Staat aus dem Hotline- Hinterhalt

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Staat aus dem Hotline- Hinterhalt.

Geschaltete Hotline- Botschaft des Staates aus dem Hotline- Hinterhalt an den Bürger/in:

"Ruf mich an!
Jetzt!"
"Klag Mal schön im Paragrafen Labyrinth!"

In heraufdämmernden Krisen- und Gefahrenlagen, eines normalen Winter Geschehens, geht der Staat per vorauseilender Verschuldung für Rettungspakete, Rettungsschirme bestimmter Klientel, wie Banken, Versicherungen, Hoteliers, Schlüsselindustrien übefordert in den adminstrativen Hotline- Hinterhalt.

Dabei scheut der Staat, mit der parlamentarischen Bank als Zeugen, nicht davor zurück, grundgesetzlich garantiertes Forderungseigentum (s. Begriff bei Professor Paul Kirchhoff) seiner Bürger/innen spektakulär per Sichelschnitt, wie mit der Agenda 2010/Hartz IV geschehen, zu verkürzen.

Die Rechnung dieser staatlich engagierten Ungeheuerlichkeit, mit der parlamentarischen Bank des Deutschen Bundestages als Zeugen, präsentiert dann das Bundesverfassungsgericht (BVG), aus dem staatlichen Hinterhalt verspätet wie verschleppt nach fünf Jahren, durch sein gestriges Hartz IV- Grundsatz- Urteil.

Der Staat administriert sein Versagen, seine Unterlassungen, sein Organisationsverschulden, schäbig behäbig, hinhaltend aus dem Hinterhalt per Symptomverschiebung:

"Was eben noch als staatliches Haushaltsgebrechen erschien, geht nun verschoben in den medizinisch- adminstrativ- chirurgischen Bereich, nicht nur zu Lasten von monetärem Bein und Stein der Bürger/innen, angesichts eisiger Wetterlagen, mitten im Winter, sondern auch zu Lasten der allgemeinen gesellschaftlichen Gemütslage.

Der Staat stellt sich erst, kreditfinanziert, aufgerichtet wie ein Signal- Leucht- Turm auf seine Hinterhand, als wäre der Staat unterwegs als eiliger Säulenheiliger, um dann, durch Schulden mittellos gestellt, in seinem Hinterhalt zu entschwinden.

Anfragen von Bürgern/innen in staatlich heraufbeschworener Alltags- wie monetärer Krisen- und Gefahrenlage verweist da der Staat in teueren Werbekampagnen öffentlich, wie einfallsreich, auf eine frisch geschaltete Hot- Line:

"Sagen Sie uns, wo es in Hamburg brennt, wo, angesichts der nicht zu erwartenden eisigen Wetterlage, mitten im Winter.

Sagen Sie uns, wo der Zustand der Pfade, Wege, Bahnen, Strassen unverhohlen unverblümt zum Hals- und Beinbruch einlädt.

"Kurzum:
Sagen Sie Ihrer Freien und Hansestadt Hamburg, Ihrem Staat, frei heraus, wo der Schnee von Gestern liegt!"

Wir kommen! Sofort!"

Der Bürger fragt sich asymmetrisch mobilsiert, erst milde, die "Hot- Line" am Ohr, irritiert:

"Hat unserer Staat, unsere Stadt, nicht einmal mehr einen Stadt-, Strassen- und Wegeplan?",

hernach aufgebracht:

"Milchmädchenrechnungen versprühen mehr zeitnahe Wahrheit, mehr Preis- Klarheit, denn solcher Art wachstumsbschleunigender Bierdeckel- Rechnungen des Staates als Zechpreller!"

"War die staatliche Organisations- Katastrophe von Haiti, nach dem dortigen Erdbeben, erst der Anfang des Staates aus dem Hotline- Hinterhalt?"

Die Entökonomisierung der Armut schreitet voran, als ob die Armut für interessierte Kreise im letzten Heller der letzte Wachstumsmarkt ist.

Wurden die Hartz IV Gesetze von der Viererbande rotgrün/schwarzgelb nur vom Stapel gelassen, um bei der demnächst fälligen personenbezogenen Berechnung des alltäglichen Bedarfs durch professionell Beratung und Betreuung die Rating-, Ranking- Regeln für Kreditaufnahmen nach den Basel II zur Anwendung zu bringen:

"Kredit nach Bedarf, ganz nach Ihrem persönlichen Profilpass- Zuschnitt!".

Werden dann gedungene Hartzer Roller auf vier Beinen, Rädern, in ihrer heran robbend stänkernden Not, telegen aufbereitet, gepudert, zitiert ,
"...dass sie durchaus mit weniger als Nichts auskommen, weil sie als heimliche Kunden im Supermarkt "Zumwinkel" unheimlich Kredit aufnehmen und, Licht bei Licht in Liechtenstein, sogar noch stiften gehen können?

Deshalb frage ich alle Leser/inen:

"Brauchen wir ein allgemein garantiert verbrieftes Recht auf unbegrenzten Kredit für den allgemeinen wie täglichen Bedarf, um der ungeheuren Geldmengeweitung durch die Zentralbanken der G- 20 Staaten ein regulierendes Gegengewicht zu setzen?

JP

16:24 10.02.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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