MINSK 2015 / JALTA 1944, im Vergleich

Kiew droht Frieden Anders als im Fall des Deutschen Reiches in JALTA 1944, sitzt der Vertreter der Ukraine, deren Präsident Pedro Poroschenko selbst am Verhandlungstisch in MINSK 2015
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Die Minsker- Konferenz Devise 2015 im Vergleich mit der JALTA- Konferenz Devise 1944:

"Gegen Krisen helfen nur neue Krisen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt nach 17 Stunden Konferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem französischen Präsidenten Francois Holland, dem ukrainichen Präsidenten Petro Poroschenko bis tief in der Nacht am frühen Morgen des 12. Februar 2015, ohne ein Fünkchen an Hoffnung, aber mit dem Schimmer, es wird immer schlimmer vor die Kamera und Mikrophone.

Damit das keiner im schummerigen Licht merkt, spricht Angela Merkel von Hoffnungsschimmer. Dieser Realitätsgewinn gilt den Medien "hoffnungsgeschwängert" als Perspektive. fragt sich welcher Perspektive?

Ist es die Persepktive eines Landes, namens Ukraine, das seit Monaten innerhalb seiner Grenzen aussichtslos, untereinander in den Eliten in Politik, Wirtschaft, Miltär zerstritten, Krieg gegeneinander führt, als hätte Oberst Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 mit seinem Attentat auf den Führer Adolf Hitler in dessen Hauptquartier Wolfsschanze mit der verheerenden Ergbnis explosiven Erfolg gehabt, dass die Eliten der Politik, Wirtschaft, des gewaltigen Militärapparats aus Deutscher Wehrrmacht, SS- Leibstandarten der Gauleiter, Waffen- SS- Verbänden im damaligen Deutschen Reich untereinander zerstritten, hochgerüstet bis zu den Zähnen aussichtslos Krieg gegeneinander führen, während vom 27. November bis 1. Dezember 1944 die Alliierten Josepf Stalin, Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill, in JALTA die Aufteilung des Deutschen Reiches als Vorrausetzung für eine europäische Nachkriegs- Friedensordnung verhandeln?

Wenn ja, ist der einzige Unterschied, dass im Fall der Ukraine, anders als im Fall des Deutschen Reiches in JALTA 1944, der Hohe Vertreter der Ukraine, deren Präsident Pedro Poroschenko selbst am Verhandlungstisch in MInsk 2015 sitzt, um der formalen nicht dejuren Aufteilung der Ukraine im Namen einer Friedensordnung in Europa seinen Segen zu geben?

Nein!, es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen MINSK 2015 und JALTA 1944.

Das NS- Regime verfügte, anders als die Ukraine, nicht über das Know How einer Atommacht, wollte durch einen selbst inszenierten Wehrwolf- Bürgerkrieg die Alliierten, mithilfe des NERO- Plans, alle Infrastrukturen, Straßen, Gleise, Kanäle, Staudämme, Wasser, Strom, Industrieanlegen zu zerstören, davor zurückschrecken lassen, das Deutsche Reich zu besetzen.

In der Lesart russischer Medien wird die Ukraine von Kiew aus durch Faschisten regiert. Wenn dem so wäre, müsste dann die Welt nicht fürchten, dass die Faschisten in Kiew unter permanent insgeheimer nis offener Androhung der Selbstvernichtung durch die Sprengung des Sarkophags des am 26. April 1986 harvarierten Block IV des AKW- Komplexes Tschernobyl einen lebensvernichtend atomaren FALL- OUT im Umkreis von 1000 Kilometern und mehr auszulösen, zur Atommacht aufsteigen zu wollen?

Vergeßt dabei die Amerikaner, kann man da den Verhandlungspartner in Minsk nur zurufen, wenn Amerikaner an der Bande säbelrasselnd ihre Dienste wie Sauerbier anbieten, die sind raus aus dem Spiel, solange es die Europäer von Lissabon bis Wladiwostock wollen.

Kinder kennen auf alle relevanten Fragen der Welt nur eine Antwort
"Wachsen! Wachsen"

Die Amerikaner kennen auf alle sicherheitsrelevanten Fragen der Welt nur eine Antwort "Waffen! Waffen!

Israel, Pakistan, Indien ist es gelungen als Partner der USA am Atomsperrvertrag von 1957 vorbei zur Atommacht aufzusteigen. In der Ukraine ist das Know How und Ingineurswissen, Atombomben zu bauen, seit sowjetischen Tagen nachwievor vorhanden, auch wenn die Ukraine im Budapester Vertrag von 1994, anders als Russland, darauf verzichtet hat, Atommmacht zu bleiben.

Wenn nun US- Präsident Barack Obama öffentlich unter dem Druck der US- harliner und Falken, voran senators McCain erwägt, die Ukraine mit nachhaltigen defensiv Waffen zu beliefern, auszurüsten, was kann das sein?

"Statt Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO der Aufstieg der Ukraine zur Atommacht?",

wenn ja, wird genau über dieses Szenario in Minsk verhandelt?

Euopäer von Lissabon bis Wladiwostock kennen auf alle zugespitzten Fragen der Welt nach der gemeinsamen Erfahrung der Weltkriege von 1914- 1918. 1939- 1945 nur eine Anwort "Gräben, Schanzen Buddeln! Buddeln zum Überleben! Beten! Beten! , Verhandeln! Verhandeln!, bis der Arzt kommt.

Um Gottes Willen Uncle Joe!, das nicht noch einmal!

Dieses Mal sind die Amerilaner aus dem Spiel "Fuck the EU!" raus und lauern an der Bande, säbelrasselnd hochgeüstet bis an die Zähne, wie das Spiel zwischen Brüssel, Moskau, Kiew. Warschau, Berlin, Paris so steht

Der Ukraine Konflikt ist kein Konflikt der zur Lösung steht , sondern als eurasischer Gewöhnungsprozess sperrig auf dem versiegelten Parkett Internationaler Politik steht. 1999 Kosovo Intervention der NATO ohne UNO- Mandat. 2008 der Kososvo wird de jure durch Urteil des Europäischen gerichtshof, unabhängig von von Serbien selbständig erklärt, verkommt seitdem heillos vergessen zu einem verlorenen Land.

2014. Die Ukraine, ein Land, das drauf und dran ist, sich, auf- und hochgerüstet säbelrasselnd selber in einem Krieg im Inneren zu verlieren. Danach und schon jetzt wirkt die Ukraine wie ein verlorenes Land. aus dem absehbar Millionen Menschen ohne Perpektive in ihrem Land in alle Nachbarländer flüchten werden.

Vermag gegenwärtig allein die Fortsetzung des Konflikts innerhalb der Ukraine mit erweiterten Kampfzonen durch die Ausrufung des Kriegsrechts durch Kiew noch das Bleiben von Millionen Ukrainern, patriotisch desolat befeuert,, in der Ukraine zu erzwingen?

Insofern kann es sein, dass nicht nur der russische Präsident Wladimir Putin, von seiner Interessenslage her betrachtet, auf die Krisen- Karte, mit der Krim Annexion am 18. März 2014 als Auftakt, auf militärische Dauer- Intervention, auf Krieg setzt, um den Beitritt der Ukraine zur EU, zur NATO auf Jahre zu unterminieren, Flüchltingsstöme aus der West- Ukraine abzuwehren, sondern auch Berlin, Warschau, Paris auf diese desaströse Karte setzen, um die drohenden Flüchtlingsströme aus der Ukraine durch die drei

"KKKs" (Krisen, Krieg, Katatstrophen)

hinaus zu zögern?

Russland hat bereits jetzt in anschwellender Zahl über eine Million geflüchteter Bürger aus der Ost- Ukraine in seinen Grenzen zu versorgen.

In Zeiten der Kombination der Drohung von "Failed States" und Mangel an demokratischer Einbindung von ethnischen Minderheiten in einem Land aus Ethnien im Nachbarstaat, droht weniger der angeblich imperiale Eroberungswille der USA, Russlands, sondern die brenzlige Lage der Menschen vor Ort selber, der nicht etwa abgeholfen wird, sondern unter dem ideologischen Credo

"Gegen Krisen helfen nur neue Krisen",

Ausweitungen bereits vorhandener Kampfzonen im Ewigen Krieg gegen den Internationalen Terrorismus nach Nine Eleven 2001 mit dem Ergbenis von Abspaltungen bestimmter Regionen von Ländern, wie der Kosovo in Jugoslawien, Südsudan von Sudan, die nach erfolgter Operation ihrem Elend überlassen bleiben und neue Flüchltingströme auslösen,

Der verstorbene Bundespräsident Richard von Weizsäcker war ein wahrhaftiges Talent als "Silberzunge" medial ein Gefühl zu verbreiten

"Man kümmere sich",

um damit erfolgreich durch fidelen Glanz und Gloria über fortgesetzte Unterlassungen der Politik Innen und Außen hinwegzutäuschen.

Inzwischen reicht das nicht mehr, dieses Gefühl "Man kümmere sich" aufrechtzuerhalten. Jetzt braucht es den ungeheuren Aufwand an Minsker- Konferenzen mit hochrangigem Gipfelpersonal, um zumindes vor der nächsten Minsker Konferenz noch einmal so ein Gefühl, einer verglühenden Sternschnuppe am nächtlichen Firmament gleich, aufschimmern zu lassen
JP


http://www.spiegel.de/politik/ausland/minsk-jakob-augstein-ueber-merkels-niederlage-in-der-ukraine-krise-a-1018107.html
Krisengipfel von Minsk: Die Niederlage
Donnerstag, 12.02.2015 – 16:12 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

http://www.nzz.ch/international/europa/zunaechst-nur-lippenbekenntnisse-1.18481731?extcid=Newsletter_13022015_Top-News_am_Morgen
Einigung über Waffenruhe im Donbass
Trügerische Minsker Friedensvereinbarungen
Daniel Wechlin, Moskau 12.2.2015, 19:37 Uhr

02:28 14.02.2015
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Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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