Öffentlich-rechtliche Beteiligungsskrake

ARD/ZDF/RTL/Pro Sieben Der NDR ist über die 100 % Tochter Studio Hamburg zu fünfzig Prozent an der Beckground TV & Filmproduktion des Journalisten Reinhold Beckmann beteiligt, Professor Rau
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Eine congenial grandiose Medienposse über Gebühr, die die ZDF- Kabarettsendungen "Die Anstalt", "Pelzig hält sich" links und rechts gleichzeitig überholt und alt aussehen lässt


Who is Who?", wenn ja, wer gehört zu wem, wer und was führt da Regie?

Der Medienökonom Harald Rau versucht das Geflecht zwischen Fernsehsendern und Produktionsfirmen am Beispiel privater und öffentlich. rechtlöicher Sendeanstalten auszuleuchten: Bei den Öffentlich-Rechtlichen sei das ein Ding der Unmöglichkeit, gibt er sich geschlagen?

In der ersten Juli Woche 2015 geschah es. Ermittler des Bundeskartellamts inspizierten mit Durchsuchungsbefehl etliche große Produktionsfirmen der Film- und TV- Branche. Auch die Bavaria Studios in München und das Studio in Berlin-Adlershof waren aus gegebenem Anlass Objekt amtlich investgativ obskurer Begierde Ermittlender Behörden

In der Branche war erst ein Aufruhr spürbar, nun hat der "Teufel im Detail" das Regiment übernommen und will nicht weichen.

Warum?, es besteht Anfangsgrund

„Verdacht kartellrechtswidriger Preis- und Angebotsabsprachen bei der Vergabe durch Fernsehsender und Produktionsfirmen“,

wie es der Kartellamtssprecher Kay Weidner gegenüber den Medien in dürrem Amtsdeutsch vrlautbarte.

Auf den Verdacht deutet einiges hin, etwa das Material, das die Allianz Unabhängiger Filmdienstleister und der Verband Deutscher Filmproduzenten an Datenmaterial vorbeitetet gesammeltem, der Kartellbehörde aus öffentlichem Interesse, aber auch nicht ganz uneigennützig, zu Diensten übergab, Anfangsverdächte gerichtsrelevant zu erhärten.

Im Vordergrund steht eine Verflechtung der öffentlich-rechtlichen Sender mit ihren Tochterfirmen, die mehr als die Hälfte aller Fernsehfilme zum gegenseitigen Vorteil unter sich arrangieren.

Was hier und da lange vermutet, wird nun offenbar, durch Gebührengelder quersubventionier,t unterteinander mit öffentlich-rechtlicher Sendern verbandelte, TV- und Filmdienstleister unterbieten mit ihren abgesprochenen Preisen unabhängige Dienstleister, die sich oft auf unergründliche Weise von unsichtbarer Hand ausgebootet fühlen und darbend am Hungertuch nagen.

Das Netzwerk an Beteiligungen unzähliger Tochterfirmen der öffentliich- rechtlichen Sendeanstalten mit privaten TV- und Filmunternehmen bleibt vorerst als

"Win- Win- Masche für die Medienakteure selber und die Politik als Kontrollinstanz auf eignene Nebenerwerbs- Rechnung ohne Gewähr"

ein Geheimnis mit sieben Siegeln

Der Medienökonom und Professor für Kommunikationsmanagement an der Ostfalia-Hochschule angewandte Wissenschaften, Harald Rau, will, an deren Standort Salzgitter startend, Licht in diese Schattenwirtschaft bringen

Harald Rau erforscht mit Chris Hennecke das Verflechtungskonglomrerat der Sender RTL, ZDF, NDR, SWR und WDR.

Ihr Ergebnis brachte Rau in der Fachpublikation „Medienwirtschaft“ mit der Überschrift auf den Punkt:

„Transparenz? Fehlanzeige!“

Der TV- Sender RTL mit seinen Tochterformen und die Bertelsmann-Gruppe weisen

„noch höheren Grad an Intransparenz aufweisen als die öffentlich-rechtlichen Sender“,

das sei hier am Rande erwähnt, erläutert Professor Harald Rau.auf Nachfrage.

Immerhin finanziere sich RTL nicht aus öffentlichen Gebühren- Geldern.

Trotzdem bleibe es erwähnenswert.

Die einzige graphische Darstellung zur Organisation der Senderfamilie sei „fehlerhaft, so Rau.

Skandalös ist dagegen die Verflechtung der öffentlich-rechtlichen Sender, die es nicht einmal mehr für notwendig erachten, ihre Beteiligung an unzähligen dienstleistenden Tochterfirmen, irgendnwie als "namenlose" Personengesellschaft unkenntlich gemacht, zu verstecken. Darin scheint auf dreiste Art und Weise Methode mit unbekanntem Ziel zu stecken

„Brancheninsidern sind diese Erkenntnisse vertraut“, sagt einsilbig ein bestallter Gutachter der Kommission zur Konzentrationskontrolle Kek, als ihm Professor Raus Diagramme einisichtig ward.

Aufgemerkt!, "Pelzig hält sich!"

Der WDR ist über seine hundertprozentige Tochter WDR mediagroup GmbH zu 33,3 Prozent an der Bavaria Film GmbH beteiligt, und die ist wiederum zu 51 Prozent an der Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbh und zu 49 Prozent an der Saxonia Entertainment GmbH beteiligt.


Das gilt als ein Beispiel von sechzehn anderen Beteiligungsfällen.
.
Was die Professor Rau Ostfalia-Untersuchung nicht hergibt ist,

Die restlichen Prozente der Beteiligungen liegen in den Händen der Drefa, die in den neunziger Jahren durch Auslagerung technischer Betriebsteile des MDR und durch Neugründungen von Film- und Produktionsfirmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entstand.

Die Drefa Media Holding GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des MDR.

Jeder öffentlichen Kontrolle entzogen

Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man es für Kabarett halten“, gibt der Medienökonom Rau über diese Verflechtungen zum Besten.

Dabei werden von verantwortlicher Seite in Medien und Politik gerne scheinbar historisch unanfechtbare Gründe angeführt. WDR und NDR hätten sich nach dem Zusammenbruch der DDR durchaus auch segensreich an der Übernahme alter Strukturen im Osten beteiligt und neue geschaffen.

Nehmen wir die Konstruktion, über die der NDR, seine hundertprozentige Tochter NDR media GmbH als Holding zu hundert Prozent an Studio Hamburg beteiligt ist, das seinerseits zu 51 Prozent an doclights beteiligt sei, diese wiederum zu hundert Prozent an der Riverside Entertainment GmbH und zu 25 Prozent an Gruppe 5 Filmproduktionen.

Riverside Entertainment GmbH und die Gruppe 5 Filmproduktionen werden wiederum auf der anderen Seite von der hundertprozentigen ZDF-Tochter ZDF Enterprises gehalten.

Wenn das nicht eindeutig ein „closed job“: also reine Inzucht sei, die sich mit robustem Vorsatz jeder öffentlichen Kontrolle entzieht, was dann?

„Für den einfachen Fernsehzuschauer ist längst nicht mehr zu durchschauen, wer da gerade was warum für ihn produziert“, betont Rau.

Und jetzt kommt erst der "Hexenhammer" dann der Medienjammer?

Professor Harald Rau::
"Schließlich sei auch nicht einzusehen, wieso sich ein öffentlich-rechtlicher Sender mit der Produktionsfirma eines Protagonisten so eng verbinde wie sonst nur noch Stefan Raab mit Pro Sieben auf der privatwirtschaftlichen Seite"

Dazu Rau frappant passend;

Der NDR ist über die 100 % Tochter Studio Hamburg zu fünfzig Prozent an der Beckground TV & Filmproduktion des Journalisten, Reporter und Publizisten Reinhold Beckmann beteiligt.

„Wo ist da, bitte schön, noch der Unterschied zum Privatsender?“, fragt Rau.

Fragen wir uns das mit Professor Harald Rau passgenau doch einfach auch und beginnen zu ahnen, der Fisch stinkt vom Kopf.

"Sind ARD/ZDF klammheimlich bis unheimlich skanadalisierend auf "Deibel komme heraus" darauf aus, in flagranti avanti ertappt, damit der Ruf nach Privatisierung der Öffentlich-. Rechtlichen lauter und lauter erschallt?"

Was sind das zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern und privaten Medienunternehmen für Verträge?, wahrscheinlich nach Art von

"Non Paper"

Nur das gesprochene Wort unter vier Augen in Anwesenheit eines "Fliegenden Notars" gilt",

die, fern jeden Gegen- Leistungsprinzips, Vorteilsnahme, Korruption Tür und Tor öffnen, während freie Mitarbeiter auf prekäre Arbeitsplätze ohne Rechtsbeistand im "Schadensfall" umgruppiert werden

Von den üblichen Verdächtigen Günter Jauch, Frank Plasberg, Maybrit Illner, Anne, Will, Sandra Maischerger, Georg Masolo mit ihren privaten Medien Gesellschaften m.b.H. haben wir noch nicht mal gesprochen


JP

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/bundeskartellamt-ermittelt-gegen-die-bavaria-13696375.html
Ermittlungen gegen Bavaria
Der Verdacht weitet sich aus
Das Kartellamt ermittelt wegen möglicher Preisabsprachen gegen die größte Produktionsfirma der Öffentlich-Rechtlichen. Wie weit könnte das reichen? Es scheint, dass der Skandal noch weitere Firmen betrifft.
11.07.2015, von JÖRG MICHAEL SEEWALD

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/bastelt-georg-mascolo-an-recherche-monopol
JOACHIM PETRICK 21.02.2015 | 02:09 6
Bastelt Georg Mascolo an Recherche Monopol?

18:43 03.08.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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