Matthias Dell
07.02.2013 | 17:54 12

Wenn der Papa mit dem Sohne

Nicht im Kino Til Schweiger will seine Filme nicht allen Journalisten vorab zeigen, worüber er am Montag dann mit FAZ-Redakteur Andreas Kilb sprach. Mit vernichtendem Ergebnis

Wenn der Papa mit dem Sohne

Illustration: Otto

„Wir müssen reden“ war vor zwei Monaten ein brancheninternes Treffen in Berlin überschrieben. Es sollte um das Verhältnis von Filmkritik und -wirtschaft gehen, um Regisseure, die sich falsch behandelt fühlen, und Journalisten, die nicht von Pressevorführungen ausgesperrt werden wollen. Also etwa um Til Schweiger, der dem deutschen „Feuilleton“ schmollt, weil es ihn angeblich nicht leiden mag, und um Andreas Kilb, den Kritiker der FAZ, der im Interesse der Gleichbehandlung etwas gegen Schweigers Praxis hat, zu Voraufführungen seiner Filme nur ausgewählte Journalisten zuzulassen. Am Montag kamen beide in einem erneuten Gespräch über „Film und Kritik“ in der Akademie der Künste am Brandenburger Tor zusammen.

Natürlich ist Schweiger nicht verpflichtet, Kritikern seine Filme vorzuführen. Die Verabredung zur Pressevorführung ist kein demokratisches Institut, sondern speist sich aus der Hoffnung auf Öffentlichkeit. Man kann diskutieren, dass Schweiger für seine Filme staatliche Fördergelder erhält. Aber daraus lässt sich kein Anspruch ableiten, e