Burka-Verbot? – Völlig falscher Ansatz

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Grundsätzlich halte ich mich – was die Burka betrifft - politisch unkorrekt an den Kabarettisten Georg Schramm, der mal so vor sich hin fragte, was das für merkwürdige Leute sein müssen, die ihre Frauen in Müllsäcke stecken. So, das hätten wir jetzt geklärt. Ich bin trotzdem nicht für ein ein Burka-Verbot, weil das die Debatte über Sinn und Unsinn dieses Kleidungsstücks völlig unterminiert.

Davon abgesehen ist ein Burka-Verbot völlig unökonomisch.

Warum?

Es gibt zu wenige Übertretungen. Das ist doch eine bußgeldmäßig völlig unsinnige Verordnung. Der Staat nimmt überhaupt keine Gelder ein. Da stehen Burka-Verbotsübertretungs-Kontrolleure hundert Jahre in der Nähe des nächsten Minaretts herum, bis da endlich eine schnöde und dreiste Übertreterin des Gesetzes um die Ecke gestolpert kommt. Gestolpert sage ich deshalb, weil ein freundlicher Blogger aus Syrien kürzlich daraufhin gewiesen hat, wie sehr eingeschränkt die Sehmöglichkeiten von Frauen mit Ganzkörper- und Gesichtsbedeckung im Straßenverkehr sind. Und, wenn man die zur Kasse bittet, dann kommen unglaublich lange Rechtsstreitigkeiten. Also Burka-Verbot ist Murks.

Viel mehr Sinn aber macht ein Burka-Gebot

Für einen bestimmten Personenkreis wäre das ein nützliches Teil. Damit könnte man manchen Leuten sogar einen Gefallen tun, die ohne entsprechende Kleiderordnung viel zu ungehemmt an der eigenen Selbstentlarvung arbeiten.

Beispiele:

Ein Burka-Gebot wäre ein probates Mittel für

Günther Oettinger: Hinter einer Burka vorgemurmelt, wäre dessen Englisch völlig plausibel und würde niemanden verwundern.

Oder auch für

Ronald Pofalla: Auch bei ihm würde eine Burka erklären, warum dieser Politiker nie die Kartoffel aus dem Mund nimmt wenn er spricht. Über die Inhalte würde das natürlich nicht hinwegtrösten, aber wenigstens über den teigigen Ton.

Oder auch für

Dieter Bohlen: Hier könnte eine Burka die coolen Sprüche ein wenig mildern und sie als das entlarven, was sie – ohne blödes Grinsen sind – nämlich von Gagschreibern generierte Plattheiten. Man könnte besser hinhören und damit schneller abschalten.

Damit Gender-Gerechtigkeit herrscht, wäre für

Angela Merkel eine Burka auch nicht so übel, denn auch sie hat – abgesehen von dem plausibel gewordenen dumpfen Gemurmel - manches zu verstecken.

Generell wäre ein Burka-Gebot wäre auch gut für Leute, die aus der Politik in die Wirtschaft wechseln, da sieht man dann wenigstens, dass die was zu verbergen haben. Man könnte sie– nach dem ersten Sündenfall – die „Bangemann-Burka“ nennen.

Ich sage Euch und was das für Übertretungs-Busgelder gäbe.

Außerdem wären auch virtuelle Burka-Gebote empfehlenswert.

Zum Beispiel für Leute mit Mehrfachnicks. Das Original könnte mit normalem Avatar oder Bild oder was weiß ich, erscheinen. Alle anderen noch herumstolpernden Nicks könnte man mit einem Burka-Symbol ausstatten. Das wäre sehr nützlich.

Es würde auch hier - entgegen der sonstigen Bestimmung dieses Teils - zur Kenntlichmachung und Offenbarung beitragen. Das passt doch. Man weiß dann, dass da was drunter ist und dass es das schon gibt.

13:11 31.01.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Magda

Es gibt gute und schlechte Gewohnheiten. Die FC ist eine schlechte, die ich - noch nicht - überwunden habe.
Magda

Kommentare 30

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