Meine Stimmabgabe im Wahlbezirk Essen-Süd

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Wahlsonntag. Aufeinmal sacke in mich zusammen und bekomme eine gelebte Ahnung davon , was Bildungswirt mit dem Lustgewinn duch Wahlen gemeint hat.

Es siegt eine leidliche Disziplin und ich schleppe mich zum Wahllokal. Was ich wähle ist ja eigentlich klar, doch in der Wahlkabine schießt mir die Erststimmenwerbung für die SPD von Fabian Loeffler in den Kopf. Es wird ein kurzer Kampf. Ich kann es dann doch nicht dazu durchringen, auch wenn "DIE LINKE" mit meiner Erststimme hier im Ruhrgebiet wohl nicht all zu viel anfangen kann.

Gewundert habe ich mich über die Wahlzettel mit zwei Blöcken für die Erst und die Zweitstimme auf einem Zettel. Ich wurde unsicher und fragte sogar, ob ich zwei Kreuze auf diesem Zettel machen darf. Freundlich wurde mir das sehr schnell erklärt. Es war aber mehr eine Frage, die mir meine Unsicherheit vertreiben sollte.

Gestern habe in sogar noch irgendwo im Fersehen gesehen, dass man sich bei der Wahlkommision soagar noch melden kann, wenn man das Kreuz aus Versehen an die falsche Stelle gesetzt hat. Der Wahlleiter kann dann einen neuen Zettel ausgeben und der alte Zettel wird im Beisein der Wahlkommision vernichtet. Sogar bei der Briefwahl soll es für diesen Fall noch eine Möglichkeit geben, was die Briefwahl dann aber sinnlos macht, weil der Wähler dann doch auf ´s Amt muss um seinen Irrtum aufzuklären.

Bei mir war das aber nicht notwendig, weil ich meine Partei und die danebenstehen Wahlkreise fest mit dem Auge fixiert habe. Gleich werde ich mir in der Stadt bei Overbeck noch ein leckeres kleines rundes Sachertörtschen als meine persönliche Belohnung dafür kaufen um meine eingeknickte Stimmung wieder aufzurichten, aber auch weil ich ganz einfach ein Schleckermaul bin.

Waren die Wahlzettel bei der letzten Wahl auch schon so? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern. Es ist ja umweltfreundlicher als je ein Zettel für die Erst-und die Zweitstimme.

Weg ist die Selbstzufriedenheit und die Gewissheit der letztenWochen. Ich habe meine beiden Kreuze auf einen Wahlzettel gesetzt und bin mir nicht besonders toll dabei vorgekommen!

Es ist klar, was nach den Wahlen zu erwarten ist. Egal für wen man ist, wenn das Volk mehr will, darf es nicht alles schlucken und sich nicht im Job Center ducken. Demokratie sollte mehr sein als in so großen Zeitabständen nur mal ein oder mehrere Kreuze bei seiner Partei zu machen. Wir sollten wirklich denen in Berlin auf die Finger gucken!

Wir werden wohl meistens nicht immer meiner Meinung sein und die Demokratie lebt wohl ganz entscheidend vom Diskurs. Viele haben geholfen ein paar Leute ins Parlament zu bringen, das macht aber keinen Sinn , wenn die wenigen dort, die ja unser aller Vertreter und Vertrerinnen sein sollen, nur Politik für sich und wenige Interessengruppen machen! Lasst uns alle und jeder nach seiner Coleur denen auf die Finger schauen und aufpassen, dass da nichts schieft läuft, mit dem, wofür sie dort hingeschickt worden sind. In der lebendigen Demokratie ist das fast genau so wichtig wie die Wahlen selbst.

11:15 27.09.2009
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Geschrieben von

poor on ruhr

Vielseitiger interessierter Arbeiter und ziemlich stark in die in die in aller Welt bekannten Pandabären vernarrt. 🐼
poor on ruhr

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