Passenger

Essayist, Übersetzer (s. torial-Profil unter Homepage)
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Passenger
RE: Wer glaubt schon an Gott? | 08.02.2015 | 08:36

Na ja, Angela Merkel und Gerhard Schröder sind mit Sicherheit keine Verfechter des freien Marktes! In der Tat darf man an den Markt glauben, er regelt tatsächlich viel. Eine Moral kennt er nicht und ein Lohn der allein auf Angebot und Nachfrage beruht, schafft möglicherweise hungernde Arbeiter. Dennoch schafft er erst Arbeitsplätze, ein Mindestlohn nicht! Genauso wenig wie die Politik Arbeit schafft, höchstens in unnützen Ämtern mit unnützen Beamten (siehe Griechenland, Brüssel), die vielen unnützen „Volksvertreter“ eingeschlossen (die Hälfte von denen würde locker genügen!). Der Neoliberalismus bedroht die Macht der Politik, will er doch nur ein Minimum an Staat und kann daher gar nicht des Politikers Freund sein. Er ist der Albtraum aller Sozialromantiker und Sozialdemokraten (auch der schwarzer Couleur). Natürlich braucht auch der Markt Regeln. Hungernde Arbeiter sind schließlich der Albtraum der Neoliberalen. Nichts bedroht den freien Markt so sehr wie Revolutionen. Daher wird man sich auf Regeln im Rahmen der Vernunft einigen müssen. Vernunft ist im Reich der Macht und des Machterhalts aber sicher auch nicht oberste Maxime! Vielleicht schreibt mal einer einen Artikel über den sozialen Staat als Religionsersatz! Er soll auch Sicherheit in möglichst allen Lebenslagen garantieren. Er soll für Gerechtigkeit sorgen und möglichst alle Bedrohungen und Schuldkomplexe (Klimawandel, Naturzerstörung, Tierhaltung) bannen.

Mit liberalem Gruß

RE: Wer bin ich? | 23.03.2013 | 21:08

Sehr guter Beitrag, ich stimme Ihnen voll zu. Ich habe es selbst sehr ähnlich aufgefasst: https://www.freitag.de/autoren/passenger/die-banalitaet-des-zdf#1364069124639558

RE: Die Banalität des ZDF | 23.03.2013 | 21:05

Ich habe in einem vorangegangenen Beitrag ebenfalls von "Eure Mütter, eure Väter" gesprochen : https://www.freitag.de/autoren/passenger/good-old-news

Berechtigter genereller Einwand.

RE: Die Banalität des ZDF | 23.03.2013 | 21:03

Vielen Dank für den ergänzenden Kommentar.

Jene Art von Läuterung ist für den Film nicht allein "unrealistisch", sondern einfach von Anfang an nicht gewollt. Ich für meinen Teil sehe in dem ganzen Dreiteiler fast schon mehr eine Art Rehabilitation der "Alten", als ein Lehrstück für uns "Jungen".

RE: Und keiner will's gewesen sein ... | 21.03.2013 | 14:30

"Ich [...] kann und werde mir nicht anmaßen, in meinen jungen Jahren zu beurteilen, wie die damaligen Zustände wirklich aussahen."

Gerade das wollte der Film ja erreichen. Also nochmal gucken oder hier lesen: https://www.freitag.de/autoren/passenger/die-banalitaet-des-zdf

Beste Grüße!

RE: Good (old) News | 19.03.2013 | 12:57

Muss die Geschichte auf diese Weise noch erzählt werden, oder sollten für uns nicht die Lehren aus ihr im Vordergrund stehen? Schnulzenhaft ist die Umsetzung in diesem Fall in der Tat nicht, eine gewisse Erinnerungsnostalgie gibt dem Ganzen aber seine Prägung.

RE: Die unglücklichen Feinde | 21.12.2009 | 13:10

Ich weiss nicht, aus welcher Ecke der Autor Michael Jaeger urspruenglich stammt. Es ist allerdings beeindruckend mit welcher Unkenntnis er sich zu diesem ebenso wirren, wie teils laecherlichen Beitrag, hinreissen liess.
Die Loesung dieses ewig waehrenden Konflikts auf die EU zu beschraenken, verkennt jegliche Diskurse, die in einer enormen Vielfalt im Land selber gefuehrt werden, und die Tatsache, dass es sich primaer um einen Konflikt zwischen Israelis und Palaestinensern handelt. In diesem Konflikt kommen sowohl USA als auch EU politisch nicht mehr als eine mahnende, moderierende Rolle zu.

Einziger positiver Punkt in dem Artikel ist meines Erachtens, dass der Autor zum Schluss in Erinnerung ruft, dass Antisemitismus und Zionismus gesamteuropaeische Phaenomene sind, fuer die nicht allein Deutschland besondere historische Verantwortung traegt.

Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen sinnfreien Erguss, der das Papier auf dem es gedruckt wurde, nicht wert ist.