„Eine globale Gesellschaft“

Interview Solveig Rietschel über die re:publica in den USA, in Afrika und anderswo

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Dieser Text ist Teil der Freitag-Verlagsbeilage zur re:publica 2019. Die vollständige Beilage können Sie hier herunterladen

Berlin ist nicht die Welt, aber die digitale Gesellschaft ist vor allem eins: global. Folgerichtig findet die re:publica auch außerhalb der Hauptstadt statt.

Wo ist die re:publica momentan international unterwegs?

Wir haben nach den ersten europäischen re:publica-Formaten in Dublin und Thessaloniki 2016–2017 seit letztem Jahr zwei große neue Kontinente, Afrika und Amerika, angegangen. Im November 2018 ist im Rahmen des „Wunderbar Together“-Projekts des Deutschlandjahrs USA die „Sequencer Tour“ in Los Angeles gestartet. Gemeinsam mit zwei weiteren Partnern, dem Reeperbahn Festival und dem next media accelerator aus Hamburg, planen wir insgesamt fünf Stopps in den USA bis Ende dieses Jahres. Im März 2019 hatte die „Sequencer Tour“ bereits ihren zweiten Stopp auf der SXSW in Austin, Texas. Es folgen New York, Portland und Detroit. Einen besonders großen Erfolg konnten wir im Dezember 2018 mit unserer ersten re:publica in Afrika feiern: Die #rpAccra hat mit über 2.000 Teilnehmer*innen unsere Erwartungen weit übertroffen.

Wodurch entstand die Idee, überhaupt international aktiv zu werden?

Das war ein lang gehegter Wunsch, der in erster Linie aus der Community heraus in Richtung Afrika entstand. Mit dem Global Innovation Gathering (GIG) hat sich bereits seit vielen Jahren eine internationale Plattform gebildet, mit der die re:publica sehr eng verbunden ist. Dort keimte der Gedanke auf, eine re:publica in Afrika zu organisieren, und so wuchs über die Jahre der Wunsch, das zu ermöglichen. Wir freuen uns, dass uns dies letztes Jahr dank der Unterstützung unseres Hauptpartners, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), gelungen ist!

Was ist das Ziel der internationalen Aktivitäten?

Alle internationalen Aktivitäten haben das Ziel, die re:publica in Berlin zu bereichern. Wir wollen die globalen Entwicklungen der digitalen Gesellschaft erkennen und für Berlin aufbereiten. Spannend an den internationalen Aktivitäten ist zum Beispiel die Feststellung, wie ähnlich die Themen sind, die die digitalen Gesellschaften bewegen – ganz gleich, wie unterschiedlich und weit entfernt voneinander sie sind. Daraus lernen wir auch.

Wo findet man rp:International auf der #rp19?

Man findet rp:International an vielen Stellen mit dem Programm verwoben. Auf den Bühnen der #rp19 werden einige unserer rpAccra-Speaker stehen, und auch Speaker, die uns in die USA begleiten, werden spannende Talks in Berlin halten. Im Community Garden wird es einen rp:International Space geben, mit dem wir einen Ort schaffen möchten, an dem sich die globale Community trifft. Hier werden Meetups zu Themen, die uns international bewegen, Brainstormings zu den rp:International-Aktivitäten, „Ask Me Anythings“ mit ausgewählten Speakern unserer internationalen Events, Workshops gehostet und Gelegenheiten geschaffen, sich mit den Teams wie dem Impact Hub in Accra oder unseren afrikanischen Kurator*innen, Speakern, Partner*innen und Teilnehmer*innen auszutauschen. Schaut in unser Programm und besucht uns! 19.re-publica.com/rpinternational

Zur Person

Dr. Solveig Rietschel ist promovierte Juristin und seit 2018 als „Head of International“ für die internationalen Aktivitäten der re:publica verantwortlich

06:00 05.05.2019
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