Vom Wachmann zum Amokläufer

Orlando/Florida Omar Mateen, 29, Familienvater, seit 2007, Wachmann, mit der Lizenz zum Töten, wechselte am 14.6.2016 im Gay- Night Club Pulse die Seite und wurde zum Massenmörder
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Omar Mateen, 29, Amerikaner afghanischer Herkunft, Familenvater, seit 2007, Wachmann, mit der Lizenz zum Töten, dem Waffenwahn, der militaristischen Sicherheitshysterie in den USA unterworfen, wechselte am 14.6.2016 im Gay- Night Club Pulse Orlando/Florida die Seite und wurde zum Massenmörder

Von verschiedenen Seiten ist jetzt, ausgelöst durch den Massenmord im Gay- Night Club Pulse Orlando/Florida, ein Bemühen der Vermittlung gesellschaftlicher Relevanz von Solidarität, gegenseitigem Respekt unter den Menschen, Ethnien, Religionen, Parteien, Medien zu vernehmen. Das finde ich mehr als verständlich und gut. Das macht Mut und bricht der Zivilcourage eine Lanze für inneren, äußeren, sozialen Frieden.

Gleichwohl frage ich mich, was hat das mit dem in Florida aufgewachsenen Massenmörder Mateen (29) von Orlando zu tun, gleich ob er christlich, muslimisch, atheistisch, schwul ales zusammen oder sonst was ist? Eher nichts.

Omar Mateen, Amerikaner afghanischer Herkunft, seit 2007, damals gerade 20, Wachmann in Palme Beach/Florida, mit zwei Waffenlizenzen zum Töten, bei ein und demselben privaten Sicherungsdienst, soll, laut Medienberichten Stammgast in dem Gay- Night Club Pulse Orlando/Florida gewesen sein, den er später, aus dunklem Grund, zum Tatort seines Massakers machte. Vielleicht eben gerade, weil er sich als einen Menschen empfand, der kein guter Muslim war, weil er heimlich homosexuell, weil er Alkohol trank, der zuhause keinen Alkohol trinken durfte, aber in dem GAY- Pub, wie sich Gäste erinnern, wiederholt volltrunken war. Mehr als einmal sogar volltrunken hinaus eskortiert werden musste.

Der womöglich, nachdem er seiner Frau Noor Zahi Salman (30), Amerikanerin mit palästinensischer Herkunft, aus Versehen mit Absicht seine "Bad Habits" wg. seines fehlenden sexuellen Verlangens ihr gegenüber gebeichtet hat, selbstermächtigt keinen anderen Ausweg sah, den Ort seiner zutiefst empfundenen Schande. ein schlechter Muslim zu sein, samt möglichen Zeugen tilgen wollte und sich sicher war, dass dieses Massaker an 49 Personen, über 50 Verletzten, an einer Sharia Hinrichtung Statt zum vermeintlichen "Wohlgefallen Allahs" in seiner Intention nicht nur Beifall beim Kalifat des Islamischen Staates (IS ) in Ländervieleck Syrien, Katar, Kuwait, Oman, Bahrain, Saudiarabien , in Flüchtlingslagern im Libanon, Jordanien, Irak, der Türkei, findet.

Immerhin werden Homosexuelle in Saudiarabien, mit den USA, den EU- Ländern, Deutschland, England, Frankreich als Garantenmächte, mit Verweis auf angebliche Duren der Sharia zum Tode verurteilt und bei öffentlich inzeniertem Spektakel hingerichtet..

Noor Zahi Salman hat. lt Medienberichten, die auf rudimentär veröffentlichten Verhörberichten ihrer Person durch FBI- Ermittler beruhen, ihren Mann Omar Mateen Tage vor dem Massaker beim Einkauf von Munition, Erkunden eines passenden Tatortes, der nicht so scharfen Personenkontrollen unterlag, als Fahrerin im Auto begleitet. Angeblich, weil sie ihn von seinem Selbstmordattentäter Plan abbringen wollte.

Davon, dass sie um die Unversehrtheit, den Geisteszustand, die Gemütsverfassung, das Leben ihres Mannes fürchtete, sprach sie nicht. Auch nicht davon, die amerikanischen Sicherheitsbehörden in Florida ins Vertrauen zu ziehen. Wollte Noor Zahi Salman duch die Begleitung ihres Mannes im Vorfeld des Massakers einfach nur Zeit für besseren Rat, Hilfe gewinnen, ihn ermatten, von seinem finsteren Mordplan abbringen?

Schlägt hier jetzt das allgemein flotierende Msstrauen vieler Ameriaknner mit Migrationshintergrund oder allein, weil sie farbig sind, nach den Morden von Bezirks- Polizisten an farbigen Amerikanern zuletzt in Fergusson als Bumerang zurück?

Der Gay- Night Club Pulse Orlando/Florida bot sich auch deshalb als Tatort an, weil hier, anders als in den meisten Clubs, Einkaufszentren, Walt Disney- Erlebnis- Parks, keine Personen- , Waffenbesitzkontrollen vorgenommen wurden, Omar Mateen dort ohnehin als Stammgast bekannt war,

Damit hat sich Noor Zahi Salman dem Anfangsverdacht einer Mitwisserschaft, gar Mittäterschaft am Massaker ausgesetzt. Im Bundesstaat Floirida drohen ihr, auch als Mutter eines dreijährigen Sohnes, im Fall der Verurteilung durch ein Geschworenen Gericht, das Strafmaß von mehreren Hundert Jahren Haft. Das FBI ist nun in Sorge, dass es zur Anklage gegen Noor Zahi Salman kommt, dass sie dann als Angeklagte von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht.

Wie kann es sein, dass auch hierzulande, in Deutschland, wie vor allem in den USA, der EU, England, Frankkreich, an dieser Verrücktmacherei Heranwachsender festgehalten wird?

Einerseits ist in genannten Ländern, Wirtschaftsräumen, tagtäglich von der Einhaltung des Völkerrechts, der Genfer Flüchtlingskonvention, der Menschenrechten, Minderheitsschutzrechten u. a. für Homonsexuelle die Rede, Gesetze zu reformieren, gar abzuschaffen, andererseits als tellnehmender Beobachter Komplize Mordens von "entlarvten" oder sich bekennenden Homosexuellen von Staatswegen zu sein, voran in den erdölexportierenden Despotien am Golf auf Regierungsebene unkommentiert unter der Überschrift

"Business as usual"

durchzuwinken bis etliche Heranwachsende, wie Mateen lange unauffälig überangepasst als wandelnd tickende Zeit- Bomben durch ihren Alltag wanken, sinnen und trachten, mit einem "Show- Down" Massaker im Still unritterlich asymmetrischer Kriege der Star War Siegesattüden ungleicher Bewaffnung amoklaufend ins Nirgendwo zu taumeln, sich selber u. a. ausgelöscht, von Polizeikugeln durchsiebt in der Gay- Night Club Pulse Toilette Orlando/Florida zu krepieren?

Und, 70 Millionen Flüchltinge inner- und außerhalb ihrer Heimatländer hin und her, ungeachtet, der Angstbewirtschaftung als globales Geschäftsmodell hinter verschlossenen Türen der G- 7- 20 Staaten seit Nine Eleven 2001 das Wort zu reden, die auf Feindbilder samt zu erwartenden Massakern am laufenden Band u.a. gar nicht männlich durch Kampfdrohnen angewiesen bleibt ?

Historie seit 1914

Verdeckungsverbrechen Erster Weltkrieg (1914- 1918), Zweiter Weltkrieg (1939- 1945), Täterschaften an Verbrechen des Kolonialismus europäischer Länder, samt Gemeinschaftsverbrechen Holocaust identitätsstiftend unsichtbar zu machen, Zeitzeugen als zwangsrekrutiertes Kanonenfutter zu vernichten, Algerien- , Indochina- , Vietnam- , Angola- Krieg, im Wege des Kalten Krieges 1948- 1989 desinformierend als siegreich kommunizierte Rückzugskampagnen, propagiert, Kireg gegen den Internationalen Terrorismus nach Nine Eleven 2001 bis heute, eine asymmetrisch aufgestellte Weltwirtschaft, Weltfinanzsysteme, Rohstoffmärkte mit ihren zu Gunsen Weniger zu Lasten der Vielen ausbeuterischen Vertragsverhältnissen ruch- und bruchlos zu legitimieren?

JP

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/orlando-attentaeter-omar-mateen-jedermanns-moerder-kolumne-a-1097917.html#js-article-comments-box-pager
Orlando-Massaker: Jedermanns Mörder
Donnerstag, 16.06.2016 – 17:03 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

http://www.abendblatt.de/politik/article207690187/Was-weiss-die-Frau-des-Massenmoerders.html
16.06.16
WASHINGTON/ORLANDO
Was weiß die Frau des Massenmörders?
Von Dirk Hautkapp

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/angstbewirtschaftung-als-geschaeftsmodelll
JOACHIM PETRICK 14.06.2016 | 00:44 14
Angstbewirtschaftung als Geschäftsmodell

14:24 17.06.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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