Matthias Platzek springt zu kurz

Putins Krim- Rodeo Reitet Putin greifbar den "Tiger" im Tank anschwellenden Verlangens nach Selbstbestimmung von Regionen, Provinzen gegenüber Zentralregierungen in aller Welt "RODEO" ?
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

"Der Klügere gibt auch mal nach"

Orginalton des Ex- Vorsitzenden der SPD, Ex-Ministerpräsidenten Brandenburgs Matthias Platzeck in den "Passauer Nachrichten".

Alle reden hierzulande vom Krieg, der in Europa nicht wieder, weder heiss noch kalt, Alltag werden darf.

Putin redet nicht vom Krieg, kommuniziert mit Elan das mit Händen greifbare Verlangen der Regionen, Provinzen nach Sellbständigkeit gegenüber Zentralregierungen in aller Welt.

Hat der russische Präsident Wladimir Putin am 18. März 2014, von langer Hand erahnt, als der Klügere unter den Klugen in der Welt, dem mehrheitlichen Verlangen der Russen, die Krim zu annektieren, nachgegeben?

Wenn ja, was war das Ziel der "Annexions- Übung" Putins am Beispiel der Krim?

Soll Putin die Krim als Beispiel für einen friedlich geordneten Beitritt nachbarschaftlicher Regionen, Provinzen anderer Länder, hier der Ukraine, aber eben auch für Optionen auf ebenso friedliche Rückabwicklung von Beitritten gelten, damit Russland friedenswahrend offen bleibt für das, was in seinem eigenen Geltungsbreich an dichtem Verlangen nach Selbstbstimmung durch föderative Strukturen, gar staatlich Eigenständigkeit anschwillt?

Oder nicht nur das?, reitet Putin gar weltweit greifbar den "Tiger im Tank" anschewellenden Verlangens nach Selbstbestimmung von Regionen, Provinzen gegenüber Zentralregierungen auf allen Kontinenten

"RODEO"

und die ganze Welt schaut, sich die Augen ungläubig reibend, schlafwandelnd, aufgeschreckt betroffen, ja angeekelt zu, trotz Referenden für Selbstbestimmung von Regionen in den USA, China, in Spanien, Belgien, England, Italien gegen Zentralregierungen, als gehe sie das nun wirklich nichts an, außer Sanktionen gegen Russland zu verlangen?

Schon verkündet US- Präsident Barack Hussein Obama, der Ukraine- Konflikt sei ein regionaler, Russland ohnehin nur noch eine Regionalmacht.

Halb daneben, ist voll daneben. denn, anders als Putin, tut Obama wie "Das Pfeifen im finsteren Walde" so, als begreife und erfasse er nicht, dass die Zukunft der Menschheitsgeschihte in der Entwicklung ihrer Regionen liegt und hier ganz besonders im Gelingen, wie für diese Regionen in nationalen, internationalen Verbünden Selbstbestimmung gegenüber Zentralregierungen durch föderative Strukturen verwirklciht werden kann.

In diese Gefahrengemengelage hinein springt Matthias Platzek kühn mit Herz und einem Satz:

"Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, sodass sie für alle hinnehmbar ist", sagte Platzek, aktuell Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, der "Passauer Neuen Presse".

Und springt zu kurz.

"Dazu gehören finanzielle Leistungen, eine Wiederholung des Referendums unter Kontrolle der OSZE und Weiteres. Das müssen Kiew und Moskau aushandeln."

Platzeck: "Es ist momentan kaum vorstellbar, dass Donezk und Luhansk nach allem, was passiert ist, einfach wieder in den ukrainischen Staatsverband zurückkehren."

"Was käme denn nach Putin, wenn der russische Präsident weg wäre? Sicher kein proeuropäischer Nachfolger, eher ein noch nationalistischerer Präsident. Wenn Russland als zweitgrößte Nuklearmacht der Welt aber politisch instabil würde, hätte das unabsehbare Folgen. Das wäre brandgefährlich!", sagte Platzeck. Er forderte: "Wir müssen also eine Lösung finden, bei der Putin nicht als Verlierer vom Feld geht."

Zu kurz gerät Platzeks Sprung deshalb, weil er die Lehren, die Russland, selber aus der Menschheitsgeschichte gezogen, der Welt, voran Europa, Deutschland, Polen, immer wieder erteilt hat, ganz entgegengesetzte waren und sind:

"Einmal bärenstark entschieden die Teilung nachbarschaftlicher Länder mit anderen Regionalmächten, siehe dreimalige Teilung Polens mit Preußen, der Donaumonarchie, dem Deutschen Reich zu betreiben, um dazwischen und danach immer wieder von solchen Annexionen zurückzutreten, sich bärenstark für die Selbstbestimmung der Polen, Deutschen auf internationalem Parkett gegen Widerstände einzusetzen."

Zuletzt über Glasnost, Perestroika in der UdSSR mit Michail Gorbatschow an der Spitze der Akzeptanz des unbändigen Verlangens der Deutschen nach dem Berliner Mauerfall am 9. November 1989, sich wieder staatlich zu vereinigen.

Warum will Matthias Platzek den Beitritt der Republik Krim zur GUS völkerrechtlich dichtmachen, wo es auch offen geht, wie das Beispiel der staatlichen Existenz der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gezeigt hat, die erst, wie Egon Bahr in der Sendung "Maybrit Illner" am 20,November 2014, erinnert, durch den Deutsch- Deutschen Einheitsvertrag mit Wirkung vom 3. Oktober 1990, sozusagen nacheilend, das erste und einzige Mal für immer als historisches Subjekt völkerrechtlich anerkannt wurde.

Gut gemeint, macht manchen Rat erst richtig ungeheuer teuer.

Im Fall von Matthias Platzeks gutgemeint friedensliebende Einlassung von Appeasement Politik 2.0 zu schreiben, wie die faz, taugt nur als Futter für die Katz.

Worum geht es?

Es geht darum, dass das, was früher unter den Manifestierungen des "Sozialismus" ganz unterschiedlicher politischer Farben weltweit im Für und Wider zu Lasten der Regionen, Provinzen zu Gunsten von Nomenklaturen kommuniziert wurde, heute unter den Forderungen von Regionen, Provinzen nach Selbstbetimmung, föderativer Eigenständigkeit gegenüber Zentralregierungen kommuniziert wird, ernsthaft auf breiter zivilgesellschaftlicher Basis Dialogen an Runden Tischen zuzuführen.
JP

http://de.wikipedia.org/wiki/Rodeo
Rodeo

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ukraine-krise-matthias-platzeck-will-legalisierung-krim-annexion-a-1003646.html
Russland-Politik: Ex-SPD-Chef Platzeck will Annexion der Krim anerkennen
Dienstag, 18.11.2014 – 17:12 Uhr

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukraine-konflikt-appeasement-2-0-13275444.html
Ukraine-Konflikt
Appeasement 2.0
20.11.2014, von BERTHOLD KOHLER

14:04 21.11.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 33

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Avatar
Der Kommentar wurde versteckt
Avatar
Avatar
Avatar
Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Avatar