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wie irrational ist eigentlich homo sapiens sapiens?

wenn ich vom verheerenden erdbeben in neuseeland höre und sehe, frage ich mich wie x-mal zuvor aus ähnlichem anlass, warum die menschen in einem erdbebengebiet überhaupt ihr haus bauen bzw. darin wohnen.

klar, wer in so einem landstrich geboren ist, kennt die erzählungen der alten von erdbeben, die sich dort ereignet haben. als kind kann mensch nicht weg, und als erwachsener ist mensch in die verhältnisse hineingewachsen.

aber wenn mensch schon an der scholle klebt, warum bleibt er dann trotz der bekannten gefahr in einem gebäude wohnen oder arbeiten, das nicht im mindesten erdbebenfest ist?

die japaner hatten leichte holzhäuser gebaut, bevor sie zum betonbau übergingen. die traditionelle holzbauweise hielt den meisten beben stand und hatte im einsturzfall nicht solche schweren folgen wie der steinbau.

was ist das für eine einstellung der us-amerikaner, die in san francisco genau wissen, dass die wolkenkratzer durch ein beben früher oder später kippen und einstürzen werrden? wohnen da nur glücksspieler und andre hasardeure?

unsere verkehrspolitiker sind vom gleichen schlage. sie freuen sich über nur noch 10 tote auf den straßen pro tag.

11:17 25.02.2011
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Geschrieben von

h.yuren

buchveröffentlichung 2017, KRAH - das rabentagebuch, 350 S., 8 fotos ISDN 978-3-945265-45-1; Tb. 15,-
h.yuren

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