GEBE
21.02.2013 | 10:12 56

Wer keine Prügel mag, wird sanktioniert

Hartz IV Wer sich nicht verprügeln lassen will, wird sanktioniert: Leipziger Verkehrsbetriebe und das Jobcenter Leipzig setzen Hartz-IV-Bezieher als Sicherheitsleute ein

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied GEBE

Wer keine Prügel mag, wird sanktioniert

Endstation LVB?

Foto: iwanp / Flickr (CC)

Übergriffe in Bus und Bahn? Randalierende Fahrgäste trotz Kamera? Kaputte und beschmierte Wagen? – Alles wird besser, denn wir haben jetzt ein unerschöpfliches Arsenal an Billig-Arbeitskräften: Man nehme einen Hartz IV Bezieher und stecke ihn in einen AGH-Lehrgang. Dort lernt er unter anderem, wie man sich in der Öffentlichkeit bewegt und beruhigend auf renitente Fahrgäste einwirkt. Daß viele Fahrgäste gar nicht aufmucken würden, wenn man bürgerfreundliche Fahrpreise und überschaubare Tarife hätte, wird nicht erwähnt aber das ist auch nicht die Hauptsache. Hauptsache ist, daß ein Ventil vorhanden ist und das Ventil heißt „Mobilitäts-Service“.

Sich anpöbeln und beleidigen lassen
Diese Mitarbeiter dürfen sechs Stunden mit täglich mit Bus oder Straßenbahn fahren, sich beleidigen und anpöbeln lassen und geraten vielleicht auch mal in eine Schlägerei, wenn sie Pech haben. Und Pech haben kann man zu jeder Tageszeit. Dafür gibt es ein sogenanntes Deeskalationstraining: Abstand halten, beruhigend einwirken und immer lächeln. Wenn es wirklich eng wird, dann zückt man sein Diensthandy und ruft Hilfe, vorausgesetzt, der Angreifer läßt das arme Würstchen in Uni form auch in aller Gemütsruhe telefonieren und wartet dann ab bis die Polizei mit dem erhobenen Zeigefinger kommt.

Ich darf beruhigen, - man ist immer zu zweit, meistens eine Dame und ein Herr zusammen. Also muß man dann nicht nur auf seine eigenen Knochen achtgeben sondern auch seiner Kollegin zu Hilfe kommen, wenn es Ernst wird. Aber nicht das gleichzeitige Anrufen mit dem Diensthandy vergessen! Wer es nicht glauben möchte: einfach mal nach „Übergriffe in Bus und Bahn, Leipzig“ googeln. Von Anpöbeln, Bespucken bis zum Krankenhausreif-Schlagen, - das volle Programm. Trotz Wagenkamera und Dauerlächeln...

Hatte ich nicht vorhin eine Uniform erwähnt? Ja, die gibt es, sogar passend und eigentlich sehr schick. Wenn da nur nicht das kleine Problem mit den Schuhen wäre. Diese sollten eine dunkle Farbe haben und dürfen selbst gekauft werden wenn man leider gerade keine passenden auf Vorrat hat. Denn die Schuhe stellt die Firma nicht. Dafür werden aber Sonnenbrillen verboten, die sehen nach Auffassung des Unternehmens unseriös aus, es sei denn, man hat vom Arzt ein Attest. Was aber nicht unseriös ist: Man muß einen Dienstausweis mit Foto und vollständig ausgeschriebenen Namen gut sichtbar an der Kleidung tragen, damit jeder sofort weiß daß es sich bei dem Betreffenden um einen ALG-II-Menschen handelt und derselbige auch wie ein solcher behandelt werden darf .

Denn in Leipzig ist es üblich, daß zu dieser „Maßnahme mit Mehraufwand-Entschädigung“ nur ALG-II- Empfänger hinzugezogen werden. Ich darf aber bezweifeln ob es einer altgedienten Bürotante von Personalbüro oder Projekt-Leitung gefallen würde, wenn man sie mit „ Hartz-4-Schlampe „ ansprechen würde. Eine öffentliche Herabwürdigung Arbeitsloser wird also billigend in Kauf genommen. – Noch krimineller geht es nicht? – Doch ! – Zum Beispiel – ein zurechtgewiesener Fahrgast liest und merkt sich den Namen. Dann kann er sich ohne weiteres per Meldeamt (unter einem Vorwand...suche alten Schulfreund...) die Anschrift erfragen. Dem Meldeamt ist nämlich der Begriff Datenschutz völlig unbekannt sofern mit einer Auskunft Geld verdient werden kann.

...Und dann steht eines Tages ein schlecht gelaunter Mensch vor der Tür und schwingt die Fäuste. Bedauerlich nur, wenn gerade kein Diensthandy in Reichweite ist und man überhaupt nicht lächeln mag...

Kommen wir nun zu etwas erfreulichem: Ein Teil der Belegschaft wird auch als Begleitservice eingesetzt. Mit einem zweitägigem Kurs in Erster Hilfe und Umgang mit Behinderten ist man in der Lage, auf Wunsch ältere und / oder behinderte Bürger zu Behörden- oder Arztgängen vor der Wohnung abzuholen und zu begleiten. Ich spreche hier ausdrücklich von dem Begriff vor der Wohnung, das ist kein Druckfehler, denn der Begleitservice darf die Wohnung nicht betreten. Wie ein Behinderter oder älterer Bürger dann aus Sessel oder Bett zu Rollstuhl, Gehhilfe oder Rollator kommt ist seine Sache und wenn er auch vor meinen Augen umkippt. Wie er in den Mantel kommt darf mich auch nichts angehen, ich muß im Treppenhaus warten!

Ist aber alles glücklich und ohne weitere Knochenbrüche abgelaufen möchte sich vielleicht der Eine oder der Andere etwas erkenntlich zeigen, aber diese freundliche Geste muß ich ablehnen, denn ich darf als Begleitservice nichts annehmen, nicht einmal unterwegs einen Kaffee oder ein Brötchen. Und weil die Obrigkeit von Haus aus mißtrauisch ist werden die „ Mobil-Mitarbeiter“ auch schön kontrolliert. Das ist recht einfach, denn jeder hat seinen Dienstplan mit zugewiesener Kursnummer. Linie und Uhrzeit.

1,40 Euro pro Stunde fürs Prügeln lassen
Habe ich etwas vergessen? – Ja, den Lohn ! Also, das ist wirklich fürstlich! Ganze 1.40 € kann man maximal pro Stunde verdienen, aber Abzüge sind auch da noch möglich. Dafür darf man sich aber auch wie schon gesagt, anpöbeln, verprügeln und auch sonst gern bevormunden lassen wo immer es auch geht. Hat man aber erst einmal das ganze perverse Spiel durchschaut und keine Lust mehr, sich unkontrollierbaren Gefahren auszusetzen dann erfolgt vom Jobcenter (in diesem Falle Leipzig) umgehend eine Sanktionsandrohung.

Hier arbeiten – wie nicht anders zu erwarten – Leistungsträger und (in meinem Falle) LVB/ LAB Hand in Hand zusammen. Nun kann man sich natürlich fragen: Warum bezahlt man die Leute nicht einfach ordentlich und stellt sie fest ein? Die Antwort ist ganz einfach: Dafür ist kein Geld da, obwohl das Jobcenter Leipzig im Jahre 2012 bewilligte sagenhafte 10 Millionen Euro, gedacht für
Arbeitsbeschaffung und Ausbildung, nicht abgerufen hatte und somit verfallen ließ. (auch bei GOOGLE zu finden und nachzulesen)

Im Übrigen ist im SGB II unter § 16. Absatz 3 klar und deutlich geregelt, daß auch bei einer Maßnahme mit Mehraufwandentschädigung vor Beginn dieser Maßnahme von dem zuständigen Sachbearbeiter auf mögliche Gefahren hingewiesen werden muß. Bei mir war dies nicht der Fall und ich gehe davon aus, daß die Sachbearbeiter ihre eigenen Gesetze nicht kennen. Wer kommt nun eigentlich auf die Idee, ALG-II-Empfänger als Kanonenfutter und Blitzableiter zu mißbrauchen und sie potentieller Gefahr für Leib und Leben auszusetzen? (Th. Sch., Leipzig)

_________________________

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und des Autors aus folgender Quelle:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-wer-keine-pruegel-mag-wird-sanktioniert-9001316.php

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (56)

Oberham 21.02.2013 | 10:35

... wie schon mehrfach gewarnt - nach dem Pferdefleischskandal - kommt .......

Glücklich wer kein Fleisch isst.

Noch glücklicher wer seinen Acker bestellen und eine Milchkuh melken kann.

Ich bin mir meines Glücks bewußt - so drei Eskapisten könnte ich aufnehmen - aber (ja hier gibt es ein aber!!) - Feldarbeit und Tierpflege müssen passen, sprich jeder kriegt sein Feld - die Milch reicht für fünf - locker.... -

Vadis 21.02.2013 | 11:15

Ich nenne das 'Rekrutierung von Feindfiguren oder feindlichen Zielpersonen zur Triebabfuhr testosterongesteuerter ÖPNV-Kundschaft', vorzugsweise in Entlastungszügen bei (un)sportlichen Ereignissen hohen Massenaufkommens einsetzbar.

Und warum eigentlich nicht gleich in den entsprechenden Großveranstaltungsarenen?! Sollte es durchgesetzt werden, dass die Kosten der ordnungsbehördlichen Manpower den Verursachern überantwortet wird, ließe sich auf Basis der Differenz von 1,40 € / Std. zum umgerechneten Stundensatz eines offiziellen Wachhabenden sicher vorzüglich Gewinn erzielen.

Zudem ist doch potentiellen Dienstleistern wie einer H.E.S.S.-Security (siehe #Amazon) zuvorzukommen.

In Düsseldorf wurde Vergleichbares noch 3 Monate vor Auslaufen der 1-Euro-Jobs »angeboten«. Augenscheinlich kann es sich bei 1,40 € / Std. nicht mehr um einen solchen handeln – Erfolgsquote immerhin 40 % und das ohne Gewerkschaft.

gettop 21.02.2013 | 12:51

the times - they are changing

welches Bild drängt sich mir hier auf -

Die Mitarbeiter der ARGEN - wohl die allermeisten - sind dort, da sie auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance - Beschäftigung finden - wenn, dann wären sie nicht dort .

In meinem Bild sind sie so etwas wie - Kapos - in den Gefangenenlagern , in den Konzentrationslagern - die willfährigen Hilfen der Lagerleitung, die für diese die schmutzige Drecksarbeit machen, wissend, dass sie morgen auch zu den einfachen Lagerinsassen gehören, wenn sie nicht sputen und sich das Wohlwollen der Leitung durch kleine und große Grausamkeiten sichern.

Also die Nahezugescheiterten erniedrigen und entwürdigen die formal im Kapitalismus Ganzgescheiterten und im Bewußstsein und der Wut, auch zu den Verlierern zu gehören, kennen sie keine moralischen und ethischen Schranken.

Hartz4 = offener Vollzug - noch gibt es keinen Stacheldraht, aber im Kapitalismus braucht es diesen auch nicht, da die Geldabhängigkeit die Insassen vollumfänglich konditioniert - oder

mcmac 21.02.2013 | 13:04

Lieber gebe,

vielen Dank für die Veröffentlichungen zu HartzIV an dieser Stelle. Die Fallbeispiele zeigen jedes Mal, dass es unglaublich ist, was da für eine Kultur/Gesellschaft herangezüchtet werden soll. Möge sich die Erkenntnis durchsetzen, dass bald fast jeder der sprichwörtlich Letzte sein kann, welchen die Hunde beißen (oder mindestens hauptsächlich von so Gebissenen umgeben sein wird).

lg

winkekätzchen 21.02.2013 | 13:25

die so ausgebeuteten und dem asozialen gewaltbereiten gesocks zum frass vorgeworfenen "sicherheitsdienstler" sollten sich die namen ihrer peiniger auf dem hartz4amt gut merken und die technischen möglichkeiten der jetztzeit nutzen, um mehr über die kapos herauszufinden. leute, die genau wissen, daß man selber genau weiß, wo "deren haus wohnt", sind meist wesentlich kooperativer.... warum sollten die sich hinter der anonymität ihrer agentur verstecken dürfen, wenn einem selbst als prügelknabe in den öffentlichen verkehrsmitteln dieses recht abgesprochen wird.

was man mit den infos über die kapos anstellt, ist jedem sein bier ^^ ich rufe hier selbstverständlich NICHT zur gewalt in irgendeiner form auf. doch man kann sich ja auch friedlich wehren... die feder ist bekanntlich mächtiger als das schwert.

selbstverständlich steht gegen jede entscheidung aus dem hartz4amt der rechtsweg jederzeit offen...

beispiel ralph boes (bürgerinitiative grundeinkommen). wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt ^^

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Ehemaliger Nutzer 21.02.2013 | 15:42

Sachsen ist schei**e und da ist Leipzig noch gut, verglichen mit Chemnitz (wo ich herkomme). Behördenwillkür gibts überall, ebenso unfähige, gestresste und unter Druck gesetzte Angestellte/Beamte. Dafür gibts anderswo wenigstens unterbezahlte Jobs in der Wirtschaft, mit etwas Glück sogar ordentliche Festanstellungen.

Die sächsischen Behörden und Politiker haben sich so eine Art-DDR-Standesdünkel erhalten können. Das zieht sich bis in die Schulen/Unis, wo man sich von (oft in der DDR studierten) Lehrern anhören darf wie Leistung heutzutage funktioniert. In einer sehr gespaltenen und armen Gegend ist das besonders unerträglich und unmenschlich. Die einen werden fast nach Westtarif bezahlt und haben gute Verträge bei minimalen Lebenskosten, andere erreichen nur noch Hungerlöhnerstatus, egal wie sie sich abstrampeln...

Oberham 21.02.2013 | 16:39

.... Falls Du über Köln mit dem Zug kommst - ja - sicher..... -aber bis zu mir ist es dann schon noch ein Stückchen - Süd-OST-Bayern ;-)..... - bei uns gibts keine Faschos, sondern Republikaner und die Schützenvereine - übrigens - wenn ihr kommt, treten wir da einem bei - zur legalen Bewaffnung (ich lass mich nicht - wie die Chinesen - vom Feld vertreiben - die kämpfen dann immer mit Sicheln und haben gegen die Polizei mit den Pistolen keine Chance .....)

GEBE 21.02.2013 | 16:49

Klingt wirklich nicht schlecht. Ich werde ernsthaft mal über eine Stipvisite nachdenken.

Könnten Sie die Koordinaten angeben. Ist ja, seitdem die Nachrichtenfunktion hier abgeschafft worden ist, kaum möglich, sich dazu auszutauschen. [Da fällt mir ein: ich habe ja noch immer mein Account bei der "Die Zeit". Da kann man mir immer noch Nachrichten schicken, die niemand sonst mitliest.]

Oberham 21.02.2013 | 16:58

Na in meiner Oberhamer Welt haben alle genug - die anderen sind doch selber schuld wenn sie es nicht wollen!

Nö - kein Verrat - jeder ist mündig, keiner wird - bis dato - zur Idiotenarbeit gewzungen - ich hab schon als Schüler gesagt, desto blöder der Job desto höher müsste die Bezahlung sein - in dem Fall dürften zwar Zahnärzte auch noch gut verdienen - ist eben ein Ekeljob - aber Politiker würden bestenfalls 1Euro bekommen die Stunde - schließlich sollten sie Politik machen, sprich kluge Gedankengänge entlangwandeln und nicht ständig darüber räsonierenm, wie sie den Listenplatz verbessern oder halten und möglichst lange im Mandat bleiben - oder noch besser eine lukrative Drehtüre finden.

Motto - scheiß Job - relativ viel Geld

schöner Job - relativ wenig Geld - passt ja auch, wer einen schöen Beruf hat, der arbeitet sowieso viel mehr Stunden die Woche - wer eine Drecksjob macht, der sollte nicht mehr als 20 Stunden die Woche rackern müssen - sprich wer keine Lust oder Chance auf eine gute Ausbildung hat, der muss weniger schuften und kriegt auch genügend Geld.

Wer eine tolle Ausbildung erhalten hat, der hatte wohl auch Freude am lernen (sonst ist er eh falsch am Platz und wer da so alles als geistige Elite rumläuft - na - die Realität entlarvt die ganzen drögdusseligen Typen doch eh) - ergo - der Professor kriegt weniger Geld als die Putze - die Stunde - da er aber wohl 60 oder 70 Stunden die Woche arbeitet verdient er nicht weniger.

Schwupps - plötzlich würde alles ganz anders aussehen - wäre eine ganz simple Methode - ohen das System grundsätzlich zu ändern - Gerechtigkeit zu schaffen - da - miese Jobs eben keine Abnehmer fänden, würden sich die Menschen nicht aus lauter Verzweiflung für einige Euros vermieten.

Warum sind sie so verzweifelt, - na - weil sie gut erzogen sind.

Der Oligarch sagt dem armen Schlucker - er liegt den ganzen anderen armen Schluckern auf der Tasche wenn er nicht brav arbeitet - schließlich ist er dazu geboren worden!

Diese Arbeitssinnhynose funktioniert leider total gut - bei mir hat es nicht geklappt - als Kanzler gerne - mach es für 1 Euro die Stunde - natürlich wie bisher alles frei - und die UK sowieso - übrigens Einzelanschaffungen kriegen die on top immer - nur da braucht es Rechnungen.

Mein erster Akt - eine Volksabstimmung - Politiker künftig Ehrenamt ja oder nein?

Wetten die meisten würden eher für noch mehr Versorgungsansprüche der Politiker stimmen.

Da ja - kriegt der Mandatsträger keine Euros - nur noch reiche das Amt besetzen können (wie gesagt die UK´s und sonstigen Vergünstungen steiche ich ja nicht - und somit blieben für die Spardose am Monatsende locker 400 Euro für einen Minister - die Jungs arbeiten schließlich rund um die Uhr!)

Bewußte "Armut" ist Genuß und Eklusivität!

Leid geht los, wenn man unfreiwillig in der Kacke hockt - mein Leben würden sicher normalkonditionierte als absolut unerträglich empfinden - zu frugal - dabei werde ich z.B. morgen ein veritables Weißwurstfrühstück genießen - mit frischen Brezeln und vegetarischen Weißwürsten - dazu Bier und eine liebe Bekannte die mich besucht.

Danach sehen wir weiter ;-)............. - hey - das Leben ist schon ein Hit, sollte ich mal ganz gelangweilt sein, geh ich mal auf ein Amt und beantrage ALGxyz - (meine Hütte gehört mir nicht, mein Feld gehört mir nicht - ich hab keinerlei verbrieften Besitz... - alles gepachtet - aber günstig.... - hier mag ja sonst keiner sein -ist einfach zu - nochmal - Exklusiv!

Da fällt mir ein - ich hab nicht mal einen gültigen Pass - der ist vor 5 Jahren aubgelaufen - und - sorry - warum soll ich dafür zahlen - das man das Teil verlängert - ich brauch keinen Pass.

Muss man im Arbeitsamt den Pass vorlegen (hab einen Führerschein - der ginge doch auch?)

Oberham 21.02.2013 | 18:25

... gelesen - ja das Obig geschilderte sind ja auch die Gedanken eines 15jährigen Träumers - allerdings bin ich die letzten 35 Jahre nicht klüger geworden - eher weniger verträumt und mit einem verkümmertem Denkorgan sich wesentlich kreativärmer - da fällt mir ein - vielleicht ist Demenz eine Art Selbstschutz des Gehirns, man fällt sozusagen gedanklich schon mal vorab aus der Welt heraus, schleppt sich der Körper quasi nur noch unter der Glasglocke zum Grab.

Bei uns in Bayern fordert man härtere Sanktionen für ALGII Anspruchsberechtigte - unser grunzendes Nockerbergmonstrum mit Rattenzähnen - es ist geistig voll auf dem Niveau der verhärmtesten Stammtische - wird aber im September sicherlich wiedergewählt - soviel zur Mündigkeit meiner bajuwarischen Landsleute - insofern, die ganzen Schützenvereinsheimtresore voller Waffen sollten wirklich schnellstmöglich geleert werden - sonst treiben die am Ende noch Üble Dinge wenn diese unsägliche Ministerin neben ihren perviden Wörtern noch mit ihrem Arsch wackelt (der Standartdepp schaut nicht aufs Gesicht, der wartet nur auf das Zeichen "paarungsbereit" - und die besagte Person würde für ihre Karriere wahrscheinlich sämtliche Stammtische Bayerns zumindest mal kurz schnuppern lassen........... - den Gestank könnten dann aber wirklich nur die allerdebilsten aushalten, denk ich mal.

Ja - wenn ich so dahinschreib, dann könnt ich sogar fast geneigt sein die Kanrren nicht nur zu klauen..... - daher ende ich hier - damit es nicht zu heftig wird.

fahrwax 21.02.2013 | 19:14

Es gibt Quellen die der Träumerei eine kräftige Wirkung zuschreiben – es ist jedenfalls kein zwangsläufig menschenfressendes Hobby. Auch die zunehmende Verkümmerung von Organen und sonstiger körperlicher Ausstattung kann durchaus positive Energien freisetzen.

Was zuletzt stirbt sollte mittlerweile geklärt sein, wie schmerzvoll auch immer.

Die Bereitschaft zu sinnvollem Handeln steigt mit abnehmenden Verlustängsten. Diese These ist dem Besitztum leider weitgehend unzugänglich, womit auch der Hintergrund für die hilfreiche Entsorgung hinderlicher Sachwerte geklärt sein sollte.

Auch die Umverteilung der Besitzstände von Schützenvereinen sind durchaus unter diese menschenfreundlichen Vorgaben einzuordnen.

Leider trifft deine Erwähnung der Vorlieben des bajuwarischen Standarddeppen meine bevorzugte Blickrichtung; eine Kategorisierung die mich zunächst einmal tief deprimiert.

Sollte GEBE endlich einmal mit der Terminierung zu Potte kommen, werden ich weiteren Spiegelungen sicherlich wieder gefasster ins Auge schauen können.

Hoffentlich haben ihn unsere unaufschiebbaren Vorhaben nicht unnötig verstört? Sollten wir sicherheitshalber GvG noch zu Rate ziehen?

Oder gar in die anstehenden Feierlichkeiten einbeziehen? Kultur ist möglich, wenn ausreichend Fantasie entwickelt wird.

Oberham 22.02.2013 | 10:33

ja - und heute Lobhudelei bei SPON - glaubst Du mir langsam, dass es eine schöne PR-Aktion ist?

Übrigens - findest du in dem ganzen Brei einen wirklich eigenen Gedanken von Schirrrrrrrmacccccchhhhhher?

Der Typ ist doch ein personifizierter Nacherzähler!

Aber fürs Zitieren wird man ohnehin bis ins Allerheiligste hochgelobt - man sollte nur wenigstend die Hälfte auch offiziell als Zitat deklarieren - der Rest wird nur etwas verquast und schon hat man seine neuen originellen weltbewegenden Gedanken .....

Übrigens ich glaube der Liberale wars: "Der Groschen ist gefallen" - passt - die Kasse beim S. klingelt!

Sorry - es geht dem Freak doch wirklich nur darum.

Ich hab ihm mal ne Mail geschickt - Vorschlag - Stiftung für Nachhilfeunterricht zu Gunsten von Immigrantenkindern - keine Antwort - war ja klar... so busy wie die PR-Abteilung ist - da sind solche Vorschläge nur kümmerliche Spam-Mails.

Ich nehm dem Mann kein Wort ab - genausogut könnte Ackermann so ein Buch schreiben - und glaub mir - es würde ein Bestseller!

(Würde mich nicht wundern, liefen da Wetten in den Clubs der Finanzfaschisten, welche Auflage wohl das Kapital - etwas umgeschrieben - erzielen würde, ließe sich ein Ghostwriter finden und ein namhafter Bankvorstand der als Autor fungiert - ich schätze - Übersetzung in minimum 50 Sprachen und Millinenauflagen - von den Tantiemen könnte man super Feten feiern in denen man enführte Kinder vernascht - so ticken diese Horrorfiguren!)

Empfehlung an alle - so ihr könnt - spielt mal Mäuschen, wenn sich Führungspersonal unter sich fühlt und Witze reißt - übler geht nimmer!

nethippi 22.02.2013 | 15:11

Meines Erachtens nach illegal. Zuerst einmal gibt es professionale Securityservices, d.h. diese Jobs verstossen meines Erachtens nach gegen § 16d (Arbeitsgelegenheiten), da sie nicht wettbewerbsneutral sind (gilt laut Bundesrechnungshof mit Sicherheit für 50 % aller Arbeitsgelegenheiten und für weitere 25% gilt sehr zweifelhaft). Das heisst, hier auf den nachträglichen zu zahlenden Tariflohn klagen, bzw. die Kürzung hinnehmen und gegen die Kürzung klagen. Die Chancen diese Fälle zu gewinnen sehe ich als außerordentlich hoch an. Allerdings muss man sich auf eine lange Wartezeit einstellen, bis man endlich ein Urteil hat (man muss bis dahin mit den fehlenden 30% des Regelsatzes klar kommen). Die nächste Frage ist, ob man ohne spezielle Ausbildung und Zertifizierung überhaupt solch einen Job wahrnehmen darf. Leider nehmen fast alle Betroffenen solche rechtswidrigen Jobs hin, ohne sich zu wehren.

Oberham 22.02.2013 | 15:39

--- nur die Legalität spielt für die Argenturen ja wohl kaum eine Rolle.

Generell gilt - die Sache mit dem Rechtsstaat wird immer selektiver - das gilt für alle Bereiche - vom Mord bis hin zum kleinen Regelverstoß.

Früher waren wir stolz - oder froh - dass der Mächtige nicht willkürlich kommen konnte und z.B. die Tochter nahm und tod wieder ablieferte, wer aufmuckte war gleich mit tod.

Heute darf der Mächtige das inzwischen praktisch auch wieder machen, er darf sie nur nicht selber bei Tageslicht und im Angesicht der Nachbarn holen.....

Ein 14jähriges Mächdchen bekommt man für ca. 10. TD und einer halben Mio. Dollar - je nach Region - bei uns in Mitteleuropa ist es etwa an der oberen Preisgrenze - dafür gibt es allerdings wirklich alles nach Wunsch!

Man kann sich für Geld alles kaufen - und die- die sich Spitzenpreise leisten, müssen kaum mehr irgendwo mit Strafverfolgeung rechnen, sie dürfen es nur - wie gesagt - noch nicht - auf offener Bühne treiben.

Der Staat darf allerdings auf offener Bühne die Verlierer inzwischen wie Nutzvieh behandeln, egal ob nun legal oder nicht.

laubfrosch 23.02.2013 | 18:12

diese geschichte ist ein todgerittenes pferd, ebenso wie hartzer in der altenpflege, beim schneeschippen oder in der kinderbetreuung.

dafür braucht es ausgebildetes personal; motiviert und qualifiziert.

selbst in der unterbezahlten security-branche gibt es standards; schulungen die man absolviert haben muß mit zeugnis, und mit geeignetem psychologischen profil.

als eignung müßen da gelten :

- physische vorausetzungen

- psychische vorausetzungen

- führungszeugnis

- untadeliger leumund

wahllos SGB II empfänger zu solchen tätigkeiten zu "verdonnern" unter androhung des leistungsentzug bei verweigerungshaltung.

das wird unausweichlich zur katastrophe führen.

spätestens dann wenn eine solche "aufsichtsperson" entgleist, es zu prügeleien oder pobeleien gegen unbescholtene bürger kommt ( - und das ist vorprogrammiert ), dann landet der elende gaul vor dem amtsschimmel.

dann galoppiert die presse, und manche erinnern sich an goethe :

" wer reitet so spät durch nacht und wind ... "

mfg. laubfrosch

laubfrosch 25.02.2013 | 11:55

ich möchte dabei niemandem zu nahe treten ....

ich bin selbst SGB II empfänger ....

aber das ist doch selbsterklärend; man kann für solche tätigkeiten nicht jeden zwangsweise verpflichten; dazu muß man innerlich gefestigt sein, darf sich nicht provozieren lassen auch in schwierigen situationen.

es hat schon seinen grund dass z.b. bei der polizei ein großer schwerpunkt in der ausbildung das deeskalierende trainieren von konfliktsituationen ist.

ich kann mich nur wiederholen; dafür braucht es zur nötigen ausbildung die geeignete physische und psychische konstitution.

gruß laubfrosch

laubfrosch 25.02.2013 | 11:55

ich möchte dabei niemandem zu nahe treten ....

ich bin selbst SGB II empfänger ....

aber das ist doch selbsterklärend; man kann für solche tätigkeiten nicht jeden zwangsweise verpflichten; dazu muß man innerlich gefestigt sein, darf sich nicht provozieren lassen auch in schwierigen situationen.

es hat schon seinen grund dass z.b. bei der polizei ein großer schwerpunkt in der ausbildung das deeskalierende trainieren von konfliktsituationen ist.

ich kann mich nur wiederholen; dafür braucht es zur nötigen ausbildung die geeignete physische und psychische konstitution.

gruß laubfrosch