"Mord im Orient-Express"-Remake von Branagh

Film-Kritik Bereits zum vierten Mal wird Agatha Christies Krimiklassiker über zwölf Verdächtige und eine Leiche verfilmt, diesmal mit Hollywood-Staraufgebot.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Die erste halbe der knapp zwei Stunden schleppt sich recht zäh dahin. Erst als die Ermittlungen beginnen, kommt der raffinierte Plot in Gang, der bereits zum vierten Mal als Filmvorlage dient. Leider ist diese neue Verfilmung ähnlich altbacken wie die bekannteste Kino-Adaption aus dem Jahr 1974 mit Sir Peter Ustinov, die regelmäßig, vor allem im Feiertagsprogramm, im TV wiederholt wird. Negativ fällt vor allem der süßliche Klangteppich auf, der fast den gesamten Film unterlegt.

Bei der Auflösung des Falls gibt Kenneth Branagh seinem Poirot eine stark melancholisch-selbstzweiflerische Note und hebt sich damit von früheren Fassungen ab. Ansonsten handelt es sich bei seinem „Mord im Orient-Express“ um solides Unterhaltungskino, das den bekannten Stoff routiniert, aber auch mit recht viel Patina neu verpackt.

Ausführlichere Kritik mit Bildern

00:03 27.11.2017
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kultur_Blog_

Aktuelle Rezensionen zu Kino, Theater, Oper, Kabarett, Tanz, Literatur
Kultur_Blog_

Kommentare