Ein Fall von Pianonostalgie

Musik Ein erfreulicher schöner Nachmittag kürzlich bei „Helle Panke“. Erich Kästners Gedichte „Dreizehn Monate“ rezitiert von Angelika Neutschel waren zu belauschen.
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Begleitet wurde sie mit pianistischen gut ausgesuchten Intermezzi von Irene Wittermann auf jenem Flügel, der einst das Probeinstrument des als Barrikadentauber hin und wieder ein bisschen verspotteten Ernst Busch war.

Und wie ich da so lauschte und weil es um Gedichte ging, die man hier nachlesen kann, verfiel auch ich ins Dichten.

Es ist schon eine Weile her, dass ich kein eigenes Instrument mehr habe, weshalb ich eine gewisse Entbehrungs-Wehmut verspürte. Und das ist nun das Gelegenheits-Gedichts-Ergebnis.

An ein Klavier

Wie gerne spiele ich auf Dir

Mein liebes klingendes Klavier

Mein Herz es schlägt für Dich die Terz

ganz ohne Finte gibts die Quinte

Und will ich fort spiel den Akkord


Öffne Dich, nussbaumig Klavier

Gib einen Ton wie einen Kuss

Ein Ton mal tröstlich und mal schmerzlich

Dann klingt es voll wohl bis zum Schluss


Und schlag ich manchmal Kapriolen

Vergiss die kleine Dissonanz

Lies die Leviten in Triolen

Der Harmonie ein froher Tanz

Ich drück die Tasten und die Seele

Geht auf wie eine schöne Sonne

Es ist wie immer, wenn ichs spüre

So gut und eine reine Wonne


Angela Neutschel bietet sehr schöne und unterschiedliche Programme an

http://www.angelika-neutschel.de/index.html

13:29 01.12.2012
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Geschrieben von

Magda

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.(George B. Shaw)
Magda

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