Versailler Vertrag 1919, Urknall des asymmetrischen Währungskrieges?

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Versailler Vertrag 1919, Urknall, Geburt, Beginn des asymmetrischen Welt- Währungskrieges?

Versailler Vertrag 1919, oder die Fortsetzung des Krieges mit finanz- und währungspolitischen Mitteln?

1871 war es Otto von Bismarck als Ministerpräsident des Königreiches Preussen mit französischen Finanzmitteln, der Überzeugungskraft der Beute des „Französischen Goldkern- Devisenschatzes“des deutschen Sieges über das Französische Kaiserreich, gelungen, deutsche Könige und Fürsten auf dem neutralen Boden des Spiegelsaales im Schloss zu Versaill zu versammeln, den zögerlichen preussischen König Friedrich Wilhelm IV zum deutschen Kaiser Wilhelm I auszurufen.

Die deutschen Königs- und Fürstenhäuser jener Jahre um 1871 konnten erst durch eine gemeinsame Anstrengung eines Krieges, ausgelöst durch die infam unlautere Emser Depesche Otto von Bismarcks, gegen Frankreich zur Ausrufung „der Kleinen Deutschen Einheit im Zweiten Deutschen Kaiserreich““ getragen werden
Warum?. weil diese deutschen Königs- und Fürstenhäuser sich eher europäisch, denn kleindeutsch verstanden.

Aber damals 1871 war für den Sieger Deutsches Reich eine Lage entstanden, die sich kein Sieger wünscht.
Die monarchistischen Reste des Französichen Kaiserreiches nötigten ihrem Sieger Deutschland ab, gegen die eigene republikanisch gesonnene Bevölkerung in Paris den ersten asymmetrischen Krieg der Neuzeit auf europäischen Boden seit dem Westfälischen Frieden 1648 zu führen, um Frankreich angeblich monarchistisch zu befrieden!?

In der Notlage des Siegers Deutschland über Frankreich 1871 wurde so unversehens aus dem Sieger ein Getriebener, der nicht recht wußte, wo und wie er sich für seinen Sieg, sein Mütchen kühlen, sich gütlich halten konte.
Weitere Teile als Elsaß- Lothringen zu annektieren, verbot sich Otto von Bismarck, lauerte doch dabei die Gefahr, sich den republikanischen Bazillus, der parlamentarischen Demokratie, nach dem Bilde der USA, in Lande der deutschen Königs- und Fürstenhäuser zu holen.
War doch gerade kürzlich aus einem Allgemeinen Arbeiterverein in Gotha die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entstanden(SPD).
Was blieb da aus Frankreich zu holen, außer der Goldkern als Devisenschatz? So wurde dieser von Otto von Bismarck als Kriegsbeute nach Berlin genommen, die deutschen Königs- und Fürstenhäuser nicht nur für die Gründung des Kleinen Deutschen Reiches in Versaille gewogen zu stimmen, sondern auch für die Einführung einer gemeinsamen Deutschen Währung, der Deutschen Mark, schlicht genannt Mark (M).. Was gelang.
Damit war der Friedensschluss Deutschlands mit Frankreich historisch marginalisiert, die Fortsetzung des Krieges mit währungs- und finanzpolitischen Mitteln aus der Not des Siegers Deutschland über Frankreich geboren, weltweit wahrnehmbar als strategisches Instrument eingeführt und etabliert.

Auch wenn alle weiteren Kriege seit 1871, europa- wie weltweit, unter allen möglichen wie unmöglichen Parolen angezettelt wurden, Kolonialismus, Rassenwahn, gepaart mit Antikommunismus, Anti- Kapitalismus, wie 1914,1939 Staatsbankrott des Dritten Reiches, 1951 Korea, 1964 Vietnam, 1967 Biafra, 1976 Angola, Mosambique, Falkland- Krieg 1982, Sudan, Kongo seit 1962, irak, Afghanistan, Kosovo, Georgien, ging und geht es von nun an brutal um währungspolitische Aspekte für Sieger, Besiegte, für Nachkriegsordnungen, Vorkriegszeiten, schlussendlich den Kalten Krieg mitten im Marshall- Plan, deutcher Währungsreform, Berliner Blockade, Teilung Deutschlands in separate Apartheid- Währungszonen, DM und MDN, 1949, Berliner Mauerbau 1961, den USA als Gläubiger aller Schuldner der Welt nach 1918 wie erst recht nach 1945. bis zur ersten Ölpreiskrise 1973, Putsch gegen Salvatore Allende am 11.09 1973 in Chile, zum Ende des Vietnam Kriegsabenteuers der USA.

Was hat das nun alles mit dem Versailler Vertrag on 1919 zutun?
Sehr viel!, weil bis heute, wie die jüngste Spiegel- Titelgeschichte offenbart“Der verschenkte Frieden“ (Der Unfrieden von Versailles) immer noch turnusmäßig von verpassten Gelegenheiten zu wirklichem Frieden die Rede ist, obgleich dieser Versailler Friedensvertrag 1919 auf delikat aparte Weise eine klare währungspolitische Sprache spricht, die aber bis heute nicht als solche gedeutet wird.
Warum?,
um weiter Human Militärische Interventionen in Afghanistan, Kosovo, Irak, Pakistan, Sudan, Kongo als asymmetrisch unerklärte Kriege gegen den so genannten Internationalen Terrorismus, mit regionalen Wurzeln, zu rechtfertigen, ohne auch nur das Wort Währung- und Finanzpolitik auf der Basis von Ressourcen aller Art, Ressourcen- Knappheit, asymmetrischem Währungs- , Finanzgefüge zu erwähnen!?

Schon bietet sich Arno Wiedmann in der Frankrfurter Rundschau
„Hitler weiß waschen“ vom 06.07.09 facettendick zum ritualisierten Gegenschlag auf die Titelgeschichte des Spiegel an
“Waidmannsheil! Waidmannsdank!“.

Dabei bleibt außen vor, wieviel den deutschen Steuerzahler/in die Ablösung der deutschen Königs- und Fürstenhäuser nach 1918 aus ihren „angestammten“ Machtpositionen mehr an Unsummen aus dem Versailler Friedensbvertrag selber erwachsen ist, mehr gekostet hat, als der Versailler Friedensvertrag je von 1919 bis 1988 gekostet hätte?

War also das ganze übertriebene Hass- Gewese und Getöse über den Versailler- Schandvertrag, der er war, der mit keinem §- Wort auf die Beute des Deutschen Reiches im besiegten Frankreich 1871 abhebt, im Grunde der Moldau, ein mediales Ablenkungsmanöver, ein Geleitzug, ohne Gewese & Getöse, bis heute zu vertuschen, wie sich die deutschen Königs- und Fürstenhäuser, voran der Hochadel, trotz angezetteltem und verlorenem Ersten Weltkrieg, am deutschen Wesen des Steuerzahlers/in genussfreudg, auf seinen Latifundien genesend, gütlich tat & hält?

Eine Chance ist 1919 in Versaille mit Sicherheit nicht einmal ansatzweise registriert, geschweige denn kommuniziert worden, nämlich eine monetär fundierte „Entschädigungs- , Lastenausgleichskultur“ als weltfinanz- und währungspolitisches Mittel für Opfer, Überlebende und Hinterbliebenen von Kriegseinwirkung, kolonialer Herrschaft, Völkermord an afrikanischen Stämmen, Armeniern 1915 im Osmanischen Reich, Willkür von Besatzungsregimen, -truppen, Kriegsgefangenenlagern, Zwangsarbeit in Feld, Wald & Wiesen, in der Industrie, in Bergwerken, bei monetäre Notzeiten in Stadt und Land.

Werden heute überhaupt noch erklärte Kriege geführt?
Nein!, um eilig scheinheilig Kosten in den Wehretats zu Lasten anderer Posten im Staatshaushalt zu drücken.
Erleben wir nicht eher finanzpolitische, währungspolitische Interventionen in bestimmen Weltregionen, Märkten durch Koalitionen der Willigen, angetrieben von „New Deals“ im industreillen Finanz- Ressourcen- Kreditschöpfungs- Komplex, wobei unerklärt asymmetrisch geführte Kriege helfen?
Wobei helfen?, den hochpreisigen Absatz von Industrieprodukten wie LKWs, Geländewagen, PKWs, Transport- , Kampf- Flugzeugen Hubschraubern, Särgen, Waffenarsenalen aller Art, Rüstungsgütern, Rohstoffen wie Öl, Gas, Metallen, “Außer Kontrolle“spekulativ in neue Höhen zu treiben!?

Das alles eingedenk der Starter zündenden Parole:
„Preise, Räder rollen, rauf & runter, egal, ob für Siege, ob für Niederlagen, ob für Vormarsch, Rückmarsch, Waffenstillstand, Offensive, Besatzerzonen, mit und ohne Statut, UNO-Protektorate mit Mandat!, oder?
JP

(s. a. www.spiegel.de/forum/Versailles

feuilleton@fr-online.de )

23:07 06.07.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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