1990 Die Unfähigkeit, Frieden zu stiften

"Zwei plus Vier" Beim Streben nach dem Frieden sind die Länder des Abendlandes 1990, von Lissabon bis Wladiwostock, als "Geisterfahrer" in die Ausfahrt zum Ewigen Unfrieden geraten
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

"Zwei plus Vier Vertrag" 1990 zwischen der DDR, der Bundesrepublik Deutschland, den einstigen Siegermächten USA, UdSSR, England, Frankreich.

Unfriede rumort im Abendland. Unfrieden, Dein Name heißt Occident.

Ist ein "Schwebender Friede" so gut, wie schlechter Krieg?

Beim Streben nach dem Ewigen Frieden sind die Länder des Abendlandes 1990, von Lissabon bis Wladiwostock, als historische Geisterfahrer in die Ausfahrt zum Ewigen Unfrieden geraten, denn der Friede, der höher ist als alle Vernunft, gilt den Völkern der Welt seit den

"Zwei plus Vier- Vertrag"

zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990 als ungestiftet, unfinanzierbar?

Statt eines Friedens wurde 1990 ein Verfahren

"Zwei plus X" eines "So als ob Friedens"

für alle am Zweiten Weltkrieg beteiligten 53 Länder und alle kommenden Zeiten aus der Taufe gehoben.

Nun könnte man meinen, das ist doch schon einmal etwas und zwar besser als Nichts?

Sind die "Zwei plus Drei- Verhandlungen" in Minsk seit 2014 nicht ein brisant aktuell gelungen schwebendes Verfahren, das Hoffnung begründet?

Jeder neue Krieg wirkt heute, wie 1953 beim Londoner Schuldenabkommen der Siegermächte mit dem geteilten deutschland als Nachfolgestaaten des Dritten Reiches offenbar wurde, wie eine unrückzahlbare Zwangsanleihe auf den Ewigen Frieden. Wie soll da in unserer Zeit Frieden werden?

Richard von Weizsäckers Rede am 8. Mai 1985 zum Vierzigsten Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges, von MdB Heinz Wiese (FDP) damals als Inbegriff verstanden, dass Deutschland den Zweiten Weltkrieg im reinsten Sinne des Wortes nicht verloren, sondern gewonnen hat, wenn ja zu wessen Nutzen, Frommen, zu wessen Lasten?, fehlte der Samenkern, den Völkern der Welt vom deutschen Bioden aus, Frieden, gepaart mit einem weltweiten Modernsierungspakt, stiften zu wollen.

Eine Richard von Weizsäcker Rede war diese legendäre Rede nicht, die Frieden mit 53 am Zweiten Weltkrieg gegen das Deutsche Reich beteiligten Länder sucht. Es war eine Rede an die Deutschen Hüben und Drüben sich selber,statt den Völkern, Frieden zu stiften.

1985 und danach schien das lange Grund genug, diese Rede in höchsten Tönen zu lobpreisen.

Was diese Rede dagegen nicht für die Deutschen, aber für die Völker bedeutet:

Dem Frieden eine Klagemauer zu errichten, die verstummen lässt.

Dem Frieden eine Wand zu bauen, die den fortbestehenden Unfrieden in Europa, 1999 im Kosovo, jetzt in der Ukraine, der Welt unkenntlich zu machen sucht.

Unkenntlicher Friede

Unfriede als Ziel des Spiels

Wie sagte doch der deutsche Außenminister Hans- Dietrich Genscher im Tonfall einer Ente, an der das Wasser nur so abperlt, dem italienischen Außenminister Gianni De Michelis, der 1990 auf Mitsprache bei den

"Zwei plus Vier- Verhandlungen"

drang, was ist mit unseren Reparationsforderungen, Zwangsanleihen ab 1943 nach der Besetzung des abtrünnigen Italiens durch die Deutsche Wehrmacht, wenn die deutsche Einheit in "Zwei plus Vier- Gesprächen" verhandelt wird?

"You are not part of the game"

Statt "Ewiger Frieden" ein Spiel um das richtige Verfahren, die Auswahl der beteiligten, das den Frieden für alle Zeiten zunichte macht, weil unfinanzierbar?

Feigheit vor dem Frieden als deutsch- deutsche Kumpanei?

Statt den Völkern Europas, der Welt langersehnten Frieden zu stiften, ein Verfahren eines "So als ob" Frieden, wie im Fall Gefangener in Guantanamo/Kuba, denen US- Präsident Barack Obama zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2009 cora Publikum ordentlche Gerichtsverfahren versprochen hat.

Aus versprochenen Gerichtsverfahren wurden wöchentlich ritualisierte Verwaltungsverfahren, in denen Obama mit seiner Unterschrift den weiteren Verbleib der Gefangegen in Guantanamo scheinlegal fortschreibt.

Ausgeschlossener Friede

"Zwei plus Vier- Verhandlungen" unter Ausschluss des Friedens

Dem Frieden eine Klagemauer mit Blick auf den gläsernen Unfrieden.

Frieden in den Wind geschrieben

Frieden als Schlag ins Wasser fortgeschriebener Unterlassungen.von Amtswegen.

"Frieden Luftgitarrenoper" "Zwei plus Vier"

Deutsch- deutscher Abkauf des Friedens für das Linsengericht einer vorauseilend "Schwarzen Null" 2014.

Anstatt groß und demütig den Frieden, suchend, zu stiften, verlegen sich deutsch- deutsche Unterhändler bei den

"Zwei plus Vier- Verhandlungen"

auf das hasenfüssige "Klein Klein" bei der Vermeidung des Wortes Friedensvertrag, um ja keine schlafenden Wachhunde an Forderungen von Reparationen in 53 Staaten zu wecken, mit denen das Dritte Reich im Krieg liegt und sich formal weiter befindet

Sich deutsch- deutsch gemein machen, gemäß Beitrittsartikel 23 Grundgesetz (GG)

Statt den Völkern der Welt mit Elan, angesichts des Wunders der deutschen Einheit 1990 im Wege von Glasnost, Perestroika mit Michail Gorbatschow alsderen Großer Kommunikator an der Spitze, beispielgebend den Ewigen Frieden zu stiften, haben Bundeskanzler Helmut Kohl, Ministerpräsident Lothar de Maizère diesen, schnörkelig zitternd, in den Sand schrebend, verwehen lassen.

Hat denn keiner von beiden, nicht einmal Helmut Kohl als promovierter Historiker, die Altersschrift "Zum Ewigen Frieden" Immanuel Kants gelesen?

Ein philosophischer Entwurf (erste Auflage 1795 (zit. als A) 104 S., zweite, erweiterte Auflage 1796 (zit. als B), 112 S.) gehört zu den bekanntesten Werken des deutschen Philosophen Immanuel Kant.

Die neuzeitliche Bedeutung des Begriffs Frieden geht entscheidend auf Kants hierin vorgestellte Theorien zurück.

In Form eines Friedensvertrages wendet Kant seine Moralphilosophie (vgl. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kategorischer Imperativ) auf die Frage der Politik nach dem Frieden zwischen Staaten an.

Für Kant gilt es, von der Vernunft geleitete Entscheidungen zu treffen und nach Gerechtigkeit zu trachten. Dabei verdeutlicht er unmissverständlich, dass der Frieden kein natürlicher Zustand für den Menschen sei und deshalb gestiftet werden müsse.

Die Gewährung des Friedens sei Sache der Politik, welche sich der Idee eines allgemeingültigen Rechtssystems unterzuordnen weiss; denn so heißt es im Anhang:

"Das Recht der Menschen muß heilig gehalten werden, der herrschenden Gewalt mag es auch noch so große Aufopferung kosten. Dem Despotismus des abwesenden Friedens erteilt Kant eine Absage."

Bekannt geworden sind die Ideen des Völkerrechts, das die Verbindlichkeit der zwischenstaatlichen Abkommen fordert, und das Streben nach und Erlangendes Friedens als völkerrechtlichen Vertrag postuliert.

In den internationalen Beziehungen wird der Begriff „Zum ewigen Frieden“ den liberalen Theorien zugeordnet. Die Charta der Vereinten Nationen trägt wesentlich Immanuel Kants philosophische Handschrift.

Lakonisch steht es in der SPIEGEL- Ausgabe 9- 26- 2015 dieser Woche aktuell zu lesen:

- Die Bundesregierung von Helmut Kohl trickste 1990, um Reparationen an Griechenland und andere Staaten zu vermeiden. Das zeigen Unterlagen aus dem Revolutionsjahr 1989/90, die der SPIEGEL ausgewertet hat. Demnach hielt Bonn Länder wie Griechenland von den Verhandlungen über die deutsche Einheit fern; dort sollte auch über Reparationsforderungen gesprochen werden. Kohls Unterhändler sorgten zudem dafür, dass der Begriff "Friedensvertrag" nicht verwendet wurde, der vermutlich zu griechischen Forderungen geführt hätte. An einem "Friedensvertrag" könne man "aus finanziellen Erwägungen kein Interesse haben", erklärte Staatssekretär Friedrich Voss. Stattdessen unterzeichneten die vier Siegermächte und die beiden deutschen Staaten den Zwei-plus-Vier-Vertrag. Heute argumentiert Berlin, die Griechen hätten ihre Forderungen 1990 vorbringen müssen.-

DER SPIEGEL räumt mit nicht einmal einer Zeile ein, dass DER SPIEGEL dabei mittat, den Frieden hasenfüssig in den Wind zu schreiben. Rudolf Augsteins engagiert "patriotisches" Mittun im deutsch-deutsch flüchtigen Gefühl

"siegreicher Durchstecherei"

wird namentlich mit keinem Wort erwähnt.

In jenen historischen Tagen vor der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 hatte Rudolf Augstein Günter Grass, der darauf bestand, der Preis für die Verbrechen in deutschem Namen von 1933- 1045 sei die Teilung, seien zwei deutsche Staaten, in einer Talkrunde in "Genschman Manier" schneidig entgegen geschmettert

"Sie haben doch nur den Zug der Zeit verpasst, Der Zug ist ohne Sie abgefahren, das ist es, was Sie bekümmert.

"Your are not part of the game" ,

Darauf kann kein Segen der Völker der Welt liegen:-

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497030.html
05.03.1990
Bitte keinen Friedensvertrag!
Von Augstein, Rudolf
-
JP

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/kohl-trickste-1990-um-reparationen-an-griechenland-zu-vermeiden-a-1019586.html
Kanzler Kohl trickste 1990, um Reparationen an Griechenland zu vermeiden
Freitag, 20.02.2015 – 09:32 Uhr

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechische-reparationsforderungen-wie-die-nazis-europa-pluenderten-a-1016178.html
Griechische Forderung nach Entschädigung: Der Bankraub der Nazis
Montag, 02.02.2015 – 08:45 Uhr
Von Christian Rickens

02:47 27.02.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 18