Starkes Szeneputzen beim SPIEGEL 51-83-2014

CIA- Folterpraxis Spiegel-Titelgeschichte Heft 44/2003 "Das Geständnis", Operation Heiliger Dienstag" Verfasser Georg Mascolo, Holger Stark, die ein von der CIA lanciertes Dossier...?
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Das "Sturmgeschütz der Demokratie", DER SPIEGEL, eine CIA- Sickergruben Kloake?, die aus den kriminell kontaminierten "Sondermüll" der CIA über Folter, Menschnerechtsbrüche, Mord von Amtswegen, skrupellos ohne Berührungsangst mit den Tätern, die sich als Informanten reiner Güte andienen, Auflagen- Gold für den SPIEGEL wohlfeil schürfen lässt

US-Senatsbericht

Transatlantischer Teamgeist vor und nach der Folter

Die CIA weiss seit Anbeginn ihrer Gründung 1947 ausgewählte Journalisten gezielt mit Informationen zu füttern. Für einen vermeintlichen Scoop werden dann gern auch mal, vor Nine Eleven unter der Hand, nach Nine Eleven ganz offen, versteht sich, den ausgewählten Journalisten weltweit

»erpresste Geständnisse«

als Handreichung für "Weiteres" an zielführender Propaganda im Sinne patriotischen Teamgeistes ber den Atlantik gereicht

Die Spiegel-Titelgeschichte Heft 44/2003

"Das Geständnis", Operation Heiliger Dienstag"

Die Verfasser waren Georg Mascolo, Holger Stark, die für diese Titelgeschichte mutmaßlich ein zuvor gezielt von der CIA lanciertes Dossier bis zum Durch- und Abwinken detailversessen eilfertig ausplünderten.

Unverhohlen heißt es in der Titelgeschichte, es seien aus CIA nahe kompetenten Kreisen weltweit Informationen durchgesickert. Einfach so, als ob die Decke über einer Wohnung , weil die darüberliegende die unter Wasser steht, "Wasser" durchsickern lässt?

In dem vorliegenden US- Senatsbericht scheint in der öffentlichen Wahrnehmung bisher ein Aspekt unterblichtet, der Aspekt der Folterpraktiken des Auslandsgeheimdienstes CIA, der in der letzten Woche veröffentlicht wurde, im Zusammenhang der Zusammenarbeit der CIA mit akkreditiert rekrutierten Journalisten weltweiter Mainstream- Medien.

Diesen wurden, von Fall zu Fall, Kopien streng geheimer Verhörprotokolle ausgehändigt, um – wie es im Report heißt –, »öffentlicher Kritik entgegenzutreten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, und mögliche Aktionen des Kongresses zu verhindern«. Aufgabe der exklusiv beschenkten Presseleute sollte es sein, ihren Lesern weiszumachen, dass die angewandten Methoden vielleicht kritikwürdig seien, aber dass sie andererseits zu einer Fülle wichtiger Erkenntnisse geführt hätten.

Die verdunkelnde Plausibilität dieser These wird in der veröffentlichten Kurzvariante des Dokuments zu den Grausamkeiten des Geheimdienstes entschieden bestritten. Viele der unter Foltern erpressten Aussagen seien wertlos gewesen, hätten die Arbeit der Sicherheitskräfte eher erschwert und zu Fehlalarmen geführt. Ein erheblicher Teil der geheimen Informationen, die an »ausgewählte Journalisten« weitergereicht wurden, sei mit Vorsatz fehlerhaft gewesen.

Die Kooperation zwischen Medien und CIA zum beiderseitigen Nutzen ist dem rund 500 Seiten umfassenden Report als Thema gerade einmal acht Nebenaspekt Seiten wert. Durchgehend werden in dem Bericht nur selten Einzelbeispiele angeführt, die ein Bild von der Gesamtsituation vermitteln könnten. Nur vier Journalisten tauchen in dem Bericht mit Klarnamen auf. Zu ihnen gehört Ronald Kessler, der gemeinsam mit Agenten des Geheimdienstes das Buch

»The CIA at War – Inside the Secret Campaign Against Terror«

verfasste. Von gemeinsamer Arbeit kann man. lt. Bericht, mit Fug und Recht sprechen, da Kessler der Agency nicht nur sein Konzept vorlegte, sondern auch beim Schreiben ständig intensiv »begleitet« wurde.

Deutlich wird aus dem Senatsbericht selbst in der Knappheit und alles verkürzend engen Auswahl der Darstellung, dass es sich bei der Weitergabe solcher Informationen nicht um eine Einbahnstraße, nicht um einmalige Angelegenheiten handelt. Die CIA lieferte ihr Material nicht einfach an Redaktionen, sondern an ausgewählte Personen, zu denen bereits ein belastbares Vertrauensverhältnis angebahnt war.

Ein nicht zu toppendes Beispiel, wie die Produkte solcher Kooperationen aussahen, scheint die Titelgeschichte des Spiegel im Heft 44/2003, die unter dem schrillen Aufmacher

"Das Geständnis", »Operation Heiliger Dienstag«

in der Printausgabe erschien. Die beiden Verfasser, Georg Mascolo und Holger Stark, waren offensichtlich mit einem umfangreichen CIA- Dossier ausgestattet worden, das die Aussagen »der beiden Chefplaner des 11. September« (O-Ton Spiegel), Chalid Scheich Mohammed und Ramzi Binalschib, als Hauptthema enthielt.

Die unkritische Tonlage der damaligen Titelgeschichte barg nicht einmal zwischen den Zeilen Einladungen an den Leser, Distanz gegenüber den Behauptungen der CIA auch nur zu erwägen:

»Die Aussagen zerreißen jene Schleier, die bis heute noch über der Vorgeschichte des 11. September liegen. Sie liefern den Beweis, dass die Qaida-Spitze permanent in die Vorbereitungen eingebunden war – und das auch weit früher als bislang angenommen. Und sie belegen vor allem, dass (…) Osama bin Laden persönlich über die Auswahl der Todespiloten und der zu entführenden Maschinen entschied. Es sind vor allem die Geständnisse, die das Wissen der Terrorexperten vervollständigen (…). Der Druck scheint zu wirken: ›Wir haben eine unglaubliche Menge Informationen aus ihnen herausgeholt (…)‹, sagt US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. (…) War die Geschichte des 11. September 2001 bisher eine Art Puzzle, bei dem noch einige wesentliche Teilchen fehlten, ist das Bild jetzt, nach den Aussagen, nahezu vollständig – in einigen Bereichen sogar bis ins letzte Detail.«

Weiter unten:

"Wo Binalshibh und er derzeit vernommen werden, ist unbekannt. Sicher ist nur, dass sie nicht in Guantanamo Bay festgehalten werden. Ansonsten gibt es viele Gerüchte: Auf einem US-Kriegsschiff sollen sie sein, auf dem Luftwaffenstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean oder in Bagram, dem US-Hauptquartier in Afghanistan. Möglich ist aber auch, dass sie in einem Staat gefangen gehalten werden, der es mit den Menschenrechten und dem Folterverbot nicht so ernst nimmt und für die Amerikaner die Schmutzarbeit erledigt. "Hotel California" nennen US-Ermittler solche Orte.

Darüber, wie US-Vernehmer ihren Job begreifen, haben sie nie einen Zweifel gelassen: Alles, was die beiden über al-Qaida wissen, müsse aus ihnen herausgeholt werden, im nationalen Interesse, heißt es

bei der CIA: "Wenn sie schweigen, kostet es unser Blut." Diese ultimative Herangehensweise hat selbst amerikanische Politiker beunruhigt. Ohne das Wort "Folter" explizit zu benutzen, fragten Mitglieder der Geheimdienstausschüsse des Kongresses nach, ob denn auch Gewalt angewandt werde. "Es gibt vor und nach dem 11. September, das ist alles, was ich dazu sagen werde", antwortete Cofer Black, Ex-Anti-Terror-Chef der CIA und heute im Außenministerium für dasselbe Thema zuständig. Und: "Wir haben die Samthandschuhe ausgezogen."

Was das bedeutet, hat zuletzt Omar al-Faruk, bis zu seiner Festnahme eine Art Südostasien-Beauftragter Bin Ladens, erfahren. In seiner Isolierzelle in Bagram brannte Tag und Nacht das Licht, Faruk musste nachts auf dem Boden hocken. Schockartig erhöhten die Vernehmer die Temperatur auf tropische 38 Grad, um sie dann auf eisige zwölf Minusgrade fallen zu lassen - so lange, bis er zur Kooperation bereit war.

Unter welchen Umständen die Geständnisse von Binalshibh und Scheich Mohammed zu Stande kamen, wird sicher auch die politische und strafrechtliche Bewertung beeinflussen - wenn es denn jemals ein ordentliches Gerichtsverfahren geben sollte. Denn über den Rechtsstatus der gefangenen Qaida-Leute muss US-Präsident George W. Bush noch persönlich entscheiden.

Bleiben sie bis an ihr Lebensende weggesperrt, oder müssen sie sich vor einem Militärtribunal verantworten? Ist die Todesstrafe aus US-Sicht für ein Verbrechen solch ungeheuren Ausmaßes angemessen? Oder ist es eine noch viel größere Strafe, wenn die Massenmörder den Rest ihres Lebens ohne jede Perspektive isoliert bleiben müssten - so wie Scheich Mohammeds Neffe Ramsi Ahmed Jussuf, der eine 240jährige Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado verbüßt.

Ramzi Binalshibh haben die möglichen Konsequenzen offenbar wenig beeindruckt. Ihm, prahlte der Gefangene lautstark, mache es nichts aus, nach Guantanamo Bay geflogen zu werden. Das Internierungslager, witzelte Binalshibh, sei doch derzeit der weltweit einzige Platz, "wo 500 Mudschahidin-Kämpfer an einem Ort sein könnten". Im Camp werde er wohl ein Institut gründen oder eine religiöse Schule. Und wenn er wieder frei sei, drohte Binalshibh seinen Vernehmern, dann werde er als erstes "1000 Amerikaner töten". GEORG MASCOLO, HOLGER STARK" (Ende Auszug der Spiegel Ttitelgeschihcte 44/2003

Operation gelungen, der Patient die Pressefreiheit ins Hirntod Koma gefallen?

Nur naive Menschen können glauben, dass ein anständiger Journalist nicht mit Material eines Geheimdienstes arbeiten würde, das durch Foltern erpresst wurde, so in etwa lies sich noch 2006 der damalige Bundesinnenminister Wolfang Schäuble zu ersten offiziellen Berichten über diesen Komplex möglicher CIA- Folterpraktiken in weltweit amerikanischen und britischen Geheimgefängnissen in Thailand, Baltikum, Polen, Afghanistan, Pakistan vernehmen.

Georg Mascolo und Holger Stark versuchten in ihrer Titelgeschichte nicht einmal ansatzweise, den Eindruck zu vermitteln, dass ihnen diese "augenzwinkernde" Haltung Regierender hierzulande suspekt sei.

Dass zwei »Alphatiere des Journalismus« so schrieben, als könne man vom Grunde her erpressten »Geständnissen«, über alle Zweifel erhaben, Wahrheit unterstellen, ohne überhaupt zu erwägen, dass es bei Folter noch niemals um Wahrheit, Klarheit von Aussagen ging, sondern darum, beliebig erfundene "Wahrheiten" in eine bestimmte Richtung, im gewünschten Sinne, auf Biegen und Brechen von Menschenrechten, auf Termin gesetzt, zu beschleunigen.

Inzwischen ist, laut Titelgechichte DES SPIEGELs dieser Woche "51- 83- 2014)

"Die dunkle Seite der Macht",

besser sollte die Titelgeschichte lauten:

"Die dunkle Seite weltweitJou embeded rnalismus"

wiederum unter Beteiligung Holger Starks bekannt, dass die CIA im Zusammenhang mit ihren sogenannt erweiterten Verhörpraktiken nach Nine Eleven 2001 nicht nur die gerade erreichte Zusammenarbeit mit dem FBI einfror, deren Verhörexperten aus ihren weltweit neu gegründeten Geheimgefängnissen abzog, durch externe Verhörexperten austauschen ließ, die in den Augen des FBI keinerlei Praxis mitbrachten. dafür aber binnen vier Jahren, von 2002- 2006, mit ihrem Privatunternehmen des Psychologen James Mitchell und dessen Kompanion Bruce Jessen 83 Millionen Dollar kassierten.

Wurden hier Verhörpraktiken brutalster Art durch ausgelagert, CIA verbundene Privatunternehmen, angewandt, um "drohende" Aussagen, ein "drohendes" Vertrauensverhältnis der Gefangenen mit ermittelnden FBI- Beamten zu verhindern?, wenn ja, warum?, ging es und geht es um Geschäftsbeziehungen des Bush- , Cheney- Clans mit saudi- arabischen u. a. Ölförder Dynastien?, die durch Nine Eleven 2001 unter eine nie zuvor dagewesene Belastung gestellt waren?

Das 2003 gelieferte CIA- Material war durch Georg Mascolo, Holger Stark nicht zu überprüfen und ist es bis heute nicht, beide Gefangenen sind nach ihrer Festnahme bis heute nie wieder aufgetaucht, Dem an der aktuellen SPIEGEL- Titelgeschichte federführend beteiligten Holger Stark ist das nicht einmal eine erläuternde Fussnote wert.

Gleichwohl wusste Holger Stark für die aktuelle SPIEGEL- Titelgeschichte über den kleinen Dienstweg alte Bande zu dem selbsternannten Verhörexperten James Mitchell problemlos telefonisch exclusiv neu im alten Stil augenzwinkernder "Geheimdienstler" Veteranen Übereinstimmung zu beleben.

Im SPIEGEl- Exclusivinterview durfte James Mitchell , 63, aktuell kundtun, dass er sich und seinem Geschäftspartner Bruce Jessen vorsorglich eine CIA- Garantie bis ins Jahr 2021 verschafft habe, mit der die CIA alle eventuellen Rechtsstreitkosten für den Fall übernehme, dass die CIA- Folterpraktiken, wider Erwarten, gerichtsrelevant würden.

Dass es hier eventuell um eine 15 Jahre Verjährungsfrist geht, erwägt DER SPIEGEL nicht. James Mitchell und Bruce Jessen arbeiteten nachweislich von 2002- 2006 für die CIA in Fragen erweiterter Verhörpraktiken, sprich Folter.

Erwogen wird in der altuellen SPIEGEL- Titelgeschichte auch nich, ob bereits die Ankündigung durch James Mitchell, dass die USA weiteren staatlichen Aufwand an Steuergeldern zur juristischen Verteidigung von CIA nahen Mitarbeitern in Fragen völkerrechtswidrig menschenverachtender CIA- Folterpraxis bereithalten, an sich nicht schon ein Skandal ist

Chalid Scheich Mohammed war einer von den drei Männern, die im Senatsbericht namentlich als Opfer des sogenannten Waterboarding, des simulierten Ertränkens, genannt werden.

Dass Menschen unter der Folter zu willkürlichsten Aussagen neigen, ist seit den Hexenprozessen längst allgemein bekannt. Bekannt ist aber auch, dass es bei Folterpraktiken nicht um Wahrheitsfindung geht, sondern um die auf Termin gesetzte Anbahnung von öffentlichen nicht öffentlichen Schauprozessen, siehe die stalinistischen Schauprozesse bis 1937. siehe Prozesse des NS- Volksgerichtshofes gegen den Militärischen Widerstand nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20.Juli 1944.

Bereits 2007 meldete die internationale Presse vielerorts "Breaking News", dass starke Zweifel an einem Großteil von Chalids Aussagen bestünden. Eine formale und transparente Selbstkritik des Spiegels und der beiden damaligen federführenden Redakteure Georg Mascolo, Holger Stark steht bis zur Stunde aus, trotz neuer Titelgeschichte DES SPIEGELs zum Themenkomplex "CIA erweiterte Verhörpraktiken" mit Holger Stark.

Es reicht gerade so eben nur zu einem zaghaft angedeuteten "Holger":

"Starkes Szeneputzen beim SPIEGEL"
JP

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28990723.html
27.10.2003
Operation Heiliger Dienstag

Von Mascolo, Georg und Stark, Holger

www.spiegel.de/spiegel/print/d-28990723.html

04:10 15.12.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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