yamato Nadeshiko“ geht ein, dass Frauen hinter der Fassade oftmals die wichtigsten Entscheidungen in der Familie treffen. Die höfischen Damen legten hinter den Kulissen die Strategie des Machterhalts fest, die sie ja auch biologisch, mit der Zeugung von Nachkommen, die sie dann nicht selbst erzogen, kontrollierten. Sie sind auf Rache aus (ein Topos, z.B. in den Filmen Akira Kurosawas), wenn sie gekränkt werden oder ihren Status einbüßen.

Bis heute liefern viele traditionelle Ehemänner ihren Verdienst, bis auf ein Taschengeld, zu Hause ab, oder der Betrieb überweist gleich auf das Konto der Ehefrau. Sie bestimmt die wesentlichen Haushaltsausgaben.

Es gehört dazu auch das Bild der Frau als Trägerin und Vermittlerin des kulturellen Erbes Japans. Ein Teil des Frauenbildes umfasst idealtypisch, einen tiefen und intelligenten Humor, eine Gewitzheit und Schlagfertigkeit in der Sprache und Schrift. Rhetorisch wissen die Nadeshikos mit Ironie umzugehen.

Das hat viel mit dem ersten überlieferten Weltroman aus der japanischen Hochkultur und seiner ebenfalls zum Stilmodell gewordenen Autorin zu tun. „Genji Monogatari“, die „Geschichte der Genji“ (1000-1012 n.Chr.) aus der Feder der Hofdame Murasaki Shikibu (973-1014 (1025?)), gilt als erste komplexe Monumentalerzählung, die nicht nur eine äußere Handlung, sondern auch eine innere, psychologische Entwicklung der zahlreichen Hauptpersonen zu erfassen sucht.

Der Roman ist ein frühes Meisterwerk der japanischen Kultur und Frau Muasaki Shikibu schrieb ihn in ihrer Heimatsprache auf, obwohl zu dieser Zeit das Chinesische die Sprache der Herrschenden und der Männerwelt bei Hofe war. Mit auffallend wenigen Lehnwörtern aus der fremden Herrscherkultur kommt sie aus. Frauen sollten damals kein Chinesisch können, wiewohl die Hofdame es sicher meisterlich beherrschte. Das Japanische galt als Sprache der Frauen und des einfachen Volkes.

Im Literatur- und Kulturboom der Haian-Zeit (785-1185), teilt sich Shikibu den Ruhm mit Sei Shōnagon, der Autorin des „Kopfkissenbuchs“, „Makura no sōshi“, einem, um Betrachtungen, Gedichte, sowie Ratschläge zur Lebensweise und zum Verhalten bei Hofe, ergänzten Tagebuch der Hausdame.

Sei Shōnagon diente der ersten Frau des 66. Kaisers, Murasaki Shikibu der zweiten. Um die richtigen Namen der Schriftstellerinnen gibt es Diskussionen, denn es war üblich die Damen nur mit ihrem Spitznamen zu nennen.

Andere Töne, wie z.B. ein extremer Nationalismus, ein Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Kulturen, gerade auch der chinesischen Tradition gegenüber, die doch so großen Einfluss auf die frühe Entwicklung Japans genommen hatte, sind seit der Tokugawa-Periode, die nach außen eine Abschottung Japans bewirkte und dann im aufkeimenden Nationalismus des späten neunzehnten Jahrhunderts,- Japan wurde innerhalb weniger Jahrzehnte eine industrielle, militärische und wirtschaftliche Großmacht-, und in der Phase der Expansionspolitik im 20.Jh. besonders hervor gehoben worden. Ebenso gilt das für die Opferbereitschaft bis in den Tod, Befehlsgehorsam ohne Einspruch und Widerspruch und Selbstaufopferung als Tugend, die im Westen als Teil der Samurai-Tradition überliefert werden.

Diese kulturellen Muster lassen sich nicht weg leugnen und spielen auch heute noch eine große Rolle.

Das Schöne braucht den sauberen Schnitt: Kirei

„Kirei“, japanese.about.com/library/media/audio/sjp9-1.mp3

Schönheit und Sauberkeit sind im japanischen Wort „Kirei“ eng verbunden. Aber sauber meint hier mehr Ordnung, ästhetischen Schnitt, klare Formen für Alltagsdinge, eine harmonische, geplante und geformte Kulturnatur. Was für Sachen gilt, gilt auch für die Persönlichkeit und den Charakter der vorbildlichen Japaner und ihr Auftreten in der Öffentlichkeit. Es geht also nicht um die Staubfreiheit der Lebenswelt oder gar ausufernde Putzsucht. Das sind nur Klischees.

Besser ist, man denkt dabei an japanische Gartenkunst, an die abrupt abgeschnittenen, stilisierten Schritte der Schauspieler im Noh- Theater, an das klassische Ikebana, an die Art Schleifen und Gürtel zu binden, das Haar zu ordnen, die Speisen auf dem Teller auszurichten und dann auf dem Tisch eine Ordnung zu präsentieren, sowie an die Fähigkeit, sich schnell, aber ohne Hast und ohne anzuecken, zu bewegen, sowie das Talent, eine klare und knappe Sprache zu führen.

“The Japanese view of life embraced a simple aesthetic that grew stronger as inessentials were eliminated and trimmed away.”, erklärt es der bekannte Künstler und Star-Architekt Tadao Ando dazu.

Was fügen moderne und populäre Wiedererinnerungen dem Nadeshiko-Frauenideal hinzu?

Schon Murasaki Shikibu und ihre Kollegin Sei Shōnagon, kannten um das Jahr 1000 n.Chr. Selbstironie, Witz und Spielfreude. Was nun in der japanischen Kultur nach dem zweiten Weltkrieg, auch in der Begegnung mit der Populärkulur und der Konsumwelt des Westens, hinzu tritt, ist der Aufbruch aus den Klischees und den Standards der festgefügten Rollen.

Direkt nach dem Weltkrieg hatte das „Unconditional surrender“ und die Besetzung Japans durch die amerikanischen Truppen, das politische System auf die Gleichberechtigung der Geschlechter hin orientiert, ohne der schönen Verfassung und den Paragraphen auf Papier in allen Bereichen zum Durchbruch verhelfen zu können.

Das besorgte der Prozess der globalen Wirtschaftszivilisation, nach und nach. Mittlerweile erinnern sich aber auch die modernen japanischen Frauen an Zeiten aus der Landesgeschichte, an die sie anknüpfen. Zum Beispiel an eine Phase, kurz vor der großen Weltwirtschaftskrise, in der die „Modern Girls“, „Modan Garu“, die Entsprechungen der „neuen Frauen“ in Deutschland, oder der Garçonnes -Stil- Frauen Frankreichs, einen liberalen Ton anschlugen und für Aufsehen in Japan sorgten.

Die Mangas (gezeichnete Comics) und Animes (Animationstrickfilme), aber auch sonstigen populären Medien, die sich mit dem Mythos der Jamato Nadeshiko beschäftigen, drehen den Spieß heute manches Mal um, wie z.B. in der phasenweise hemmungslos kitschigen Anime-Serie, „Jamato Nadeshiko Shichi Henge“, englisch „Perfect Girl Evolution“ oder „Wallflowers“, oder „Sunako of Many Forms“, nach den gleichnamigen Manga- und Anime- Serien der Zeichnerin Tomoko Hayakawa.

Im letzten Jahr erschien eine leicht abgewandelte TV-Filmfassung des Stoffes. Hier kommen androgyne Jungs und taffe Mädchen zuhauf vor.

(Kleiner Einblick ins japanischen Fernsehen. Die Folgen der Serie „Jamato Nadeshiko Shichi Henge“ als Schnipsel und mit englischen Untertiteln. Meist spricht die Szene für sich: www.myvideo.de/watch/7970179/Yamato_Nadeshiko_Shichi_Henge_Live_Action_Series_Ep_1_Part_1 )

Die Hauptfigur, Sunako Nakahara, ist eine Majonaka (eine Mitternachts)- Nadeshiko. Also eine Prachtnelke, die sich der Nacht, dem Dunkel und den überlegenen, magischen Kräften verbunden weiß. - Selbst das ist eine Reminiszenz, die man zunächt in einem solchen Rührstück nicht vermuten würde. Die alten Dichter und Haiku-Traditionalisten fanden die Blüte der Dianthus superbus dann besonders hübsch und verlockend, wenn selbst der Mond kein Licht mehr warf ! - Sunako hat sich der Nachtseite zugewandt, weil ein Junge den sie anhimmelte, sie als hässlich abqualifizierte. Darauf hin, wurde sie ein wildes Mädchen.

Ihre reiche Tante möchte sie auf den rechten Weg der Jamato Nadeshiko zurück führen und lässt die Vagabundin mietfrei in ihre Villa einziehen. Dort hat die strenge Erzieherin vorher eine Wohngemeinschaft vierer junger Männer eingerichtet, die ebenfalls mietfrei wohnen dürfen, solange sie die Strapazen der Erziehung der Protagonistin zur vorbildlichen Frau auf sich nehmen. Jeder der vier hat seinen ganz eigenen, nicht nur mit guten Eigenschaften ausgestatteten, Charakter.

Im Verlauf der Handlung zeigt sich, dass eher das Mädchen Sunako Nakahara die Jungs ändert. Im Gegenzug beginnt sie, sich zumindest zeitweise, in die klassische Frauenrolle hinein zu verwandeln, ohne allerdings ihre eigenständigen geistigen Interessen aufzugeben.

Fazit: Haben Sie nun verstanden, warum die Japanerinnen bei dieser Frauenfußball-WM unbedingt gewinnen mussten? Ach, das ist eine Nebensache und ersatzweise war es einfach schön, die spielenden, denkenden und lenkenden Frauen aus Nippon gesehen zu haben. Kirei-desu, kirei-da!

Christoph Leusch

22:58 19.07.2011
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Columbus

Profil nicht mehr nötig. Alles Gute, der dFC und dem dF.
Columbus

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