Sollte die Ukraine eine Konföderation werden?

Ukraine Vor 7 Jahren begann der Ukraine-Krieg. Wo liegt die Lösung?
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Vor kurzem sagte der ehemalige Berater des russischen Präsidenten Wladyslaw Surkow im Interview mit der "Financial Times", dass die Ukraine eine Kon­fö­de­ra­ti­on bilden kann, um das Land zu retten.

Ich glaube, dass die Schweiz ein gutes Vorbild ist. Es ist der richtige Weg, um den Ukraine-Krieg zu beenden, weil sich am Konflikt im Donezbecken in den vergangenen sieben Jahren nichts Grundlegendes geändert hat. Denn weder hat das Ein-Staaten-Modell Aussicht auf Erfolg, noch die Zwei-Staaten-Lösung. Vielleicht findet diese Idee viele Unterstützer – auf beiden Seiten.

Am Anfang ist es nur eine Konföderation von der Ukraine und von den "Volksrepubliken" Luhansk und Donezk. Und danach tritt vielleicht die Halbinsel Krim bei.

Es hat mich sehr überrascht, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Nato-Beitritt zum "einzigen Weg" für einen Frieden sieht. Die baltischen Länder und Polen auch plädieren für eine beschleunigte Aufnahme der Ukraine in die Nato. Denken sie wirklich, dass die USA und die Nordatlantische Allianz helfen? Oder könnte es nur zur Eskalation des Konflikts im Donbass führen?

Wir haben schon die Lehren aus Afghanistan. Fast 20 Jahre später hat sich nichts dort verändert. Afghanistan ist heute weit davon entfernt, ein sicheres, politisch stabiles und wirtschaftlich prosperierendes Gemeinwesen zu sein. Wir können auch an den ewigen Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und den arabischen Staaten erinnern, wo die "Supermacht" Amerika eine Schlüsselrolle spielt.

Kompromiss ist vonnöten. Krieg ist keine Lösung. Warum also sollte man es nicht mit einer Konföderation probieren?
Es gibt ein gutes Zitat von Arthur Neville Chamberlain: "Im Krieg gibt es keine Gewinner, sondern alle sind Verlierer, ganz gleich, welche Seite sich zum Sieger erklären mag."

15:16 09.07.2021
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare 2