Petition gegen Fracking

Fracking Ich freue mich, dass der Freitag sich des Themas Fracking in seiner aktuellen Ausgabe annimmt.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Liebe Community,

mit großer Freude habe ich wahrgenommen, dass das Thema "Fracking" es beim Freitag zum Leitartikel gebracht hat. Ich beschäftige mich nun bereits seit geraumer Zeit mit dem Thema und habe Dinge erfahren, die mich zutiefst betroffen gemacht haben.

Ich möchte jetzt nicht mehr im Einzelnen darauf eingehen, was Fracking überhaupt ist, weil ich denke, dass das in den verschiedenen Artikeln auch hier im Freitag hinlänglich erklärt worden ist. Vielmehr möchte ich auf die unrühmliche Rolle der Bergämter verweisen, die Genehmigungen für das Fracking Niedersachsen und sog. Aufsuchungserlaubnisse im ganzen Bundesgebiet erteilt haben, ohne auch nur den Gedanken darüber verschwendet zu haben, ob nicht möglicherweise die Kommunen oder Kreise hierüber hätten informiert werden sollen.

Die Firmen, die hier Fracking betreiben möchten, können sich derzeit darauf berufen, dass die Zusammensetzung der Flüssigkeiten, die sie in die Erde pumpen möchten, Betriebsgeheimnisse sind. Es ist jedoch bekannt, dass ein großer Teil der Flüssigkeiten hochgradig umweltschädlich und giftig ist. Die Schädlichkeit reicht bis hin zu akuten Gesundheitsschäden oder Erbgutveränderungen.

Wenn die Flüssigkeiten nach dem Frackverfahren mit dem Gas aus dem Bohrloch gezogen werden (wobei ein großer Teil der Flüssigkeit im Bohrloch verbleibt) kommt mit der Flüssigkeit sog. Lagerstättenwasser mit hoch. Das kann mal mehr und auch mal weniger sein. Entscheidend jedoch ist, dass dieses Lagerstättenwasser zum Teil radioaktiv verseucht ist und zum Teil noch zusätzliche Chemikalien, wie z. B. Benzol oder Tuluol aufweist.

Diese Flüssigkeiten werden dann von einigen Firmen vermittels Bohrlöchern wieder in der Erde verpresst. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass hierfür noch nicht einmal eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.

Der Staat lässt derzeit also zu, dass eine unbestimmte Menge unbestimmter Gifte auf unbestimmte Zeit in die Erde gepumpt wird, wo diese dann einen unbestimmbaren Schaden anrichten können.

Gegen Fracking richtet sich zunehmend auch in den USA große Widerstände. In Deutschland war das Thema bis Mitte 2012 weitestgehend unbekannt. Selbst heute geschiet es mir immer wieder, dass selbst Mitmenschen, die gemeinhin als informiert gelten, mit dem Begriff Fracking nichts anfangen können.

Große Umweltschutzvereine, wie z. B. Greenpeace, der NaBu, BUND und wie sie alle heißen laufen zwischenzeitlich Sturm gegen diesen Versuch einiger weniger, sich auf Kosten ganz vieler zu bereichern.

Auf der Onlineplattform Change.org habe ich zwischenzeitlich eine Petition gestartet, die an den Deutschen Bundestag gerichtet werden soll. Der Link hierzu lautet:

www.change.org/de/Petitionen/deutscher-bundestag-verbot-von-fracking-2

Mehrere Tausend Menschen haben sich hier bereits gegen das Fracking ausgesprochen.

Fracking ist eine ungeklärte Technologie, fossile Brennstoffe zu gewinnen. Allein das Ansinnen, dass die Gewinnung fossiler Brennstoffe angeblich zukunftsweisend ist, ist vollkommen daneben. Zukunftsweisende Technologien hinsichtlich der Energiefrage sind vielmehr sparsamere Verbrauchseinheiten auf der einen Seite und nachhaltige Energiegewinnung auf der anderen Seite. Energie dürfte genug da sein für alle. Sie muss nur intelligent genutzt werden.

Die Menschen in Deutschland sollten sich in großem Umfang der Bewegung gegen Fracking anschließen und so die Bundesregierung zwingen, wieder vermehrt in Richtung nachhaltige Energien zu forschen. Denn nur so bleibt der Wissensvorsprung, den Deutschland möglicherweise jetzt noch hat, auch erhalten.

16:26 11.03.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
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