Eine andere Geschichte der (Post)-Moderne

Macht Dem gängigen Bild der fragmentarisierenden (Post)-Moderne lässt sich ein anderes gegenüberstellen, das die Universalisierung von Überwachung und Disziplin hervorhebt.
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Gemeinhin werden Moderne und Postmoderne als Epochen der Fragmentierung charakterisiert, in der Einheitlichkeiten jedweder Art zerfallen und ein radikal vereinzeltes Individuum, das sich fernab von Sicherheit, Struktur und Ordnung durch eine zwar globalisierte, aber nicht mehr in ihrer Ganzheit zu greifende Welt bewegt, übrigbleibt. Wird der Blick von der individuellen Ebene jedoch auf die politisch-gesellschaftlichen Tiefenstrukturen gerichtet, lässt sich ein zweites Bild zeichnen: Makrokosmisch erscheinen die Epochen der Moderne und Postmoderne als solche der Vereinheitlichung, der Tableauisierung und der Akkumulation des zuvor Getrennten. Die Geschichte der Moderne und Postmoderne kann auf dieser Ebene begriffen werden als Geschichte der Universalisierung der Überwachung, die nicht nur das vereinzelte Individuum hervorbringt, sondern auch und vor allem das Individuum als vollständig erfassten Datensatz in einer von Macht gänzlich durchdrungenen und damit vereinheitlichten Welt festsetzt. Diese Tiefenstruktur der erweiterten Gegenwart ist es, die die technischen, ökonomischen, politischen und auch die individuellen Entwicklungen prägt. Ihre Ausprägungen ähneln sich im Bereich des Ökonomischen, Technischen und Politischen, während sie in der Sphäre des Individuellen durch die zur Akkumulation von Wissen nötige Parzellierung die paradoxe Erfahrung des Fragmentiertseins notwendig hervorrufen, die insofern keinen Widerspruch zur Grundstruktur darstellt. Diese andere Geschichte der Moderne und Postmoderne, die über das fragmentierte Individuum und aus ihm einen einheitlichen Welt-Raum mit ganzheitlich erfassten Individuen schafft und sich parallel zur altbekannten erzählen lässt, soll im vorliegenden Artikel in ihren Grundzügen nachzuzeichnen versucht werden.

Das Gefühl der Ganzheit und die Fragmentierung der Welt

Das zwischen Ganzheit und Fragmentierung bestehende Paradox der reziproken Verursachung des jeweils differenten Erlebens ist kein neues Phänomen. Eine abrisshafte Betrachtung der vormodernen Gesellschaften veranschaulicht dies eindrücklich: Lange Zeit bestand Europa aus weitgehend abgeschlossenen, agrarisch geprägten Einzelgesellschaften, die mitunter zwar in wirtschaftlichem und militärischem Austausch – durchaus auch mit geographisch weit entfernten Staaten – standen, sich in Dialekt, Lebenswirklichkeit und Organisation zumindest in den weit überwiegenden dörflich geprägten Regionen jedoch derart voneinander unterschieden, dass für den größten Teil der Gesellschaft eine gelingende Alltagsbewältigung teilweise bereits außerhalb eines Radius‘ weniger Dutzend Kilometer um den Heimatort nicht mehr ohne Schwierigkeiten gelang und überdies schlicht unvorstellbar war. Die Konsequenzen lassen sich schnell erfassen: Der Bewegungsradius ist – zumindest für diesen größten Teil der Gesellschaft – eingeschränkt, die Welt hinter den Grenzen der engen Sprach- und Lebenssphäre eine fremde und die Idee einer ganzen Welt schlicht nicht vorstellbar. Anders formuliert: Wir befinden uns, nehmen wir diese Perspektive ein, in der Vormoderne – trotz gewisser Globalisierungsbewegungen – in einer weitgehend fragmentierten Welt, die sich als Nebeneinander mehr oder minder vereinzelter Punkte verstehen lässt, keineswegs jedoch als dicht verwobenes Geflecht, das ein Ganzes bildet. Melissa Büttner und Matthias Schmelzer sprechen in diesem Kontext davon, dass „bis ins frühe 19. Jahrhundert [...] lebenslange räumliche Gebundenheit für die meisten Menschen die Norm war“ (Büttner & Schmelzer, 2021; S. 78). Auf der Ebene des Individuums tritt nun das Paradoxon des differenten Erlebens zutage. Gerade diese Fragmentierung nämlich ist es, die die Welt als ganz erlebbar werden lässt. In der dicht abgeschlossenen Sphäre des individuellen Lebensvollzugs begegnet das Individuum keiner starken Differenz, es wird nicht mit Anderem konfrontiert und nicht durch Begegnungen, Nachrichten, Kontakte oder Erfahrungen von Weite in seinem Welterleben erschüttert. Kurzum: Es befindet sich in einer weitgehend homogenen, in sich abgeschlossenen Welt, in der es seinen Platz als fest und alternativlos erlebt. Hier ist es also gerade die Fragmentierung, die Ganzheit stiftet.

Die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, die den Übertritt von der Prämoderne in die Moderne und schließlich in die von dieser kaum mehr unterscheidbare Postmoderne bedingen, sind Prozesse der Synchronisation und Verflechtung. Wird die Industrialisierung Europas als Beispiel herangezogen, so ist sie als Umsturz der ökonomischen und gesellschaftlichen Welt gerade keine Entwicklung, die Fragmentierung betreibt. In ihrem Streben nach Effizienzsteigerung und Nutzenmaximierung zielt sie vielmehr auf die Vereinheitlichung der vor ihr sich bietenden Pluralität der ökonomischen Organisationsformen. Dieses Ziel wiederum wird sowohl auf der Ebene der Gesellschaft als auch auf der des Individuums betrieben. Während in der gesellschaftlichen Sphäre die möglichst großräumige Neuorganisation, die möglichst vollständige Ausmerzung differenter Produktions-, Organisations- und Lebensmodelle, also die Universalisierung des industriell-kapitalistischen Prinzips angestrebt wird, so ist es auf der Ebene des Individuums ein Bestreben nach Unterwerfung, das – unter vollständiger oder partieller Ausklammerung bestimmter privilegierter Gruppen – ebenfalls universell verfährt und zugleich die Unterschiede zwischen den Individuen auf einer basalen Ebene auszumerzen, auf einer feineren im Sinne einer Hierarchisierung des Raumes nutzbar zu machen versucht: Möglichst alle besitzlosen Menschen sollen zu Arbeiter*innen werden, die weitgehend unterschiedslos in die Maschinerie der industriellen Produktion eingefügt und den Produktionsbedingungen unterworfen werden; die faktischen wie imaginierten interindividuellen Unterschiede hinsichtlich Leistungs- und Belastungsfähigkeit etc. wiederum werden in einem daran anschließenden Distinktionsschritt dahingehend nutzbar gemacht, dass die Verteilung der Aufgaben einem hierarchisierenden Prinzip folgt, was letztlich über die Steigerung der Verwertbarkeit der Individuen die Leistungsfähigkeit der Fabrik steigert. In der Ausbreitung des industriell-kapitalistischen Prinzips, in der universellen Unterwerfung unter dieses sowie in der nun universell hierarchisch-arbeitsteilig gegliederten Organisation der Arbeit kann folglich ein Prozess der Universalisierung, der der Fragmentierung der Organisations- und Lebensformen entgegenwirkt, ausgemacht werden – und damit, obwohl Arbeitsteilung ein zentrales Prinzip der Organisation ist, gerade keine Auflösung universeller Ordnungen.

Mit Michel Foucault kann darüber hinaus auf die internen Strukturen prototypischer Fabriken der frühen Moderne und ihren Beitrag zur Schaffung einer universalistischen Organisation verwiesen werden: Die Parzellierung des Raumes, in welchem jedem Individuum sein fester, von allen anderen geschiedener Platz zugewiesen wird, wirkt zunächst wie der Beweis der fragmentierenden Wirkung der Maßnahmen, bewirkt letztlich jedoch „eine allgemeine und zugleich individuelle Überwachung“, die „ein bleibendes Strukturgitter, das alle Unübersichtlichkeiten beseitigt“ (Foucault, 2019; S. 186) schafft und ein ganzheitliches, nicht bloß auf einen Teilbereich beschränktes Wissen über die überwachten Individuen anzuhäufen ermöglicht. Letztlich zielt der Prozess der Umstrukturierung des Raumes also auf das Erstellen eines überblickbaren Tableaus; er macht aus einer sich in „unübersichtliche[n] Vielheiten“ (Foucault, 2019; S. 183) präsentierenden Welt einen überwachbaren, klar strukturierten, in sich geschlossenen Raum. Damit ist der Kern des Paradoxons im Verhältnis von Fragmentierung und Ganzheit berührt: Makro- und mikrokosmische Strukturierung sind in der (post)modernen Disziplinargesellschaft gegenläufig. Die Parzellierung des Raumes, die das Individuum isoliert, schafft eine ganze Welt, einen zusammenhängenden Datensatz, ein strukturiertes Wissen über Individuen und Gesellschaft, während das Bestehenlassen „unübersichtliche[r] Vielheiten“ (ebd.), das den mikrokosmischen Raum aus subjektiver Perspektive als eingebunden in ein Ganzes erlebbar werden lässt, dieses Ganze ob der Unübersichtlichkeit und Nicht-Steuerbarkeit gerade auflöst in eine Vielzahl letztlich nicht zusammenwirkender Einzelstrukturen.

Festmachen lässt sich dieser paradoxale Zusammenhang von Fragmentierung und Ganzheit auch an zahlreichen weiteren Beispielen. Der wesentliche Aspekt besteht darin, dass er universell ist. Es ist für die Beschreibung des Mechanismus unerheblich, ob die frühindustrielle Fabrik oder das Schulzimmer, das sich vom unüberwachbaren Durcheinander unterschiedlich alter, unterschiedlich leistungsfähiger und unterschiedlich sozialisierter Kinder hin zu einem in Altersklassen in leistungsmäßig differenzierten Schulen auftretenden, homogenisierten Raum wandelt, betrachtet wird: Immer wird die mikrokosmische Fragmentierung zu einer makrokosmischen Ganzheit, die sich durch Überwach- und Steuerbarkeit herstellt, führen und vice versa. Potenziert wird diese Entwicklung im auslaufenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert durch den Siegeszug des Digitalen. Mit dem Internet steht eine Überwachungsoption zur Verfügung, die in der Lage ist, den gesamten Raum in Echtzeit zu durchdringen – und damit die Durchsetzung des Mechanismus der fragmentierenden Universalisierung bis in den letzten Winkel des Erdraums ermöglicht. Konkret bedeutet das, dass mit dieser Technologie die Möglichkeit besteht, die Universalisierung selbst zu universalisieren. War sie aufgrund der Begrenzung technischer Optionen zuvor auf die konkrete Anwendung in einem konkreten Raum beschränkt, konnte also nur vorgängig bereits architektonisch, geographisch oder strukturell abgegrenzte Räume durchziehen, erhält sie mit der Durchdringung des Gesamtraums die Möglichkeit, über diese Grenzen hinweg wirksam zu werden und ihre Agenda damit in Reinform umzusetzen.

Die Durchdringung des Gesamtraums

Zunächst jedoch scheint der Gedanke des Internets dem Bestreben der Universalisierung entgegenzulaufen. Es stellt einen zugleich faktischen und bloß imaginierten, da ungreifbaren, Ort dar, der prinzipiell jedem Menschen zugänglich ist, keine Hürden der Distanz und damit keine in sich unzugänglichen Orte kennt. Zugleich bietet die Doppelung der Verortung des Individuums die Möglichkeit, sich der Einordnung grundsätzlich zu entziehen: Es ist an Koordinate X im physischen Raum befindlich, zugleich aber in den Weiten des Internets unterwegs und damit nicht mehr eindeutig dingfest zu machen. Das Internet scheint damit zunächst eine Technologie der Verdoppelung, der Produktion von „unüberblickbare[n] Vielheiten“ (ebd.) zu sein und der Disziplin entsprechend entgegenzuwirken. Hierbei verhilft gerade der Umstand, dass es den Gesamtraum zu durchdringen in der Lage ist, ihm zu seinem Erfolg.

Dieses Potential kann es in der Disziplinargesellschaft jedoch nicht entfalten, wird es doch sogleich von den bereits etablierten Technologien der Macht durchzogen. Als Raum ist es dabei so wenig widerstandsfähig wie alle anderen Räume: Die Etablierung der Disziplinarmacht geht im Internet exakt so vonstatten, wie es etwa im Schulraum, im Stadtraum oder in der Fabrik der Fall ist. Der Raum wird folglich parzelliert, jedes Individuum erhält seinen klar abgegrenzten Ort und gerät damit mit seinem Verhalten permanent in den Blick der Instanzen der Disziplin. Das enorme Potential des Internets gegen die Disziplin kann in der Folge in sein Gegenteil verkehrt werden. So wird nicht nur die Ordnung des Raumes mit dem in ihm gezeigten Verhalten und der in ihm sich vollziehenden Kommunikation möglich, sondern zugleich der Zugriff auf die das Internet kennzeichnende Schnittstelle zwischen analogem und digitalem Raum. Das Internet wird, ist es einmal von der Disziplin durchzogen, zum Instrument der Synchronisation der Macht, die damit in die Lage versetzt wird, physische Barrieren, die die Ausübung ihrer Universalisierungsprozesse zuvor auf mehr oder minder abgegrenzte Räume beschränkten, zu überschreiten und sich in der Folge zu entgrenzen. Jeder daran anschließende technische Fortschritt wird damit zugleich zu einem Fortschritt der Disziplin. Nachgezeichnet werden soll diese Entwicklung nachfolgend exemplarisch am Beispiel von Smartphones sowie Fitnesstrackern – andere geeignete Beispiele stellen etwa Kameras unterschiedlichster Art, Sprachassistenz- und Gesichtserkennungssysteme dar. Hierbei soll außerdem ein Bezug zum Sicherheitsdiskurs hergestellt werden, der maßgeblich für die enorme Geschwindigkeit der Etablierung der digitalen Disziplin verantwortlich ist.

Die doppelte Tableauisierung und die Synergieeffekte von analoger und digitaler Überwachung

Handys waren lange Zeit eine zwar recht nützliche, im Zweifelsfalle jedoch relativ wenig funktionsfähige Angelegenheit: Solange sie ausschließlich zum Telefonieren und Austauschen von Kurznachrichten genutzt wurden, boten sie sowohl den Nutzenden als auch den Disziplinarinstitutionen nur einen begrenzten Beitrag zur Steigerung des jeweiligen Nutzens. Während die Nutzenden ortsunabhängig per Telefon mit anderen Menschen in Kontakt treten konnten, erhielten die Disziplinarinstitutionen erstmals die Möglichkeit, den Standort und die Bewegung einzelner Personen nachzuverfolgen und die Parzellierung entsprechend voranzutreiben: Aus der Masse an Menschen wurden kartographisch verfolgbare Individuen. Einen starken Mehrwert brachten die Kommunikationsgeräte beiden Seiten jedoch erst, als sie zu Smartphones wurden. Mit dem steigenden Funktionsumfang stiegen auch die sich bietenden Möglichkeiten zur Tableauisierung des Raumes, zur Einordnung der Individuen. Versetzte bereits das klassische Handy die Macht in die Lage, physische Barrieren mit Hilfe digitaler Technologie in Ansätzen zu überwinden, kommt nun ein weitreichender digitaler Datenfluss hinzu, der eine Erweiterung des Wissens um die Individuen und um die Gesellschaft ermöglicht, die weit über die zuvor gebotenen Möglichkeiten hinausgeht. Der Effekt ist dabei kaum zu überschätzen: Ermöglicht das stationäre Internet, sobald es parzelliert wurde, bereits die exakte Kontrolle der Tätigkeit der sich in diesem digitalen Raum aufhaltenden Individuen, schafft das mobile Internet die Möglichkeit, den digitalen und den analogen Raum derart zu verknüpfen, dass die Informationsflüsse, die sich aus der Überwachungstätigkeit ergeben, Synergieeffekte entfalten können. Die aus dem digitalen Raum gewonnenen Informationen lassen sich verknüpfen mit Informationen aus dem analogen Raum; zugleich erweitert das Smartphone die Möglichkeit der Informationsgewinnung im analogen Raum, macht es neben dem bloßen Standort auch das standortabhängige Verhalten im digitalen Raum sichtbar, was auf Verhaltensweisen und Verhaltenspotentiale im analogen Raum schließen lässt. Die Menge sowie die Genauigkeit der Daten nimmt zu, das Wissen über das Individuum wächst und mit ihm wachsen die Möglichkeiten der Disziplinierung in unterschiedlichsten Kontexten. Nicht nur erwünschtes oder unerwünschtes Bewegungsverhalten lässt sich mit Hilfe des Smartphones protokollieren; es erlaubt – durch Rückkopplung der Wege im digitalen Raum an die im analogen – auch Rückschlüsse auf den Informationsbedarf des Individuums, folglich auf seine konkreten Aktivitäten, seine Einstellungen, seine Sorgen, seine Wünsche. Gegenüber dem stationären Internet bietet das über das Smartphone mobil gemachte den Vorteil, standortbezogene Differenzen aufzudecken und das Wissen somit zu verfeinern. Verschiedenste Institutionen können dieses nutzbargemachte Wissen in der Folge in ihrem Sinne zur Disziplinierung des Individuums einsetzen: Unternehmen nutzen es für exakt abgestimmte Werbeanzeigen, um auf das Verhalten des Individuums einzuwirken, staatliche Disziplinierungsbehörden erhalten die Möglichkeit, Risikoauswertungen vorzunehmen und bei Abweichungen vom gewünschten Verhalten zu intervenieren. Technologiekonzerne wie Google und Facebook wiederum profitieren gleich doppelt: Sie verkaufen das archivierte Wissen und disziplinieren durch Werbung und anderweitige Aufmerksamkeitssteuerung selbst. Festhalten lässt sich bis hierhin bereits das Bild eines gläsernen Individuums – und ein gläsernes Individuum ist ein ganzes Individuum. Auf der subjektiven Ebene hingegen erscheint die Welt als zunehmend fragmentiert, ist das Individuum doch zum einen durch die Nutzung des Smartphones beständig isoliert und zum anderen durch den beständigen Aufenthalt in zwei Räumen in keinem vollkommen anwesend. Hinzu kommt die massive Heterogenität der im digitalen Raum beinahe ohne Hürden zugänglichen Inhalte, die dem Gefühl der Ganzheit der Welt ebenfalls entgegenwirkt.

Die Verknüpfung der beiden Überwachungs- und Wissensräume zu Zwecken der Disziplinierung lässt sich indes auch beispielhaft belegen, etwa an der CoV-Pass-App, an Fahrkartensystemen oder digitalen Ausweisen. Hier ist es erst die Verknüpfung der digitalen mit der analogen Sphäre, die die quasi-automatische Disziplinierung des Individuums über physische Grenzen hinweg übernimmt – es ist zunächst keine bedienstete Person erforderlich, die Geltung kann jederzeit und überall überprüft werden und das Individuum sich, sobald eine solche Lösung als verpflichtend gesetzt wird, der Überwachung und Disziplinierung nicht entziehen. Die Effizienz der Disziplinierung und die Compliance der entgrenzt einordbaren Individuen werden damit gesteigert.

Zu beachten ist hierbei, dass die Disziplinierung gerade nicht alle Überwachten gleichermaßen betrifft, sondern – das liegt in ihrem Wesen – ausschließlich die von der diskursiv als wünschenswert gesetzten Norm abweichenden Individuen zum Objekt ihrer Modifizierung bzw. ihres physischen Eingriffs macht. Die Effizienzsteigerung der Disziplin in der Folge technischen Fortschritts bietet damit auch die Möglichkeit, strukturell bereits vorgängig verankerte Diskriminierungs- und Marginalisierungsmechanismen stärker zur Geltung kommen zu lassen und damit die Position bereits vorgängig marginalisierter Gruppen weiter zu schwächen. Offensichtlich wird das, werden hybride analog-digitale Überwachungstechnologien in den Blick genommen, zu denen etwa teilautomatisierte Überwachungssysteme zur Kontrolle bestimmter Räume, die mit Gesichtserkennungssoftware arbeiten, zählen. Die Anbindung der stationären Überwachungsanlage, die zunächst auf Bedienstete verzichten kann, an eine Internet-Datenbank ermöglicht den präventiven Zugriff auf alle sich im betreffenden Raum aufhaltenden Individuen und eine algorithmische Vorfilterung dieser, die den physischen Eingriff einer staatlichen oder privaten Disziplinarinstitution vorgeblich zielgerichtet und effizient steuerbar macht. Tatsächlich – das zeigt eine Studie aus den USA (Vgl. National Institute of Standards and Technology, 2019) – reproduzieren derartige Technologien die in ihre Produktion eingeflossenen diskriminierenden Stereotype, was in der Folge dazu führen kann, dass durch universalisierte Überwachung die Ungleichbehandlung Angehöriger marginalisierter Gruppen erleichtert wird. Noch deutlicher wird diese sich erst durch den universellen Zugriff auf den gesamten Raum und alle Individuen ergebende Möglichkeit der nachgängigen Ungleichbehandlung am Beispiel Chinas, in dem ein Netz aus Überwachungskameras, das alle passierenden Individuen erfasst und per algorithmischer Gesichtserkennung automatisiert ein enormes Wissen über sie hervorbringt, gezielt die im Rahmen dieses Überwachungsprozesses als Angehörige der uigurischen Minderheit Erkannten trackt und damit gegen diese Marginalisierten gerichtete disziplinierende Eingriffe im physischen Raum nicht bloß wahrscheinlicher macht, sondern gezielt vorbereitet. (Vgl. Reuter, 2019)

Möglichkeiten einer derartigen Effizienzsteigerung der Disziplin durch die Synchronisation der analogen und digitalen Überwachungs- und Wissensräume lassen sich jedoch nicht nur in Kontexten des Politischen und Ökonomischen finden, sondern auch etwa im familiären Kontext. Hier kann etwa gezeigt werden, dass die Kernentwicklung des 21. Jahrhunderts, der technische Fortschritt, die Möglichkeit bietet, Erziehung grundsätzlich umzugestalten und zum Emanationsfeld der entgrenzten Disziplin zu machen. Beispiele für konkrete Instanziierungen eines solchen Verständnisses und seiner Ermöglichung durch technischen Fortschritt lassen sich allenthalben finden: Von der kartographischen Ortung eines Kindes per App bis hin zur sekundengenauen automatisierten Protokollierung der Nutzung eines Smartphones ist allerhand Überwachung durch Erziehungspersonen technisch niedrigschwellig möglich – wodurch das Wissen um das Kind massiv erweitert, das Kind als ganzes erfasst und entsprechend die Disziplinierung erleichtert wird. Verdeutlicht wird damit, dass der Blick nicht erst nach China auf das disziplinierende Sozialkreditsystem, das mittels Smartphone und Überwachungskamera aus der unüberblickbaren Masse an Menschen eine klar hierarchisierte Ordnung der Individuen schafft, gerichtet werden muss, um Beispielfälle entgrenzter Macht zu finden. Es handelt sich vielmehr um ein zentrales Phänomen, das mit der Etablierung digital-analoger Strukturen in der Disziplinargesellschaft untrennbar verbunden ist.

Erweitert werden diese Möglichkeiten durch weitere technische Apparaturen, etwa durch Fitnesstracker und Smart-Watches, die zusätzlich Einfallstore für Interventionen einer Bio-Macht darstellen. Mit diesen Geräten, die das Individuum nicht mehr nur als sich verhaltendes Objekt der Ordnung, sondern auch und vor allem als Körper verstehbar werden lassen, wird der Zugriff auf einen weiteren Bereich der Kontrolle erschlossen. In den Fokus rücken mit ihnen die physiologisch-biologischen Aspekte des einzelnen Individuums und mit diesem der gesamten Gesellschaft. Während in der vor-digitalen Zeit institutionalisierter Sportunterricht in den Schulen sowie andere institutionalisierte Formen der Körpererziehung – in der NS-Zeit etwa im Rahmen der Hitlerjugend, bis zum Jahr 2011 im Rahmen des Wehrdienstes und heute etwa durch Formen betrieblicher Gesundheitsförderung – die einzigen Möglichkeiten der direkten Messung und Veränderung der biologischen Parameter der zu unterwerfenden Körper darstellten, bieten Fitnesstracker eine direkte Schnittstelle zwischen Bio-Macht und Körper(n). Der Fitnesstracker leistet die Parzellierung des Raumes, isoliert das Individuum von allen anderen Individuen und ermöglicht damit die gezielte Überwachung, die ein Wissen hervorbringt, das sowohl im Sinne der auf das einzelne Individuum zielenden Disziplinarmacht als auch der den gesellschaftlichen Gesamtkörper nutzbar machen wollenden Bio-Macht zu Disziplinierungszwecken dient. Beispiele hierfür finden sich wiederum zahlreich. So kann etwa darauf verwiesen werden, dass zahlreiche Unternehmen, die Fitnesstracker anbieten, die erhobenen Daten sammeln, bündeln und das so erworbene Profil, das idealerweise im Sinne der Ganzheit zusammengebracht wird mit den Daten, die über ein verbundenes Smartphone sowie seine Verbindung in die analoge Welt erhoben werden, nutzt, um das Verhalten über die Platzierung individualisierter Werbeanzeigen, individualisierter Empfehlungen usw. zu manipulieren und mit letzteren mittelbar nicht nur eine Disziplinierung vorzunehmen, sondern auch auf eine physiologisch-gesundheitliche Modifizierung des Körpers und vermittelt über einzelne Körper auf eine solche der gesamten Gesellschaft hinzuwirken. Ferner kann auf den Zugriff auf die Daten von Fitnesstrackern durch das Robert-Koch-Institut im Rahmen der Covid-19-Pandemie (RKI, 2020) verwiesen werden, der dem übergeordneten Ziel diente, das Infektionsgeschehen zu verfolgen, ergo: die Gesundheit des gesellschaftlichen Gesamtkörpers zu überwachen, um im Zweifelsfalle modifizierend eingreifen zu können. An dieser Stelle sei jedoch auch darauf verwiesen, dass die genannten Eingriffe von den Betroffenen freiwillig hingenommen, im Falle des Robert-Koch-Instituts eine Datenspende-App freiwillig heruntergeladen wurde. Das wiederum wirft die Frage auf, aus welchen Gründen die mit dem technischen Fortschritt einhergehenden Perfektionierungen der Überwachung und Disziplinierung hingenommen, teilweise gar begrüßt werden.

Der Wille zur Macht?

Die Begründung kann keine eindimensional-reduktionistische sein, handelt es sich doch nicht nur um ein äußerst komplexes Phänomen, sondern auch um ein solches, das unterschiedlichste Bereiche des Lebens und völlig divergente Individuen betrifft. Nötig ist folglich ein multimodaler Zugang, der verschiedene Teilaspekte berücksichtigt.

Zunächst ist festzustellen, dass ein beachtlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens ohne die Unterwerfung unter die digitalen Disziplinartechniken in der heutigen Zeit nicht möglich ist, was für viele Individuen einen hinreichenden Druck darstellen wird, sich zu beugen. Besonders kritisch erscheint dieser Umstand vor dem Hintergrund, dass ein bedeutender Teil dieses gesellschaftlichen Lebens dargestellt wird durch die kapitalistisch organisierte Arbeitswelt, der sich der Großteil der Menschen aus Überlebensgründen nicht entziehen kann. Arbeit ohne Smartphone ist in den allermeisten Branchen unvorstellbar, Arbeit ohne irgendeine Form von Internet noch viel weniger. Überleben ohne Arbeit wiederum ist in der kapitalistisch organisierten Gesellschaft unmöglich, woraus, Überlebenswille vorausgesetzt, der hypothetische Imperativ der Nutzung von Internet und Smartphone folgt. Diese Reihe ließe sich indes nahezu beliebig auf bestimmte Apps, bestimmte Geräte usw. ausdehnen.

Doch damit ist etwa die Verbreitung von Fitnesstrackern, von Kinderüberwachungsanwendungen, von Gesichts- oder Fingerabdruckerkennungssoftware usw. nicht begründet. Der Verweis auf die Bequemlichkeit derartiger Lösungen, der gerne zur Begründung bemüht wird, erscheint indes zu kurz gegriffen: Auch viele andere Dinge – die sofortige Befriedigung eines jeden Impulses, das Fernbleiben von der Arbeit usw. – sind in hohem Maße bequem, werden jedoch nicht vollzogen. Warum verhält es sich hier anders? Verwiesen werden muss zunächst darauf, dass die Konsequenzen im Falle des freiwilligen Eintritts in die digitale Überwachungsmaschinerie äußerst abstrakt, wenig greifbar und wenig konkret beeinträchtigend erscheinen. Im Sinne einer behavioristisch-reduktionistischen Reiz-Reaktions-Betrachtung im Sinne der operanten Konditionierung fehlt hier schlicht die möglichst sofort spürbare negative Folge. Doch auch das genügt zur Begründung nicht, ist der Mensch doch keine beliebig programmierbare Reiz-Reaktions-Maschine, die ihr Verhalten bloß nach unmittelbar spürbaren Konsequenzen ausrichtet.

Neben Überlebensnotwendigkeit und Bequemlichkeit lässt sich eine ‚Arbeit an der Seele‘ im Sinne Foucaults (Vgl. Foucault, 2019; S. 41ff. sowie S. 141.) feststellen, die im Rahmen des Sicherheitsdiskurses betrieben wird: Durch beständige Tradierung der zentralen Narrative dieses Diskurses wird nicht nur das Anliegen des Datenschutzes in der Wahrnehmung seiner Bedeutung massiv geschmälert, sondern auch Überwachung als legitimes, als notwendiges Prinzip des Gesellschaftslebens propagiert. Neben einer allgemeinen, im Rahmen des war on terror etablierten Semantik der Bedrohung sind hier vor allem konkrete Diskursbeiträge herauszustellen, zu denen beispielhaft der des damaligen Bundesinnenministers Thomas de Mazière anlässlich der Terroranschläge in Brüssel am 22.03.2016 zählt, die zur Verankerung einer Zeichenordnung im Vorstellen und Denken der Menschen beitragen: „Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten, und darüber hinaus, und wir sind in Krisenzeiten, hat die Sicherheit Vorrang“ (Tagesthemen, 2016; Min. 23:10–23:18). Durch beständige Wiederholung (Vgl. Huber, 2021; S. 200.), durch teils explizite Unterweisung sowie durch Etablierung faktischer Sicherheitsstrukturen kommt es zur Bildung eines Zeichenverbunds: Im „Geiste aller“ (Foucault, 2019; S. 141) entsteht das Zeichen Überwachung/Sicherheit oder Überwachung/Notwendigkeit oder Überwachung/gut. Auf theoretischer Ebene greifen lässt sich dieser Prozess der Einschreibung von Zeichen in die Vorstellung von Individuen auch mit Roland Barthes, der in seiner Zeichentheorie neben signifiant und signifié auch den Begriff des Zeichens, des festen Verbundes beider, kennt (Vgl. Barthes, 2010; S. 256). Dieses Zeichen aus signifiant und signifié entsteht im Rahmen einer Arbeit an der Seele – durch Unterricht, durch Werbung, durch Sozialisation, durch Erziehung usw. usf. Folge des Sicherheitsdiskurses, dessen Sprechregeln wiederum durch Macht reguliert werden, ist die Etablierung einer solchen Zeichenordnung, ist das Stillstellen der betreffenden Zeichen. Ist dieses Ziel erreicht, wird der Eingriff – und zwar nicht nur der staatliche, sondern auch diesem strukturell ähnliche – nicht mehr als Angriff, nicht mehr als illegitimes Eindringen in die Sphäre des Eigenen verstanden, sondern entsprechend der etablierten Zeichenordnung als gerechtfertigter Beitrag zur Sicherheit, als notwendiges Übel oder gar als gut. Partizipierende dieses Diskurses und dieser Arbeit an der Seele sind indes nicht nur staatliche Akteur*innen, sondern auch andere Institutionen, die dem Individuum gegenüber disziplinierend auftreten, die sich der Technologien der Macht bedienen, um es zu unterwerfen. Verwiesen werden kann hier etwa auf die breit mit ihren gesundheitsschützenden, präventiven und damit sicherheitstechnischen Vorteilen vermarkteten Fitnesstracker oder auf die wiederum mit Sicherheit vermarktete Ortungsfunktion bestimmter Smartphones. Hinzu kommt die Partizipation der Überwachten selbst, die die diskursiv etablierte Zeichenordnung übernehmen und in der Folge selbst tradieren, womit sie sie und ihre Konsequenzen wiederum festigen.

Als letzter Punkt der Begründung der freiwilligen Unterwerfung lässt sich mit Seda Gürses die schleichende Gewöhnung feststellen (Vgl. Wolfangel, 2021). Die Implementierung kleinerer Überwachungsmaßnahmen führt auf Dauer zu einer steigenden Toleranz immer härteren Maßnahmen gegenüber, da die Überwachung im Allgemeinen nach einer Weile nicht mehr als exzeptionell, sondern als Bestandteil des Alltags erlebt wird.

Am Ende stehen die ganze Welt und das ganze Individuum

Festzuhalten bleibt, dass die technologischen und die damit einhergehenden machttechnologischen Entwicklungen nicht zu einer Fragmentierung, sondern vielmehr zu einer zunehmenden Protokollierung der Welt führen, die mit jeder Verfeinerung der Technologien der Macht ein Stück weiter geordnet wird. Das Wissen um die einzelnen Individuen, um die Gesellschaft insgesamt und um die Technologien der Macht wächst, was in der Folge Überwachung und Disziplinierung effizienter gestaltbar macht, was sich wiederum auf das Wissen auswirkt usw. Beschreiben lässt sich die Entwicklung von Moderne und Postmoderne also als massive Erweiterung des Wissens, als Entgrenzung des Überwachungs- und Wissensraumes und damit als Prozess der nun über physisch-geographische Hindernisse hinweggehenden Tableauisierung der Welt, die damit zu einem einheitlich kontrollierbaren, zu einem in jeder Koordinate von Macht durchdrungenen Raum wird. Die Geschichte der Moderne und Postmoderne ist damit auf der makrokosmischen Ebene keineswegs eine solche der zunehmenden Fragmentierung und Auflösung, wenngleich mikrokosmisch mit Parzellierung gearbeitet werden muss, um die makrokosmische Ganzheit des Individuums, der Gesellschaft und des gesamten Raumes zu erreichen.

Literatur:

Barthes, Roland (2010): Mythen des Alltags. Berlin. [orig. 1957].

Büttner, Melissa; Schmelzer, Matthias (2021): Fossile Mentalitäten. Zur Geschichte der fossilen Durchdringung moderner Vorstellungswelten. Jena. Online verfügbar unter: http://www.flumen.uni-jena.de/wp-content/uploads/2021/06/Working-Paper-Nr.-3_Schmelzer-und-Buettner_Fossile-Mentalitaeten-Zur-Geschichte-der-fossilen-Durchdringung-moderner-Vorstellungswelten-1.pdf [29.06.21].

Foucault, Michel (2019): Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. Frankfurt am Main. [orig. 1976].

Huber, Sabrina (2021): „‚Die Bedrohungslage ist hoch‘ – Vom fiktionalen und faktualen Erzählen von Sicherheit, Prävention und Überwachung. Oder: Von der Beteuerung, die Wahrheit zu sagen“. In: Podskalsky, Vera; Wolf, Deborah (Hrsg.): Prekäre Fakten, umstrittene Fiktionen. Fake News, Verschwörungstheorien und ihre kulturelle Aushandlung. Philologie im Netz: Beihefte. Berlin. S. 189-210. Online verfügbar unter: http://web.fu-berlin.de/phin/beiheft25/b25t08.pdf [29.06.21].

National Institute of Standards and Technology (2019): NIST Study Evaluates Effects of Race, Age, Sex on Face Recognition Software. Gaithersburg. Online verfügbar unter: https://www.nist.gov/news-events/news/2019/12/nist-study-evaluates-effects-race-age-sex-face-recognition-software [29.06.21].

Reuter, Markus (2019): „Gesichtserkennung: Automatisierter Rassismus gegen uigurische Minderheit in China“. In: netzpolitik.org. Online verfügbar unter: https://netzpolitik.org/2019/gesichtserkennung-automatisierter-rassismus-gegen-uigurische-minderheit-in-china/ [29.06.21].

Robert-Koch-Institut (2020): Mit Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches mehr über die Verbreitung des Coronavirus erfahren. Berlin. Online verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2020/04_2020.html [29.06.21].

Tagesthemen (2016): Tagesthemen. 22.03.2016. 22:15 Uhr. Online verfügbar unter: https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-4351.html [28.06.21]

Wolfangel, Eva (2021): „Reisen nur, wenn das Immunsystem Mindeststandards erfüllt“. In: Spektrum. Online verfügbar unter: https://www.spektrum.de/news/impfnachweis-wie-sinnvoll-ist-der-digitale-corona-impfpass/1883323 [28.06.21].

21:15 29.06.2021
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