Osteuropäische Musik – eine Ankündigung

Musikfest Berlin Bei den diesjährigen Festwochen (30. August - 18. September) steht Neue Musik aus Osteuropa im Zentrum

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Anne-Sophie Mutter und Manfred Honeck nach dem Eröffnungskonzert
Anne-Sophie Mutter und Manfred Honeck nach dem Eröffnungskonzert

Foto: Kai Bienert/ Berliner Festspiele

Am Samstag hat das Berliner Musikfest 2013 begonnen, und ich will es durch laufende Kommentare begleiten wie schon in den letzten Jahren. Es muss heute bei der Ankündigung bleiben, weil ich noch anderweitig beschäftigt bin. Morgen jedoch will ich von den Konzerten des Wochenendes berichten. Am Samstag Abend im Eröffnungskonzert standen zum Beispiel Chain II von Witold Lutoslawski und Ein Heldenleben von Richard Strauss auf dem Programm. Musik von Lutoslawski, dem polnischen Komponisten, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ist eins der Zentren der diesjährigen Festtage und ihr gilt mein besonderes Interesse. Aber auch andere osteuropäische Komponisten kommen zu Gehör: Bartok, Janacek, Ligeti, Prokofjew, Schostakowitsch. Auch Bela Bartok, an den Lutoslawski anknüpft, wird an vielen Abenden vertreten sein. Ligeti wird man leider nur einmal gehört haben, das war gestern Abend. Doch mit einem hochinteressanten Stück, dem Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten von 1969/70. Im Übrigen wird auch viel von Benjamin Britten erklingen, der dieses Jahr ebenfalls seinen 100. Geburtstag feiern könnte, würde er noch leben. Ihn werde ich wohl nur mitbehandeln.

In meinen Beiträgen wird es möglicherweise einen roten Faden geben, die Frage nämlich, wie sich in einer Musik das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft abspiegelt. Mein morgiger Beitrag jedenfalls soll davon handeln.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Michael Jäger

Redakteur „Politik“ (Freier Mitarbeiter)

Michael Jäger studierte Politikwissenschaft und Germanistik. Er war wissenschaftlicher Tutor im Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin, wo er bei Klaus Holzkamp promovierte. In den 1980er Jahren hatte er Lehraufträge u.a. für poststrukturalistische Philosophie an der Universität Innsbruck inne. Freier Mitarbeiter und Redaktionsmitglied beim Freitag ist er seit dessen Gründung 1990. 1992 wurde er erster Redaktionsleiter der Wochenzeitung und von 2001 bis 2004 Betreuer, Mitherausgeber und Lektor der Edition Freitag. Er beschäftigt sich mit Politik, Ökonomie, Ökologie, schreibt aber auch gern über Musik.

Michael Jäger