Eier Fipronil belastet, Hennen nicht?

Insektengift Fipronil Millionen Eier sind mit dem Insektengift Fipronil belastet, Hennen nicht. Wie passt das zusammen, sind die Eier aus vergifteten Wolken vom Himmel gefallen?
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Millionen Eier in Deutschland, Niederlande, der Schweiz, Belgien sind, lt, amtlichen Berichten, hochtoxosch mit dem Insektengift Fipronil belastet, Hennen dagegen nicht. Wie passt das zusammen, sind die Fipronil belasteten Eier aus vergiteten Wolken vom Himmel gefallen?

Im Deutschlandfunk ist seit dem 3. Agust 2017 zu hören und zu vernehmen, Bio-Bauer Hartmut Löhning Northam/Grafschaft Bentheim, nahe der Grenze zu den Niederlanden, Direktverkauf im Hof, wirkt erstaunlich gefasst und gelassen.

400 0000 Fipronil belastete Eier, 2,4 Tonnen Lebensmitteln landen auf seinem Hof über ein Laufband als Sondermüll in Plastiksäcken, 40 000 Eier musste er per Hand wegkippen. Wohinm und durch wen über welche Wege, Firmen das alles entsorgt wird, bleibt unklar?

3000 € Umsatzeinbußen täglich sind zu verkraften, wenn ja, wie?, wer kommt, neben Versicherungen, für den Schaden auf?, neben Möglichkeiten steuerlicher Abschreibung als Betriebskosten, soweit sich das durch betriebliche Gewinne darstellen lässt, dazu ein Agrarentschädigungstopf in Berlin, Brüssel?

Vor fünf Wochen wurde sein Hühnerstall von einer zertifizierten Firma gegen Milben behandelt, so Bauer Löhning. Da sei es undeklariert zur Kontaminierung des Insektengifts Fipronil gekommen

In der Nachbarschaft der Grafschaft Bentheim im Emsland seien vier Hühnerhalter Betriebe betroffen, ein Betrieb wurde geschlossen,

3 oder 6 Wochen braucht das Insektengift Fiprinol um sich im Körper abzubauen, meint Bauer Löhning unwidersprochen durch die Deutschlandfunk Autorin Hedwig Ahrens. Seine 40 000 Hennen brauchen nicht durch Gas getötet werden, die seien tierärztlich untersucht und frei vom Insektengift Fipronil, ergänzt Bauer Löhning.

Klingt das, en passant, wie eine versehentliche Selbstanzeige, müssen doch seine 40 000 Hennen dann vor 3 bis 6 Wochen untersucht worden sein, waren damals mit dem Insektengift Fipronil belastet, wurden dann etwa 5 Wochen später erwartungsgemäß ohne vorherigen Befund nochmals tierärztlich untersucht, ohne dass Bauer Löhning vor 3 bis 6 Wochen Fipronil -Alarm geschlagen hätte, nur weil er seine Hennen zu Lasten der Gesundheit der Verbraucer*nnen retten wollte, weiter kontaminierte Eier legen ließ?


Während des Direktverkaufs im Hof sitzt Bauer Löhnings Frau am Telefon, Fragen von Kunden zu beantworten, ob sie mit Fiprionol balstete Eier wiederbringen können? Selbstverständlich können sie das, sagt sie, aber wir können nichts für den Schaden, den haben andere zu verantworten.

Angesichts sich anbietender Zusammenhänge bei der Entsorgung von Millionen mit dem Insektengift Fipronil belasteten Eiern, u. a. Sekundärverwerter in der Weltschattenwirtschaft, der nicht zu stillende Sondermüllbedarf von Müllverbrennungsanlagen als Heizkraftwerke in Deutschland und anderswo, der international aufgestellt lauerden Müll-Mafia, Reedern im In- und Ausland mit Überkapazitäten an Container-Frachtraum, denen das legale wie scheinlegale Verbringen von Sondermüll aller Art mit ihren Schiffen in gigantischen Mengen nach Afrika, Indien, Fernost als ertragreicher Teil ihres Geschäftsmodells gilt.

Da schauen wir betroffen, viele Fragen offen und das alle Jahre wieder, womöglich bei Eier-, Gurken- , Tomaten, Hähnchen- Absatzflauten, die dann legal zu Lasten des Steuerzahlers, Frommen der Agrarwirtschaft, des europäischen Einzelhandels entsorgt werden?

Irgendwie, irgendwelche Kontaminierung lässt sich so oder so heutzutageauf Nachfrage zu jeder Zeit in Lebensmitteln abbilden und nachweisen, anwortet Otto und Ottilie Normalverbraucher*in, wenn sie denn gefragt würden?

Während mit dem Insektengift Fipronil belasteten Eier legal als Sondrmüll u. a. in Müllverbrennungsanlagen entsprogt werden können, galt das für Dioxim belastete Eier wie im Jahr 2010 nicht.

Wie gut, dass da erst gar nicht allgemein u. a. nach Dioxin, sondern direkt und klar eingegrenzt nur nach Fipronil in toxisch belasteten Eiern gefahndet wird?

JP

http://www.deutschlandfunkkultur.de/studio-9.2164.de.html Hören bis: 09.02.2018 17:12 verfügbar
Autor: Ahrens, Hedwig Sendung: Studio 9
Bauer entsorgt belastete Eier
http://www.ardmediathek.de/radio/Studio-9/Bauer-entsorgt-belastete-Eier/Deutschlandfunk-Kultur/Audio-Podcast?bcastId=42747196&documentId=44950680

Studio 9 - Deutschlandfunk Kultur Bild
03.08.2017 | 2 Min. | Quelle: Deutschlandfunk Kultur

16:33 04.08.2017
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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