Jesus zu Mohammed im Himmel "Gut, dass Du da bist",

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Mohammed zu Jesus "Wo ist Abraham?"

Danken Religionen natur- und lebenskundlich als Bildungskanon ab?

Warum werden Religionen nicht zum schützenswerten Weltkulturerbe ernannt?

Viele am Glauben, Unglauben, Theisten, Atheisten interesssierte Menschen scheinen mir Große
"So als ob Verführer"
zu sein, voran die Schriften der abrahamitischen Religionen, Kirchen, Tempel, Dome, Münster, Synagogen, Moscheen, Pagaoden, Heiligen Schreine Heiligtümer als den Strom der Welt, die Zukunft, die auf den Faktor Zeit angewiesen bleibt, zu deuten, zu interpretieren, bzw. deren Deutungsoheit kategorisch zu verwerfen, statt dazu einzuladen, unsere gesellschaftliche Wirklichkeit mit geistlichen Mitteln der Religionen als natur- und lebenskundlichen Bildungskanon in unserer Zeit, direkt interpretierend, in ihrer gesellschaftlich heilenden, erlösenden wie auflösenden Wirkung von Bildungsferne mit enstprechenden Mittelen, Ressourcen an ausgebildetem Personal, Finanzen, Räumlichkeiten und lebenspraktischem Unterweisungsmaterial auszustatten. .

Das kommt mir ein wenig wie der Tunnelblick auf und in die Röhren der Schirme unserer Telekommunikation vor, die uns die Wirklichkeit da drausssen nicht nach Hause bringt, sondern stellvertretend in unterschiedlich aufgearbeitet aromatischen Geschmacksrichtungen aus der Dose "schaufensternd" deutet.

Auf jeden Fall der Fälle "Herzliches Willkommen" in den Glaubens Katakomben!

Geht es wirklich in Fragen der Religion um Fortschrittsglauben, wie vielerorts in Predigten, Debatten, Diskursen, Seminaren diesem n. m. Einschätzung Raum gespendet wird?

Geht es bei Fragen des Glaubens nicht auch immer um
"Ausgrabungen",
die unter Bestands- und Denkmaschutz gestellt, für sich sprechen und sonst Niemanden?

Wir ernennen Gebäude, Flusstäler, Regionen auf Erden zum schützenswerten Kulturerbe der Menschheit, warum ernennen wir keine Religionen zum schützenwerten Kulturerbe der Menschheit?

Frage zum natur- und lebenskundlichen Glauben:

Geht es in den abrahamitischen Schriften, der Bibel, der Thora, den Koran tatsächlich gar nicht um ein wirkliches Menschenopfer, das Gott von Abraham angeblich forderte, seinen Sohn Isaak oder Ismail zu opfern, sondern ging es da nicht vielmehr um den natur- und lebenskundlich erstmaligen Iniations Akt der Beschneidung des herangewachsenen Sohnes durch den Vater?

Was der Vater selber beim ersten Mal, hocherregt, als Menschenopfer als Schlachtung seines Sohnes deutet, denn das abgeschnittene Vorhäutchen seines Sohnes ist ja Fleisch vom Sohn, also Fleisch vom Vater, der Abraham ist?

Wie oft höre ich auf meine Fragen solchen Satz:

"Ehrlich gesagt, kann ich nichts in Sachen Bibel, Koran, Thora dazu sagen, fragen Sie, frag doch lieber den Imam, Rabbi, den Pfarrer, die Pastorin."

Das finde ich insofern wenig einleuchtend, weil das Alte Testament auch Bestandteil des Korans, der Thora u. a. Religionen ist und es bei Fragen des Glaubens nicht um ein einzelnes Wort geht, sondern mutmaßlich um einen universal verschütteten Zusammenhang?, den wir vielleicht durch gemeinsame Gedankenarbeit, in
"Freier Assoziation"
sinnstiftend, aufdecken können?

War am Anfang eben nicht das Wort, sondern der aus allen und in alle Richtungen strömende Gedankenfluss, der durch das geschriebene Wort, die klerikalen Wortgebäude bis hin zu den Kirchen, Tempeln, Moscheen, Synagogen, Pagoden, Heiligen Schreine erst in enge Staubecken gezwängt wurde?, um unbestimmte Arten von gesellschaftlichen Energien zum Vorteil und Nutzen von? zu gewinnen?

Sind nicht insbesondere die abrahamitischen Religionen als nartur- und lebenskundlicher Bildungskanon in jeder Zeit unterwegs und nur daran in ihrer seelisch- geistigen Bedeutung, ihrer bildungspolitischen Wirksamkeit auf die Gegenwart zu ermessen?

Geht es in klerikal, säkular bildungsfernen Zeiten, wo es an allen Ecken und Enden, lokal und global, an personenbezogen dichter gelehrsam natur- und lebenskundlicher Unterweisung von Heranwachsenden, Suchenden im Glauben und in der Selbstfindung fehlt, weil diese statt
"allgemeinbildend"
"kapitalbildend"
in den medizinisch- therapeutisch-pharmazeutisch- psychiatrischen Komplex ausgelagert wurde und absehbar weiter weltweit ausgelagert wird, nicht viel eher darum, sich auf eine Rückkehr von der reinen Schriftkultur der Religion auf eine
"Sprechende Religion"
zu besinnen, wie diese die Urchristen in der Not ihrer Anfänge praktizierten?
Wobei diese Sprechende Religion keineswegs die Verdammung der Schriften (Bibel, Altes, Neues Testament, Koran, Thora u. a. ) als Quellen bedeuten sollte, sondern auf diese in dem Reichtum ihrer Vieldeutigkeit gelehrsam angewiesen bleibt.

Warum?, weil Jesus in den damals verwildert bildungsernen Zeiten der römischen Besatzungszeit in Syrien, Judäa, aus Fischern zuerst Menschenfischer machte, die Jesus erst danach "handverlesen" als Jünger in Amt & Würden von Laienpredigern berief.

Entspricht es unserer heutigen natur- und lebenskundlich bildungsfernen Zeit nicht ähnlich, wie damals zu Jesu Zeiten, aus Mangel an Gelehrsamkeit der Schriften, sich der Sprechenden Religion, gleich, vorher sie kommt, wohin sie will, erst einmal offen im Miteinander Sprechen zuzuwenden, damit sich Glaube, wie Nichtglaube, Glaubensnähe, Glaubensferne auf 24 Stunden immer wieder neu und anders dialogisch universal konstituieren kann oder auch nicht kann?

Beinhaltet der frühe Verweis auf die Schriften nicht immer schon eine Art klerikal angemaßtes Vetorecht, eine Art Glaubensverbot, wo wir uns doch so ansonsten gegen jedwede Denkverbote zu recht gerne empören?

Geht dabei leicht unter, dass wir heute weltweit in einer Zeit leben, wo wir nicht mehr für das Leben lernen, um den Lernstoff lebenslang
"festverankert, vernetzt im Gedächtnis" ,
jederzeit abrufbar zu reproduzieren, sondern mehr und mehr dafür lernen, uns, von gelerntem Lernstoff lösend, für neuen Lernstoff aufgeschlossen, unsere Betriebstemperatur für das Lernen, bereit und kompetent zu erhalten?

Noch einmal die Frage:

Geht es bei Fragen des Glaubens nicht auch immer um
"Ausgrabungen",
die unter Bestands- und Denkmaschutz gestellt, für sich sprechen und sonst Niemanden?

Wir ernennen Gebäude, Flusstäler, Regionen auf Erden zum schützenswerten Kulturerbe der Menschheit, warum ernennen wir keine Religionen zum schützenwerten Kulturerbe der Menschheit?

JP

02:56 23.12.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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