Einladung zu Deiner Vernissage & Uraufführung

Dein Song, Dein Bild ....... Die Kunst vermag, was die Politik nicht vermag. Es geht auch um Deine Musik, Deine Stimme, Dein Gemälde, Deine Poesie und Deinen Beitrag zu Frieden.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

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Und es geht um die Kunst des Teilens und die Kunst einen Traum zu verwirklichen:

Frieden

Wenn wir im März 2015 in Berlin unsere Ausstellung mit einem Uraufführungsprojekt eröffnen seid Ihr nicht nur als Rezipienten/innen gefragt, sondern als Beteiligte und Mitwirkende, kommt es auf Euren Beitrag zum Frieden an.

Töne werden zu Bildern, Bilder zu Musik

Als ich vor einigen Jahren das Konzept zu diesem Ausstellungs- und Uraufführungsformat schrieb, ging es mir darum eine Plattform zu eröffnen, die es Menschen ermöglicht sich über alle genregrenzen hinweg zu begegnen, um eine Kunstform zu entwickeln, die im Dialog steht: Töne werden zu Bildern, werden zu Musik, Tanz zu Fotografie, Skulpturen zu bewegten Bildern -- zu Film….. Die Werke stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern stehen in Kommunikation, in Austausch, es geht um geteilte Blicke, geteilte Wirklichkeiten.

Mehr als Kunst

Und es geht um geteiltes Engagement, denn diese Kunst will mehr sein als eine Sammlung von Ausstellungs-Objekten in Galerien, diese Kunst möchte die Gesellschaft verändern, indem sie das Engagement von Menschen, die Beiträge zu Frieden leisten, verbindet: Beiträge zum Naturschutz, Beiträge zur Wissenschaft, Beiträge zur interkulturellen und interreligiösen Verständigung, Beiträge, die indigene Kulturen unterstützen, Beiträge zu Feminismus, Beiträge zu sozialen Projekten, Beiträge zu einem gelebten demokratischen, libertären und demokratischen Kommunismus….

In der Kunst des Teilens begegnen sich Menschen und bewegen gemeinsam etwas.

Hope

Zwei Bilder bewegten mich als ich das Projekt ins Leben rief: Das Bild von Pflanzen und Blumen, die aus kleinen Samenkörnern wachsen und das Bild von Schmetterlingen. Blumen wachsen aus der dunklen Erde, aus einem winzigen Samenkorn. Blumen sind unscheinbar und dennoch hängt unser Atem an den kleinsten und unscheinbarsten Lebewesen. Das andere Bild, das des Schmetterlings ist in ähnlicher Weise ein Hoffnungssymbol: Schmetterlinge wirken angesichts der Betonwüsten dieser Welt, angesichts auch der rauen Natur fast schon unwirklich. Sie stehen für Wandel von der Raupe zum Kokon zum Schmetterling, sie stehen auch dafür, dass ein einziger Flügelschlag eines Schmetterlings Einfluss haben kann auf das Wetter an einem ganz anderen Ort dieser Welt. Hoffnung bedeutet nicht zu resignieren angesichts der Kriege in der Welt, Hoffnung bedeutet daran zu glauben, dass Verständigung und Versöhnung möglich ist, dass Frieden mehr ist als ein Traum, dass Frieden wirklich werden kann und das jede/r Mensch dazu einen Beitrag leisten kann.

Freiheit der Kunst

Das Projekt möchte demokratischen und libertären Kommunismus leben. Viele Menschen haben Vertrauen verloren, resignieren, weil durch den Kalten Krieg und die Zeit danach das Gefühl entstand - gleich, ob Kapitalismus oder realer Sozialismus, in beiden Systemen werden Menschen unterdrückt, ausgebeutet, ausspioniert, gefoltert und Kriege geführt. Auch die avantgardistische Linke verstärkte diese Angst, da sie sich der Instrumente der Macht bedient und Erlösungskonzepte an den Menschen vorbei vorgibt: Spionage mit Spionage beantwortet und Gewalt im Namen der Revolution nicht ausschließt. Weder realer Sozialismus wie er zu Zeiten des Kalten Krieges umgesetzt wurde noch avantgardistische linke Wege haben etwas mit dem zu tun, was Kommunismus eigentlich wollte: Freiheit und Liebe für alle. Es geht darum, an die ursprüngliche kommunistische Utopie anzuknüpfen und sie hier und jetzt zu verwirklichen, indem man/frau sie mit Leben füllt, indem libertärer und demokratischer Kommunismus gelebt wird. Viele kleine Schmetterlingsflügel, die sich öffnen, sollen den kalten Kapitalismus überwinden, durch kleine Beiträge, die (jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik, inmitten der Welt wie sie (noch) ist) beginnen Schwerter zu Pflugscharen zu machen und an einer Welt ohne Geld arbeiten, einer Welt in der Freiheit und Liebe gelebt werden. Jede/r gibt, was er/sie kann -- und bekommt, was er/sie braucht. Gaben leben und verwirklichen und miteinander teilen.

Religionen, Atheismen und die Kunst des Friedens

Ähnlich ist es mit den Religionen, ich glaube nicht, dass ihre Gründer/innen Kriege wollten, sondern daran, dass sie Liebe und Frieden wollten. Das Hohe Lied der Liebe steht für mich dafür, dass Religionen sich suchen wie Liebende und keine für sich allein schon ganz ist. Dass Religionen für Antiterror-Fundamentalismus und Terror-Fundamentalismus und für Kriege missbraucht werden, hat nichts mit dem zu tun, was Religionen ursprünglich wollen. Und es hat auch nichts mit der Mehrheit der Menschen zu tun, die glauben, denn die Mehrheit der Menschen möchte weder Terror noch Antiterror, sondern Frieden.

Religion ein unbegreiflicher Begriff

Religionswissenschaftler/innen und Religionsphilosophen/innen rätseln, woher der Begriff „Religion“ kommt. Vielleicht von „religare“ (lat.) vielleicht von „relegere“ (lat.) usw. Der Begriff enthält unendlich viele Bedeutungsdimensionen, er hat mit Verbundenheit zu tun, mit einem Riss -- und mit dem Sich-Wiederfinden. Er hat mit Verbundenheit zu tun, mit dem Woher des Atems, dem Woher des Lebens, der Quelle und mit dem Band der Liebe, das Menschen verbindet. Religion hat mit einem immer wieder sich neu Hinwenden zu tun. Religion hat mit Verzeihen zu tun -- mit Liebe. Bitte lasst uns an das Verbindende er-innern – an das Band der Liebe, das uns verbindet. Und lasst uns Zeichen setzen für den Frieden, Zeichen für Religionsfreiheit und Toleranz.

Wichtig ist nicht, ob überhaupt und wenn ja, welche Religion ein Mensch hat, ob jemand Atheist ist oder Muslima oder Christin oder Jude oder Buddhistin usw. ist, wichtig ist nur die Liebe und das Wissen, dass kein Mensch, keine Kultur und keine Religion für sich alleine schon alles weiß, keine Religion ist im Besitz der Wahrheit. Sie -- die Liebe sucht nicht sich selbst, sie sucht den/die andere, sie will das Du. Die Liebe ist bereit, das Eigne zu verlassen, um zum Du aufzubrechen. Die große Chance der Menschheit liegt in der Begegnung, darin voneinander zu lernen.

Im Antlitz des Anderen begegnet einem der/die ganz Andere. Levinas

Klassengrenzen überwinden:

Dieses Projekt möchte Klassengrenzen überwinden: an der Kunst des Teilens beteiligt sind Künstler/innen und Handwerker/innen, Arbeiter/innen und Bauern und Bäuerinnen, Erwerbsarbeitslose, um gemeinsam Beiträge für den Frieden zu gestalten.

Und es geht um Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeiten für Kinder, denn ihnen gehört die Zukunft.

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, doch nicht aus euch.

Sie sind mit euch, gehören euch aber nicht.“ Khalil Gibran

Er schreibt weiter davon, dass Erwachsene Kindern nicht ihre Gedanken aufzwingen dürfen, ihre Seelen in keine enge Wohnstatt sperren dürfen:

„Denn ihre Seelen wohnen im Haus der Zukunft,
und das bleibt Euch verschlossen, selbst in euren Träumen.
Ihr dürft danach streben, ihnen ähnlich zu werden,
doch versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben schreitet nicht zurück,
noch verweilt es im Gestern.“ Khalil Gibran

Die Zukunft gehört den Kindern. Erwachsene sollten auf die Kinder hören. Alles dafür tun, dass die Kinder in eine Zukunft des Friedens gehen können und in eine Zukunft, in der noch Blumen blühen und Bäume wachsen und es saubere Luft zum Atmen und Bäche und Flüsse und Seen und Meere mit klarem Wasser gibt.

Beteiligte Künstler/innen

Die kommenden Wochen, werde ich Künstler/innen vorstellen, die an der Ausstellung und Uraufführung beteiligt sind. Und Werke vorstellen:

Und mit Musik beginnen: Ich möchte Euch in den kommenden Tagen einen Liedermacher vorstellen, den vielleicht einige, die sich mit akustischer Gitarre auskennen, durch seine Musik und Bücher kennen. Ich bat ihn ein offenes Lied zu komponieren, das einen Anfang setzt, ein Beitrag für Frieden sein möchte, die Komposition ist offen, will geteilt werden und weiterkomponiert werden, denn der Song ist erst eine Strophe lang und offen für weitere Strophen von Euch, der Song möchte um die Welt gehen und an allen Plätzen, wo er auf Musikbegeisterte trifft, weiterkomponiert werden, gewandelt werden, und um neue Strophen, neue Poesie und neue Melodien ergänzt werden, musikalische Friedensbeiträge sammeln. Dazu bald mehr.

Kunst gehört allen

Alle Beiträge, seien sie musikalisch oder künstlerisch oder handwerklich oder oder stehen nicht zum Verkauf. Kunst soll allen Menschen gehören und nicht in Privaträumen verschwinden. Wenn jemand zum Beispiel ein Gemälde ausstellt, kann er/sie sich überlegen, ob er es nach der Ausstellung wieder mitnehmen mag, oder vielleicht einer Schule, einem Krankenhaus usw. schenken, sodass die Kunst öffentlich wahrnehmbar bleibt und bei den Menschen ist. Wer die beteiligten sozialen und gesellschaftlichen Projekte, auch diese werden im Laufe der Zeit vorgestellt, unterstützen möchte, kann dies, indem er/sie direkt an das jeweilige vorgestellte Projekt spendet. Vorgestellt wird zum Beispiel ein Umweltschutzprojekt, das sich über Unterstützung freuen würde und viele andere Projekte…

Du

Ein Teil des Kunstprojektes ist außerdem offen gestaltet, zum Beispiel mit Bildern, die offen sind und die an den Orten, an denen sie ausgestellt werden weitergemalt bzw. weitergestaltet werden. Wir haben zum Beispiel fast leere Leinwände, die nicht mehr als einen Anfang beinhalten, und mal an diesem mal an jenem Ort ausgestellt sein werden, mal drinnen, mal draußen auf den Straßen der Städte oder in der Natur – Bilder, die ergänzt sein wollen und sich wandeln – und Gedanken der Hoffnung auf Frieden sichtbar machen möchten, die Dialog-Kunst sein möchten, Werke, durch die künstlerische Diskurse entstehen, die Diskurs-Kunst sein möchten, die Verständigungsbeiträge leisten möchten. Die Veränderungen werden fotografisch dokumentiert, sodass trotz des Wandels, den diese Kunstwerke ständig erfahren werden, nichts verloren geht.

Lebe Deine Musik

Und bringt Eure Musik-Instrumente mit, die Musikinstrumente, die Ihr liebt oder Eure Stimme. Ihr müsst die Instrumente nicht spielen können, auch nicht singen können. Wichtig ist die Liebe zur Musik. Es wird nämlich auch eine Session geben, die spontan entsteht, ein Komponist wird ein atonales Werk uraufführen, das sich später öffnen wird für alle, die Lust haben mitzumachen und auf eine ungewöhnliche Weise Musikinstrumente zu spielen. Vielleicht kennt Ihr bereits Stücke, in denen eine Gitarre zu einem rhythmischen Instrument verwandelt wird und eine Klarinette klangexperimentiert wird usw. Niemand überlegt bevor er/sie küsst, wie das geht, sondern man/frau tut es einfach und die Gefühle, die Liebe bestimmen das Wie. Ähnlich ist es mit der Musik, nur dass im Laufe der Sozialisation, Menschen die Musik verlernen und vergessen. Weil den Menschen eingeredet wird es sei eine Profisache, verlernen sie die Musik, trauen sich nicht mehr singen und hängen am Fernseher und an den Radios und konsumieren kommerzielle Musik. Mein Opa hat sich Geige und Trompete durch sein Gehör selbst beigebracht, er hat die Instrumente einfach in die Hand genommen und hat sich auf sein Gehör verlassen. Erinnert Euch an die Liebe zur Musik und bringt, falls Ihr Lust auf Musik habt, Eure Instrumente mit! Die, die Ihr schon immer spielen wolltet -- und spielt sie so wie ihr wollt!

Bringt Eure Instrumente mit, Eure Bilder, Skulpturen, Filme usw. und schickt sie auf die Reise für Frieden!

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unterwegs

Das Kunstprojekt hat keinen festen Ort, wandert von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf um die Welt, weil es Menschen verbinden möchte und Beiträge für den Frieden sammeln möchte.

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Links

Blog:

http://liberte-egalite-amitie-et-paix.blogspot.de/2015/01/normal-0-21-false-false-false-de-x-none.html

Musik-Projekt:

https://www.freitag.de/autoren/daniela-waldmann/reconcile-the-world

http://liberte-egalite-amitie-et-paix.blogspot.de/

You-Tube-Video:

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ps Es ist kein Community-Treffen-Projekt, sondern ein Projekt -- in dem Stil wie ich Projekte vor meiner Freitagzeit nachte. Ich möchte den Wirbel nicht, den das Community-Treffen in den Kommentaren damals auslöste, Freitag und Journalismus sind nicht meine Baustellen. Freitag ist ein journalistisches Projekt. Für mich ist das Schreiben a) nicht auf journalistisches Schreiben begrenzt, b) nicht das Wesentliche, Worte bedeuten mir, aber mein eigentliches Anliegen ist die Praxis. Mir bedeuten Projekte, die über Worte hinausgehen, soziale Projekte und künstlerische und kulturelle Projekte. Ich möchte aus diesem Grund an meine eigenen Arbeiten vor der Zeit im Blog hier anknüpfen und neue Projekte in diesem Stil aufbauen, Freitag ist dabei ein Medium zur Kommunikation.

Wer Lust hat mitzuwirken -- ist herzlich eingeladen, auch konstruktive Kritik und Verbesserungsideen sind jederzeit willkommen, gerne auch konstruktive Streitgespräche. Diskurs ist ausdrücklich erwünscht. Von persönlichen Angriffen bitte ich jedoch abzusehen. Nutzt die kurze Lebens-Zeit, die wir alle haben, für Positives und für Friedensbeiträge.

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Dieser Beitrag gibt die Meinung der Autorin wieder. Die Autorin dieses Beitrags ist eine Frau, auch wenn in der Zeile darunter das Gegenteil behauptet wird. ;-)

03:29 31.01.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

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