Die Enden der Parabel-Mit dem Pynchon unterwegs (S.150-281)

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Am Wochenende war ich mit dem Schönes Wochenende -Ticket mit der Bahn unterwegs. der Pynchon war vorbei und ich habe ihn gelesen und an und zu natürlich auch aus dem Fenster geschaut. Ich habe ihn gelesen , wie ich fernsehen. Das ist so eine Menge an eindrücken. War mit dem Zug unterwegs und beim Lesen manchmal nur Bahnhof verstanden.

Am meisten berührt hat wieder das Thema Tiere ,-das mit diese Sequenz vom Frans- nicht nur ein paar Worte gebildet hat.

Die Ausrottung der Dronte auf Maurtius hat er in ihrer Schrecklichkeit doch recht eindrücklich beschrieben.

Auch dieser ganze regilgiöse Hintergrund dabei war doch sehr interessant. Mit diesem Überlegenheitsgefühl der europäischen Zivilisation sind dann Tiere unwiederbringlich abgeschlachtet worden, die gegen solch verrückte Siedler einfach keine Chance hatten.

Ist das vielleich ein Bezug zum 2ten Weltkrieg und dem Einschlag der V2 mit seiner Poisson-Verteilung gegeben?

Man könnte daran denken, andererseits erscheint mir die Überlebenswahrscheinlichkeit im 17 ten Jahrhundert einer Dronte auf Mauritius noch geringer als die eines Einwohner von London im Jahre 1944.

Es wäre wohl eher daneben in diesem Zusammenhang Tiere mit Menschenn zu vergleichen, aber es könnte doch ein Paralelle in der Unausweichlichkeit von einem Verrücktem oder etwas Verrücktem getroffen zu werden, wenn sich die Geschosse erst einmal endgültig auf den Menschen bzw. die Dronte gerichtet haben, bestehen

So wie die Dronte, dieser flugunfähige fast schon etwa tapsig wirkende Vogel den Untergang bei solch schießwütigen verrückten Siedlern ergangen ist, könnte es auch dem Menschen mit seinen so kühl berechneten und doch so verrückten Massenvernichtungswaffen wie auch der V2 ergehen.

Es gibt so viele tolle Stellen im Pynchon. Es folgt nochmals ein Text-Zitat von S.250:

"Es stimmt, jetzt Wanja "sehtEuch die Formen an , in denen sich der Kapitalismus ausdrückt. Es sind Pornographien der Liebe, der erotischen Liebe, der christlichen Liebe, der Kind-mit-seinem -Hund-Liebe, Pornographien von sonnenuntergängen, Pornographien des Tötens und der Deduktion-ahhh dieses wolllüstige Stöhnen, wenn wir den Mörder erraten-, all diese Romane, Fime und Songs, mit denen sie uns einlullen, sind Annäherungen, mehr oder weniger tröstliche Annäherungen an diesen einen absoluten Trost."

Eine kurze Pause , dieRudi ein säuerliches Grinsen erlaubt.

"Den selbstherbei geführten Ogasmus"

Man kann sich durchaus über die einzelnen Passagen in diesem Zitat streiten und der eine oder die andere würde sicher gerne dies oder das aus dem Zitat gerausgenommen sehen, aber diese Bennnung des pornographischen Charkater der Ausdrucksweise des Kapitalismus ist nach meiner Meinung nicht nur faszinierend sondern auch richtig!

Schließen möchte ich mit einem etwas launigem Reim auf meinen Sonntag mit Pynchon in den Zügen bei der Unrundung des Globus der nordwestdeutschen Erde:

Mit dem Pynchon unterwegs

Las den Pynchon Essen bis Minden,

ließ ihn dann im Beutel verschwinden,

auch wenn ich kein Kängruh bin,

war die Leselust erstmal dahin,

bis Hannover las ich ihn dann in der S-Bahn

und in meinem Kopf krähte bei manchen Stellen ein Hahn,

weiter ging es dann nach mit einer anderen S-Bahn nach Celle

und las dabei ein paar Seiten Pynchon auf die Schnelle,

dann ging es nach Uelzen mit dem privaten Regigionalexpress

und ich las in all dem Lärm den Pychon bis zum Ekzess

doch dabei blieb ich längst noch nicht stehen

und bis Hamburg sollte mein Lesen im Pynchon weitergehen,

dort in Hamburg gab es nach Bremen die Reisewende,

war mit dem Pynchon noch längst nicht zu Ende,

bis Osnabrück las ich dann noch ein gutes Pynchon-Stück,

dann nach Münster verliess mich die Begeisterung für das Lesen,

wurde dort ein recht müdes mesnschliches Wesen

und zurück im wunderschönen Essen

habe ich den Pynchon dann erst einmal vergessen.

Der Text ist Teil eines Projektes:

Wir lesen gemeinsam Thomas Pynchons „Die Enden der Parabel“.sen

16:34 15.09.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

Kommentare 14

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
walter-ter-linde | Community
Avatar
hibou | Community