hilfe! (eine erinnerung 04)

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Waffenrecht - Deutschland hat schon jetzt eines der strengsten Waffengesetze der Welt. Wir sind daher einig in der Einschätzung, dass es gegenwärtig keinen weiteren Veränderungsbedarf im Waffenrecht gibt. Im Rahmen der bis Ende 2011 zu evaluierenden Wirksamkeit der getroffenen Regelungen zu sicheren Aufbewahrung und zum Schutz vor unberechtigtem Zugriff soll besonders darauf geachtet werden, ob es im praktischen Vollzug unzumutbare Belastungen für die Waffenbesitzer gegeben hat.“

Das ist ein vollständiges Zitat zu diesem Thema aus dem Koalitionsvertrag der derzeitigen CDU/CSU/FDP-Regierung. Dieser Vertrag wurde etwa ein halbes Jahr nach dem Massaker von Winnenden/Wendlingen ausgehandelt.

(Hintergrund: Das Waffenrecht wurde auch nach dem monströsen Amoklauf in Winnenden und Wendlingen, wie schon zuvor nach dem Massaker in Erfurt, nicht wirksam verändert. Es wurde lediglich weiter aufgebläht. Der Zugang zu scharfen Schusswaffen und geeigneter Munition in Privatwohnungen ist weiterhin legal und somit möglich. Alle sogenannten Amokläufe mit Schusswaffen an Schulen in Deutschland wurden jedoch ausnahmslos mit derartig legal zugänglichen Schusswaffen verübt. -Insofern wäre es eine wahrheitsgemäße Feststellung, dass Deutschland mitnichten eines der schärfsten Waffengesetze der Welt hat, sondern ein in wesentlichen Punkten sehr laxes.)

Bitte, liebe „Freitag“-Community (und auch: Liebe „Freitag“-Redaktion), helfen Sie, damit dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät und wir nicht nach dem nächsten Schulmassaker -erneut auf zerschossene Kinder starrend- besinnungs- und letztlich fruchtlos nach dem „Warum?“ fragen müssen.

Danke.

03:22 29.03.2010
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