Joachim Gaucks vergiftete Kandidatur zur Bundespräsidenten Wahl

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Joachim Gaucks vergiftete Kandidatur zur Bundespräsidenten Wahl

„… die SPD Bundestagfraktion besitzt augenscheinlich Leute in ihren Reihen, die der Fraktionsführung der LINKEN in Sachen politische Strategie haushoch überlegen ist. Bestimmt wäre Lafontaine in diese Falle nicht getappt. ..“,

wird hier und da rotgrün frohlockend nahe gelegt.

Die SPD schießt sich n. m. E. mit der Kandidatur von Joachim Gauck als Partei im Deutschen Bundestag selber ins Knie, wie manche, aus Angst vor dem Ableben, Selbstmord begehen.

Warum?.
Die Kandidatur von Joachim Gauck wurde, weder in der SPD, noch von Bündnis 90/Die Grünen, sondern in den Obersten Etagen, des Springerverlages, Prosieben/SAT 1, INSM, RTL, ntv, und die WELT, Des Spiegels, der WAZ- Gruppe, der Bertelmann Stiftung ausgeheckt, nachdem die medial überstürzte Ausrufung von Ursula von der Leyen als Kandidatin für die Wahl in das Bundespräsidenten Amt gegen massiven Widerstand in der CDU/CSU floppte.

Die SPD und Bündnis 90/Die Grünen, voran Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, war es nur als Nachrichtboten vorbehalten, scheinheilig eilig, die Kandidatur von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten öffentlich zu verkünden, als sei diese Kandidatur, die einsame Entscheidung, auf dem rotgrünen Mist gewachsen.

Die einzige, die in diesem Machtspiel der dritten Säule unserer Demokratie, den Parteien, ihren Fraktionen, dem Deutschen Bundestag und der sich angriffslustig messenden vierten Säule, den Medien, Rückgrat bis hierher bewies, ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Fehdehandschuh der vierten Säule politisch beherzt aufgriff und Christian Wulffs Kandidatur für die Wahl in das Bundespräsidenten Amt durchregierte.

Bei diesem Machtspiel zwischen dritter und vierter Säule geht es um nicht weniger als um die Frage:

„Werden unsere gewählten Parteien des Deutschen Bundestages weiterhin maßgeblich entscheiden, wer Bundeskanzler/in, wer Bundespräsident/in wird, oder werden dies in Zukunft die Medien sein?

Medien, die mit Kampagnen bestimmte Kandidaten/innen für die höchsten Ämter in unserem Lande auf den Schild heben, nicht ruhen und nicht rasten, bis der Fraktionszwang bei Wahlen im Bundestag, bzw. in der Bundesversammlung für regierende wie oppositionelle Parteien aufgehoben, bis die Macht der vierten Säule, die der Medien, als die wahre wie unberechenbare Macht im deutschen Lande ermächtigt ist.

Das Ergebnis wird die Marginalisierung der politisch gestaltenden Wirkung und gesellschaftspolitischen Bedeutung von Fraktionen der Parteien in den Parlamenten sein, so wie wir das aus den unseligen Zeiten der Weimarer Republik erinnern.

Wo der Reichspräsident im Bunde mit dem Hugenbergschen Presseimperium, die Puppen in den Parlamenten, genannt Reichstagsabgeordnete/innen, Minister,/innen Reichskanzler tanzen ließ, bis die Wand des Deutschen Reichstages, nicht nur brach, sondern spätestens nach dem 27. Februar 1933 entmachtet, lodernd abgefackelt war.

Für Joachim Gauck mit seiner vergifteten Kandidatur für die Wahl in das Bundespräsidentenamt auf dem so genannten rotgrünen Ticket, ist das alles nur ein weiteres Abenteuererlebnis bei seinem Sinnen und Trachten, die Freiheit als die erste Bürgerpflicht zu nennen, die Freiheit, die Fehler von gestern zu wiederholen, die Freiheit, solidarisch oder nicht solidarisch mit den Armen, Gehandikapten, alt wie jung, Bürgern/innen in Uniform zu sein, die vom Polizeidienst traumatisiert oder als Soldaten/innen verwundet aus Afghanistan zurückgekommen, im § Dschungel der Bundeswehr als Parlamentsarmee, betreuend, begleitend heillos unterversorgt, beraten und entlassen, jung vereinsamt, wie verelendet, dahinsiechen?

Als Protestant predigt Joachim Gauck pastoral, treppauf, treppab, in Ost, West, Nord wie Süd im Lande, wir seien doch alle viel „vergebungssüchtiger“ als wir selber gemeinhin glauben.

Hans Ulrich Jörges, Stellvertretender Chefredakteur des Stern, nennt die Kandidatur von Joachim Gauck auf dem rotgrünen Ticket in einem seiner wöchentlichen Zwischenrufe schlichtweg:

"Eitelkeit des fröhlichen Stimmbruchzählers Joachim Gauck, gepaart mit Verrat an seiner politischen Weggefährtin Bundeskanzlerin Angela Merkel!"

Joachim Gauck wird sich, nach seiner, hoffentlich gescheiterten Kandidatur für die Wahl in das Amt des Bundespräsidenten, selber viel zu vergeben haben.

Nicht von ungefähr fährt die vierte Säule unserer Demokratie, fahren die Medien, jetzt schwerste Demoskopen- Geschütze auf, feuern aus allen Kanälen, kanonisierte Datensalven über Datensalven zu Gunsten des Kandidaten Joachim Gauck, weil der Deutsche Bundestag es bis heute hartgesotten unterlassen hat, die von der rotgrünen Bundesregierung im Jahre 2001 unterzeichnete UNO- Charta gegen Korruption und Abgeordnetenbestechung zu ratifizieren.

Warum plädiere ich nun weiterhin für die Wahl des Kandidaten Joachim Gauck als dem „anderem Licht“ in das Amt des Bundespräsidenten?

Ich tue dieses, mit Wehen und Bangen, weil ich mir mit Joachim Gauck, seinem anderen Licht im Amt des Bundespräsidenten, eine Erhellung, ja Ausleuchtung des Ausmaßes an Korruption,. Abgeordnetenbestechung im Deutschen Bundestag und anderen Parlamenten im Lande erhoffe.

D. h., insgeheim hoffe ich, zu Gunsten unserer Parteien Demokratie, der sozialstaatlichen Bindung unserer gesellschaftlichen Einrichtungen in Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden, Stiftungen, Wissens- , Erfahrungs-, Vermögens- Bildung, Ausbildung, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Sport, dass Joachim Gauck letztendlich nicht in das Amt des Bundespräsidenten gewählt wird.

So komplex wie kompliziert sehe ich die gegenwärtige Lage im Umfeld des Deutschen Bundestages, der Bundesversammlung in unserer Gesellschaft und ihren demokratisch legitimierten, aber immer wieder unter Bewährung stehenden, wie angefochtenen Säulen, wie der Deutsche Bundestag, demokratisch organisierter Macht,

JP



17:19 20.06.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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