„Das Ossi- Wessi– Gerangel als „An oder Ab- Spiel“ der Klasse?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

„Das Ossi- Wessi Wossi – Gerangel als „An oder Ab- Spiel“ der Klasse?

„Das An oder Ab- Spiel als Ossi- Wessi Wossi – Spiel?“

Das „An oder Ab- Spiel“ war eine vorwiegende Erfindung & Praxis der Mädchen in meiner Klasse, von einer Klasse in die andere Klasse, wo die Mädchen nicht direkt für sich im Geschwindschritt Gang “An oder Ab“ fragten, sondern nach Altvorderinnen Stitte seit undenklichen Zeiten als Kupplerinnen auftraten, um die allgemeine Beziehungskisten- Lage zu klären bzw. sondierend zu recherchieren.
Da prallten dann in meinem Fall „Welten gegen Welten“, war ich doch früh für eine „Liebe in Zeiten der Höflichkeiten“, insbeondere durch die weiblichen Persönlichkeiten in meiner Herkunftsfamilie, rekrutiert worden.

Bereits ein leichtes Stottern in der Stimme ob dieser ungestümen Anfragen beim „An oder Ab- Spiel“ konnten unabsehbare Folgen nach sich tragen. „Was Du stotterst““Das gilded nicht““Noch einmal! An oder Ab ?“.
Meine Welt der „Liebe IN Zeiten der Höflichkeit“, die ich so gedeutet hatte, Mädchen darf man als Junge und aus Höflichkeit nicht in die Lage bringen, sich zurück gewiesen zu fühlen, prallte auf die forsche Welt der Mädchen “Einen oder Keinen“.
Früh erahnte ich fundamentale Gründe, warum Männer in aussichtslos drohend unhöflicher Lage ins Kloster gehen, obgleich ich evangelisch lutherisch geprägt bin.
Das Mädchen ins Kloster gehen wlllen, habe ich erst viel später im Einzelfall erahnt.

So konnte es dann passieren, dass ich eine Reihe vor meiner aktuellen „An- Freundin“ A. sass, eine Klassenkameradin G. angerast kam, mich als Kupplerin prall und ungestüm mit der „An oder Ab ?“ Frage für Klassenkameradin E. selektierend konfrontierte.
Wenn dann nicht die Anwort „An oder Ab“ schnörkelollos wie aus der Pistole geschossen kam, hatte ich nach meinem schlecht Dünken für eine ganze Weile bei den Mädchen in der Klasse und auf der ganzen Welt verschissen.
Folglich liess ich mich das eine oder andere Mal zu einem ebenso forsch, wie unüberlegten, „An“ aus Höflichkeit (Gründe s. o.) hinreissen, was umgehend verbale Nackenschläge von hinten durch meine aktuelle An- Freundin „A“ auslöste.
Von einer Stunde zur anderen, konnte so manches Mal
„Aus die Maus“ sein.
Ich hatte übrigens bei der An- Freundin A. die Beziehung als Grundschüler schon soweit vertieft, dass ich ihr im Einverständnis mit meiner jüngeren Schwester, deren Schmuck vermacht.

Meine jüngere Schwester fand Puppen wie Schmuck gräßlich häßlich. Ich habe i sogar auf Drängen meiner Mama und meines Herrn Papa vergeblich versucht, meine Schwester zum Puppen Spiel zu verführen.

Jahre später kehrte meine bis dato Rabauken Schwester beim Raufen wie beim Abwasch, von einem Tag zum anderen, wie im „MI“, unversehens die „Dame“ heraus““Damen tun so was nicht“, “Damen brauchen das nicht zu tun“, „Damen brauchen sich nicht an Vereinbarungen zu halten“, haben Großmutter und Tante Dora gesagt“.

Als Dame wollte meine Schwester nun den Schmuck zurück haben, wie sollte das nach drei Jahren gehen?
Da kam es zu meinem ersten mühsamen wie erfolgreichen Gang nach Canossa.
Ich suchte meine Ex- An- Freundin in ihrem Elternhause auf, erklärte deren Eltern die Lage, worauf meine Ex sich einen Schwall von Vorwürfen ihrer Eltern anhören musste “Wie konntest Du den Schmuck nur annehmen!?“.

Der Schmuck kam dann tatsächlich als spätes Glück huldvoll in die gnädig nehmenden Hände meiner Schwester zurück.
Soweit das „An oder Ab- Spiel“.

Hat unser gegenwärtig andauerndes, ab- und aufflackerndes Ossi- Wessi-Wossi- Gerangel mit öffentlich entlarvendem Pranger ohne Anger nicht viel mit dem alten Klassenspiel „An oder Ab?“ zur Klärung und sondierenden Recherche der allgemeinen deutschen Klassenlage zutun?

Anders wie provokativ, entsprechend unserer abwesenden Einheits- Debattenlage gefragt:
„Brauchten wir Deutschen, Europäer das Teilungs- wie das Vereinigungsgeschehen nach dem Zweiten Weltkrieg im Wege des Kalten Krieges, um die „Liebe, Respekt, Achtung aus Höflichkeit gegenüber den Völkern wie den Menschen unserer Einen Welt pilothaft untereinander “oskarweise“ gelehrig „Grass“ mit „Gaus“ studierend zu erlernen?

Günter Gaus, der Mitbegründer und Mitherausgeber des ostwestlichen Freitag aus dem DDR- Sonntag 1990 wird im November 2009 achtzig.

Für das An-oder Ab- Ossi- Wessi Wossi – Spiel bin ich Heute glückhaft nicht nur durch „Grass & Gaus“ geläutert wie gewachsen bestens mit allen Wassern gewaschen, oder?
tschüss
JP

13:02 19.09.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 4