Irakkrieg2003 "Koalition Abenteuerwilliger"

MIlitärkosten Aus welchen tieferen politisch- strategischen Gründen erleben wir seit dem Irakkrieg 2003 diese verschlüsselte Finanzierung der Militärkosten der G- 8 Staaten?
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Irakkrieg 2003- 2013 und kein Ende der "Koalition der Abenteuerwilligen"?

Der Irak Krieg ist „beispielgebend“ für NATO- Partner als Blaupause auf Kiel gelegt und im März 2003 mörderisch vom Stapel gelassen worden, um die Kosten des industriell- militärischen Komplexes der USA, mehr und mehr, weg von US- Staatshaushalt für Verteidigung in fremde Regionen zu Lasten deren Staatshaushalte unter dem Titeln wie "Entwicklungshilfe und Ausbidungsmission" im Rahmen von „Beistands- und Besatzungskosten“ zu verlagern.

Aus welchen tieferen politisch- strategischen Gründen erleben wir seit dem Irakkrieg 2003 diese verdeckt verschlüsselte Finanzierung der Militärkosten der G- 8 Staaten?
Das geschieht, angesichts der Tatsache, dass den sich entwickelnden Zivilgesellschaften dieser Länder diese Militärkosten, die sich im Fall des Irak Krieges lt. Schätzung des amerikanische Ökonom Joseph Stiglitz auf drei Billionen Dollar belaufen, kaum mehr nachvollziehbar kommunizierbar sind.

Die asymmetrische Reaktion der George W. Bush Administration auf das verbrecherische Kredit- Ereignis “Credit Event“ von Nine Eleven, der Irak und der Afghanistan Krieg, war nichts anderes als die Erfüllung des Vertrages der USA mit Saudi Arabien aus den Jahren 1936- 1944 im Notfall einer vermeintlichen Bedrohung durch den Irak des Saddam Hussein auf Anforderung durch das saudi-arabische Königshaus einen Garantenkrieg zur Vernichtung Saddam Husseins zu führen.
Das ganze Gerede vom angeblichen "Nationbuilding" durch militärisch- humane Interventionen, den angeblichen Demokratie- Export, war da, neben medialen Kulissen Schiebereien, nur ein bombastisch- theophrastischer Schall & Rauch, um demokratischen Aufbrüchen in diesen Weltregionen einmal mehr zu Gunsten der Rohstoff Despoten, Globalplayern, menschenverachtend verbrecherisch das Wasser abzugraben.
“Der Westen hat sich und seine Werte durch seine asymmetrisch militärisch überdimensionierte Reaktion nach und auf das Verbrechen von Nine Eleven verraten und zu Lasten der Rechts- und Finanzlage aller Staaten der Welt verkauft
Nicht wenige Zeitgenossen scheinen heute verwirrt, verstört, die damals 2003 zum Crusader Ritt gen Irak aufgerufen und wollen schlichtweg nicht wahrhaben, dass sich zuerst US- Firmen, wie Exxon, vormals Amoco, Bechtle dann die US- Administration selber auf höchster Ebene weltweit, darunter arabischen Despoten erdölexportierender Ländern in den Jahren von 1936-1944 als Garant für deren Machterhalt angedient haben, innere Unruhen, demokratische Aufbrüche in diesen erdölexportierenden Ländern, koste es, was es wolle, mit US- Manpower, Rüstungs- und Sicherheits- Know How auszuforschen, zu unterdrücken und gegebenenfalls "effektiv" und nachdrücklich niederzuwerfen

Diese asymmetrisch überdimensioniert militärische Reaktion nach dem entsetzlichen Terroranschlag Verbrechen im Ground Zero gegen die Twin Towers des World Trade Centers (WTC)/New York, gegen das Pentagon in Washington, dem Massenmord an 3000 Zivilisten, darunter Christen/innen, Muslime/innen, Juden, Hindustani, Buddhisten haben gerieten zum Auftakt unermesslich ausgeweiteter Kriegs. Und Verbrechensunternehmungen.
Dazu kamen im Wege der asymmetrischen Reaktion der USA und ihrer Koalition der Willigen 6000 tote US- GIs, 137.000 tote Zivilisten im Irak, in Afghanistan, 7, 8 Millionen Flüchtlinge in Arabien, Afrika, Kaukasien, Kosten der Kriege im Irak und Afghanistan allein für die USA von bisher 4 Billionen Dollar".
Viele blendeten in ihrem transatlantischen Jubel für die USA samt deren „Koalition der Willigen“ im Irak- und Afghanistan Krieg aus, dass der einzige „Lohn Erfolg“ des Irak- und Afghanistan- Krieges schlimm verbessernd darin besteht, dass heute über 4 vagabundierende Billionen US Dollar mehr zu Lasten der Staatshaushalte vieler Länder im globalen Game der Korruption gepostet unterwegs sind, von denen bereits vom US- Kongress kenntlich gemacht, ca. 30 Milliarden US Dollar in Afghanistan und im Irak in korrupten Systemstrukturen und deren weltweit willigen Helfern bis hin in die USA, Europa, Deutschland versickert, verebbt und versandet sind.
Zwischenfrage:
"Hätten die USA das NS- Regime protegiert, diesem womöglich in ihrer industriellen Erdöl- Not der Jahre 1936- 1944 auch Garantien gegeben, dem europaweit aufgestellten Dritten Deutschen Reich dessen Machtbestand garantiert, wenn Deutschland ein erdölexportierendes Land gewesen wäre?
Mit der Geschichte des Irak Krieges verbindet sich unauflöslich folgende Geschichte vom Economic Hitmenwesen in US- Konzernen, wie Bechtle.

Die historische Figur des Economic Hitman ist eine ureigene Kreation des nordamerikanischen Kapitalismus, die einzig und allein dazu ausgebildet, von privaten Globalplayern in den USA finanziert wird, auf informelle Weise unterhalb von und bis auf Regierungsebenen in ausbaldowerten Ländern der Welt zunächst scheinbar ganz unverbindlich persönliche Kontakte herzustellen, Netzwerke anzubahnen und zu kultivieren.
Der Economic Hitman kam und kommt mit wirtschaftlichem Fach- , System-und Spezialwissen hochgerüstet, von weit her, jung studiert, von irgendeiner angesehenen US- Academy weg rekrutiert, vom Sendungsbweußtsein reiner Ideale genährt, sah auf Reisen gesandt, das neu entdeckte Land der unbegrenzten Möglichkeiten als Partner des freien Westens, sah, dass das Land bereits durch ganze Hundertschaften von Beratern zum Freund der USA und anderer entwickelter Länder missionarisch auserkoren war.
Der Hitman kam und kommt jung im reinen Glauben an seine Profession, beseelt von der ergreifenden Idee eines Robert McNamara, der zuerst als Chief bei General Motors, eines Bankertrusts, dann US- Verteidigungsminister unter den US-Präsidenten John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson, Richard Nixon, dann der erste Präsident der gerade gegründeten Weltbank, ein Hüter der Armen und Elenden in der Welt zu sein vorgab, zuständig, kühne Visionen. Luftschlösser des Wohlstandes, der Prosperität, auf der Basis von Wachstum für ganze Weltregionen, Regierungen von Entwicklungs- und Schwellenländern mit hohem Rohstoffaufkommen zu entwerfen.
Robert McNamara entwickelte als Partner von befreundeten Regierungen auserwählter Länder und Staaten beispielgebend für Hitmen der Art des US- Konzerns Bechtle, Finanz- Ressourcen ganzer Staaten einbindend, überdimensionierte Projekte im Bereich militärischer Sicherheit, Verkehrswesen, Energie, Elektrizität, Stromversorgung, Wasser- und Landwirtschaft.
Visionär zeichnete Robert McNamara vor versammelten Regierungschefs dieser Länder ungeahnte Perspektiven des Wachstums an Bedarf für seine vorgestellten Projekte, die durch „großzügige" Investitionen mit Hilfe privater Geldgeber, mit Hilfe der Weltbank, des IWF über Schuldenaufnahmen realisierbar seien.
Anders als das König- Herrscherhaus Saudi Arabiens verweigerten sich Chile, Ecuador, Panama, Venezuela, Kuba, sowie der Herrschers des Irak, Saddam Hussein, der durch den Krieg mit dem Iran (1980- 1988) in den USA hochverschuldet war.
Dass diese Art Investitionen ausschließlich über die Bande von staatlichen Schuldenaufnahmen stets zu Lasten Dritter, nämlich der Bevölkerung vor Ort gingen, sagte Robert McNamara, sagten die Hitmen nicht.
Jedes Mal ging es zunächst beim informellen Zusammensein, dann Abschluss mit Regierungen um einen
„Großen Deal.
So ging es z. B. nach der ersten Ölpreiskrise 1973, ausgelöst durch die Organisation der Erdölproduzierenden Länder OPEC, mit dem König- Herrscherhaus Saudi Arabiens um einen Großen Deal über Oel- , Gas- Ressourcen auf der einen Seite und der Versicherung der Bereitschaft und Fähigkeit der USA für die Sicherung des saudi-arabischen Despotie ausgebildetes Sicherheitspersonal, Soldaten/innen für Garantenkriege in Stellung zu bringen.
In einem „Großen Deal“ mit dem König- Herrscherhaus Saudi Arabiens wurden Vereinbarungen durch einen der Öfentlichkeit unbekannten Economic Hitman angebahnt, auf Regierungsebene vertraglich beschlossen, auf dass Saudi Arabien als Land mit dem größtem Erdölaufkommen der Welt, den Industrieländern des Westens, voran den USA einen niedrigen Ölpreis garantiert.
Als Gegenleistung garantierten die USA vertraglich, den Bestand des Königs- Herrscherhauses in Saudi Arabien als Gesellschaftsform, sogar im Falle von Inneren Unruhen, Aufständen für Freiheit, Menschenrechte, Bildung, Gleichheit der Geschlechter vor dem Gesetz, Demokratie als Garant des Regimes zu gewährleisten, alle Arten von Nachforschungen, Recherchen, Aufklärung in und Kritik an den Herrschafts- und Lebens- Verhältnissen in Saudi Arabien nicht nur zu unterlassen, sondern Versuche von Dritter Seite dieser Art mit allen Mitteln, sogar mit dem Instrument eines Garantenkrieges zu unterbinden.
Das Nachsehen bei diesem "Großen Deal" hatte, allen voran 1973 die damalige UdSSR, samt Comecon- Staaten, die auf ihren preislich viel zu billig vom Weltmarkt veranschlagten Öl- und Gasreserven. mehr oder weniger, sitzen blieben und in ihrer wissenschaftlich- wirtschaftlichen Entwicklung auf Jahrzehnte ausgebremst wurden.
Insbesondere nach dem Ende des Iran- Irak- Krieges im Jahre 1988 war der Irak, war Saddam Hussein, trotz horrender Staatsverschuldung nicht bereit, den Ratschlägen des von dem US-Konzern Bechtle entsandten Economic Hitman Folge zu leisten und sich in das Abenteuer eines überdimensioniert fremdfinanzierten Projektes einer Pipeline von den irakischen Ölquellen bis nach Jordanien einzulassen.
Darauf wurde der Economic Hitman des US- Konzern Bechtle abberufen.
Es schlug die Stunde der
„Schakale“,
die als Berufskiller die Aufgabe hatten, den Herrscher des Irak, Saddam Hussein zu eliminieren.
Doch Saddam Hussein entkam allen Attentatsversuchen dieser Profikiller aus den USA, nicht nur, weil Saddam Hussein über zwölf Doppelgänger verfügte, diese gezielt wie verwirrend einsetzte, um seinen wirklichen Aufenthaltsort zu verschleiern, sondern, weil er es verstand, sich hermetisch mit Getreuen aus dem eigenen Clan vernetzt, abzusichern.
Darauf schlug, auf Biegen und Brechen der eigenen US- Gesetze, die abenteuerliche Stunde der US- Militärs, des Pentagon, den Irak in einen Garantenkrieg zu vereinbarten Gunsten der Despoten in Saudi-Arabien zu verwickeln.
Der Showdown des Irak Kriegs „Verlust&Gewinn“ zu "Gunsten&Lasten" unbekannter Dritter konnte vor zehn Jahren im März 2003 in einer "Koalition der Abenteuerwilligen" seinen heillos mörderischen Auftakt nehmen.

In der nächsten sonntaz 16./17. März 2003 geht es um den "Streit der Woche"
"Hat sich der Irakkrieg gelohnt?" ,
wenn ja, für wen?, für wen nicht?

Ein erfolgsverdächtiger des Beginn des Irakkrieges im März 2003 erscheint mir die rotgrüne Bundesregierung jener Tage unter Führung Bundeskanzler Gerhard Schröders, Außenminister Joschka Fischers, die sich demonstrativ offiziell vom Abenteuer des Irakkrieges fernhielt, diesen aber inoffiziell nach alter NATO- Kameraden Manier an der

"Unsichtbaren Front"

protegierte, wo sie nur konnte, um, frohlockend ob der "Günstigen Gelegenheit", gut getimt, in einem sakral aufgeblasenen Akt, Marke
"Heiliger Strohsack"
gepaart mit dem "Gottseibeiuns!", samt Orgel Bimbam Zinnober Spektakel im Berliner Dom mit Peter Hartz als telegener Rampensau, ungeniert die Agenda2010Hartz IV- Gesetze, ungestört, ungerührt, ungestraft als

"Sozialen Knüppel aus dem Sack",

um den Altar tanzend, das Mikrophon vorm Mund in der Hand, vom Stapel zu lassen.

Später traf Peter Hartz in anderer Angelegenheit eines "bestechenden" VW- Personalentwicklers eine Bewährungsstrafe

JP

http://www.taz.de/Streit-der-Woche/!112670/

12.03.2013
Streit der Woche
Hat sich der Irakkrieg gelohnt?




http://www.taz.de/Streit-der-Woche/!112670/

12.03.2013
Streit der Woche
Hat sich der Irakkrieg gelohnt?

16:23 13.03.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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