Schreiber321

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RE: Dresdens besorgte Bürger | 16.11.2014 | 12:19

Was im Artikel geschildert wird, ist leider nicht überraschend - wenn auch erschreckend. Ganz ähnliche Kommentare findet man auf Facebook vor allem auch unter Medienberichten, die sich mit Asylbewerbern, Migration im Allgemeinen und natürlich vielen damit verwandten Themen befassen.

Das eigentlich erstaunliche ist, dass so viele Menschen kein Problem damit haben, ihre Hassparolen unter eigenen Namen zu verbreiten. Mitbürger mit eigentlich ganz unscheinbaren Profilen äußern plötzlich ganz öffentlich rassistische Thesen und verbreiten ihre Gewaltfantasien, scheinbar ohne sich um die Reaktionen aus dem eigenen (Facebook-)Freundeskreis Gedanken machen zu müssen. Vielleicht trägt das dazu bei, sich als heimliche Mehrheit der Bevölkerung zu fühlen. Es widerspricht ja niemand, mit dem man sich abgibt...

Da frage ich mich schon gelegentlich, wie viel heimliche Zustimmung es zu solchen Facebook-Hasstiraden in der gesamten Bevölkerung tatsächlich geben mag. Man weiß es halt nicht...

RE: Die Lokführer-Schelte der Journalisten | 07.11.2014 | 22:42

Leider erfahre ich nur, dass es der Anfang vom Ende ist, wenn ein "Streik droht" oder ähnliche Formulierungen verwendet werden. Sich bei Formalitäten zu bedienen, die überall und nirgendwo stehen könnten, führt zu keinen neuen Erkenntnissen. Ganz nebenbei: Welcher Redakteur sollte sich dabei nicht angesprochen fühlen und in welcher Zeitung bleibt man davon überhaupt verschont?

Zu zeigen, wo und auf welche Art in der deutschen Presse wirklich Stimmung gegen das Streikrecht gemacht wird - am konreten Beispiel - wäre wesentlich aufschlussreicher und interessanter.

RE: Die Lokführer-Schelte der Journalisten | 07.11.2014 | 21:03

Leider bleibt die berechtigte Kritik an der Berichterstattung so undifferenziert wie die Berichterstattung selbst. Auf etwas mehr als ein paar halbfiktive Floskeln sollte man schon Bezug nehmen, wenn man so über pauschal über den eigenen Berufsstand herzieht. Es fällt ins Auge, dass sich hier unfreiwillig der Kreis schließt.