Deutschland, Weltmeister im Heucheln?

Waffen an Kurden Jakob Augstein schreibt aktuell: "Bekämpfen, was wir selber schaffen" Dazu dient unsere Außenpolitik orchestriert als Störsender, der uns entgeistert unter Strom hält
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Auf der Heuchelroute? "Einig deutsches Vaterland"

Schon schimpft der Schweizer Kolumnist Eric Gujer in der NZZ vom 20.8.2014 "Deutschland, Weltmeister im Heucheln" und bekommt in Kommentaren massives Gegenfeuer

Landet er einen Volltreffer? Nein", nicht wirklich, denn so schlicht scheint die Lage nicht.

Der Junkie Krieg, schreit all überall, bei drohenden Entzugserscheinungen, ist es zu fassen, nach Stoff, nach Waffen, Deutschland, der Dealer ziert sich erst, liefert zögerlich, dann in Massen.

Lässt Deutschland seine Rolle als Meisterlieferant des Todes wieder aufleben?

Unsere regierenden Politiker bekämpfen Unrat, den sie selber schaffen.

Was hat diese schwarzrote Bundesregierung unter dem blenden Schein der Arglosigkeit an verdeckten Bestrebungen, Tendenzen zu verbergen, dass sie so aufwendig "Heuchelrouten" begeht, sei es beim Thema NSA, der Umgang mit dem Whistleblower Edward Snowden in Moskau in Wartestellung als Kronzeuge unter dem Schirm eines Zeugenschutzprogrammes gegen die NSA im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss auszusagen.

Gleichzeitig diese Tage klar wird, bereits die rotgrüne Bundesregierung ließ kanzelramtsseits den weisungsgebundenen BND den NATO- Partner Türkei ausspähen. Sei es in Fragen der Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, in denen die Bundeswehr weder mandatiert robuste Partei durch die UNO ist, noch, wie in den deutschen Richtlinien vorgesehen, ein intakt souveräner Staat diese Waffen vor Ort,, aktuell im Fall der Kurden, im Norden Iraks als Kriegspartei im Kampf gegen "Unbekannt", Heute "ISIS/IS", Morgen? entgegennimmt und damit absehbar, die Kurden in der Türkei brüskiert, deren Organisation PKK in Deutschland als terroristische Vereingung verboten ist.
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Als Grund gibt Buneswverteidigungsministerin von der Leyen humanitäre Gründe be Gefahr eines Jesiden Genozids, auch wenn diese inzwischen längst außer Gefahr.

Ist der Grund nicht ein ganz anderer?, nämlich die Tatsache, dass die Kurden im irak Ölquellen eingenommen, über diese verfügen, die sie, angesichts ihrer Kriegslage und Not, in die Lage versetzen, sich auf asymmetrische Kompensationgeschäfte einzulassen "Öl gegen Waffen", aufzurüsten? was darüberhinaus den Ölpreis zu Gunsten der deutschen u. a. Wirtschaft weltweit nach unten prügelt? Worunter Russland als größter Öl- und Gasproduzent in der Welt besonders leiden wird?

Es ist genau ein Jahr her, seit Edward Snowden, die Büchse der Pandhorra der NSA in Moskau geöffnet hat, seitdem befinden sich Politik und Medien in Deutschland in einem Dauer-Erregungszustand wegen der Lauschaktion druch bekannte "Unbekannte", BND eingeschlossen. Allen Kundigen war von Beginn an klar, dass sich die deutsche Aufklärung von der amerikanischen, britischen, wenn überhaupt, nur in zwei Punkten unterscheidet.

Einmal im Aufwand an kostenintensivem Material, Personal, die NSA bewschäftigt mit ihren Tochterunternehmen weltweit über 800 000 Mitarbeiter unterschiedlicher Kategorien bei einem Budget von an die 50 Milliarden US- Dollar/anno.

Daneben fehlt es wohl auch umfänglich an der Bereitstellung, Installation modernster Technik, sprich Speicherkapazitäten, für eine vergleichbar massenhafte Datensammelwut mit allen möglichem Beifang, wie diese die NSA rundum die Uhr praktiziert.
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Denn dank der Abwesenheit eines deutschen "Credit Event" der Art von Nine Eleven 2001 in den USA, gibt es in Berlin keine kommunizierbare Legitimation, eine derart ausgedehntes Überwachungsregime zu genehmigen, gegen das das Überwachungsregime der STASI bis 1989 eine Bastestube mit allerdings ausgefeilt beachtlich ausgetüftelten Bordmitteln war

Das wird sich hoffentlich auch nicht ändern.

Interessant dabei, dass die deutsche Außenpolitik auch zu Zeiten Reichskanzlers Bismarck nicht frei von "Heuchelrouten" war, indem Bismarck sich des Friedens mit anderen Ländern, z. B. mit dem russischen Zarenreich durch einen Rückversicherungsvertrag (s. Hinweis in S.P.O.N. Kolumne Jakob Augsteins) versicherte, um diesen dann im Wehe einer Split- Brain Problematik? durch die "Lombardkreditkrise" 1885 zu unterminieren, indem Russland in Berlin die Kreditlinien für Handel, Wandel, Verkehr aufgekündigt wurden. Worauf der französische Kaiser Napoleon III Russland allzu gerne deren Kreditlininien in Paris nahezu unbegrenzt erweiterte und Russland mit dem bekannten Ergebnis des Ersten Weltkrieges 1914- 1918 zur damals angeblich modernsten Militärmacht Kontinentaleuopas aufrüstete.

Was bezweckt diese "Heuchelroute" deutscher Außenpolitik aus einem Guss, Wirtschafts-, Verteidgungs-, Entwiclungspolitik?, außer viel Feind, viel Ehr?, oder doch eine Split-Brain- Problematik?

Ein “Split Brain”-Problem kann in außenpolitischen Feldern auftreten, wenn regionale Ereignisse als kleinere Konflikte mit der ziemlich gleichen Anzahl an ähnlichen Ereignissen in der Ukraine, Nahost, Syrien, Irak, Sudan, Zenralafrika, Nigeria, Credit Events, in anderen außenpolitischen Feldern unkontrollierbar in Fahrt außer Kontrolle zu geraten scheinen und dabei jedes neue Geschehen von sich denkt, bzw., offiziell kommuniziert, so gedeutet wird, es sei das einzige aktiv bedeutsame Geschehen und sonst gar nichts?

Dann wären unsere Poltiker gehetzt als geprügelte Hunde unterwegs, denen lächelnd das Wasser bis zum Halse steht, weil sie nicht nur bekämpfen, was sie selber geliefert, sondern die Verwirrung stiften, die sie elektrisiert entgeistert fassungslos unter Strom hält.

Deutsche Außenpolitik in der Welt- Arena seit 1871 ratlos?

"Der wichtigste Grund ist hier wohl eindeutig der Kaiserwechsel. Bis 1888 regierte im Deutschen Reich Kaiser Wilhelm I. zusammen mit dem Reichskanzler Otto von Bismarck, aber dann.....kam Kaiser Wilhelm II, der Lotse Bismarck ging von Bord"

Das ist eine geläufige These, die ich in Frage stelle, weil Bismarck mit erbeuteten französischen Mitteln (Staatsschatz) ein II. Deutsches Kaiserreich mit er heißen Nadel

"Koste es ihn an monetären Zugeständnissen an deutsche Königs- , Fürstentümer, was es wolle",
der Annexion von Elsaß- Lothringen, im Spiegelsaal von Versailles 1871 nach dem Sieg über Frankreich schmieden wollte, in dem es viele Königreiche, Fürstentümer gab, die mehr Interessen mit ihren direkten Nachbarstaaten in Europa verband, denn mit dem Hohernzollern im preußischen Berlin.

Das führte sogar soweit, dass dem deutschen Kaiserreich von dieser Seite versagt wurde, die aufgestellten Heere deutsch zu ennen, sie waren von nun an als kaiserliche Heere unterwegs.

Was wiederum erst das Miltär im II Deutschen Kaiserreich zum Scharnier in demselben mit dem Ergebnis machte, dass nun, ganz im Gegensatz zur Inneren Befindlichkeit, medial befeuert, der Popanz von Glanz und Gloria, Hurra Hurra Geplärre und Getöse aufgeblasen ward, um genau diesen inneren Gegensatz nach außen auszublenden.

Für das kaiserlich deutsche Militär galt das Attentat in Sarajewo am 28. Juni 1914 aus einem ganz anderen, einem dunklen Grunde als Gefahr, die bis heute n. m. E. nicht erforscht ist, nämlich, dass der Bündnispartner, die k.u.k. Donaumonarchie, in einen inneren, vielleicht in einen regional begrenzten Konflikk auf Jahre verwickelt, geschwächt, für den Großen Wurf eines Völkerringens um Hegemonie in Europa in der Welt nicht mehr zur Verfügung stand

Nur deshalb wurde dann nach wochenlangem Zögern, aufgeladen durch die Juli- Krise 1914, das Attentat von Sarajewo als angeblich unabdinglich aufgeblasener Anlass für den Kriegsbeginn inszeniert.

Alleinstellungsmerkelmal des Bundespräsidenten Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck ist unter den gegenwärtigen Repräsentatanten Deutschlands mit einem Alleinstellungsmerkelmal unterwegs.

Gauck agiert in seinem durch eine Koalition der Willigen Allianz aus CDU/CSU/SPD/Die Grünen ermächtigten Status als "Großer Kommunikator" unter dem Motto

"All ihr Kirchen des Okzidents, des Orients zurück zur Teilhabe an den Thronen, wo die Mächtigen wohnen"

Das kommuniziert Gauck unverdrossen, die Zuständigkeiten seines Amtes als Bundespräsident über die Maßen in eine verfassungsrechtliche Grauzone ausweitend, außerrhalb seiner real- existierenden gesellschaftspolitischen Möglichkeiten.

Während das übrige Politikpersonal der Regierung, Bundeskanzlerin Angele Merkel eingeschlossen, voran Außenminister Frank- Walter Steinmeier hochtourig unter äußersten Anstrengungen per rasenden Stillgestanden im Modus von "Willy winzig" verharren, alles veranstalten, um unabdinglich unter den gesellschaftspolitischen Möglichkeiten ihrer Richtlinienkompetenzen abzutauchen.

Dass Bundespräsident Joachim Gauck dabei nicht nur die Evangelischen Kirchen an ihrer Basis in den Gemeinden Gefahren von Schismen aussetzt, sondern das weiße Band der Geschichte der Kirchen in Europa mit militaristisch seelsorgerisch dunklen Farben versieht, ficht ihn nicht an, scheint ihm eher Ansporn.

Warum?, weil für Joachim Gauck, den Sohn eines Marineoffiziers, noch immer die eherne Regel deutscher Wehr gilt, wenn nicht der heisse Krieg, so doch die Vorbereitung auf ihn durch einen Kalten Krieg des militärisch- industriellen Bereichs iin allen europäischen Staaten, neben denen der NATO, als historisches Subjekt, als Vater aller Dinge, der mit Blut und Schweiß glühendheiß das Eisen eines Staates, eines Staatenbundes, wie einst das Bismarcksche II. Deutsche Kaiserreich von 1871, nun 2014 die EU im Allianz Feuer der Ukrainekrise schmiedet,.
JP

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/waffenlieferung-in-irak-risiko-der-neuen-deutschen-aussenpolitik-a-987263.html
Deutsche Waffenlieferungen: Bekämpfen, was wir selber schaffen
Donnerstag, 21.08.2014 – 15:34 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/weltmeister-im-heucheln-1.18366796
Deutschlands Aussenpolitik
Weltmeister im Heucheln
Eric Gujer 20.8.2014, 12:55 Uhr

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/frank-walter-steinmeier-willy-winzig/@@view
JOACHIM PETRICK 18.08.2014 | 21:59 19
Frank- Walter Steinmeier "Willy winzig"?

01:48 22.08.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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