Libyen und die westlichen Medien

Krieg in Libyen. Was wirklich in Libyen in den letzten drei Jahren geschah und warum die westlichen Medien darüber schweigen.
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Gastbeitrag von Mohamed Al-Fatah

Viele fragen sich, warum die dramatischen Vorgänge in Libyen in der westlichen Berichterstattung kaum Niederschlag finden und somit die breite Öffentlichkeit nicht über die Lage in diesem von einem gewalttätigen Krieg erschütterten Land informiert wird. Ich möchte darüber schreiben, was wirklich in Libyen passiert und über die Gründe, warum die westlichen Medien darüber schweigen.

Anfang des Jahres 2011 verkündeten die Medien der Öffentlichkeit, dass die Nato/Frankreich/England/USA in Libyen intervenieren sollten, um das Volk vor Gaddafi zu retten, der es massakrieren würde. Diese Gaddafi zur Last gelegten Vorwürfe erwiesen sich als falsch, wie sich von 2011 bis heute immer wieder beweisen ließ. Die letzte Bestätigung brachte das Interview, das Abdul Jalil, der Vorsitzende des NTC (National Transitional Council), 2014 dem Sender Al Arabia gab und in dem er angab, dass diese angeblich von Gaddafi veranlassten Massaker eine gefälschte Inszenierung waren. Tatsächlich hätte es sich bei den Getöteten um Söldner gehandelt, die im Dienste von CIA/MI6/Mossad und dem französischen Geheimdienst gestanden hatten. Doch diese Wahrheit sollte die westliche Öffentlichkeit nicht erfahren.

Als die Nato intervenierte war klar, dass sie, anstatt der Zivilbevölkerung zu helfen, Zivilisten tötete und radikale Kräfte an die Macht brachte. Viele Male zeigten BBC und andere Sender Bilder aus dem Irak oder von anderswo, die nichts mit Libyen zu tun hatten, von denen aber behauptet wurde, es handle sich um Libyen. Sie sollten zeigen, wie sich die Bevölkerung darüber freue, Gaddafi loszuwerden. Die BBC hat sich niemals für diese falsche Berichterstattung entschuldigt. Trotzdem verstanden die Menschen, dass es der Nato und dem Westen nur um Öl, Wasser, Gold etc. ging. Endlich war der Westen auch Gaddafi losgeworden, der aus verschiedenen Gründen für AFRICOM ein großes Problem gewesen war und ein noch größeres Problem für Israel, weil er nach Kräften in Gaza und an allen anderen Orten, wo Palästinenser leben, geholfen hatte.

Libyen, Syrien und der Iran sind die letzten verbliebenen Länder, die an der Seite Palästinas stehen. Des Weiteren gehörte Libyen nicht dem westlichen Bankensystem (Rothschild) an. Ist es da verwunderlich, dass just zu dem Zeitpunkt, als im März 2011 die Bombardements begannen, in Bengasi eine neue westliche Zentralbank eröffnet wurde?

Die amerikanische „Agency for Permission“ hat die Aufgabe, die weltweit fließenden Geldströme offenzulegen. Sie gab bekannt, dass von Ende 2011 bis heute 34 Libyer zu Milliardären wurden – d .h. nicht weniger als 1000 Millionen Dollar sind an namentlich bekannte Libyer geflossen, unter ihnen Hakim Belhaj, Khaled al-Sharif (auf seinem Konto gingen 1,2 Milliarden $ ein) und Rahim Keeb (1,7 Milliarden $). Alle aufgeführten Personen gehören dem illegalen GNC (Government National Council) in Tripolis an und alle von ihnen gehören zur Moslembruderschaft/Al-Qaeda/Ansar Sharia/LIFG/DAASH oder zu anderen extremistischen Gruppierungen. Und sie alle behaupten, dass die gewählte und international anerkannte Regierung in Tobruk nicht legal sei. Und da behauptet der Westen, Gaddafi hätte dem libyschen Volk Geld gestohlen!

Auch eine andere Sache wurde von den westlichen Medien nie erwähnt: Am gleichen Tag, an dem die Bombardierung Libyens begann, liefen die Ölverträge mit dem Westen aus; das heißt, der Westen wartete das Auslaufen der Ölverträge ab, bevor er mit der Bombardierung begann. Auch dies war einer der vielen Gründe für die Bombardierung Libyens: Frankreich wollte diesen illegalen Krieg, weil es ihm nicht passte, dass Italien mehr Öl als Frankreich bekommen sollte. Frankreich und Katar wollten das größere Stück vom Kuchen.

Die USA wollten in der Lockerbie-Sache nicht weiter Entschädigungen an Gaddafi zahlen. Den Amerikanern konnte definitiv nachgewiesen werden, an jeden Zeugen vier Millionen Dollar für dessen Aussage, Libyen sei für den Terroranschlag verantwortlich gewesen, gezahlt zu haben. Damit der Westen das Embargo gegen Libyen beendete, erklärte sich Gaddafi bereit, Wiedergutmachung an die Lockerbie-Familien zu zahlen und das, obwohl die libysche Regierung ausreichend Beweise hatte, um die USA in einen großen Skandal zu verwickeln. Im Gegenzug mussten es die USA akzeptieren, die Summe, die Libyen an die Familien der Lockerbie-Opfer gezahlt hatte, als Ölrechnungen getarnt an Libyen zurückzuerstatten. Für die USA war das ein sehr wichtiger Grund, sich Gaddafis entledigen zu wollen, der noch viele Asse im Ärmel hatte. Betrachtet man den zeitlichen Ablauf der Bombardierungen, sieht man, dass die NATO das Gebäude des Geheimdienstes in Tripolis, wo – wie sie dachte – alle Dokumente aufbewahrt wurden, gleich in den ersten Tagen bombardierte.

Gaddafi war außerdem dabei, einen goldgedeckten Dinar („Gold-Dinar“) für die Abwicklung der Ölgeschäfte einzuführen. Damit hätte sich Libyen vom Petrol-Dollar verabschiedet. Wäre der „Gold-Dinar“ eingeführt worden, hätte dies für die USA und das Rothschild-Bankensystem ein finanzielles Fiasko bedeutet. (Auch Saddam Hussein tat etwas Ähnliches: Er führte zwar keinen „Gold-Dinar“ ein, akzeptierte aber für den Ölhandel alle Währungen außer dem Petrol-Dollar. Dies kostete ihm sein Leben.) Wären Gaddafi und Saddam erfolgreich gewesen, hätte das den US-$ in große Schwierigkeiten gebracht. Das sinnlose Drucken von wertlosen Papier-Dollars, für die es keinen Gegenwert in Gold gibt, wäre gestoppt worden.

Die Medien versuchten ihr Möglichstes, von Libyen und den Geschehnissen dort abzulenken, indem sie Berichte über andere Ereignisse in den Vordergrund stellten, zum Beispiel den Tsunami in Japan, den Aufstand im Jemen, den Dominique-Strauss-Kahn-Skandal sowie die Invasion der Saudis in Bahrain zum Schutz des Königreichs Bahrain; auch die Ereignisse in Afghanistan taten ihr übriges. Dann deutete Obama eine Woche vor dem 1. Mai 2011 an, dass ein besonderes Ereignis bevor stünde. Die Obama-Administration dachte, dass sie Gaddafi gefangen nehmen könne. Sollte dies jedoch nicht gelingen, gab es einen alternativen Plan. Gaddafi wurde am 1. Mai nicht gefangen genommen und so trat Plan B in Kraft: Bin Laden wurde von den Toten auferweckt und noch einmal getötet. Dies verdrängte alle Nachrichten über Libyen.

Als die Medien Bilder von der Einnahme Tripolis brachten, konnten Blogger im Internet den Beweis erbringen, dass die gezeigten Aufnahmen nicht aus Tripolis, sondern aus Katar stammten. Dieser Sachverhalt wurde zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls von Abdul Jalil bestätigt.

Von der Ermordung Gaddafis zeigten die Medien Bilder und Videos, die mit Photoshop bearbeitet waren. Dies hatte den Zweck, alle Libyer glauben zu machen, dass Gaddafi tot sei. Heute meinen einige, Gaddafi lebt, andere, er sei tot. Wenn man sich die damaligen Stellungnahmen von Obama, Sarkozy und Cameron anhört, lautete die Aussage stets, „die Regierung von Libyen teilte mit, dass Gaddafi tot ist“. Sie sagten nicht, dass es dafür Beweise gibt.

Zwei Tage vor dem Mord an Gaddafi kam Hillary Clinton nach Libyen. Unvergessen bleibt ihr berühmter Kommentar „Wir kamen, wir sahen, er starb!“ und wie sie über ihre eigenen Worte lachte. Sobald sie das Land wieder verlassen hatte, wurde wie durch ein Wunder Gaddafi in Sirte gestellt und getötet. .. nun, so etwas mag es in Hollywood geben, im wahren Leben ist es eher unwahrscheinlich. Stellt man in Rechnung, dass sich Gaddafi trotz aller Mordanschläge, die zwischen 1976 und 2011 auf ihn verübt wurden, über 42 Jahre an der Macht halten konnte, muss er ein Experte im Entkommen von Fallen gewesen sein. Ein so kluger und gerissener Mann wie Gaddafi würde niemals in Sirte bleiben und dort auf seine Hinrichtung warten… Würden Sie das tun? Nein, sicher nicht, wenn Sie wüssten, dass jeder nur darauf wartet, Sie in Ihrer Stadt fassen zu können. Sie müssten ein Schwachkopf sein, wenn Sie genau das täten, was jeder von Ihnen, in dem Fall der Westen, erwartet. Vielleicht glaubten die NATO und der Westen, dass sich Gaddafi so verhalten würde, dass er so ein Schwachkopf wäre wie es die restliche Weltbevölkerung ist. Nun, die westlichen Medien halten uns alle für Schwachköpfe und setzen uns nur die Nachrichten vor, die in ihr Konzept passen.

Nach dem sogenannten Tod von Gaddafi eskalierte alles und das Chaos brach aus. Der Westen brachte Privatarmeen – militärisch ausgerüstete Truppen – nach Libyen, um die Ölfelder zu schützen. 22.000 bewaffnete Männer verteilten sich auf Brega (eines der größten Ölfelder) und anderen wichtige Ölfelder. Sie zwangen alle libyschen Bürger und den NTC Brega zu verlassen. Das war das Ende von Libyen. Damit will ich sagen, dass es für all die Länder, die Libyen den Krieg erklärt hatten, um dessen Reichtum unter ihre Kontrolle zu bringen, kein Halten mehr gab. Jedes Land versuchte, einen möglichst großen Anteil zu ergattern. Katar, Saudi Arabien, die Türkei, England, Israel, Frankreich, Kanada und die USA versuchten, alles nur Mögliche an sich zu reißen. Zu diesem Zweck stellten sie 250 Milizen auf, die sie finanzierten und ausbildeten. Katar kontrollierte den Militärflughafen Metiga. (Vor der 69er-Revolution war der Metiga-Flughafen die „Willas-Airbase“ der Vereinigten Staaten gewesen, eine der größten Militärbasen in Nordafrika.) Eine ganze Stadt wurde zwangsumgesiedelt, nur weil dort schwarze Libyer lebten. Ich spreche von Tawerga. In Libyen geschahen Tag für Tag immer grausigere Dinge.

Als Dank für seine Unterstützung der „Rebellen“ sowie von Abdul Jalil (Vorsitzender der Übergangsregierung) wollte Israel eine Militärbasis zwischen dem Grünen Berg und Bengasi errichten sowie die zusätzliche Zahlung von Entschädigungen an jene Juden, deren Land und Häuser die Jamahirija-Regierung in Besitz genommen hatte, nachdem das Land um 1971 aus freien Stücken von den Juden aufgegeben worden war. Die Regierung Gaddafi hatte bereits ab 2004 mit Kompensationszahlungen an jüdische Familien begonnen.

Franzosen und Amerikaner kontrollierten nun die Ölfelder und vertrieben Libyer aus den nahe gelegenen Städten. Kein Libyer und niemand aus dem NTC (National Transitional Council) wurde in diesen Gebieten geduldet. Frankreich baute eine Militärbasis nahe der Grenze zu Algerien. Und die Engländer? Nun die Engländer prostituierten sich mit ihrem Geheimdienst und der militärischen Ausbildung und versuchten ansonsten, Aufträge für den Wiederaufbau von Libyens Infrastruktur zu erhalten.

Die USA setzten Abulhakim Belhaj als Gouverneur in Tripolis ein. Er ist der bekannte Terroristenführer der LIFG (Libyan Islamic Fighting Group) und war der Stellvertreter Bin Ladens.

Nach einem Jahr der Zerstörung durch den Westen begann sich der Grüne Widerstand wieder zu formieren. Viele Zivilisten schlossen sich ihm an und versuchten, Libyen den Klauen der Takfirs (Moslems, die von anderen Moslems zu Ungläubigen erklärt wurden) und des Westens zu entreißen. Da der Westen damit nicht gerechnet hatte, begann er, nach und nach Teile Libyens wieder zu verlieren. Das Einzige, was dem Westen in dieser Situation einfiel, war noch mehr Takfirs zu finanzieren und auszubilden sowie die Moslembruderschaft, al-Kaida und ähnliche Gruppen ins Land zu holen, um so die Großen Stämme und den Grünen Widerstand einzuschüchtern. Die Lage der libyschen Zivilbevölkerung verschlechterte sich (so wie Zivilisten immer zum Kollateralschaden werden), aber der entschlossene Widerstand gegen die Kolonisten und Takfirs wurde dadurch nur gestärkt.

In den westlichen Nachrichtensendungen wurde nicht gezeigt, dass der Westen mit seinen Söldnern am Verlieren war. Dies war eine der größten Leistungen Obamas, ebenso wie dass er einen Diktator losgeworden war, um anschließend eine diktatorische Demokratie zu installieren. Gleichzeitig bekamen die USA eine Menge Geld, das Libyen gestohlen worden war, indem die Vermögen, die dem libyschen Volk gehörten, eingefroren und auf Anweisung Obamas nicht an Libyen zurückgegeben wurden. Obamas Krieg gegen Libyen wurde so mit libyschem Geld finanziert.

Vor etwa zwei Monaten setzte sich der Radiosender BBC mit mir in Verbindung, damit ich meine Sicht der Dinge darstellen könne. Dies war die Zeit als Gaza böse bombardiert wurde. Ich sagte der Reporterin, ich würde in ihrer Sendung auftreten, wenn sie verspräche, nicht noch einmal den gleichen Trick wie 2011 anzuwenden. Damals gab es drei Leute, die gegen Gaddafi waren und nur ich war für Gaddafi. Dabei hatte sie mir ihr Wort gegeben, es wäre die gleiche Anzahl pro- und contra Gaddafi-Leute anwesend. Sie hat sich nie mehr bei mir gemeldet…

Die westlichen Medien wollen die Siege Libyens nicht publik machen, weil das schlecht fürs Geschäft wäre und auch, weil andere schwächere Länder uns nachahmen könnten. In den letzten drei Jahren haben es die westlichen Mächte weder geschafft uns einzuschüchtern, noch uns oder die Stammesstrukturen, die uns alle im Moment zusammenhalten, zu brechen. Der Westen begann genau zu einer Zeit zu intervenieren, als Libyen aufblühte und dies alle Libyer miterlebten. Die Libyer sind nicht dumm; wir leben hier seit über 8000 Jahren. Meine Ahnen haben vieles erfahren, das sich unseren Genen eingeprägt hat. Die libysche Bevölkerung kann den Vergleich ziehen zwischen der italienischen Kolonisation und der englischen und später der amerikanischen. Unter der italienischen Kolonisation litten wir schlimmer als die Afroamerikaner in den USA, aber wir haben überlebt und Italien musste im Jahr 2000 Wiedergutmachung an das libysche Volk und an die Familie Omar Muktars zahlen, der von den Italienern gehängt worden war.

In nur wenigen Monaten wurden in Libyen sehr viele Menschen von „Rebellen“/Extremisten getötet – verglichen mit den Zeiten der Jamahirija, wo nur wenige Libyer wegen Hochverrats gehängt wurden. Die Statistiken belegen, dass zu den Zeiten der Jamahirija 95 Prozent der Leute reich waren oder zumindest gut leben konnten, während heute alle arm sind, mit Ausnahme der Milizionäre, die über das libysche Vermögen verfügen, dieses aber nur zu ihrem eigenen Vorteil und nicht im Sinne des libyschen Volkes einsetzen. Der libyschen Bevölkerung ist klar, dass dies falsch ist! Deshalb haben sich die meisten Libyer dem libyschen Widerstand und den Großen Stämmen angeschlossen.

Libyen wird für den Westen der erste große Misserfolg werden. Er setzte Marionettenregierungen ein und erreichte trotzdem nicht das Gewünschte. Es sollte nicht bekannt werden, dass ab 2011 mit Beginn dieses illegalen Krieges über zwei Millionen Familien ins Exil getrieben wurden, während unter unserer alten Regierung nur 200.000 Menschen im Exil lebten. Vereinfacht ausgedrückt handelte es sich dabei um die Königsfamilie und ihr Umfeld, die Mitglieder der Terroristengruppe LIFG sowie einige Personen, die die Regierung einfach nicht leiden konnten. Letztere konnten unter der alten Regierung in Libyen problemlos aus- und einreisen.

Der Westen will nicht, dass die Medien sein Scheitern publik machen und dass – was am schwersten zählt – in den letzten drei Jahren auf beiden Seiten insgesamt über eine Million Zivilisten gestorben sind. Ebenso sollte verschwiegen werden, dass sich die Milizen vorwiegend aus Ausländern und nicht aus Libyern zusammensetzen… dies wäre schlecht fürs Image.

Zuletzt möchte ich noch eine Sache erwähnen, von der ich nicht weiß, ob sie bekannt ist. Es geht darum, wie Frau Merkel gezwungen wurde, mit der NATO zu kooperieren. Es war zur Zeit der militärischen Patt-Situation, etwa im Mai 2011. Die Regierung Merkel hatte, nachdem sie sich vorher schon geweigert hatte, in Libyen zu intervenieren, ein weiteres Mal abgelehnt, der NATO zu helfen, der die uranabgereicherten Bomben ausgegangen waren. Zu dieser Zeit profitierten große deutsche Firmen, unter anderem das Hamburger Exporthaus für Maschinen und Industrieanlagen Rieckermann, einige Telefongesellschaften und die Firmen Bosch und Siemens, von den guten Geschäften, die sie mit Libyen pflegten. Außerdem war der Regierung Merkel von eigenen und von russischen Aufklärungssatelliten bekannt, dass es nicht stimmte, dass Gaddafi die libysche Bevölkerung massakrieren oder seine Flugzeuge libysche Städte bombardieren würden. Deutschland hatte also kein Interesse daran, Gaddafi zu stürzen und Libyen zu destabilisieren. Da gab es nur noch eine Möglichkeit Angela Merkel klarzumachen, wer das Kommando führt… In jenen Tagen flog Merkel mit einem Hubschrauber von Berlin aus zu einer Wahlkampfveranstaltung nach Oldenburg. Nur wenige Minuten, nachdem der Hubschrauber Merkel in Oldenburg abgesetzt hatte, geriet er in Schwierigkeiten. In großer Höhe rissen gleichzeitig beide Rotorenblätter ab. Einige Tage später reiste Angela Merkel in die USA, um Obama zu treffen. Danach gab sie den Forderungen der NATO nach und unterstützte sie mit Bomben etc.

Ich meine, aus all diesen Gründen wollen die westlichen Medien bestimmte Dinge nicht publik machen. Der Westen soll nicht seine gesamte Glaubwürdigkeit verlieren. Zwar hat er diese zum Großteil bereits verloren, aber wenn alles bekannt werden würde, was in den letzten drei Jahren in Libyen geschehen ist, käme dies einer Bankrotterklärung gleich.

Ich glaube, dass Libyen das erste Land sein wird, das der westlichen Agenda trotzt. Und das hatte niemand erwartet.

Aus dem Englischen: Angelika Gutsche

12:26 14.11.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Angelika Gutsche

Reisen führten Angelika Gutsche unter anderem auf den afrikanischen Kontinent und quer durch den Balkan. Viele Reportagen fanden Veröffentlichung.
Angelika Gutsche

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