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Die Sonne scheint, Radio BLAU sendet wieder auf UKW, die Linden blühen nicht und die "Blechbüchse" ist schon halb ausgehöhlt, ideale Bedingungen also für einen Besuch in Leipzig.

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Heute wurde dort eine Gedenktafel für J. G. Seume enthüllt und ein Festakt im Alten Rathaus würdigte den Großen Spaziergänger zu seinem 200. Todestag. Dabei hätte man den Besuchern eigentlich sagen müssen: "Geht nach Hause, es gibt nichts zu feiern, Seume ist tot!" Als Dichter ordnete Seume Kankheit und Siechtum der selbst erfundenen Krankheitsgöttin Morbona zu, welcher man möglichst gut vorbereitet gegenüber treten sollte:

Denket jetzt, die ihr euch um den Sprudel
der Zerstreuung mühsam müde treibt,
Tage kommen, wo euch aus dem Strudel
nichts als die Erinnrung übrig bleibt.

Suchet jetzt die Tage so zu färben,
Der Moment hält seine Farbe treu,
Daß, wenn nach und nach die Freuden sterben,
Bleibender Genuß im Rückblick sey.

23:07 03.06.2010
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Geschrieben von

hadie

Was die Arbeitnehmer jetzt brauchen, ist ein Rettungsschirm für die Portemonnaies. (Frank Bsirske)
hadie

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