Verstummen, wenn der Grieche kommt

Die Anstalt Die Frage sei erlaubt, hat sich im Verhältnis von Nachrichten Berichterstattung und Satire hierzulande einiges verändert, wenn ja, was ?
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Lachen bis der Grieche kommt

Im Verlauf der Jahre seit 1995 haben öffentlich- rechtliche Sender in Deutschland, ihren überparteilichen Auftrag zur Förderung politischer Willensbildung in wachsendem Maße als Produktion von Talkshows gedeutet und umgesetzt,.

Produktionen, die von Medienstars, Sabine Christiansen, Anne Will, Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Thomas Gottschalk, Harald Schmidt, Günter Jauch, Reinhold Beckmann, Frank Plasberg, Johannes B. Kerner, mit eigener Medien GmbH über intransparente Verträge an die öffentlich- rechtlichen Sender angedockt sind.

Diese Medienstars pendeln bei profitabler Gelegentlich, samt ihrer Medien- GmbHs, zu Privat- Sendern hin und zurück, sicher auch, um ihren Marktwert, sondierend, zu steigern.

Nachrichten- , Moderatoren- Stars, Klaus Kleber, Marietta Slomka, Thomas Roth, Reinhold becmann drängen mit Alleinstellungsmerkmal Richtung Infotainment.

Binnen zwanzig Jahren ist eine Entwertung der Balance- und Korrekturfunktion des öffentlich- rechtlichen Fernsehens gegenüber Privat- Sendern zu registrieren

– Gewohnt politisch engagiertes Kabarett, Marke

"Scheibenwischer"

Dieter Hildebrandts und Kompanions erhielt Platzverweis zu Gunsten stumpf blödelnder Belustigung nach Art von Truppenbetreung an der Front der Unterhaltungsindustrie im Dauerkrisen- und Kriegseinsatz

Voran marschierte auf die Bühne, die die Welt uns zu deuten vorgibt, die Comedy mit einer Armada von kostümierten Sprach- und Politiker Stimmen- Imitatoren im Eckigen des Fernsehrunds.

War das gestern?, wenn ja, ist das noch heute so?


Nicht ganz. Kabarettsendungen wie «Die Anstalt» oder die
"Heute-Show", "Pelzig hält sich" machen Freunde der politischen Satire aufs Neue froh.

Diese Kabarett Formate räumen in jüngerer Zeit in wachsendem Maße Lob über Lob dafür ein, dass sie mitten im anschwellend orchestriert allgemeinem Schlapplachhalden Gelächter aus der Dose

"Lacht kaputt, was euch kaputt lacht"

unvermittelt ernste Themen aufgreifen.

Profitieren diese satirischen Sendeformate davon, dass Fernsehnachrichten immer seichter, kurzformatig atemlos unterwegs sind?

Gerade scheint die investigative Satire in Amerika in ihren Tiden einer Ebbe zuzustreben, da nimmt sie gegenwärtig in Deutschland ihren Anlauf zum aufrechten Gang Aufschwungam überparteilich politischen Hoch- Reck.

Der 31. März 2015 ist so eiin Tag für einen satirisch gelungenen Aufschwung am Hoch- Reck.

Spätabends, es geht auf die mitternächtliche Stunde Null zu, die TV-Sendung

«Die Anstalt»

des ZDF macht in Kabarett und dazu politisch, sie ist ernst, auch wenn das Publikum vor Ort und an den Bildschirmen allerorten lacht.

Lachen ist gesund, 10 Minuten Lachen mit dem Zwerchfell daheim vor dem Bildschirm, ersetzt den vollen Lauf einer Stunde Jogging im Wald, ist in den naturverbundenen Gazetten zu lesen

Sigmund Freud meinte gar, Lachen sei die denkbar unmittelbarste Form, dem sozialen Umfeld Zugehörigkeit zu signalisieren.

Lachen befreie, sei ein Prozess der Bewusstseinswerdung.

Am 31. März hat der Zuschauer bis zur Minute 40 viel Anlass zum Lachen, dann passiert ab Minute 41 Unerwartetes, dass die bisherige Situation über den Haufen schmeißt

Befindet sich in den sichtbar bereitgestellten Schnapsgläsern Wasser oder Ouzo?, ist nicht offenbar.

Was dagegen offenbar wird, der ältere weißhaarig mittelgroß kräftige Mann, der sich soeben in der Ecke setzt, ist nicht zum Spielen da, der ist echt und wurde "So als ob" direkt aus dem prekären Alltagsleben eines europäischen Landes in Zeiten sogenannter Eurokrise eingeflogen.

Das Lachen erstirbt. Niemand ist mehr zum Lachen zumute. Der Mann kommt aus Griechenland und berichtet in etwa wie folgt auf Deutsch.

"Ein Drittel der öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland wurden geschlossen.

Immer weniger Menschen können sich Krankenversicherungen leisten. Es gibt aber nicht weniger Kranke –

Die Krankenhäuser entlassen Ärzte, Krankenschwestern, wenn sie nicht sogar dichtmachen, um den griechischen Staatshaushalt zu sanieren. Der öffentliche Rundfunk, Fernsehen wurde in Griechenland abgeknipst, 2500 Beschäftigte der Sender wurden "freigesetzt", weil es die Troika (IWF, Weltbank, EU. Kommission) aus Brüssel so wollte

Die Renten um bis zu 60 % gekürzt. Dafür hat das Land alleine an die Bundesrepublik Deutschland 360 Millionen Euro Zinsen für Kredite gezahlt. Der deutsche Steuerzahler musste realiter bisher nicht einen einzigen Cent für die Rettungsprogramme des Europäischen Stabiltätsmechanismus (ESM) aufwenden.

89 Prozent der Griechenland-Hilfe landet im privaten Sektor, bei Banken, Fonds und Versicherungen. Dafür wurden in den letzten fünf Jahren 80 Prozent der privater Auslandsschulden genannter privater Institute von der öffentlichen Hand übernommen.

Lachen und Bewusstseinswerdung gerät zur Bitteren Pille.

Umso unerbitterlich gerät die Frage:

Erfährt man von dieser realen Alltags- und sozialen Gefahrenlage in Griechenland aus Nachrichtensendungen des deutschen Fernsehens?

Wenn überhauot, dann durch Intertainment solcher Sendestars wie Mareitta Slomka, Klaus Kleber, ZDF, Tomas Roth, ARD, kommentierend launig heruntergedimmt und unmerklich bis strikt gefiltert.

Talkrunden- Demokratie?

Eine quantitative Erhebung des Kölner Instituts für empirische Medienforschung (Ifem) eruierte, dass 2014 Fernsehsendungen von ARD und ZDF wie «Tagesschau», «Tagesthemen» oder «Heute-Journal», aber auch die Nachrichten bei den Privatsendern RTL oder Sat 1 mit ihren hohen Zuschauerzahlen «wesentlich zum Informationsstand und zur Meinungsbildung beitrugen». Und:

«Gegenüber den Vorjahren gewann die Politikberichterstattung weiter an Bedeutung.»

Warum wohl in solchen aufgeheizten Krisen.- und Kriegszeiten?

Fernsehnachrichten würden allerdings von einer Krise erfasst, wenngleich eher zu vernachlässigen, verlautbart das Institut.

Wenn Nachrichtenformate mit immer kürzeren O-Tönen und immer einfacheren Ansagetexten arbeiten, habe das Auswirkungen auf die Qualität.

Der ehemalige Moderator und Leiter des «Heute-Journals» Ruprecht Eser beklagt eine zunehmende

«Boulevardisierung» und

«Entpolitisierung»

insbesondere auch bei öffentlichrechtlicher Nachrichten, so vor einigen Tagen in der Presse zu lesen,

Eser spricht von Talkshow-Republik und Empörungsdemokratie.

Zu Griechenland gab es in den vergangenen fünf Jahren massenweise Talkshows. Häufig saßen erzkonservative Politiker wie Markus Söder (CSU), die Sätze sagten wie:

«Griechenland muss jetzt seine Hausaufgaben machen.»

Im gleichen Zeitraum sendete die ARD zwei

«Brennpunkte».

Den ersten 2010 unter dem Titel:

«Ruiniert Griechenland den Euro?»

Der zweite haute nach dem Syriza-Wahlsieg im Januar 2015 so richtig erst auf die Pauke dann auf den Athener Putz:

«Triumph für Tsipras: Europas Reformkurs in Gefahr».

Erst einmal da angekommen, im Zuschauerbewusstsein verortet, naht auch schon der richtig ultrabrutale Boulevard.

Schon giftet die

«Bild»-Zeitung:

«Russland oder Griechenland: Wer ist gefährlicher?»

Wie passt in dieses Tohuwabohu aus Nachrichten und Intertainment

«Die Anstalt»?,

wenn ja fördert sie das genuin politische Kabarett mit den Moderatoren Max Uthoff und Claus von Wagner?

Cool sein und bleiben, aber nicht kaltherzig wirken und sein

«Die Anstalt», Minute 45, jetzt kommt eine krachend prächtige Pointe:

"Wir Deutschen haben den Krieg verloren, aber die Nachkriegszeit gewonnen."

Bei der Kritik an der vermeintlichen und wirklichen Boulevardisierung von Nachrichten, Intertainment und politischem Journalismus holen Kritikassen schon einmal den Säbel heraus und posaunen das Wort von einer angeblichen

"Mariettaslomkaisierung"

hinaus.

Was gesagt werden muss, muss gesagt werden. Wirklich?

ZDF-Nachrichten- Star- Moderatorin Marietta Slomka bereiste unlängst vor oder nach Pfingsten 2014 mit disziplinierter Betroffenheitsmiene und Attitüde von hoher Warte aus, inszeniertem Rechercheaufwand und -drang, Afrika, die neuen Bundesländer, zu guterletzt China.

Reinhold Beckmann als Star- Reporter des investigativen Netzwerks Format von ARD und Sueddeutscher, mit Georg Mascolo, dem ehemaligen Chefredakteur DES SPIEGELs, seit letztem Jahr auf Honorarbasis an der koordienierenden Spitze, tat es Marietta Slomka in Afghanistan nach.

Saß neben Einheimischen, Großmutter mit Enkelin, eines beliebigen Dorfes Hütte und tat äußerst angespannt, betroffen und vor allem in geheimer Mission engagiert, ohne eigentlichen Informationsgehalt zu liefern.

Reinhold Beckmann tat auf unmittelbare Weise in dieser Mission seine Haltung kund, wie er sich selber und andere gern haben kund. Die Zuschauer sind "live" dabei gewesen.

Gerade gestern Abend wieder war Reinhold beckmann bei seinem Arbeitgeber ARD in der NDR "Drei nach Neun" Talkshow mit Giovanni di Lorenzo als Moderator einmal mehr in investgativ scheinheiliger Mission unterwegs, uns seine Afghanistan Reportage und "Neues", vom authentisch Feinsten,

"Trauma Einbruch"

am Montag, 27. April 2015, 20. 15 UUhr mit nacfolgender Frank Plasber Sendung

"hart aber fair"

in der ARD nahe zu bringen. Der Informationsgehalt wirkte allerdings recht dürftig.

Giovanni di Lorenzo, jugendlich wirkendes Urgestein an der Schnittstelle von Privaten Printmedien und öffentlich- rechtlichen Sendern begeistert sein Publikum an der Front des Interianment und plant als Chefredakteur DER ZEIT, neben dem investigativen Netzwerk von ARD/NDR und Suedeutscher, ein investigatives Netzwerk mit dem öffentlich- rechtlichen ZDF aus der Taufe zu heben.

Der Eindruck scheint nicht verkehrt, dass es in ihren Beiträgen und Reportagen vor allem um die Medien- Marken, die Nachrichten Super- Stars, Marietta Slomka, Reinhold Beckmann Klaus Kleber, Thomas Roth selber geht.

Scheinbar zufällig, entspannt, spannend wechselnde Kulissen in beliebiger Abfolge vor einer umwerfenden Flut an Hintergrundbildern von Landschaften, Dorf- Alltag bei Marietta Slomka. Bei Reinhold Beckmann dazu Bundeswehr- Alltag in Afghanistan verstärken diesen Eindruck.

Stehen beide da nicht in einem himmelschreienden Kontrast zu journalistischen Grundsätzen des 1995 verstorbenen ARD- Tagesthemen Moderators Hanns-Joachim Friedrichs, einer Ikone des deutschen Nachrichtenjournalismus?

Friedrichs erklärte wiederholt, u. a. in einem «Spiegel»-Interview, er habe kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bei der BBC in London sein journalistisches Handwerk gelernt,

Vor allem grundsätzlich Distanz zu halten,

«sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein».

Die bereits damals um sich greifende lässliche Lockerheit, das Verschwinden der Abgrenzung von Nachrichtenarbeit und Intertainment sei ihm ein Graus, meinte Friedrichs.

Liegt da nicht nahe, dass Hanns-Joachim Friedrichs das genaue Gegenbild von Marietta Slomka als Journalist darzustellen suchte?

Und siehe da, das scheint heute Niemanden im Journalistenbetrieb zu kümmern, wenn es um die Verleihung des Hanns-Joachim Friedrichs geht .

Ausgerechnet die Journalistin Marietta Slomka wurde Anfang April von der Jury für den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises 2015 nominiert,

Der Festakt der Preis- Verleihung findet im Laufe dieses Jahres unter denkbar großer Anteilnahme der Medien und deren Prominenz statt, Marietta Slomka weihevoll den Hanns-Joachim-Friedrichs- Preiss um ihren Hals zu hängen.

Bleibt die Frage, geraten nicht Kabarett wie Nachrichten Fomate als Intertainment Portal, gleichermaßen in Überforderungen, bis hin zu Toten Rennen, wenn das eine Format nachrichtlich auf das andere kreuz und beet verweist, sich gegenseitig antreibt, einer dem anderen den Schneid auf seinem ureigensten Gebiet mit angeblichem Alleinstellungsmerkmal abzujagen sucht?

Verbrauchen sich da nicht zu guterletzt alle Formate, die in diese Quotenjagd geraten?

Nicht von ungefähr entschwinden mehr und mehr Hintergrundberichte, abwägende Dokumentationen, komplexe Recherchen.

Politische Formate wurden, wenn nicht gestrichen, so von 45 auf 30 Minuten verkürzt - Monitor, Panorama, Report Mainz, Frontal 21, Report München, FAKT -

Dagegen schießen Anspiel-Formate wie Pilze pelzig aus dem Boden. Reporter rennen im Fronteinsatz und sei der gestellt herum, es wird präsentiert, argumentativ nichtssagend larviert, schwadroniert, viel über Redundanzen beiläufig dahergeredet, nichts wirklich an Meinungen verkörpert, vertreten, geschweige denn kenntlichgemacht besprochen.

"Man hätte doch gerne, hat aber nicht, warum eigentlich, wieso auch nicht und überhaupt"

könnte da die An- Moderation eines Themas in einer Nachrichtensendung mit Wiedererkennungseffekt lauten.

Marietta Slomka im März 2015 anlässlich des Frauentages "gemeinmachend" bei der Anmoderation des Themas

"Quotenregelung":

"Ich hätte heute ja auch Brötchen Backen gegen, zuhause bleiben können!"

Der Politikwissenschafter Thomas Meyer, nennt das einen

"Gemein-Machen Stil".

Unter der personalisierten Berichterstattung erkennt Thomas Meyer das Vollbild eines Machtprinzips:

«Bei einer zentralen Gruppe von Alphajournalisten ist eine Erosion essenzieller professioneller Massstäbe zu beobachten, sie agieren längst, als hätten sie ein privilegiertes politisches Mandat.»

Hier setze die Real- Satire an.

Was erwartet uns?

Sender werden zunehmend wenig belastbare Recherchen präsentieren, auf ihr Online- Format mit angeblich belastbaren Hintergrund Informationen verweisen und viel Sensationsgeschrei aus dem Kessel Buntes zaubern

Zwischendurch kommen überraschend Idealisten ins Bild von Formaten, einmal jenem, dann denem, gerückt, die Informationen und Hintergründe als Verschmelzung suggerieren. Allein das verbürgt beim Zuschauer und in den Redaktionen für den Anstieg von fragiler Heiterkeit.

Formate wechseln die Seiten. Nachrichten werden zum Kabarett, Kabarett zur Nachrichtensendung.

"Investigativ goes Satire", heisst das dann neudeutsch.

Am dichtesten hat sich die «Heute-Show» an das Format von "Investigativ goes Satire", mit Oliver Welke auf der Lauer wie Hirsch, herangepirscht,

Jan Böhmermann wusste mit seinem «Neo Magazin Royale» bei ZDF- Neo zum Verzücken seines Stammpublikums aufzurücken.

Die groteske Diskussion um einen schlimm gereckten Mittelfinger des späeren griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis im Jahre 2013 in Kroatien vermochte Jan Böhmermann mit seiner Persiflage spektakulär aufwendig in den Blick zu katapulieren.

Das wurde in den Medien breit und tief gefeiert, als wäre Deutschland noch einmal Papst geworden.

«Die Anstalt» beendete mit ihrer neuen Besatzung, Max Uthoff und Claus von Wagner, die Klamauk- Epoche und befördert nun politisches Kabarett zu neuen Ufern und Avancen, die gesellschaftlichen Verhältnisse hierzulande zum Tanzen zu bringen..

Schon klagten zwei «Zeit»-Journalisten, einer davon der weitbekannte Haudegen der Nord- Atlantik Brücke, Joseph Joffe, und verloren vor Gericht gegen «Die Anstalt», weil von Wagner und Uthoff über deren Mitgliedschaft bei Nato- gewogenen Lobbygruppen szenenstark mit investigativem Elan und Glamour lamentiert hatten.

In Minute 45 der Sendung vom 31. März tünt Max Uthoff nach Art der Publikumsbeschimpfung eines jungen Peter Handke 1967:

«Distomo».

Es lacht schon länger niemand mehr. Die Anspannung des Publikums ist mit den Händen zu greifen. Beim Massaker von Distomo am 10. Juni 1944 gab es 218 Tote; die SS erschoss Kinder, Greise, Schwangere.

In Minute 46 ist Uthof zu hörenf:

«Dieser Junge hier, damals vier Jahre alt», Foto wird eingeblendet. Uthoffs Ton ist leise empört. Claus von Wagner spielt in dieser Szene den deutschen Beamten:

.Unser bundesdeutscher Beamter Claus von Wagner liest vor:

Die deutsche Botschaft in Athen hatte einen Überlebenden des Massakers von Distomo vorgeführt, das Massaker selber sei als Maßnahme im Rahmen deutscher Kriegsführung zu verstehen und diesem alle Entschädigungsansprüche mit dem Hinweis auf Verjährung verweigert.

Die Wirklichkeit erweist sich voller Untiefen reinen Zynismus. Niemand lacht, die Schnapsgläser kommen.

Was jetzt kommt, bleibt ohne Pointe, der ältere Mann auf der Bühne ist der Grieche Argyris Sfountouris, der Überlebende, der den Brief von der deutschen Botschaft erhielt.

Das Kabarett ist schlagartig zuende, das Format hat vom Hüben zum Drüben die Seiten gewechselt. In Deutschland erinnert man das aus Zeiten des Kalten Krieges und dessen Ende 1989/90
JP

Die nächste Ausgabe «Die Anstalt» wird am Dienstag, 28. April, um 22.50 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

https://www.youtube.com/watch?v=g_e02Hf0nOc
Die Anstalt: Folge 10 vom 31.03.2015 - Max Uthoff und Claus von Wagner - Bananenrepubik
Bananenrepublik1

03:19 26.04.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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