USA-Präsidentschaftswahlen 2020

Ist das Zukunft: Auch ein Warlord und ein Kriegstreiber trauen sich aus der Deckung. – Haben die kein anderes Personal?
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Ausgerechnet der Warlord, Ex-US-Präsident Obama, geht mit Amtsnachfolger Trump hart ins Gericht – ausgerechnet. Und ausgerechnet der frühere republikanische US-Außenminister und Ex-General Colin Powell, der im Februar 2003 den Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen aus den Angeln hob, um gegen dessen Votum den Irak zu überfallen, empfiehlt seinen Gesinnungsgenossen, den Irakkrieg-Befürworter Biden, als Präsidentschaftskandidaten 2020. Und ausgerechnet die Gartenbau-Sachverständige und frühere First Lady Michelle Obama verfällt angesichts der Trump-USA in Depressionen und behauptet: "Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land". – Ausgerechnet.

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Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Warlord Barack Obama, einer der Täter, der den Nahen Osten mitzerstört hat, Menschen ins Flüchtlingselend und Tod getrieben hat, meldet sich in diesem Wahlkampf ebenfalls zu Wort mit einer historischen Rede, wie berichtet wird. Nie zuvor in der Geschichte der USA hat ein früherer Präsident in dieser Weise mit seinem Amtsnachfolger abgerechnet.

Obama warf Trump Amtsversagen vor: "Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann. Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend", rief der Ex-Präsident den Delegierten per Videoschalte zu. Der Amtsinhaber sei eine Gefahr für die Demokratie.

"Ich hatte gehofft, dass Donald Trump zum Wohle unseres Landes Interesse daran zeigen könnte, den Job ernst zu nehmen; dass er das Gewicht des Amtes spüren und Ehrfurcht für die Demokratie entdecken könnte, die in seine Obhut gelegt wurde", sagte Obama. "Aber das hat er nie."

Ausgerechnet er: Laut Überblick des Council on Foreign Relations warf Obama alleine im Jahr 2016 26.171 Bomben ab. Das sind 72 Bomben jeden Tag. Er bombardierte die ärmsten Völker der Erde, in Afghanistan, Libyen, dem Jemen, Somalia, Syrien, dem Irak, Pakistan. – Hervorragende Referenzen!

Auch Kriegstreiber und Lügner Powell sprach diese Woche vor dem Parteitag der Demokraten, um Joe Biden zu unterstützen.

Der frühere republikanische US-Außenminister und Ex-General Colin Powell, ein Republikaner wie Donald Trump, sprach diese Woche vor dem Parteitag der Demokraten. 2016 stimmte er für die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton.

»Unser Land braucht einen Oberbefehlshaber, der sich um unsere Truppen kümmert, genauso wie er es mit seiner eigenen Familie tun würde«, sagte Powell während seiner Rede. »Joe Biden braucht hierfür keine Anleitung. Er hat Erfahrungen, die er mit Millionen von Militärfamilien teilt, indem er seinen geliebten Sohn in den Krieg schickt und zu Gott betet, dass er sicher nach Hause kommt.« Powell weiter:

»Joe Biden wird ein Präsident sein, auf den wir alle stolz sein werden. Sie werden niemals daran zweifeln, dass er mit unseren Freunden zusammenstehen und sich gegen unsere Gegner behaupten wird, niemals umgekehrt.

Ausgerechnet Colin Powell!!!

Die Amerikaner organisierten nach einem inszenierten Lügenauftritt mit Colin Luther Powell im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen am 5. Februar 2003 unter Beteiligung von nahezu 50 westlichen Staaten völlig gegen Völkerrecht eine „Coalition Of The Willing“ und fielen in den Irak ein. Der UN-Sicherheitsrat hatte seine Einwilligung für einen solchen Überfall gerade zuvor abgelehnt. 2003 begannen sie den Irakkrieg, bei dem Tausende amerikanische Soldaten getötet wurden und mehr als eine Million Iraker durch Gewalt und Entbehrungen ihr Leben verloren.

Die Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton 2016 hatte 2002 als Senatorin im Kongress für den Irakkrieg gestimmt.

Die Gegenreaktion kam prompt:

»Amusing to see people who screamed about the Iraq War now celebrate one of its architects all because they hate the guy in the WH more than they love consistency.«

— Dana Loesch (@DLoesch) August 19, 2020

»Colin Powell is a Neocon WMD hoaxer, so of course he's appearing at the #DemConvention to endorse Establishment's puppet and denounce President Trump.«

— Mark Dice (@MarkDice) August 19, 2020

»Can’t wait for Colin Powell’s "irrefutable and undeniable" case for a Biden presidency tonight! Nothing unites our country more than all of us fondly reminiscing about the US bombing, invading, terrorizing, & pillaging Iraq on the basis of lies this man told to the United Nations pic.twitter.com/lZnbDeB8ih«

— Michael Moore (@MMFlint) August 19, 2020

(Quelle)

Colin Luther Powell & Joe Biden = Brothers In Arms:

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 unterstützte Biden US-Präsident George W. Bush und forderte mehr Bodentruppen im Afghanistan-Krieg. Im Senat stimmte er der Resolution zum Irak-Krieg zu.

Und hört, hört, die frühere First Lady Michelle Obama beschrieb uns Ihren Seelenzustand als "leichte Depression".

Im Gespräch mit der Journalistin Michele Norris sagte Obama, es sei "erschöpfend", immer wieder mitzubekommen, wie ein Schwarzer "entmenschlicht, verletzt, getötet oder fälschlicherweise beschuldigt" werde. "Das hat zu einer Schwere geführt, die ich in meinem Leben seit Langem nicht mehr gespürt habe." – Die Frau weiß sich in Szene zu setzen. Sie betreibt PR, situationsangepasst: »Gerade hat die Gesundheitsbehörde CDC eine Studie zum psychischen Befinden der US-Amerikaner vorgelegt; der repräsentativen Befragung nach berichten 41 Prozent von psychischen Problemen, darunter Depressionen, traumatische Störungen sowie erhöhter Drogenkonsum, um mit Covid-19 fertig zu werden. Elf Prozent der Befragten und ein Viertel der Befragten im Alter von 18 bis 24 gaben an, sie hätten an Suizid gedacht.«

Die frühere First Lady Michelle Obama hat vernichtende Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt und zur Wahl von dessen Herausforderer Joe Biden aufgerufen. "Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land", sagte die Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama in ihrem am Abend ausgestrahlten Redebeitrag für den Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin).

Sensationsberichterstattung verliert die Maßstäbe, die frühere First Lady Michelle Obama ebenfalls. Wie viele Menschenleben hat die völkerrechtswidrige Kriegs-Politik Ihres Mannes gekostet? Hat sie da eine Träne vergossen? Ihr eigener Mann, in Vortäterschaft von Herr Trump hat Elend ohne Ende geschaffen. Während dessen Zeit als Präsident der USA kümmerte sich die frühere First Lady lieber um Gemüseanbau im Garten des Weißen Hauses. – Damals hatte sie für Depressionen keine Zeit!

Und sie gibt heute Empfehlungen für die demokratische Kandidatenkür aus? – Ausgerechnet!

Und wie geht es weiter?

Donald Trump (* 14. Juni 1946) und Joe Biden (* 20. November 1942): Zwei Männer, die auf Grund ihres Alters keine eigene Zukunft mehr haben, sollen Zukunft für 328 Millionen Citizen gestalten? Alles, was ich in Bezug auf die USA wahrnehme, hat bizarre bis pathologische Züge. Und dafür treibt Gesellschaft mit viel energetischem und finanziellen Aufwand eine ebenso pathologische Kampagne.

Eine Bestandsaufnahme:

»In dem Artikel "Whose Century Is It? Don’t Ask Donald Trump" führt Dilip Hiro auf, warum die USA so kopflos reagieren.

"Die Fakten sprechen für sich selbst. Nahezu unbeschadet von der globalen Rezession 2008-2009 verdrängte China im August 2010 Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Im Jahr 2012 überholte es mit Importen und Exporten im Wert von 3,87 Billionen US-Dollar die USA mit insgesamt 3,82 Billionen US-Dollar und verdrängte sie damit von einer Position, die sie 60 Jahre lang als Nummer eins im grenzüberschreitenden Handel weltweit gehalten hatte. Ende 2014 belief sich das Bruttoinlandsprodukt Chinas, gemessen an der Kaufkraftparität, auf 17,6 Billionen Dollar und übertraf damit leicht die 17,4 Billionen Dollar der Vereinigten Staaten, die seit 1872 die größte Wirtschaft der Welt waren."

"Im Jahr 2019 haben die USA zum ersten Mal seit der Erfassung der Patentzahlen im Jahr 1978 nicht die größte Zahl von Patenten angemeldet. Nach Angaben der Weltorganisation für geistiges Eigentum beantragte China 58.990 Patente und die Vereinigten Staaten 57.840. Darüber hinaus lag der chinesische High-Tech-Konzern Huawei Technologies Company mit 4.144 Patenten im dritten Jahr in Folge deutlich vor dem US-amerikanischen Unternehmen Qualcomm (2.127). Unter den Bildungseinrichtungen behielt die Universität von Kalifornien mit 470 veröffentlichten Anmeldungen ihren Spitzenplatz, während die Tsinghua-Universität mit 265 an zweiter Stelle lag. Von den fünf besten Universitäten der Welt waren drei chinesische."

"Auch bei mobilen Zahlungen ist China weltweit führend, während Amerika an sechster Stelle liegt. Im Jahr 2019 beliefen sich solche Transaktionen in China auf 80,5 Billionen Dollar. Aufgrund der Covid-19-Pandemie ermutigten die Behörden die Kunden, mobile Zahlungen, Online-Zahlungen und Barcode-Zahlungen zu nutzen, um das Risiko einer Infektion zu vermeiden. Die prognostizierte Gesamtsumme für mobile Zahlungen: 111,1 Billionen Dollar. Die entsprechenden Zahlen für die Vereinigten Staaten mit 130 Milliarden Dollar sehen im Vergleich dazu mickrig aus."

"Huawei (auf Chinesisch bedeutet es "großartige Leistung") stellt Telefone und die Router her, die die Kommunikation auf der ganzen Welt erleichtern. Das Unternehmen wurde 1987 gegründet und ist mit derzeit 194.000 Mitarbeitern in 170 Ländern tätig. Im Jahr 2019 betrug der Jahresumsatz 122,5 Milliarden Dollar. Im Jahr 2012 überholte das Unternehmen seinen nächsten Rivalen, die 136 Jahre alte Ericsson Telephone Corporation of Sweden, und wurde zum weltweit größten Anbieter von Telekommunikationsgeräten mit einem globalen Marktanteil von 28%. Im Jahr 2019 hat sie sich vor Apple zum zweitgrößten Telefonhersteller nach Samsung entwickelt."

Vor dem Hintergrund dieser Fakten kann man davon ausgehen, dass weder Biden noch Trump das Format haben, daran etwas auf friedlichem Weg zu ändern.«

Donald Trump und Joe Biden sind nicht etwa charismatisch/faszinierende Lichtgestalten, denen die Anhängerschaft blind folgt, sondern miserable bis katastrophale systemische Ergebnisse ihres parteiinternen dynamischen Interaktionsgeschehens. Das weist deutlich darauf hin, was wir von den USA zukünftig zu erwarten haben. Ein ehrlicher historischer Rückblick könnte hilfreich sein. Stattdessen feiern unter dem Beifall geneigter Medien Kriegsverbrecher ihr Revival und sprechen Empfehlungen zur Präsidentschaftskandidatur aus. – Wenn das nicht erbärmlich ist.

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11:28 23.08.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel

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