Hartz IV: Perfide Falle für Jugendliche:

Regierung quält Kinder Hartz IV: Mit einem perfiden Trick treiben SPD und CDU arbeitslose Jugendliche in eine Riesenschuldenfalle!
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Hartz IV: 2016

Bei der Krankenversicherung für (ab) 15 Jährige hat sich das Jobcenter und die Regierung ein ganz miesen Trick einfallen lassen.
Wer seinen Versicherungsschutz verliert, muss bis zu 700 €uro monatlich als Höchstbeitrag selber zahlen!

Seit Jahresbeginn gelten für Hartz-IV-Bezieher neue Regeln, die nicht nur eine Fülle zusätzlicher Bürokratie bedeuten. Von nun an müssen finanziell vom Jobcenter abhängige Jugendliche ab dem vollendeten 15. Lebensjahr sich selbst krankenversichern, egal ob sie noch zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen.

Für Hartz-IV-Bezieher gilt der Vorrang der Familienversicherung bei denKrankenkassen nicht mehr, sodass jede(r) „erwerbsfähige Hilfebedürftige“ ab 15 Jahren ein eigenständiges Mitglied bei der Kranken- und Pflegeversicherung zu werden hat. Angeblich wolle die Bundesagentur für Arbeit den „Prüfaufwand“ der Jobcenter verringern, obwohl sie den Mindestbeitrag übernimmt, was erstens weitaus höhere Kosten verursacht als bisher und dazu für Leistungsbezieher erhebliche Tücken in sich birgt.

Der Spitzenverband „Bund der Krankenkassen“ hofft nun auf Mehreinnahmen, weil ja viele Versicherte neu hinzukämen. Allerdings sei gleichzeitig der monatliche Pauschalbeitrag pro Kopf abgesenkt worden, „etwa von 120 bis 140 auf unter 100 Euro“.

Die Verwaltungswirtin Claudia Mehlhorn gibt zu bedenken, dass ein Leistungsberechtigter, der Hartz IV auch tatsächlich bekommt, sich zwar keine Sorgen machen müsse.

Alarmierend werde es aber, wenn etwa ein Jugendlicher zu 100 Prozent sanktioniert würde, was Unterfünfundzwanzigjährigen bereits seit 2007 schon beim zweiten „Fehlverhalten“ als drakonische Strafe drohen kann.

Hierbei rät Mehlhorn jedem Betroffenen, sofort zum Jobcenter zu gehen und mindestens einen Lebensmittelgutschein pro Monat zu beantragen, weil das Amt nur in diesem Fall die Zahlung der Beiträge wieder in Gang setze.

Wenn die Essensmarken nicht beantragt werden beziehungsweise das Jobcenter sie ablehnt, melde das Amt Betroffene einfach bei der Kasse ab. Dann greife automatisch die 2013 eingeführte sogenannte obligatorische Anschlussversicherung.

Was jetzt kommt, das finde ich ganz besonders perfide:

Nach der Abmeldung schicken die Kassen einen Einkommensfragebogen, der zwingend ausgefüllt werden muss, auch wenn jemand nur vom Flaschensammeln „lebte“, weil nur so ein Anspruch auf Familienversicherung geprüft werde.

Wenn dieser Anspruch wie bei Alleinstehenden oder elternlosen Jugendlichen nicht bestehe, sollen die auf Null Sanktionierten den Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte von rund 165 Euro selbst aufbringen. Das kann doch gar nicht funktionieren!

Noch viel rigoroser werden von diesem unerbittlichen System jedoch jene getroffen, die nicht auf das Schreiben mit dem Fragebogen reagieren, weil sie es vielleicht durch Obdachlosigkeit gar nicht bekommen haben:

Dann werden junge Menschen unter 25, von denen sowohl das Amt als auch die Kassen genau wissen, dass sie überhaupt kein Geld besitzen, dazu verdonnert, sich mit dem Höchstbetrag von 700 Euro einstufen zu lassen.

Sozialrechtler Harald Thomé warnt vor weiteren Tücken:
Wer erst mal in dieses Mahnverfahren hineingerutscht sei, komme dort so schnell nicht mehr heraus. Wenn das Jobcenter einer Familie wegen Überzahlung für einen oder mehrere Monate die gesamte Leistung streicht, fordert die Krankenkasse für jeden Angehörigen einen Beitrag für diese Zeit.

Für eine von Hartz IV entbehrungsreich vegetierende Familie mit zwei Kindern bedeutete dies viermal 165 gleich 660 Euro.

Sollen hier nicht Hartz-IV-konforme Menschen, die sich noch gegen empfundenes Unrecht vonseiten der Arbeitsagentur wehren wollen, mit arglistiger Hinterhältigkeit gedemütigt und letztlich in die Knie gezwungen werden?

Diese perfiden Tricks sind unglaublich und spiegeln den wahren Charakter dieser Regierung wieder.

Es ist unglaublich, das man Minderjährige in ein Desaster rennen lassen will, wohl wissend:
Mit fehlender Krankenversicherung, kann man zwar notbehandelt werden, aber gerät in eine Schuldenspirale zB: Not-OP, die das ganze Leben zerstört.

Es erscheint auch hier zwingend erforderlich, Klageoptionen zu prüfen!
Eure
FHP: Freie Hartz IV Presse by Perry Feth

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11:24 15.01.2016
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Geschrieben von

FHP: Freie Hartz IV Presse

Perry Feth: SGB II - Aktivist u.Publizist! Als Eltern müssen wir gegen jede Art von Unrecht in der Hartz IV - Gesetzgebung - Widerstand leisten!
FHP: Freie Hartz IV Presse

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